For My Eyes Only

Zahllose Jahre an Bildschirmarbeit fordern ihren Tribut. Heute habe ich mir meine erste Brille gekauft. Wirklich keine einfache Sache. Ich hatte jedoch relativ schnell raus, in welche Richtung ich gehen möchte und konnte mich somit auf drei Favoriten festlegen. Letztendlich habe ich mich für das mittlere Modell entschieden.

Ebenso schwierig wie die Fassungsfrage war die Wahl der Gläser. Man kann ja wahrlich Unsummen ausgeben. Glücklicherweise ist meine Sehschwäche noch relativ gering und ich konnte mich somit für mittelteure Gläser entscheiden. Letztendlich hat der Spaß dennoch ein kleines Vermögen gekostet und ich bin nun gespannt, ob ich ab nächster Woche tatsächlich endlich wieder alles in High Definition sehen werde…

Yippie Ya Yay, Schweinegrippe!

Zum Thema Neue Grippe hatte man in den letzten Wochen viel gelesen und viel gehört und – so ging es zumindest mir – fühlte sich dennoch nicht gut informiert. Einmal impfen? Zweimal impfen? Unterschiedliche Impfstoffe? Die Informationspolitik war wirklich ein Desaster. Für mich war demnach auch klar: Da halte ich mich raus. Ich überstehe schließlich jedes Jahr ohne Grippeimpfung.

In letzter Zeit häufen sich bei mir im Freundeskreis jedoch Meldungen von schweren Verläufen besonders bei Betroffenen in meinem Alter. Der Kreis wird immer enger und gestern Abend war für mich nun der Punkt erreicht, an dem ich meinen Standpunkt überdenken musste. Gute zwölf Stunden später bin ich nun geimpft. Nebenwirkungen kann ich (noch) keine ausmachen.

Ob sich das ganze Trara um das Thema nun gelohnt hat? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass ich das nächste Mal nicht mehr zusammenzucken werde, wenn ich von Bekannten höre, die mit Schweinegrippe im Krankenhaus liegen oder sogar ins künstliche Koma versetzt wurden. Ob das Thema aufgebauscht wurde? Ob wir alle einer großen Verschörung aufsitzen? Wer weiß das schon? Letztendlich muss jeder für sich diese Entscheidung treffen.

Schuld an dem Chaos rund um die Impfung ist meiner Meinung nach die mangelnde Informationspolitik der Bundesregierung und das ist tatsächlich ein unverzeihliches Versäumnis.

Krimidinner: Hochzeit in schwarz

Normalerweise veranstalte ich jedes Jahr an Halloween einen thematisch auf das Ereignis abgestimmten DVD-Abend. Dieses Jahr war ich jedoch auf die von Edgar Wallace inspirierte „Hochzeit in schwarz“ eingeladen und habe somit selbst eine mehr oder weniger aktive Rolle in einer Gruselgeschichte gespielt. Es trug sich zu auf Schloss Ashtonburry…

krimidinner

Als Mitglieder des Ferguson Clans haben wir den Abend feuchtfröhlich mit Absinth begonnen, welcher die Stimmung noch einmal deutlich lockerte. Weiter ging es mit einem delikaten 4-Gänge-Menü, diversen Todesfällen und einer hektischen Trauung. Nach beinahe fünf Stunden war der Mörder schließlich gefasst und wir machten uns in ausgelassener Stimmung auf den Heimweg. Für das Krimidinner gibt es somit die Bewertung: Empfehlenswert!

Neues Jahr, neues Glück?

Wie jedes Jahr um diese Zeit, bin ich wieder einmal ein Jahr älter geworden. Der Schwelle in ein neues Lebensjahrzehnt ist nun gefährlich nahe gerückt. Doch das stört mich kaum. Es kann eigentlich nur besser werden. Nach beruflichen Desastern und privaten Verlusten fällt es mir nun schwer optimistisch in die Zukunft zu blicken, zumal manche Auswirkungen erst jetzt beginnen, sich bemerkbar zu machen.

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Wie die letzten Jahre auch, gab es wieder einmal reichlich Geschenke, von denen besonders der Einzug von Blu-ray ins heimelige heimische Heimkino hervorzuheben ist. Erste Tests sahen schon wirklich beeindruckend aus.

Nun beginnt es also, das 30. Lebensjahr und ich weiß im Moment noch gar nicht so recht, was ich davon halten soll. Ich hoffe zumindest, das die nächsten 364 nicht so sentimental und nachdenklich geprägt sein werden, wie dieser heutige Tag. Ansonsten brechen nicht nur für mich und meine Mitmenschen, sondern auf für meine Blogleser schwere Zeiten an…

Anwesenheitsnotiz

Da bin ich wieder. Wohlbehalten zurück in der Heimat. Zumindest beinahe. Nach zwei wirklich sehr erholsamen Tagen, war ich wohl doch zu übermütig und habe mich – ganz gegen meine Natur – zu ungestüm verhalten. Da ich nun doch nicht mehr der Jüngste bin, folgte die Strafe auf dem Fuß.

Etwas Gutes hat die körperliche Verhinderung ja, denn so komme ich trotz Bombenwetter nicht in Versuchung irgendetwas zu unternehmen. Mehr Zeit also für Film, Buch und Co.

Abwesenheitsnotiz

Spontaner Kurztrip. Nur ein paar Tage. Wir wissen noch nicht genau bis wann, wollen einfach nur raus. Etwas anderes sehen, hören, riechen. Andere Gedankenwelten finden. Eine kurze Auszeit vom chaotischen Alltag. Doch ich komme wieder, keine Frage.

Bis dahin: Bleibt tapfer!

Abschied

Abschied nehmen fällt mir schwer. Loslassen können. Schon seit jeher. Man könnte mich in dieser Hinsicht sogar als sentimental bezeichnen. Mit jeder positiven und negativen Konnotation dieses Begriffs.

Über den Verlauf der vergangenen Woche habe ich von einem der wichtigsten Menschen in meinem Leben Abschied genommen. Endgültigen Abschied. Nun höre ich Dinge, wie „das Leben geht weiter“ oder „für sie war es das Beste“ – als ob ich das nicht wüsste. Mein Verstand sagt mir das auch. Mein Gefühl nicht. Logik kämpft gegen Emotion. Hirn gegen Bauch. Dazwischen nur Unbegreiflichkeit.

Viele Dinge, die mir vor zwei Wochen noch unglaublich wichtig erschienen sind, haben an Bedeutung verloren. So auch das digitale Leben. Ich dachte sogar schon daran das Bloggen aufzugeben. Man hätte die Zeit ja sinnvoller nutzen können. Stattdessen sitze ich hier, schreibe und hoffe dass es mir irgendwie hilft den Schmerz in Worte zu fassen.

Wege zu trauern gibt es viele. Alleine an Zeit mangelt es in der schönen neuen Arbeitswelt. Emotionen bitte nicht zwischen 8:00 und 18:00 Uhr. Die Absurdität einer hochentwickelten Leistungsgesellschaft. Gefangen in einer fast schon schizophren anmutenden Zerreißprobe zwischen Trauer und Alltag.

Abschied. So schwer er mir fällt, so froh bin ich doch, dass dafür noch Zeit war. Danke zu sagen. Für all die schönen Jahre. Für die Liebe. Für das Lachen. Für die Erinnerungen. Die unzähligen Erinnerungen. Der Schmerz wird gehen, aber all das wird bleiben. Für immer.

Murphy’s Law

Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.
(
Edward Aloysius Murphy Jr.)

In der letzten Woche gab es eine Reihe von nicht zusammenhängenden Ereignissen, welche ausnahmslos alle eine negativen Einfluss auf mein Leben hatten. Zu den wirklich einschneidenden Dingen, gesellten sich auch bald im Vergleich eher unwichtige Fehlschläge. Nur eben in geballter Form.

Murphy’s Law in Reinkultur.

It’s alive. I’ve seen it. True story.

Albtraumwoche

Mehr kann, will und darf ich dazu nicht sagen. Dieser Eintrag soll mir nur als Erinnerung und Mahnung an die gestrigen Ereignisse dienen. Damit hätte wirklich niemand rechnen können. Wie lange es nun wohl dauern wird, bis sich die Lage wieder normalisiert bzw. stabilisiert hat?

Sonnwendfeuer 2009

Wieder einmal Sonnwende. Wieder werden die Tage kürzer. Und das noch bevor es überhaupt richtig Sommer gewesen ist. Wenigstens war es gestern Abend relativ trocken und angenehm warm, was den enormen Zulauf am Sonnwendfeuer erklären dürfte.

sonnwend2

Vor der Kulisse der lodernden Flammen ergab sich ein geselliger Abend mit viel zu viel Bier, sinnfreien Gesprächen, neu geschmiedeten Plänen und der Erkenntnis, dass man eben doch nicht jünger wird. Eine Sonnwende also, wie sie im Buche steht.