Run, Fatboy, Run (292)

Laufen während Hitzewellen ist immer so eine Sache. Am Wochenende hatte ich es ganz aufgegeben, da es bereits sehr früh unerträglich wurde, und auch am Abend war kaum Abkühlung spürbar. Heute jedoch ging ein angenehmer Wind, Wolken verdeckten die Sonne und die Luft war auf 23 °C abgekült – denkste! Nachdem ich mich für eine etwas längere Runde entschieden hatte, klarte es plötzlich auf und die letzten knapp 4 km waren ein echter Kampf. Puh!

Distance: 7.70 km
Duration: 00:45:46
Avg Speed: 10.09 km/h
Avg Pace: 5:56 min/km
Energy: 614 kcal

Aufgrund der Umstände bin ich ganz froh die 10 km/h im Schnitt noch knapp beibehalten zu haben, was gegen Ende gar nicht mehr so einfach war. Die letzte Schleife hatte ich auch abgekürzt, denn in praller Sonne war das kein Spaß. Nun bin ich dennoch froh mich rausgewagt zu haben und freue mich schon auf den nächsten Lauf, bei dem es hoffentlich wieder etwas kühler ist…

Im Ohr: Der Game One-Plauschangriff: E3 2014 ~ Der Talk #1

Media Monday #154

Die Hitzewelle hat uns voll im Griff. Die Tage werden schwitzend im Garten verbracht, die Nächte in der Dachwohnung sind unerträglich heiß. An kühlenden Badespaß ist dennoch nicht zu denken, plagt unser Zappelinchen doch einmal wieder ein fieser Husten. Puh! Ich selbst komme gerade aus einer Aufführung des Musicals „My Fair Lady“ und da die Kinder sowieso wach sind, husten und weinen, kann ich nebenbei gleich die Fragen des Medienjournals beantworten…

media_monday_154

  1. Filme werden für das Kino gemacht – sagt man ja so schön. Doch dann gibt es da ja auch noch Fernsehfilme. Die zeichnen sich für mich zuvorderst dadurch aus, dass sie meist komplett an mir vorübergehen, weil ich mit ihnen dröge TV-Dramen über Problemthemen (ÖRs) oder generische Liebeskomödien (Private) verbinde.
  2. Als Literatur kann man ja vieles bezeichnen. Für mich ist das eine Kategorie ohne jegliche Wertung – es gibt eben solche und solche Literatur.
  3. Übermächtige Helden, die nicht sterben zu können scheinen gehören um Actionkino der 80er Jahre, doch auch heute werden immer wieder Exemplare dieser Spezies gesichtet.
  4. Nicht, dass man den Namen des Kameramannes kennen müsste, aber gerade Michael Ballhaus ist mir im Gedächtnis geblieben ob der ungewöhnlichen Blickwinkel und des einzigartigen Looks, denn ohne ihn müssten Martin Scorseses Filme, wie z.B. „GoodFellas“, wohl mit weniger Plansequenzen auskommen.
  5. Animes schaue ich selten – „Akira“, „Prinzessin Mononoke“ und „Chihiros Reise ins Zauberland“ fand ich aber toll.
  6. Mobile Games – sprich Apps – zu aktuellen Kinofilmen sind inzwischen wichtige Marketing-Instrumente.
  7. Zuletzt gesehen habe ich „Trance: Gefährliche Erinnerung“ und das war ein toll anzusehendes Filmerlebnis mit inhaltlichen Abstrichen, weil Danny Boyle mehr Augenmerk auf die Insenierung, als auf das Drehbuch gelegt hat.

Trance: Gefährliche Erinnerung (2013)

Nach Wulfs euphorischer Besprechung im Medienjournal, wollte ich „Trance: Gefährliche Erinnerung“ unbedingt baldmöglichst nachholen; dass es letztendlich so schnell gehen würde, hätte ich allerdings auch nicht gedacht. Die Erwartungen waren ziemlich hoch, auch wenn ich – für einen Film von Danny Boyle in den letzten Jahren eher ungewöhnlich – im Vorfeld eher wenig über den Film gehört hatte. Für die Sichtung eines Mystery-Thrillers vielleicht auch nicht die schlechtesten Voraussetzungen…

trance_2013

Auch wenn „Trance“ äußerst hochwertig aussieht, so wirkt er jedoch wie ein kleineres Projekt Danny Boyles. Kein Opus magnum, kein zweiter „Slumdog Millionaire“, sondern einmal wieder ein gänzlich anderes Genre als seine bisherigen Filme: ein Mystery-Thriller mit starken Neo-noir anleihen. Der Film hätte sich wahrlich in jede nur erdenkliche Richtung entwickeln können, doch schon bald wird klar, dass das Element der Hypnose und die damit verbundene unzuverlässige Erzählung im Vordergrund steht. Als geneigter Genrefreund begann ich somit nach spätestens 15 Minuten mir alle möglichen Szenarien auszumalen: Sollte es sich bei den Gangsterkumpanen nur um verschiedene Aspekte einer einzelnen Persönlichkeit handeln? Befindet sich die Hauptfigur (toll gespielt von James McAvoy) von Beginn an in Hypnose? Die endgültige Auflösung hatte ich im Vorfeld allerdings nur in Teilaspekten erraten.

Die Inszenierung des Films ist unglaublich treibend. Weniger Neo-noir als Neon-noir. Einstellungen, Farben und Score bilden einen Neon-Alptraum, der nicht nur James McAvoys Figure in den Wahnsinn treibt. Am auffälligsten war wohl, dass man in nahezu jeder Einstellung die einzelnen Charaktere über Spiegel oder durch Glasflächen betrachtet. Ein starkes Stilmittel, das die traumhafte Atmosphäre unterstreicht. Trotz seiner verspielten Bildsprache wirkt „Trance“ unglaublich leicht und ohne Anstrengung inszeniert. Leider lässt sich dies nicht zu 100% auf die Handlung des Films übertragen.

So gerne ich filmische Mysterien mag, so schnell nutzen sich überkonstruierte Geschichten doch leider ab. Auch „Trance“ verliert sich irgendwann in seinen aufgeworfenen Mysterien, die zwar nicht sonderlich komplex sind, denen die Charaktere doch eindeutig untergeordnet werden. Somit glaube ich nicht, dass „Trance“ mich bei einer Zweitsichtung noch ebenso bei der Stange halten würde. Diese einmalige Sichtung hat mir jedoch enorm viel Spaß bereitet, was u.a. auch an Rosario Dawsons Darstellung der genretypischen Femme fatale liegt. Nicht nur für Fans des Ausnahmeregisseurs durchaus empfehlenswert: 7/10 Punkte.

Happy Birthday Blog: 8 Jahre

Schon wieder ein Jahr ist ein Jahr vorüber. Somit führe ich dieses Blog inzwischen schon 8 Jahre. Manchmal kann ich selbst nicht glauben, wie lange ich dieses Hobby schon betreibe. Höchste Zeit also einmal wieder ein Resümee zu ziehen…

8_jahre_blog

Das Blog in Zahlen
Im Vergleich zum vergangenen Jahr sehen die Zahlen leider wieder schlechter aus. Wenn man dagegen eBuzzing glauben mag, hat das Blog zumindest nicht an Einfluss verloren. Auch wenn es schön wäre nach solch einer langen Zeit (immerhin 8 Jahre) ein paar langfristigere Erfolge zu sehen, so bin ich aufgrund meiner treuen Stammleserschaft doch recht zufrieden:

1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr 5. Jahr
Aufrufe 15.218 57.411 55.891 58.343 44.259
Aufrufe/Tag 42 157 153 160 121
6. Jahr  7. Jahr  8. Jahr
Aufrufe  44.034  46.860  44.258
Aufrufe/Tag  120  128  121
Aufrufe Beiträge Komm.
Gesamtsumme 366.274 1.813 18.784

Das vergangene Jahr als turbulent zu bezeichnen ist noch reichlich untertrieben. Nicht alle Ereignisse haben den Weg ins Blog gefunden, doch schon allein die niedergeschriebenen würden ausreichen, um 12 Monate ohne Probleme zu füllen:

Privates
Beim Ausräumen meines Elternhauses habe ich mit alten SNES- und PC-Spielen „Eine Reise in die Vergangenheit“ unternommen, mit „Abenteuer Kind #13: Drei Jahre“ wurde ausführlichst der dritte Geburtstag unseres Zappelinchens gefeiert, danach haben wir einen wundervollen Urlaub im Bayerischen Wald verlebt, mich selbst hat „Die dritte Schnapszahl“ eingeholt, mit unserer Nummer zwei haben wir mit „Abenteuer Kind #14: Das zweite erste Jahr“ erlebt und Ende 2013 standen bei mir größere berufliche „Ch-Ch-Changes“ an. Anfang 2014 habe ich mir dann endlich ein Herz gefasst und den Prolog meines geplanten Buches „Immersion – Das Erwachen“ veröffentlicht. Und wir werden dieses Jahr bauen – auch wenn die Informationen dazu noch keine eigene Kategorie gefunden haben und somit über diverse Blogeinträge verteilt sind.

Neu im Blog
Was das Blog angeht, so habe ich „Mein Bewertungssystem“ ausführlich vorgestellt, nach monatelanger Arbeit endlich das Projekt „Es ist vollbracht: Finde (d)einen Film“ als bisher leider nur wenig genutzten Leserservice fertiggestellt, analog dazu das Projekt „Blog Update: Finde (d)eine Serie“ gestartet, die grafisch aufbereitete „Analyse meiner Sehgewohnheiten“ veröffentlicht und mit „Filmsammler: Eine aussterbende Spezies?“ einen der bisher erfolgreichsten Artikel meiner Bloggerkarriere geschrieben. Weiterhin erwähnenswert ist natürlich die von Xander ins Leben gerufene Aktion „Film-Blogosphäre: Social Filmblogging“ – leider ein recht kurzlebiges Projekt. Es hat sich also einiges getan!

…und ewig lockt das Sofa
Der Film- und Serienkonsum hat im letzten Jahr wieder ein wenig abgenommen: Insgesamt kam ich auf 48 Filme und 39 Serienstaffeln. Das bedeutet im Vergleich zum vorangegangenen Jahr einen leichten Rückgang (-2 Filme / -4 Serienstaffeln), ist insgesamt aber immer noch mehr als ich zu hoffen gewagt hatte. Mit 52 Läufen habe ich zumindest mein Sportpensum wieder deutlich erhöhen (+12 Läufe) können, war kein einziges Mal schwimmen (-2) und wurde auch von keinem Hund gebissen (-1). Was die Literatur angeht, so stagniert mein Konsum wie gehabt bei 4 Büchern (±0), was ich erneut fast schon erschütternd finde.

Bestandsaufnahme
Mit dem heutigen Tag bin ich also schon seit 8 Jahren Teil der (filmischen) Blogosphäre. So irgendwie zumindest. In letzter Zeit redet alle Welt vom Zusammenwachsen, einer großen Community und Zusammengehörigkeit. Eigentlich eine schöne Entwicklung. Ich habe in den 8 Jahren viele Blogs kommen und gehen sehen; nur die wenigsten, die mich von Anfang an begleitet haben, gibt es heute noch. Auch ich fühle mich so langsam ein wenig ausgebrannt und kann gar nicht mehr allen hungrigen jungen Filmblogger folgen, die Tag für Tag ihre hochwertigen Artikel in die Welt schicken. Bin ich etwa schon zu alt für den Scheiß?

Meine treuen Leser
Wie man es auch dreht und wendet: Ohne euch wäre dieses Blog nicht das was es ist, deshalb vielen Dank für eure treuen Besuche und die zahlreichen Kommentare. Ich hoffe wir lesen uns auch im kommenden 9. Jahr wieder!

Run, Fatboy, Run (291)

Heute bin ich bei angenehmen 21 °C, Wolken und frischem Wind gestartet, nur um gegen Ende im Regen zu laufen. War aber völlig okay. Ging locker von der Sohle, nur sollte ich mir so langsam wohl wirklich neue Schuhe zulegen. Die fast nicht mehr vorhandene Federung macht sich inzwischen doch so langsam bemerkbar.

Distance: 8.49 km
Duration: 00:49:21
Avg Speed: 10.32 km/h
Avg Pace: 5:48 min/km
Energy: 674 kcal

Zeitlich gibt es keinerlei Veränderung zum letzten Lauf. Immerhin habe ich wohl eine neue Lieblingsstrecke gefunden. Vielleicht auch, weil diese direkt an unserem Grundstück vorbeiführt. So kann ich über die nächsten Monate immer den Bauverlauf verfolgen… 😉

Im Ohr: Celluleute Folge #82: Star Wars Special

Blogparade: Einmal und nie wieder

Es ist schon wieder Zeit für eine Blogparade: Dieses Mal fragt die singendelehrerin nach 10 großartigen Filmen, die man sich trotzdem kein zweites Mal ansehen will. Eine kurze Begründung würde sie auch gerne lesen. Bei mir findet sich diese, wie gehabt, in den verlinkten Besprechungen; sollte es noch keinen Eintrag von mir geben, fragt mich doch einfach in den Kommentaren nach den Gründen…

Hier meine 10 ‚Einmal-und-nie-wieder‘-Filme in alphabetischer und – wichtig! – nicht wertender Reihenfolge:

  1. „Der Pianist“ (2002)
  2. „Der Untergang“ (2004)
  3. „Die Passion Christi“ (2004)
  4. „Funny Games“ (1997)
  5. „My Girl: Meine erste Liebe“ (1991)
  6. „[Rec]“ (2007)
  7. „The Ring“ (2002)
  8. „The Road“ (2009)
  9. „Trust“ (2010)
  10. „Winter’s Bone“ (2010)

Nun seid ihr dran:

  • Liste die 10 Filme auf, die euch zwar richtig gut gefallen haben, die ihr euch aber nicht ein zweites Mal ansehen wollt.
  • Erstelle einen Beitrag in deinem Blog und verlinke auf diesen und den Ursprungsartikel.
  • Ende der Parade ist der 11. Juni. Danach wird die singendelehrerin eine Liste mit den Top 10 ‚Einmal-und-nie-wieder‘-Filmen erstellen.

Weitere Blogparaden:

Media Monday #153

Seit letztem Montag ist eine aufregende Woche mit langem Wochenende, spaßigen Freizeitaktivitäten und etlichen Planänderungen für das Haus ins Land gegangen. Puh! Auch in der kommenden Woche stehen wieder etliche Termine an, die nebenbei erledigt werden wollen. Nun ist aber erst einmal Montag – und mit diesem gilt es die aktuellen Fragen des Medienjournals zu beantworten. Viel Spaß dabei!

media_monday_153

  1. Eine Freundes-Clique, mit der ich gerne auch einmal abhängen würde, ist ganz klar die Gang aus „Friends“, weil mir Joey, Chandler, Monica, Ross, Rachel und Phoebe in den 90ern bzw. frühen 2000ern doch sehr ans Herz gewachsen sind – fast wie richtige Freunde eben.
  2. Bei den zahllosen Literatur-Verfilmungen frage ich mich ja ein wenig, warum sich noch keiner auf „Replay – Das zweite Spiel“ gestürzt hat, denn die Geschichte bringt eine ganz neue Dimension zur klassischen „Groundhog Day“-Thematik und könnte in den richtigen Händen absolut großartig werden.
  3. Die Grundidee von „Iron Sky“ fand ich ja ziemlich genial, wohingegen mich das Gesamtwerk kaum zu überzeugen wusste, weil der Film seine satirischen Elemente einfach nicht auszuspielen weiß und er über weite Strecken einfach nur zerfahren und langweilig wirkt.
  4. Vampire und Werwölfe, Cowboys und Aliens, Roboter und Aliens, schön und gut, aber PR-Agenturen und Filmblogger wäre doch mal eine richtig coole Combo, denn da prallen Welten oft aufeinander!
  5. Wenn es mich ins Kino verschlägt, erwarte ich mir ein unterhaltsames Filmerlebnis.
  6. Von „Star Wars: Episode VII“ würde ich ja gerne mal eine Lesung besuchen, weil jetzt doch gerade die Leseproben mit allen Schauspielern sein müssten?
  7. Meine zuletzt gelesenes Buch war „Cabinet of Curiosities: My Notebooks, Collections, and Other Obsessions“ von und mit Guillermo del Toro und das war großartig, weil es einen wunderbar detaillierten Einblick in die Gedankenwelten del Toros bietet.

The Descent 2: Die Jagd geht weiter (2009)

Ein anstrengender, aber vergnüglicher Tag im Schwimmbad, die Kinder endlich im Bett, die Frau unterwegs – folglich die Chance endlich einmal wieder einen Horrorfilm zu sehen. Die Wahl fiel letztendlich auf „The Descent 2“, der schon seit geraumer Zeit auf meiner Liste stand. Ob ich ich die Sichtung ohne Nervenzusammenbruch durchgestanden habe, lest ihr in der folgenden Besprechung…

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Neil Marshalls Vorgänger „The Descent“ zählt nach wie vor zu meinen Lieblingsfilmen des Genres. Das damalige Kinoerlebnis steckt mir heute noch in den Knochen – und das meine ich genauso, wie ich es schreibe. Der 2009er Nachfolger ignoriert das europäische Ende und greift die US-Schnittfassung auf, was Fans des Film schon einmal übel aufstoßen dürfte. Ich jedoch habe damit meinen Frieden gemacht und sehe das Sequel eher als alternative Fortführung der Geschichte, was in diesem Genre meiner Meinung nach ohnehin der einzig gangbare Weg ist, sich nicht den Spaß an so manchem Film verderben zu lassen. So oder so war ich gespannt auf die Handlung – und ob mich die Rückkehr in die Höhle genauso traumatisieren würde, wie mein erster Besuch.

Wie zu erwarten, bekommt man ein typisches Sequel zu sehen: mehr vom bereits Bekannten, mehr unmotiviertes Blut und weit weniger Handlung. Rein atmosphärisch kann „The Descent 2“ nahtlos an seinen Vorgänger anschließen, auch wenn die Höhle ein wenig zu perfekt ausgeleuchtet ist, das Blut ein wenig zu rot spritzt und die Gruppendynamik dieses Mal nicht so recht funktionieren will. Wer bitte schickt denn eine Gruppe unerfahrener Armleuchter (inlusive traumatisiertem Opfer) in ein unerforschtes Höhlensystem? Natürlich wird unsere bunte Truppe demenstsprechend schnell dezimiert (besonders die Männer müssen zeitig dran glauben), so dass sich am Ende wieder eine reine Frauengruppe mehr oder weniger erfolgreich gegen die Crawler zur Wehr setzen darf. Weniger Klaustrophobie als beim Erstling, dafür mehr Gemetzel – wer hätte es gedacht?

Glücklicherweise wirkt der Film formal nicht viel billiger als der Vorgänger. Inhaltlich ist das eine andere Geschichte und man hat schon teils das Gefühl ein Remake zu sehen. Immerhin werden die vorangegangenen Geschehnisse direkt aufgegriffen, was zu einigen interessanten Überraschungen führt. Das endgültige Finale wirkte auf mich ein wenig aufgesetzt und war nur einfach nur fies, wenn auch leider ohne jeglichen Sinn dahinter. Irgendwie schade, da der Film gar keine solch platte zweite Ebene nötig gehabt hätte. Freunde des ersten Teils sollten lieber noch einmal diesen schauen, doch wer Lust auf noch mehr Höhlenhorror hat, der kann ruhig einmal einen Blick riskieren – gepackt hatte mich das Setting auch beim zweiten Mal: 5/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (290)

Auch wenn ich bei den winterlichen Temperaturen (7 °C und eisiger Wind) eigentlich nicht sonderlich motiviert war, habe ich den heutigen Brückentag für einen Lauf am frühen Morgen genutzt. Da Xander in seinem Blog vorgelegt hat, war ich auch motiviert einmal wieder etwas zu unserem Bauvorhaben zu schreiben. Da ein Bild mehr als tausend Worte sagt, bin ich gleich einmal die ca. 4 km zu unserem Grundstück gelaufen und habe ein, nunja, nicht sonderlich idyllisches Foto mitgebracht. Das nächste Mal dann hoffentlich in strahlendem Sonnenschein!

grundstueck_2

Distance: 8.60 km
Duration: 00:49:59
Avg Speed: 10.32 km/h
Avg Pace: 5:48 min/km
Energy: 682 kcal

Der Lauf an sich war angenehm, wenngleich ich das Wetter zurzeit echt doof finde. Kaum steht das Wochenende oder ein Feiertag an, stürzen die Temperaturen um ca. 20 °C und man kann aufgrund beständigen Dauerregens so gut wie nichts draußen unternehmen. Mit der Zeit bin ich auf jeden Fall zufrieden und auch der Kalorienabbau war nach dem leckeren Brunch am gestrigen Vatertag zwingend nötig… 😉

Im ersten Ohr: Sneakpod #339 – Cuban Fury: Echte Männer tanzen
Im zweiten Ohr: Nerdtalk Episode 345

Cloverfield (2008) (WS1)

Aktualisierung: Ich habe „Cloverfield“ am 12. September 2025 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Auch wenn mich Gareth Edwards „Godzilla“-Verfilmung nicht 100%-ig überzeugen konnte, so hat sie mir doch enorm Lust auf weitere Monsterfilme gemacht. Was war also naheliegender als mit „Cloverfield“ erneut der Zerstörung einer Metropole durch ein gigantisches Monster beizuwohnen? Spoiler sind zu erwarten.

Cloverfield (2008) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Cloverfield (2008) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Im Gegensatz zu meiner ersten Sichtung von „Cloverfield“ hatte ich dieses Mal tatsächlich realistische Erwartungen, die nicht durch eine großartig effektive Marketingkampagne in den Himmel geschraubt wurden. So wusste ich bereits im Vorfeld, dass der Film, um den im Vorfeld solch ein Hype geschürt wurde, letztendlich ein simpler Monsterfilm ist. Viel bessere Voraussetzungen also, als noch bei der Erstsichtung vor sechs Jahren. Ebenso spielt die Übersättigung an Found-Footage-Filmen – eine Genrebezeichnung, die es damals noch nicht gab – dem Film in die Hände. Man kennt die Mechanismen und weiß die J. J. Abrams-Produktion heute als ikonischen Wegbereiter zu schätzen.

Bei der heutigen Sichtung hat mich die Handkamera seltsamerweise überhaupt nicht gestört. Ich mochte die beinahe 20-minütige Introsequenz sowie die folgende Non-Stop-Action. Wenn man darauf achtet, ist es auch interessant zu sehen, wie minutiös Regisseur Matt Reeves („Let Me In“) den so spontan wirkenden Film durchinszeniert hat. Schon alleine die unzähligen anderen Schaulustigen, die das Geschehen filmen, fotografieren usw. verleihen dem Setting Glaubwürdigkeit, wenngleich man sich als Zuschauer natürlich auch auf die typische Found-Footage-Dauerfilmerei einlassen muss. Für mich ist dies allerdings ein ähnlich fester Bestandteil des Genres, wie z.B. der unverwundbare Held in Actionfilmen.

Fazit

Grandios fand ich erneut das Monster sowie die Mittendrin-Atmosphäre. Gerade in diesem Setting, das man bereits unzählige Male aus der Vogelperskeptive verfolgt hat, ist solch ein intimer Blick tatsächlich ein aufregender Twist. Einzig das Finale fand ich zu vorhersehbar und generisch. Vielleicht aber auch gerade deshalb passend, da der Film bereits zuvor plötzlich von lockeren Sprüchen zu panischer Ausweglosigkeit schwenkt. Insgesamt hat mir „Cloverfield“ noch einmal deutlich mehr Spaß gemacht, als bei der Erstsichtung. Auch wenn der Film nicht perfekt ist, sollten Monsterfilmfreunde unbedingt einmal reinschauen: 8/10 Punkte.