Schwächeanfall

Wenn man sein Auto nur noch mit großer Kraftanstrengung um die nächste Kurve bringt und das Ein- bzw. Ausparken plötzlich zur Tortur wird, dann steht man wohl kurz vor einem Schwächeanfall – oder es hat die Servopumpe zerlegt. Letzteres ist bei mir der Fall. Mein Konto freut sich jetzt schon.

Just Married

Gestern noch hat dieses Schild den Wagen geschmückt, der uns durch einen ereignisreichen Tag gebracht hat. Heute liegt es – zusammen mit unzähligen tollen Geschenken – in unserer Wohnung. Irgendwie surreal.

Nun ist das Ereignis vorbei, auf das wir beinahe ein Jahr hingearbeitet hatten – und es war toll! Ein wirklich rundum gelungener Tag. Ich möchte heute gar nicht so viel dazu schreiben, da die Erlebnisse noch zu frisch sind und ich bestimmt noch eine gute Woche benötigen werde, bis ich alles auch nur annähernd verarbeitet habe. Zudem war ich gestern gute 20 Stunden auf den Beinen und nach nur knapp drei Stunden Schlaf fordern die letzten Tage langsam aber sicher ihren Tribut.

Nun freue ich mich erst einmal auf unzählige Fotos und Videoaufnahmen – und dass wieder etwas Ruhe einkehrt, bevor es dann im August erst einmal auf Hochzeitsreise geht! 🙂

Die ausführliche Schilderung mit Bebilderung (© 2008 Paul) folgt dann demnächst…

Aufessen & Daumen drücken!

Das kommende Wochenende wird wieder einmal äußerst bedeutsam. Nach ca. einem Jahr der Planung werden wir morgen endlich vor den Altar treten, um anschließend in großer Runde ausgelassen zu feiern.

Damit auch alles ebenso gut klappt, wie im Mai bei meiner Schwester, bitte ich euch, uns ganz feste die Daumen zu drücken – und um den Wettergott gnädig zu stimmen, kann aufessen auch nicht schaden!

In diesem Sinn melde ich mich für das Wochenende ab und hoffe, dass größere Katastrophen ausbleiben… ICH BIN JA SO AUFGEREGT! 😀

Dr. Horrible’s Sing-Along Blog

Nachdem die gesamte Blogosphäre bereits über Joss Whedons Musical „Dr. Horrible’s Sing-Along Blog“ geschrieben hat, muss ich – nachdem nun die ersten beiden Episoden live sind – auch meinen Senf dazu abgeben: Grandios, einfach grandios!

[clearspring_widget title=“Dr. Horrible’s Sing-Along Blog“ wid=“4876179bb94ab3d9″ pid=“487fa4383156644e“ width=“354″ height=“304″ domain=“widgets.clearspring.com“]

Wie man durch obigen Teaser schon erahnen kann, ist das Web-Projekt ein recht skurriles Werk mit toller Musik und – wie es sich für Joss Whedon gehört – fantastischen Texten. Neil Patrick Harris („How I Met Your Mother“) und Nathan Fillion („Firefly“) tragen natürlich ihren Teil zum Gelingen bei und überzeugen durch eine völlig überzogene Performance.

Nach den ersten beiden Episoden bin ich schwer begeistert. Die dritte gibt es ab Samstag bei Dr. Horrible zu sehen. Wer es bis jetzt noch nicht getan hat: Reinschauen – die Episoden sind nur bis 20. Juli frei zugänglich!

Behind the Mask: The Rise of Leslie Vernon (2006)

Von Scott Glossermans außergewöhnlichem Genrefilm „Behind the Mask: The Rise of Leslie Vernon“ las ich bereits vor einigen Jahren, doch habe ich erst heute Zeit für eine Sichtung gefunden. Umso schöner natürlich, dass sich die lange Vorfreude ausgezahlt hat.

Ich bin mit dem Slasherfilm aufgewachsen. Freddy Krueger, Jason Voorhees und besonders Michael Myers waren immer gerne gesehene Gäste auf Videoabenden. Ihren Höhepunkt erreichte die Slasherwelle für mich mit Wes Cravens „Scream“, von dem ich damals im Kino komplett umgehauen wurde. Heute dagegen empfinde ich die meisten Slasher – „Scream“ bildet hier immer noch die rühmliche Ausnahme – als vorhersehbar und irgendwie redundant. Aus Nostalgiegründen lohnt sich dennoch ab und an ein Blick auf das Genre.

„Behind the Mask: The Rise of Leslie Vernon“ ist glücklicherweise kein simpler Slasher. Er fällt eher in eine Reihe mit Wes Cravens Meisterstück und ist somit als Genreparodie zu sehen. Als unglaublich witzige Genreparodie. So gelacht wie während der ersten Stunde des Films habe ich schon lange nicht mehr. Für Slasherkenner ist es eine wahre Freude, wie hier mit den Versatzstücken des Genres gespielt wird. Einfach genial!

Im letzten Drittel nimmt der Film die Wendung zum tatsächlichen, klischeebehafteten Slasherfilm – und das ist auch nur konsequent. Alle Regeln, die zuvor aufgestellt wurden, werden eingehalten. Das mag auf den ersten Blick abgedroschen und repetitiv wirken, doch zeigt der Film hier genau die Mechanismen auf, nach denen das Genre funktioniert und verlangt.

Die Inszenierung in Form von Mockumentary auf der einen und Slasherfilm auf der anderen Seite kann man nur als gelungen bezeichnen. Scott Glosserman zieht in seinem Debütfilm wirklich alle Register. Auch die Darsteller – allen voran Nathan Baesel als Leslie Vernon – heben den Film weit über Genrestandard hinaus.

„Behind the Mask: The Rise of Leslie Vernon“ ist eine wunderbare Genreparodie, die den Vergleich zu „Scream“ nicht zu scheuen braucht. Man muss als Zuschauer allerdings wirklich Verständnis für den Slasherfilm mitbringen, um seine Freude mit Leslie Vernon zu haben – wenn man es hat, dann zündet die Idee wirklich: 8/10 Punkte.

Eragon

Ich liebe Fantasy – sowohl in der Literatur, als auch im Film. Es war folglich nur eine Frage der Zeit, bis ich über „Eragon“ stolperte. Den Roman hatte ich damals nur angelesen und war nicht wirklich überzeugt. Zu simpel schienen mir die Figuren und vermutlich war ich zu diesem Zeitpunkt nicht in der richtigen Stimmung für solch eine Fantasy-Saga. Der Film hatte mich aufgrund der vernichtenden Kritiken auch nie sonderlich interessiert. Gestern habe ich ihm auf DVD dennoch seine verdiente Chance gegeben.

Um es kurz zu machen: Der Film ist nicht so schlecht, wie man überall hört. Der größte Fehler ist wohl, dass man versucht hat auf der „Der Herr der Ringe“-Welle mitzuschwimmen. Um dies erfolgreich zu gestalten hätte man den Figuren und der Geschichte jedoch Zeit zum entfalten geben müssen – man hat es nicht. Somit wirkt der gesamte Film wie ein Trailer zu einer großen Saga, deren epische Breite jedoch nie zum Tragen kommen kann. Charaktere werden nur angerissen, zeitliche und örtliche Beziehungen werden völlig ignoriert und man stolpert als Zuschauer mehr schlecht als recht durch diese wunderbar anzusehende Welt. Das passiert eben, wenn man versucht einen 600-seitigen Roman in 90 Minuten zu pressen.

Auf der Habenseite stehen eindeutig tolle VFX-Szenen, die tatkräftig die berufliche Herkunft des Regisseurs Stefen Fangmeier belegen. Auch die generelle Optik kann sich wirklich sehen lassen. Kräftige Farben, schönes Setdesign und imposante Kameraflüge versetzen einen recht gut in diese – inhaltlich leider nur oberflächlich angekratzte – fremde Welt. Alles in den Schatten stellt natürlich der Drache Saphira. Alleine er bzw. sie ist ein guter Grund sich den Film anzusehen – überhaupt: Es gibt viel zu wenig gute Filme mit Drachen. Drachen sind toll!

Schauspielerisch ist der Film äußerst durchwachsen. Bei Jeremy Irons haben sich bei mir anfangs die Nackenhaare nach oben gestellt, da ich an seine grottenschlechte Performance aus „Dungeons & Dragons“ denken musste – doch glücklicherweise spart er sich in „Eragon“ das Overacting und liefert so eine ziemlich überzeugende Darbietung ab. Wunderbar fand ich auch Robert Carlyle, der einen fiesen schwarzen Magier mimen darf. Recht verschenkt war dagegen John Malkovich, der nichts darf außer ein paar Mal grimmig zu schauen. Am schwersten wiegen jedoch die darstellerischen Defizite von Ted Speleers, der die Hauptfigur spielt. Ein Schönling, wie er im Buche steht – leider ohne jegliche Ausstrahlung.

„Eragon“ ist ein kurzweiliger Fantasy-Snack für Zwischendurch. Fans der Bücher werden den Film vermutlich zu recht verfluchen, doch als unbeeinflusster Fantasyfreund kann man durchaus einen unterhaltsamen Abend verbringen. Einen Abend mit einem Drachen. Alleine das ist doch grandios! Erwähnen sollte ich auch noch den schönen Score, der die Atmosphäre meisterlich zu unterstützen weiß. Kann man sich durchaus ansehen, wenn man „Der Herr der Ringe“, „Willow“ und Co. überdrüssig ist: 6/10 Punkte.

Death Cab for Cutie – Narrow Stairs

Nachdem neue Musik bei mir in letzter Zeit etwas kurz gekommen ist, habe ich mir endlich einmal wieder ein Album zugelegt – und mit NARROW STAIRS von DEATH CAB FOR CUTIE war das eine ziemlich sichere Sache.

Mit den ersten beiden Tracks BIXBY CANYON BRIDGE und I WILL POSSESS YOUR HEART spielen sich Ben Gibbard und Co. direkt ins Ohr des geneigten Zuhörers. Wirklich wunderschöne Stücke, die sich vor allem durch einen großen Anteil an rein instrumentalen Passagen auszeichnen und dadurch beinahe schon eine epische Wirkung erzielen.

Mit NO SUNLIGHT folgt ein recht poppiger Song, der sofort zum Mitsummen einlädt. Im Mittelteil des Albums bleibt vor allem noch YOU CAN DO BETTER THAN ME und LONG DIVISION im Gedächtnis. Doch auch die anderen Songs haben durchaus Potential sich in den kommenden Durchgängen zu kleinen Favoriten zu entwickeln.

Schließlich beenden DEATH CAB FOR CUTIE ihren neuen Longplayer auf wunderschöne Art und Weise mit einem Track, der frappierend an THE WEAKERTHANS erinnert, was in jeder Hinsicht als Kompliment zu verstehen ist.

Auch wenn einige Kritiker anderer Meinung sind: Mit NARROW STAIRS ist den Indie-Ikonen ein ganz großes Werk gelungen. Absolut hörenswert!

Back to School

Die letzten drei Tage habe ich die Früchte meiner Vorbereitungen ernten lassen, die mich das letzte viertel Jahr nahezu jedes Wochenende an den Rechner gefesselt hatten: Ich habe als Lehrbeauftragter ein Seminar an meiner alten Fachhochschule gehalten.


 Eine ganz neue Perspektive

Da ich normalerweise eher ungern in Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehe und auch lieber zuhöre, als erzähle, war das für mich eine ganz neue Erfahrung. Doch nach der ersten Eingewöhnungszeit hat es wirklich Spaß gemacht. Ich habe 25 ganz unterschiedliche Menschen kennen gelernt und konnte mein Wissen mehr oder weniger erfolgreich an den Mann bzw. die Frau bringen.

Nun bin ich etwas geplättet, habe fast keine Stimme mehr und eine Erkältung hat sich mir bemächtigt, was unvorteilhaft ist wenn man bedenkt, dass ich schon nächstes Wochenende vor dem Altar stehen werde – doch das ist wohl der Preis für diese wirklich interessante Erfahrung.

Auf die Ergebnisse der Studienarbeit bin ich schon gespannt. Nun werde ich aber erst einmal mein Restwochenende genießen, denn ab Montag wartet mein regulärer Job wieder auf mich. Für das nächste Semester gilt es auf jeden Fall ein paar neue Ideen zu sammeln…

Die Ärzte – Jazzfäst Tour 2008 – Arena Nürnberg

Gestern Abend war es endlich soweit und ich habe das letzte meiner 2007er Weihnachtsgeschenke eingelöst: Eine Karte für DIE ÄRZTE und ihre JAZZFÄST TOUR 2008. Für das Konzert war ich zum ersten Mal in der Nürnberger Arena und hatte das erste Mal einen Sitzplatz. Eine komplett neue Erfahrung also, mit einer völlig neuen Perspektive auf das Geschehen.

BLOWFLY sollte wohl ein Witz sein

BLOWFLY sollte wohl ein Witz sein

Als Vorband wollte die beste Band der Welt dieses Mal anscheinend die schlechteste Band der Welt präsentieren und das ist den Herren aus Berlin leider auch gelungen. BLOWFLY waren peinlich, sexistisch und oft eine Beleidigung für Augen und Ohren. Ihr wollt euch selbst ein Bild machen? Dann wagt einen Blick auf den Webauftritt der Band – aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!

Rod darf auch mal ans Mikro

Rod darf auch mal ans Mikro

Gegen 21 Uhr haben endlich DIE ÄRZTE die Bühne betreten und sie waren sichtlich gut aufgelegt. Es ist schon immer wieder erstaunlich, wieviel Energie die – inzwischen ja auch schon etwas älteren – Herren aus Berlin an den Tag bzw. die Nacht legen.

JAG AELSKAR SVERIGE bzw. SCHWEEEDEN

JAG AELSKAR SVERIGE bzw. SCHWEEEDEN

Gespielt wurde ein bunter Mix aus Klassikern und neuen Songs, wobei Stücke ab der Ära GERÄUSCH doch deutlich stärker vertreten waren, als Stücke aus früheren Schaffensperioden. Das fand ich etwas schade, doch mit Titeln wie WESTERLAND, DAS IST ROCK’N’ROLL, ANGEBER etc. wurde ich schnell wieder versöhnt. ZU SPÄT war dann der obligatorische Beinaherauswurf.

DIE ÄRZTE in Bestform

DIE ÄRZTE in Bestform

Dieses Jahr ist es exakt 10 Jahre her, dass ich zum ersten Mal auf einem Konzert von DIE ÄRZTE war. Damals war 13 das aktuelle Album und ich kann kaum glauben, wie viel Zeit seitdem vergangen ist. Das letzte Mal habe ich sie 2004 zu GERÄUSCH live gesehen, was auch schon wieder unglaublich lange her scheint. Inzwischen sind auch Bela, Farin und Rod älter geworden und mag auch etwas viel Routine in ihre Performance eingekehrt sein, so bin ich doch immer wieder freudig überrascht, wie die Jungs noch rocken und mit wieviel Humor sie durch den Abend poltern. Ich wette auf die nächste Platte kommt ein Song namens MISTER LADY. Doch das ist eine andere Geschichte.

Buffy: The Vampire Slayer – Season 1

Aufgrund meiner nicht nachlassenden Begeisterung für Joss Whedons leider sehr kurzlebige Serie „Firefly“, habe ich mich nach langem Zögern doch an seinen großen Serienerfolg gewagt und „Buffy: The Vampire Slayer – Season 1“ gesichtet. Ein zum Teil bizarres Erlebnis.

Bei der TV-Ausstrahlung in den späten 90ern bin ich mit „Buffy: Im Bann der Dämonen“ – so der deutsche Titel – nie wirklich warm geworden. Man hat an verregneten Nachmittagen einmal reingezappt, ist dann aber auch nicht wirklich hängengeblieben. So habe ich damals wohl eine Handvoll Episoden komplett gesehen, doch an den Fernseher wurde ich von der Serie nie gezogen. Das hat damals sowieso kaum eine TV-Serie geschafft.

Heute gehört Joss Whedons Saga um den Vampire Slayer im Teenageralter zur Allgemeinbildung, wenn es um die amerikanische Serienwelt geht. Anfangs war es auch reichlich bizarr wieder in die Welt von Sunnydale einzutauchen, denn sofort habe ich mich an damals erinnert gefühlt – die verstreuten Sichtungen liegen inzwischen ja immerhin 10 Jahre zurück. Doch es ist nicht mehr damals.

Inzwischen habe ich mir ein recht umfangreiches Serienwissen aufgebaut, entecke Stärken die ich damals nicht als solche wahrgenommen hätte und kann über gewisse Schwächen schmunzelnd hinwegsehen – und das muss man bei der ersten Staffel von „Buffy: The Vampire Slayer“ auch. Klischeehafte Monstergeschichten, angestaubte Effekte und ein Handlungsbogen, der kaum naiver und vorhersehbarer hätte ausfallen können. Was also kann die Serie überhaupt bieten? Kurz und knapp: Joss Whedon.

Die Serie lebt von ihren Charakteren und deren Interaktion. Die Dialoge reichen zwar (noch) nicht ganz an „Firefly“-Niveau heran, man kann aber bereits den schelmischen Witz erkennen, der den geneigten Zuschauer auch sofort an eine andere außergewöhnliche Schülerin einer amerikanischen Highschool denken lässt: „Veronica Mars“ – kein Wunder also, dass Joss Whedon Rob Thomas‘ Geniestreich als seine Lieblibngsserie bezeichnet. Die Verwandschaft ist, was den Dialogwitz angeht, unverkennbar.

Die erste Staffel von „Buffy: The Vampire Slayer“ wirkt noch etwas ungelenk und klischeehaft. Doch habe ich mich zu keinem Moment gelangweilt oder nicht auf die nächste Episode gefreut. Buffy, Xander, Willow und Giles sind mir bereits jetzt ans Herz gewachsen – was ich einzig und alleine Joss Whedons Talent als Dialogautor zuschreiben möchte. Noch nicht der ganz große Wurf, aber jeder fängt eben einmal klein(er) an: 7/10 Punkte.