Community – Season 3

Meine zurzeit liebste Comedy hat inzwischen auch schon ihr drittes Jahr hinter sich. Es war ein turbulentes Jahr. Nicht nur vor der Kamera mussten sich unsere Greendalians in „Community – Season 3“ mit widrigen Umständen auseinandersetzen, auch hinter der Kamera flogen die Fetzen. Letztendlich musste Showrunner Dan Harmon gehen, was mich mit Sorge auf die Zukunft der Serie blicken lässt. Doch nun erst einmal zum erneut fantastischen dritten Jahr…

Waren das drei grandiose Episoden vor dem Finale oder was? Wäre die ganze Staffel so verlaufen, dann hätte man das bisher beste Jahr am Greendale Community College erleben dürfen. Leider gab es zuvor jedoch ein paar schwächere Episoden, welche das ansonsten hohe Niveau nicht durchgehend halten konnten. Nachdem es in der ersten Staffelhälfte hauptsächlich Einzelepisoden zu sehen gibt, versucht man sich gegen Ende an einem größeren Handlungsbogen, was im Rahmen der Serie teils durchaus skurrile Formen annimmt – so wird z.B. ein Twist angedeutet, der für einen kurzen Moment die gesamte Serie in Frage stellt. Herrlich!

Meine Lieblingsepisoden in dieser Staffel waren „Remedial Chaos Theory“, welche die Parallelwelten-Theorie auf die Spitze treibt, „Regional Holiday Music“, eine urkomische Satire auf die TV-Serie „Glee“, „Pillows and Blankets“, die flauschigste Kriegsdokumentation aller Zeiten, „Digital Estate Planning“, eine komplette Episode als 16 Bit-Konsolenabenteuer, und „The First Chang Dynasty“, in der ein klassischer Heist-Movie inszeniert wird. Schön auch, dass man sich im Finale dieses Jahr nicht auf den üblichen Paintball-Eskapaden ausgeruht hat – auch wenn der Ersatz leider nicht zu den Highlights der Staffel zählt.

Ihr seht schon, an Ideen mangelte es der Serie auch im dritten Jahr nicht. Insgesamt war die zweite Staffel vielleicht etwas stärker, doch ist dies nur ein flüchtiger Eindruck und kann sich bei einer – auf jeden Fall geplanten – Wiederholungssichtung durchaus noch ändern. Wie man es auch dreht und wendet: „Community“ ist die innovativste und lustigste aktuell laufende Comedy. Freunde von Popkultur-Referenzen müssen einfach reinschauen: 9/10 (8.9) Punkte.

Media Monday #49

Wie jeden Montag stelle ich mir die Frage, wo denn das Wochenende geblieben ist. Abgesehen davon sind heute eigentlich nur die Fragen des Medienjournals relevant. Zumindest bis das Telefon zum ersten klingelt, doch bis dahin…

  1. Der beste Film mit Clark Gable ist für mich der, den ich noch sehen muss.
  2. Pedro Almodóvar hat mit einem seiner Filme seine beste Regiearbeit abgelegt, weil ich das aufgrund der Unkenntnis seiner Werke bisher nicht besser einschätzen kann.
  3. Der beste Film mit Jennifer Connelly ist für mich „Blood Diamond“ – die Sichtung von „Once Upon a Time in America“ liegt schon zu lange zurück.
  4. Jeder hat so seine Filme, von denen sie/er glaubt, dass sie außer einem selbst kaum jemand kennt, obwohl sie unglaublich gut, spannend, witzig oder was auch immer sind. Raus damit, was sind eure Geheimtipps?
    Puh, das ist doch einmal eine spannende Frage, deren Antwort ich aufgrund meines Gedächtnisses vermutlich nach und nach ergänzen muss. Den Anfang macht „Smoke“, ein wunderschöner episodenhaft erzählter Film aus dem Herzen Brooklyns mit Harvey Keitel, William Hurt und Forest Whitaker. Für Animationsfreunde schicke ich die deutsche Produktion „Felidae“ und Don Bluths Sci-Fi-Oper „Titan A.E.“ ins Rennen. Ebenfalls sollte „Absolute Giganten“ genannt werden, der nicht nur für einen deutschen Film absolut gigantisch ist. Mit „Nobody’s Fool“ möchte ich meine Tipps dann vorerst abschließen…
  5. Ein neuer Film von Joss Whedon kann ja nur großartig werden. Schön, dass dies nun auch der Rest der Menschheit verstanden zu haben scheint.
  6. Wenn mich ein Film für zwei Stunden in eine fremde Welt entführt und mich alles andere um mich herum vergessen lässt, dann ist das für mich der perfekte Filmeabend.
  7. Mein zuletzt gesehener Film ist „Thor“ und der war ein absolut gelungenes Erlebnis, weil er ein gänzlich anderer Superheldenfilm ist und von Regisseur Kenneth Branagh bombastisch und mit viel Humor in Szene gesetzt wurde.

Thor (2011)

Aktualisierung: Ich habe „Thor“ am 2. April 2024 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.

Irgendwie habe ich mich bei meiner filmischen Vorbereitung zu Marvels „The Avengers“ doch deutlich verschätzt. So sah ich gestern mit „Thor“ bereits den vorletzten Prolog zu Joss Whedons Superheldenepos. Wer hätte gedacht, dass meine Begeisterung für diese Art von Film so lange anhält? Teils hatte ich beinahe schon das Gefühl eine überlange Episode einer imposant inszenierten TV-Serie zu sehen. Marvel ist mit dieser übergreifenden Filmstruktur wirklich ein Coup gelungen – und das nicht nur aus Marketing-Sicht.

Thor (2011) | © Walt Disney

Thor (2011) | © Walt Disney

Als ich hörte, dass Kenneth Branagh die Regie von „Thor“ übernimmt, war zumindest mein Interesse geweckt. Was hatte man bei dieser seltsam anmutenden Kombination zu erwarten? Nachdem ich den Film nun gesehen habe, macht die Wahl Branaghs durchaus Sinn. Die Szenen in Asgard wirken fast schon wie eine Parodie auf die Shakespeare-Verfilmungen, für die der Regisseur und Schauspieler bekannt ist. Man kann die Inszenierungsfreude in jeder Szene spüren und ich bin mir sicher, dass es für Branagh ein großer Spaß war Thor, Odin, Loki und Co. ihre Wortgefechte austragen zu lassen.

„Thor“ ist anders, als die bisherigen Marvel-Verfilmungen. Zu Beginn wähnt man sich eher in einem klassischen Fantasyfilm, der mit bombastischen Bildern und übermäßigem CGI-Einsatz auftrumpft. Die Schlacht auf Jotunheim ist großer Actionquatsch, der einfach nur Spaß macht. Im krassen Gegensatz zu diesem effektüberladenem Prolog, ist Thors Ankuft in einem kleinen Kaff in New Mexico beinahe schon intim inszeniert. An dieser Stelle wird der Film zunächst zur Komödie, die ihren Humor größtenteils aus dem Zusammenprall der Kulturen zieht. Mit Natalie Portman, Stellan Skarsgård und Kat Dennings trifft unser gefallener Gott zudem auf ein merkwürdiges Trio, dessen Besetzung stellvertretend für den gesamten Film zu sein scheint.

Innerhalb des Marvel-Universums knüpft „Thor“ direkt an „Iron Man 2“ an und man bekommt erstmals einen Eindruck, wie groß und mächtig S.H.I.E.L.D. tatsächlich zu sein scheint. Durch die Aufteilung der Handlung auf zwei große Schauplätze – die Erde und Asgard/Jotunheim – kam es mir vor, als hätte ich jeweils nur einen Bruchteil der Geschichte gesehen. Als der Film zu seinem wenig einfallsreichen Showdown einsetze und kurz danach auch schon wieder vorbei war, hatte ich das Gefühl maximal die ersten zwei Akte gesehen zu haben. Das konnte es doch nicht schon gewesen sein? Trotz seiner teils absurden Handlung und Inszenierung hatte ich folglich enorm viel Spaß mit dem Film und die Zeit ist nur so verflogen.

Fazit

Wie soll ich „Thor“ nun bewerten? Es ist sicherlich die experimentellste der bisherigen Marvel-Verfilmungen und auch eine der kurzweiligsten. Leider fühlt sich der Film über weite Strecken sehr gehetzt an und ich hätte von beiden Schauplätzen und ihren Charakteren gerne mehr gesehen. Die Bilder sind teils kitschig, teils beeindruckend bombastisch und teils einfach nur irritierend. Die Schauspieler in ihren Rollen zwar oft verschenkt, doch man merkt die Spielfreude in jeder Szene. Ich zücke zunächst vorsichtig die 7/10 Punkte – mit deutlicher Tendenz nach oben…

The Office (US) – Season 8

Auch wenn ich mich oft über zu frühe Absetzungen beschwere, so ist es manchmal doch auch erschreckend mit anzusehen, wie ehemalige Lieblingsserien langsam aber sicher in die Durchschnittlichkeit abdriften. Leider ist auch „The Office (US) – Season 8“ von diesem Schicksal betroffen. Erfolg beim Publikum ist manchmal eben doch nicht alles. Gab es dennoch ein paar Lichtblicke im achten Jahr bei Dunder Mifflin?

Zunächst einmal wiegt natürlich der Verlust schwer, den die Serie im letzten Jahr durch den Weggang von Steve Carell erlitten hat. Ohne Michael Scott fehlt „The Office“ eben doch das Zugpferd und weder Andy Bernard noch Robert California können diese Fußstapfen auch nur annähernd ausfüllen. Man merkt nun, da die anderen Charaktere weiter in den Vordergrund rücken, dass Michael Scott doch der Mittelpunkt der Serie war und manche Figuren im Hintergrund doch besser aufgehoben wären. Selbst Jim und Pam erscheinen erstmals nicht mehr so rundum sympathisch, wie noch die Staffeln zuvor.

Sehr erfrischend fand ich den Ausflug nach Florida. Auch wenn Dwight hier teilweise absurde Anstrengungen anstellt, um in die Gunst seiner neuen Chefin zu rücken, so hat mich dieser Handlungsstrang doch wirklich oft zum Lachen gebracht. Viele der Geschichten in Scranton waren dagegen teils sogar schon etwas langweilig, was ich aus den vorhergehenden Staffeln so gar nicht kannte.

Letztendlich hat mich nahezu jede Episode ausreichend gut unterhalten, um weiterzuschauen. Lachen durfte ich auch genug und die Entwicklung in den letzten Folgen lässt zumindest hoffen – mit Sabre wurde ich nämlich nie so richtig warm. Realistisch gesehen wird „The Office“ aber nicht mehr an alte Stärken anknüpfen können. Schade, aber so ist das eben nach acht Jahren. Fans werden ohnehin dran bleiben und alle anderen sollten lieber bei den ersten drei Staffeln einsteigen. Nicht schlecht, aber weit von den legendären Glanzzeiten entfernt: 7/10 (6.9) Punkte.

Iron Man 2 (2010)

Aktualisierung: Ich habe „Iron Man 2“ am 1. April 2024 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.

Nach einer anstrengenden Arbeitswoche, freute ich mich heute ganz besonders auf einen entspannten Filmabend. Meine Sichtung der Prolog-Filme zu Marvels „The Avengers“ geht mit „Iron Man 2“ somit bereits in die dritte Runde. Damit komme ich schneller vorwärts, als ich ursprünglich gedacht hatte. Das Franchise bereitet mir immer noch großen Spaß und inzwischen ist die Vorfreude auf das große Finale schon ziemlich gewachsen…

Iron Man 2 (2010) | © Walt Disney

Iron Man 2 (2010) | © Walt Disney

Nach der letztwöchigen Sichtung von „Der unglaubliche Hulk“, ging es heute wieder zurück zu den Anfängen der Superheldensaga. Die Geschichte setzt ein paar Monate nach dem ersten Teil ein und ich hatte irgendwie das Gefühl die Hochphase des eisernen Helden verpasst zu haben. Man erfährt zwar, dass Iron Man der Welt Frieden gebracht hat, doch springt der Film sofort zur Demontage seines Ansehens in der Öffentlichkeit. Dies fand ich ein wenig schade, doch letztendlich brauchte man wohl das persönliche Drama, um die Handlung zügig nach vorne zu bringen.

Die Bösewichte sind meiner Meinung nach wieder die Schwachpunkte des Films. Nach dem großartigen ersten Auftritt Whiplashs (Mickey Rourke), lässt man diesen wieder verschwinden, nur um ihn am Ende gegen langweilige Dronen und einen weiteren Roboteranzug auszutauschen. Sehr schade, denn das erste Design war fantastisch und dürfte wohl die ikonografischste Szene des Films bilden – von Black Widows (Scarlett Johansson) erstem Kampfeinsatz einmal abgesehen.

Im Vergleich zu „Iron Man“ wirkt das Sequel holpriger erzählt und unstrukturierter. Der erweiterte Cast (u.a. Sam Rockwell) hat mir zwar sehr gut gefallen, doch bleiben die neuen Figuren größtenteils leider recht blass. Sehr schön fand ich dagegen die größere Rolle, welche die S.H.I.E.L.D.-Agenten in dem Film einnehmen. Habe ich Scarlett Johansson schon erwähnt? Sehr sehenswert. Auch Samual L. Jacksons Nick Fury bekommt langsam Profil und wirkt nicht mehr nur wie eine undefinierbare graue Eminenz.

Fazit

Insgesamt wirkte „Iron Man 2“ auf mich etwas schwächer als sein Vorgänger. Dieser hatte mich bei seiner Erstsichtung allerdings auch noch nicht vollständig überzeugt. Letztendlich bin ich mit dem Film durchaus zufrieden, da er wie das typische Sequel von allem einfach nur mehr bietet, was natürlich nicht immer der ideale Weg ist, doch hier größtenteils funktioniert: 7/10 Punkte.

Two and a Half Men – Season 9

Die zurzeit wohl langlebigste Sitcom hat im aktuellen Jahr eine Rundumerneuerung durchgemacht – so könnte man zumindest meinen. Letztendlich präsentiert sich jedoch auch „Two and a Half Men – Season 9“ als typische Fortführung der viel zu beliebten Serie und außer einem Wechsel des Hauptdarstellers, gibt es leider kaum neue Impulse. Ein wenig Spaß hatte ich dennoch mit dieser Staffel…

Charlie musste also gehen. Für immer? Ich komme nicht umhin zu denken, dass sich die Macher – so unwahrscheinlich dies auch erscheinen mag – ein Hintertürchen für eine mögliche Rückkehr Charlie Harpers offen gelassen haben. Spirituelle Erscheiningen von Charlie in Kathy Bates‘ Körper (übrigens eine der besten Szenen der Staffel) hin oder her. Ich war zu Beginn auf jeden Fall hoch erfreut über den neuen Charakter Walden Schmidt, der mich mit Langhaarfrisur sofort an Ashton Kutchers TV-Debüt „That ’70s Show“ denken ließ. Leider jedoch bleibt die Figur ziemlich blass, doch immerhin einigermaßen sympathisch, was man von Charlie Harper bzw. Sheen in der achten Staffel ja nicht mehr behaupten konnte.

Schön fand ich es einige Gaststars, wie Patton Oswalt (Spence, „The King of Queens“) oder Judy Greer zu sehen. Diese belebten die immer gleichen Storylines doch immens. Andere Figuren haben dagegen deutlich gelitten: So hat man Jake nun leider endgültig zur Witzfigur verkommen lassen, was wirklich schade ist. Hier hätte ich mir einen anderen Dreh erwartet, doch anscheinend wollen die Autoren der Serie ihr Publikum nicht überfordern.

Auch wenn es einige Totalausfälle gab, so wurde ich größtenteils doch gut unterhalten und besonders Alan läuft einige Mal – zugegebenermaßen auf völlig übertriebene Art und Weise – zur Höchstform auf. Letztendlich ist auch dieser Reboot, wenn man es so nennen will, keine Offenbarung und qualitativ spielt die Serie nach wie vor in untersten Humorregionen, doch Spaß hatte ich dennoch mit ihr. Als letzte Serie kurz vor dem Wegnicken geht das somit okay, doch über eine Absetzung wäre ich nicht wirklich traurig gewesen. Das Übliche, nur mit neuer Besetzung: 6/10 (5.9) Punkte.

Griechenland 2012 #3: Dark Clouds

Es sollte jedoch nicht immer die Sonne scheinen: Bei einer kurzen Wanderung auf die andere Seite der Kassandra, wurden wir von dunklen Wolken bedroht, die sich – zumindest an diesem Tag – glücklicherweise wieder verzogen haben.

Am Strand auf der anderen Seite angekommen, haben wir noch einige vergnügliche Stunden verlebt, wenn es auch leider etwas zu kalt zum Schwimmen war…

Run, Fatboy, Run (199)

Mein erster Lauf seit drei Wochen war besser als gedacht. Eigentlich hatte ich erwartet, dass mich die faulen Urlaubswochen doch mehr ausbremsen – nicht falsch verstehen: Nach dem Lauf war ich so K.O. wie schon lange nicht mehr, doch mit der Zeit bin ich wirklich zufrieden.

Distance: 7.64 km
Duration: 00:44:51
Avg Speed: 10.2 km/h
Avg Pace: 5:51 min/km
Energy: 618 kcal

Mal sehen wie lange es dauert, bis ich die angefressenen dreieinhalb Kilo wieder runter habe. Ich befürchte ja, dass dies schneller geht als mir lieb ist – der Job hat schon immer an mehr als nur meinen Nerven gezehrt. Der Anfang ist auf jeden Fall gemacht und die Normalität kann wieder einkehren. Schade eigentlich…

Im Ohr: Fortsetzung folgt S02E22 – Magic Scandals in Big Apple

Fringe – Season 4

Mit Erhalt der guten Nachricht auf Verlängerung um eine fünfte Staffel, konnte ich das Finale von „Fringe – Season 4“ so richtig genießen. Damit verschwindet die letzte noch laufende und als sehenswert einzustufende Mysteryserie in die verdiente Sommerpause. Wer hätte vor drei Jahren geahnt, dass sich diese scheinbar nur übernatürlich anmutende Krimiserie als innovative Genre-Wundertüte entpuppen würde? Spoiler sind zu erwarten.

Die Staffel beginnt recht unspektakulär mit ein paar Mystery-of-the-Week-Episoden, doch es sollte nicht lange dauern bis der Cliffhanger des vorangegangenen Jahres aufgelöst wird. Peter ist natürlich zurück und seine Integration in die alternative Zeitline darf durchaus als interessant bezeichnet werden. Wenn man nicht aufpasst kann man durchaus schon einmal den Überblick verlieren: zwei Universen, eine alternative Zeitlinie, doppelte – und dank Gestaltwandlern auch dreifache – Ausführungen der Charaktere, Zeitsprünge usw. „Fringe“ bietet wieder einmal alles, was man sich als Sci-Fi-Freund von einer Serie erhofft. Ein buntes Sammelsurium, das in seiner Gesamtheit dennoch erstaunlich konsistent wirkt.

Doch „Fringe“ wäre nicht „Fringe“, wenn auch die Charaktermomente überzeugen könnten. Auch diese Staffel spielt wieder stark auf der emotionalen Klaviatur ihrer Figuren und somit auch der Zuschauer. Besonders John Noble (Dr. Walter Bishop) hätte hier wahrlich jeden Preis verdient. Solch ein nuanciertes Spiel bekommt man ansonsten in den Genre-Serien der privaten Networks nur selten zu sehen. Einfach nur großartig!

Ab der Hälfte der Staffel nimmt auch die Rahmenhandlung wieder Fahrt auf und es wird u.a. das Mysterium rund um die Observer gelöst und auf eine neue Ebene gebracht, was besonders im kommenden Jahr für einigen Trubel sorgen dürfte. Auch das Staffelfinale war ziemlich bombastisch, letztendlich stolperte man aber zu schnell zu einer Lösung, was das Ende zu rund wirken lässt – doch hier hatten die Macher wohl die drohende Absetzung im Hinterkopf. Erneut eine wirklich starke Staffel, nach der ich nun noch auf einen famosen Abschluss hoffe: 9/10 (8.5) Punkte.

Media Monday #48

Am letzten Urlaubstag blicke ich nun wehmütig auf die vergangenen Tage zurück und beantworte brav die aktuellen Fragen des Medienjournals zum kunterbunten Filmgeschehen.

  1. Der beste Film mit Chevy Chase ist für mich zweifellos „Schöne Bescherung“, da ich mir den Film jedes Jahr wieder liebend gern anschaue und er einfach zur Vorweihnachtszeit gehört.
  2. Christopher Smith hat mit „Creep“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil er damit einen kurzweiligen Schocker inszeniert hat. Kein besonderer Film, aber besser als der traurige Rest.
  3. Der beste Film mit Diane Kruger ist für mich Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“.
  4. Der Sommer scheint endlich und wirklich Einzug gehalten zu haben in unseren Breitengraden. Wirkt sich das (und wenn ja wie) auf euren Filmkonsum aus?
    Da man die Abende nun öfter auch einmal draußen verbringt, wird der Filmkonsum zwangsweise ein wenig zurückgehen. Dank Kleinkind mit (meist) fester Bettgehzeit ist aber zumindest immer noch die eine oder andere Serien-Episode drin – und ab und zu natürlich auch ein Film.
  5. Mit Filmen über Krankheit, Tod und Verderben kann man mich nicht hinter dem Ofen hervorlocken.
  6. Drogen-Komödien im weiteren Sinne oder auch Kiffer-Komödien im engeren Sinne sind zwar meist recht dämlich, besitzen aber oft durchaus einen gewissen Unterhaltungswert, wie z.B. erst kürzlich „Your Highness“ beweisen konnte.
  7. Meine zuletzt gesehener Film ist „Der unglaubliche Hulk“ und der war überraschend gelungen, weil er mich zu unterhalten wusste und mein Interesse für das Marvel-Filmuniversum noch weiter geweckt hat.