Media Monday #185

Nach einem äußerst stürmischen Wochenende, an dem mir die Zeit nur so wie Sand zwischen den Fingern zerronnen ist, startete die neue Woche wieder unter Volldampf – und dazu gehört es natürlich auch, die Fragen des Medienjournals zu beantworten. Wie habt ihr die erste volle Woche im neuen Jahr verbracht?

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  1. Das neue Jahr fing ja schon mal schlecht (alternativ: gut) an in punkto Medien, schließlich gab es einen Anschlag auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ – mehr möchte ich auch gar nicht zu diesem traurigen Ereignis schreiben.
  2. Arnold Schwarzenegger hat zwar nur immer ein und denselben Gesichtsausdruck im Repertoire, aber dieser funktioniert in den meisten seiner Filme, wie z.B. den erst am Wochenende wieder einmal gesehenen „Total Recall: Die totale Erinnerung“, wahrlich famos.
  3. Keine zwei Stunden, nachdem dieser Media Monday online gegangen ist, beginnen die Golden Globe Verleihungen. Spannend, uninteressant, schlicht egal? Wie ist deine Meinung zu derartigen bzw. speziell dieser Veranstaltung(en)?
    Ich bekomme die Gewinner (z.B. ganz aktuell „Boyhood“) so am Rande mit, doch geht die Veranstaltung ansonsten eher an mir vorüber. Schließlich gibt es ja genügend andere Blogs, die darüber berichten und sich auch auf solche Verleihungen spezialisiert haben.
  4. Ein Buch oder Film, das oder den ich nicht bis zum Ende durchgehalten habe, ist „Schattenmond“, die offizielle Roman-Fortsetzung des Fantasy-Klassikers „Willow“.
  5. Benedict Cumberbatch ist sicherlich prädestiniert, den Bösewicht zu spielen, schließlich hat er alleine durch seine Stimme dem Drachen Smaug eine wirklich imposante Aura verliehen – tatsächlich kann er aber wohl alles spielen.
  6. Wenn Chris Pratt nicht seinen großen Durchbruch feiert, dann weiß ich auch nicht, denn nach seinem fantastischen Andy Dwyer in der TV-Serie „Parks and Recreation“ konnte er bereits im Blockbuster „Guardians of the Galaxy“ als Starlord überzeugen und übernimmt nun auch noch in „Jurassic World“ die Heldenrolle.
  7. Zuletzt gelesen habe ich eine Seite unserer aktuellen Gute-Nacht-Geschichte „Pippi Langstrumpf“ und das war wie immer ganz famos, weil ich die Abenteuer von Pippi selbst sehr mag.

Run, Fatboy, Run (318)

Mein erster Lauf im neuen Jahr, mein erster Lauf seit Mitte November – das war vor 7 Wochen! Warum die lange Pause? Ich wurde in nächtlicher Dunkelheit auf dem Weg vom Wohnzimmer in die Küche von einem Hochstuhl attackiert. Meine kleine Zehe blieb bei diesem aussichtslosen Kampf auf der Strecke. Seit ca. einer Woche kann ich wieder größtenteils schmerzfrei laufen und habe das Tapen eingestellt. Zeit also, mich auch einmal wieder in die Laufschuhe zu wagen…

Distance: 6.65 km
Duration: 00:42:49
Avg Speed: 9.32 km/h
Avg Pace: 6:26 min/km
Energy: 545 kcal

Die Zehe hat den Lauf ganz gut verkraftet. Nach ca. der Hälfte habe ich sie ein wenig gespürt, doch insgesamt kein Problem. Puh! Jetzt habe ich keine Ausrede mehr – und das Laufen ist auch bitter nötig, habe ich es mir über die Weihnachtstage doch so gut gehen lassen, dass die Waage unbarmherzig 2 kg mehr anzeigt. Da haben selbst die sporadischen Liegestütze und Sit-ups nicht geholfen, die ich als Ersatz in mein, ähm, Training eingebaut hatte. Nun aber geht es wieder vorwärts: neues Jahr, Vorsätze und so. Dann mal ran!

Im Ohr: Second Unit #137: The Hobbit: The Battle of the Five Armies

Total Recall: Die totale Erinnerung (1990)

Die Frau ist außer Haus, die Kinder schlafen, draußen tobt ein unglaublicher Sturm. Nachdem mir John Carpenters „Die Mächte des Wahnsinns“ bereits während der ersten fünf Minuten zu unheimlich war, habe ich mich mit „Total Recall: Die totale Erinnerung“ für einen längst überfälligen Klassiker entschieden. Nach unzähligen Sichtungen der geschnittenen TV-Version, liegt selbst die letzte Sichtung der damals noch indizierten DVD-Fassung bestimmt 10 Jahre zurück. Wie schlägt sich der Film heute nach all der Zeit?

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Vor ziemlich genau zwei Jahren hatte ich mir Len Wisemans 2012er Verfilmung der Philip K. Dick-Geschichte angeschaut. Diese bot komplett generische und glattgebügelte Sci-Fi-Action, welche man bereits dutzendfach besser gesehen hatte. Gerade in Anbetracht dieser Tatsache ist es aus heutiger Sicht umso erstaunlicher wie roh, ungeschliffen und mitreißend Paul Verhoeven seine Version vor 25 Jahren inszeniert hat. Auch wenn so mancher Effekt aus heutiger Sicht ein wenig angestaubt wirken mag, so funktionieren die echten Sets und Miniaturen doch ungleich besser, als die komplett digitalen Welten der Neuverfilmung – so gut diese auch aussehen mögen. Nach 5 bis 10 Minuten hatte ich mich an den Look der späten 80er bzw. frühen 90er gewöhnt und wurde wieder von der Geschichte mitgerissen.

Auch wenn ich im Vorfeld dachte, mich nicht mehr an jedes Detail erinnern zu können, so hatten sich doch unglaublich viele Bilder in mein filmisches Gedächtnis eingebrannt. Beinahe jede Szene hat mindestens eine ikonografische Einstellung zu bieten, die sich aus der Popkultur nicht mehr wegdenken lässt. Hinzu kommen unzählige Oneliner (z.B. „Consider this a divorce!“) und eine erstaunlich vielschichtige Handlung. Dabei nimmt sich der Film nicht komplett ernst, rutscht aber auch nicht in platte 80er Jahre Action ab. Paul Verhoeven trifft in „Total Recall“ stets den richtigen Ton und schuf somit einen der ultimativen Unterhaltungsfilme der 80er/90er Jahre.

Was soll ich sagen? „Total Recall“ funktioniert heute noch genauso gut wie damals. Ich beineide nur die heutige Jugend, die den inzwischen mit FSK 16-Freigabe versehenen Film einfach im Supermarkt mitnehmen können, während wir damals die Videotheken nach der ungeschnittenen Fassung abgrasen mussten. Aber vielleicht macht das die Filme dieser Ära heute auch so besonders. Für mich zweifellos einer der besten, wenn nicht sogar der beste Schwarzenegger-Film und auch im Werk Verhoevens ganz vorne mit dabei: 9/10 Punkte.

One Tree Hill – Season 8

Nachdem ich über die Weihnachtszeit vermehrt Filme geschaut habe, hat sich die Sichtung von „One Tree Hill – Season 8“ über knapp einen Monat gezogen. Letztendlich ging es dann doch schneller als gedacht, da die Staffel in ihrem zweiten Drittel ungeahnte Qualitäten offenbarte. Was das im Detail bedeutet, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung.

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Nach der vorangegangenen Staffel hatte ich mit der Serie in meinem Kopf schon weitgehend abgeschlossen. Die Qualität hatte deutlich nachgelassen, doch der Unterhaltungswert war immerhin noch so hoch, dass ich aufgrund der lieb gewonnenen Charaktere und der bereits erworbenen Staffeln mehr aus Gewohnheit dabei geblieben bin. Eine Steigerung hätte ich niemals für möglich gehalten – und doch sollte sich eine solche schon bald abzeichnen: Die Autoren haben es irgendwie geschafft wieder mehr Leichtigkeit in die Serie zu bringen.

Man darf natürlich nicht den Fehler machen zu denken, dass die Serie an die Qualität der ersten vier Staffeln anknüpfen kann oder gar keine hanebüchenen Wendungen mehr besitzen würde – denn diese sind ausgeprägter denn je. Insgesamt empfand ich den Unterhaltungswert jedoch deutlich höher als im letzten Jahr. Durch Episoden wie „The Drinks We Drank Last Night“, „Holding Out for a Hero“ oder „Valentine’s Day Is Over“ haben die Autoren einfach Spaß mit den Charakteren: So erleben die Damen aus Tree Hill z.B. eine weibliche Version von „The Hangover“ oder dürfen à la „Kick-Ass“ Superheldinnen spielen.

Mit der unsäglichen Clip Show „Quiet Little Voices“ und aufgesetzt wirkenden Bezügen zu ehemaligen Hauptfiguren hat die Staffel jedoch einige Bonuspunkte auch wieder zunichte gemacht. Weiterhin hat sich das ursprünglich nette Coming-of-Age-Drama komplett in Richtung Soap Opera verschoben, was sich auch in Sachen Kameraarbeit und Ausleuchtung bemerkbar macht. Dennoch bietet „One Tree Hill“ auch im inzwischen achten Jahr ein paar schön inszenierte und musikalisch nett unterlegte Montagen.

Letztendlich bin ich durchaus zufrieden mit der Entwicklung der Serie, die nach anstrengenden Tagen stets noch genau das richtige Maß an Unterhaltung bietet, ohne dass man allzu aufmerksam sein muss. Auch das kann manchmal sehr angenehm sein. Ich bin mir übrigens sicher, dass das Staffelfinale „This Is My House, This Is My Home“ ursprünglich als Serienfinale geplant war, denn es bildet – trotz einiger aufgesetzter Verweise – einen schönen Rückbezug zur ersten Staffel. Im kommenden Jahr heißt es dann tatsächlich Abschied nehmen – und ich bin wirklich schon gespannt, welches Ende unsere Charaktere letztendlich erwartet: 7/10 (7.4) Punkte.

Media Monday #184

Das letzte Urlaubswochenende neigt sich dem Ende zu und in zwei Tagen wartet der Alltag wieder auf mich. Kaum zu glauben, dass diese besonderen Tage des Jahres auch schon wieder vorbei sind – immerhin habe ich es zu „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ wieder einmal ins Kino geschafft. Was gibt es nun Schöneres als mit den Fragen des Medienjournals wieder in die Normalität zurückzukehren? In diesem Sinne hoffe ich, dass ihr die Weihnachtszeit gut verbracht habt und gut ins neue Jahr gestartet seid!

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  1. Spätestens wenn „Star Wars: The Force Awakens“ anläuft, wird es mich wieder ins Kino treiben, denn schließlich handelt es sich um den neuen „Star Wars“-Film!
  2. Die Brüder Colin und Greg Strause hätten sich besser nie in einen Regiestuhl gesetzt, schließlich haben sie es mit „Aliens vs. Predator: Requiem“ geschafft, zwei der ikonischsten Filmmonster überhaupt, absolut desaströs zu inszenieren.
  3. Ich glaube, die Schauspieler, von denen ich die meisten Filme kenne, müssten wohl Terence Hill und Bud Spencer sein, denn in meiner Jugend habe ich alle ihre Filme mehrfach gesehen – und ihre Filmografie ist lang!
  4. Gnadenlos unterschätzt, wünsche ich mir ja für das vor uns liegende Jahr, dass es der zweite Teil von „Prometheus“ in die Kinos schafft.
  5. Bettlektüre, U-Bahn-Lektüre, Urlaubslektüre und so weiter und so fort. Ich persönlich lese ja am liebsten am Strand – inzwischen komme ich aber nur noch im Bett dazu.
  6. Jetzt braucht es eigentlich nur noch eine Fortsetzung zu „Zurück in die Zukunft“, ist 2015 schließlich gepflastert mit zweiten, dritten, vierten, fünften, siebten Filmen. Außerdem ist 2015 ja das Jahr in dem „Zurück in die Zukunft II“ spielt – welches Sequel wäre also naheliegender?
  7. Zuletzt gesehen habe ich „Training Day“ und das war wirklich ein famoser Cop-Thriller, weil er mich stark an die fantastische TV-Serie „The Shield“ erinnerte.

Training Day (2001)

Ich mag es nicht Filme für längere Zeit zu unterbrechen. Meine heutige Sichtung von „Training Day“ habe ich beinahe eine komplette Stunde unterbrochen, um Schnee zu schippen. Nach dieser Stunde hat es beinahe wieder so ausgesehen wie davor. Eine wahre Sisyphusarbeit. Es spricht wohl für den Film, dass ich nach der nächtlichen Schneelandschaft sofort wieder in die schwüle Atmosphäre Los Angeles‘ hineingezogen wurde…

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Von Antoine Fuqua habe ich inzwischen schon einiges gesehen: reißerische Action in „Shooter“, Historiengemetzel in „King Arthur“ und einen patriotischen „Die Hard“-Verschnitt in „Olympus Has Fallen“ – sein anerkanntermaßen bester Film hat es erst heute in meinen Player geschafft. Wenn ich an „Training Day“ denke, dann kommt mir zunächst der Academy Award für Denzel Washington in den Sinn. Nach der Sichtung macht diese Auszeichnung auf jeden Fall Sinn, denn es ist eine wahre Freude den ansonsten eher in Heldenrollen auftretenden Schauspieler als solch einen verabscheuungswürdigen Charakter zu erleben. Sein Filmpartner Ethan Hawke steht ihm zudem in nichts nach, was den Film zu einem wahren Schauspielfest werden lässt.

Was die Handlung angeht, so wusste ich im Vorfeld ungefähr worum es geht – und schon nach kurzer Zeit fühlte ich mich im Drogensumpf von L.A. wieder ganz zu Hause. Größtenteils hatte ich nämlich das Gefühl einer Episode der TV-Serie „The Shield“ beizuwohnen, nur dass statt Vic Mackey dieses Mal Alonzo Harris im Mittelpunkt steht. Es gibt sogar eine Art Strike Team mit ähnlicher Gruppendynamik. Im Mittelpunkt steht jedoch Harris‘ Beziehung zu Jake Hoyt, der seinen ersten Tag in diesem Hexenkessel erlebt – und was für ein Tag das ist! Teils wirkt die Häufung der Ereignisse beinahe schon ein wenig übertrieben, doch gehen Zweifel in der mitreißenden Inszenierung schnell unter.

Mich hat „Training Day“ wirklich begeistert – und hätte ich „The Shield“ zuvor nicht gesehen, dann hätte mich das Cop-Drama bestimmt noch mehr verstört. Auf jeden Fall zeigt sich hier Antoine Fuquas Können, das in seinen größeren Filmen teils durch schlechte Effekte und ein schwaches Drehbuch verwässert wird. Ich kann den Film nur jedem ans Herz legen, der sich auch nur im Entferntesten für filmische Polizeiarbeit und/oder Gangsterfilme interessiert: 8/10 Punkte.

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere – OT: The Hobbit: The Battle of the Five Armies (2014)

Aktualisierung: Ich habe „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ am 26. Dezember 2015 und am 27. Dezember 2023 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und jeweils eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.

Nachdem es im letzten Jahr leider nicht mehr geklappt hat, habe ich heute endlich das große Finale von Peter Jacksons jüngster Mittelerde-Saga gesehen. Glücklicherweise hat das Roxy Renaissance Cinema wieder geöffnet, so dass ich nicht mehr auf das große Multiplex samt HFR und 3D angewiesen war, sondern eine Vorführung in Originalsprache, mit 24 Bildern pro Sekunde und in 2D genießen konnte. Wirklich sehr angenehm und nur zu empfehlen. Doch was hatte „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ abgesehen von den formidablen Rahmenbedingungen zu bieten?

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Der Film schließt nahtlos an seinen Vorgänger an. Kein Prolog, keine Exposition. Wäre der Titel nicht eingeblendet worden, hätte man sich auch am Ende von „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ wähnen können. Meiner Meinung nach ein deutliches Zeichen, dass Smaugs Vernichtung auch am Ende des Vorgängers mehr Sinn gemacht hätte bzw. Peter Jackson es eben gleich bei zwei Teilen hätte belassen sollen. Dabei ist die reine Laufzeit nicht einmal das Problem, funktionieren doch die erweiterten Fassungen weit besser, als die aufs Nötigste reduzierten Kinoversionen. Speziell bei diesem fulminanten Finale fällt doch stark auf, dass neben der Schlacht kaum Platz für Charakterentwicklung oder weiterführende Handlung bleibt. Die Wandlung von Thorins Gemütszustand ist, zum Beispiel, kaum nachvollziehbar, dafür gibt es eine Schlachtszene nach der anderen.

Für mich sind die zweieinhalb Stunden wie im Flug vergangen und ich hätte wirklich gerne noch mehr gesehen. Aber nicht mehr noch mehr Kämpfe, sondern mehr Geschichte. Wollte Peter Jackson nicht die Lücke zu „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ schließen? Außer ein paar recht plumpen Anspielungen war hiervon aber nichts zu sehen. Die Schlachten selbst sind imposant inszeniert, doch hat man das alles schon besser in „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ gesehen. Neben dem großen Gruppengemetzel fand ich wirklich gefallen an den Einzelkämpfen, d.h. Thorin gegen Azog oder Legolas gegen Bolg haben für mich ausgezeichnet funktioniert – trotz einiger CGI-Stunts unseres liebsten Kampfelben.

Jede Szene mit Martin Freeman und Ian McKellen war erneut eine große Freude. Auch die Zwerge waren toll anzusehen, besonders da ich nach etlichen Stunden Sichtung der Video-Anhänge nun das Gefühl habe, sie alle wirklich gut zu kennen. Leider merkt man gerade an den charakterbezogenen Stellen, dass Handlung fehlt bzw. nur verkürzt wiedergegeben wurde. Somit reiht sich die Kinoversion von „The Hobbit: The Battle of the Five Armies“ vor dem direkten Vorgänger ein, doch hinter den erweiterten Fassungen sowie der Kinofassung des ersten Teils:

  1. „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ (Extended Edition)
  2. „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ (Extended Edition)
  3. „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ (Kinoversion)
  4. „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ (Kinoversion)
  5. „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ (Kinoversion)

Da ich so ziemlich der einzige Mensch bin, dem die unzähligen Enden von „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ nicht zu lang waren, hätte ich mir vom letzten filmischen Besuch in Mittelerde natürlich etwas mehr gewünscht – dennoch war das Finale gelungen und machte Lust darauf, gleich noch einmal „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ einzulegen. Habe ich natürlich nicht gemacht, doch hoffe ich in genau einem Jahr alle sechs Teile in den erweiterten Fassungen sehen zu können – und bin dabei besonders auf einen Vergleich der Wirkung der unterschiedlichen Inszenierungsarten gespannt. Insgesamt also ein versöhnlicher Abschied, der jedoch einiges an Potential verschenkt: 7/10 Punkte.

Captain Phillips (2013)

Nach einer viel zu langen Silvesternacht folgte heute Morgen das böse Erwachsen. Leckere Kiwi-Bowle, wenig Schlaf und Kinder sind keine gute Mischung. Umso erstaunlicher, dass ich nach den ersten Anlaufschwierigkeiten doch recht fit war und es letztendlich sogar für eine Filmsichtung reichte. Mit Paul Greengrass‘ „Captain Phillips“ hätte ich wohl auch keinen gelungeneren Einstieg in das neue Filmjahr finden können…

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Mein bisher einziger Kontakt mit Regisseur Paul Greengrass beschränkt sich auf „Die Bourne Verschwörung“ – und dieser Film ist mir nicht besonders positiv im Gedächtnis geblieben. Greengrass ist am ehesten wohl für seine Doku-Dramen bekannt, weshalb sein dokumentarischer Stil im fiktiven Bourne-Universum vielleicht auch so aufgesetzt und übertrieben wirkte. Auch in „Captain Phillips“ bedient sich der Regisseur viel der Handkamera und bevorzugt eine naturalistische Kameraführung, doch ist mir dies in keiner einzigen Szene negativ aufgefallen. Ich wurde regelrecht in die Handlung hineingezogen, was auch dem authentischen Schauspiel zu verdanken ist. Wirklich erstaunlich realistisch – soweit man dies eben bei solch einer dramatisierten Geschichtsstunde beurteilen kann.

Trotz der zugrunde liegenden wahren Begebenheit war mir der Ausgang des Geiseldramas nicht bekannt. Ein Umstand, der die beinahe körperlich spürbare Spannung wohl noch zusätzlich verstärkte. Am Ende der Tortur war ich sichtlich mitgenommen, was durch die ultrabrutale Auflösung der Geschichte noch gesteigert wurde. Greengrass erzählt die Geschichte so, wie sie sich nach den Aussagen des tatsächlichen Captain Phillips zugetragen hat, d.h. es überwiegt stark die US-Perspektive, doch versucht er gleichzeitig den somalischen Piraten ein Gesicht zu geben und sie, zumindest in gewissen Teilen, als Opfer der Umstände zu zeichnen. Trotz übergeordneter politischer Perspektive ist „Captain Phillips“ in erster Linie allerdings ein sehr persönliches und menschliches Drama.

Bei Antritt der Sichtung hätte ich wahrlich nicht gedacht, dass ich a) überhaupt über die gesamte Laufzeit wach bleiben und b) so stark mitgerissen werden würde. Tom Hanks spielt großartig und seine somalischen Gegenspieler stehen ihm in nichts nach. Den starken Fokus auf die Militärpräsenz hätte es im letzten Filmdrittel meiner Meinung nach nicht gebraucht, doch musste Greengrass ja auch diesen Aspekt der Geschichte übernehmen. Die emotionale Wirkung wurde dadurch nicht beeinträchtigt und ich nehme mir nun vor, Paul Greengrass (abseits des Bourne-Universums) doch noch ein paar Chancen einzuräumen: 9/10 Punkte.

Mein Filmjahr 2014

Nachdem ich vor über einem Jahr eine ausführliche Analyse meiner Sehgewohnheiten präsentiert habe, war der Plan auch eine jährliche Statistik zu erstellen. Diese basiert ebenso auf den Einträgen der Finde (d)einen Film-Seite und zeigt somit, wie sich mein Filmjahr 2014 gestaltet hat: Insgesamt habe ich exakt 60 Filme gesehen, was in Anbetracht der sonstigen Ereignisse in meinem Leben doch ganz beachtlich ist. Gerne hätte ich noch mehr gesehen, doch dafür hätte ich auf einige liebgewonnene Serien verzichten müssen, für die glücklicherweise keine gesonderte Statistik existiert… 😉

Freigabe
Auch dieses Jahr kommt der Großteil der gesehenen Filme aus dem FSK 12/FSK 16-Segment (80%). FSK 0/FSK 6 (12%) und FSK 18 (8%) halten sich dagegen beinahe die Waage: ∅ = FSK 12 und 8 Monate

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Invasion vom Mars – OT: Invaders from Mars (1986)

Eigentlich wäre heute „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ auf dem Programm gestanden, doch dank Ausfall des Babysitters musste ein Alternativprogramm improvisiert werden. Als letzten Film des Jahres habe ich mich für eine Reise in die Vergangenheit entschieden, genauer gesagt für Tobe Hoopers „Invasion vom Mars“ aus dem Jahr 1986. Mit dem Film verbindet mich eine lange Geschichte, doch ob er auch heute noch überzeugen kann?

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Es gibt Filme, die haben einen starken Einfluss auf die persönliche Entwicklung als Rezipient. Auch wenn das 1986er Remake von „Invasion vom Mars“ nicht sonderlich bekannt ist, so muss ich es doch unzweifelhaft als wichtig für meine Entwicklung als Filmfreund einordnen. Ich kann mich gar nicht mehr an die genauen Umstände der diversen Sichtungen erinnern, doch muss ich den ungewöhnlichen Genremix in den späten 80ern bzw. frühen 90ern unzählige Male gesehen haben. Mit ihm habe ich unzählige filmische erste Male erlebt, die meine Genrevorlieben stark geprägt haben: der erste Sci-Fi-Horror, das erste Mal Splatter, die ersten Monster, die ersten Bodysnatcher, das erste Jugendabenteuer, usw.

Manche Bilder haben sich in mein Gedächtnis eingebrannt (z.B. die Biologielehrerin, die einen Frosch verspeist, oder die Löcher in der Sandgrube), an andere Szenen konnte ich mich dagegen überhaupt nicht mehr erinnern (z.B. alles in der Militärbasis). Aus heutiger Sicht ist der Film wohl mehr als lächerlich, die Effekte schlecht und die Handlung weder angsteinflößend noch spannend. Vermutlich war der Film all dies auch 1986 nicht, doch erlebt man ihn durch die Augen eines Kindes, dann steckt er noch voller Spannung und Abenteuer. Selbst die heutige Sichtung konnte dieses Gefühl teils noch bei mir heraufbeschwören – und das erstmals gesehene US-Ende hätte mir als Kind wohl den Rest gegeben. Toll!

Nachdem ich jahrelang auf der Suche nach einer würdigen DVD-Veröffentlichung war, hat KOCH MEDIA nun sogar eine qualitativ gute Blu-ray auf den Markt gebracht. Diese kann ich nur empfehlen – das doppelt so teure Mediabook könnt ihr euch aufgrund der schlechten Verarbeitungsqualität aber sparen. Mit „Invasion vom Mars“ habe ich heute einen wichtigen Teil meiner Kindheit aufleben lassen. Zusammen mit „Howard: Ein tierischer Held“ aus dem gleichen Jahr dürfte dies ein tolles bzw. interessantes Double Feature geben. Aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt: 8/10 Punkte.