Blogparade: Einmal und nie wieder

Es ist schon wieder Zeit für eine Blogparade: Dieses Mal fragt die singendelehrerin nach 10 großartigen Filmen, die man sich trotzdem kein zweites Mal ansehen will. Eine kurze Begründung würde sie auch gerne lesen. Bei mir findet sich diese, wie gehabt, in den verlinkten Besprechungen; sollte es noch keinen Eintrag von mir geben, fragt mich doch einfach in den Kommentaren nach den Gründen…

Hier meine 10 ‚Einmal-und-nie-wieder‘-Filme in alphabetischer und – wichtig! – nicht wertender Reihenfolge:

  1. „Der Pianist“ (2002)
  2. „Der Untergang“ (2004)
  3. „Die Passion Christi“ (2004)
  4. „Funny Games“ (1997)
  5. „My Girl: Meine erste Liebe“ (1991)
  6. „[Rec]“ (2007)
  7. „The Ring“ (2002)
  8. „The Road“ (2009)
  9. „Trust“ (2010)
  10. „Winter’s Bone“ (2010)

Nun seid ihr dran:

  • Liste die 10 Filme auf, die euch zwar richtig gut gefallen haben, die ihr euch aber nicht ein zweites Mal ansehen wollt.
  • Erstelle einen Beitrag in deinem Blog und verlinke auf diesen und den Ursprungsartikel.
  • Ende der Parade ist der 11. Juni. Danach wird die singendelehrerin eine Liste mit den Top 10 ‚Einmal-und-nie-wieder‘-Filmen erstellen.

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43 Gedanken zu “Blogparade: Einmal und nie wieder

  1. Danke auch hier nochmal fürs Mitmachen! 🙂 Spannende Liste!

    „Trust“! Der hat mich auch ziemlich erschüttert – und als ich mir trotzdem dann noch die DVD gekauft habe, habe ich maßlos über das Cover geärgert, das – wie du ja auch in deinem Review angemerkt hast – einen Rachethriller suggeriert. Ich hatte mir den Film eigentlich gekauft, weil ich meine (über 16-jährigen) Schülerinnen mal etwas aufrütteln wollte. Da habe ich nämlich manchmal das Gefühl, dass die ziemlich naiv sind, was das anbelangt, was sie im Internet über sich preisgeben. Allerdings habe ich den Film einmal und nie wieder gezeigt, weil erstens damals eine Schülerin weinend rausgelaufen ist (aufgrund von negativen Erfahrungen von jemandem in ihrer Familie) und zweitens es tatsächlich mehr Schülerinnen mit eigenen schlechten Erfahrungen in dieser Hinsicht gibt, als ICH wiederum in meiner Naivität glaubte. Erschreckend dieser Gegensatz zwischen den Schülerinnen, die da recht naiv und gutgläubig rangehen und denen, die in ihrem jungen Alter schon solch schreckliche Erfahrungen verarbeiten müssen. 😦

    „Die Passion Christi“ ist einer der wenigen Filme, die ich auf keinen Fall sehen will und bei denen ich auch das Kino verlassen würde, wenn sie in der Sneak Preview liefen (, was ich bis dato noch nicht gemacht habe).

    „Winter’s Bone“: Oh ja, das ist auch einer dieser Filme, die zwar einen großen Eindruck hinterlassen, aber irgendwie auch schwer verdaulich sind. Den hab ich damals auch in der Sneak Preview gesehen – und hab hinterher mal wieder so ein Gefühl der Dankbarkeit verspürt, dass ich an einem anderen Ort und unter anderen Menschen und Umständen aufwachsen durfte. Und dann war da Jennifer Lawrence – zu dem Zeitpunkt ja noch völlig unbekannt – und hat einen weggeblasen mit ihrem Spiel.

    Den „Pianist“ habe ich ja tatsächlich nie gesehen… Asche auf mein Haupt.

    Warum eigentlich „Der Untergang“?

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    • „Trust“ im Unterricht ist schon harter Tobak, besonders wenn man selbst schon Erfahrungen in dieser Richtung gemacht hat. Wie schrecklich! Dennoch kann solch ein Film vermutlich wirklich sensibilisieren, was das Thema angeht. Es ist ja wirklich erschreckend, wie leichtfertig so manche Kids (und nicht nur die) an die inzwischen nicht mehr ganz so neuen Medien herangehen.

      „Die Passion Christi“ ist natürlich ein ganz besonderer Film. Er hatte mich auf jeden Fall beeindruckt und mitgenommen. Allerdings habe ich viel auch schon wieder verdrängt. Auf jeden Fall ein Erlebnis, das ich so vermutlich nicht noch einmal brauche.

      „Winter’s Bone“ hätte es dagegen fast nicht auf die Liste geschafft, da ich den Film doch noch irgendwann einmal sehen möchte. Und er war ja dennoch irgendwie versöhnlich, was die Zukunft der Hauptcharaktere angeht. Zumindest ein wenig.

      „Der Pianist“ ist schwer zu ertragen. Geht in eine ähnliche Richtung wie „Schindlers Liste“, den ich alternativ auch hätte auf die Liste setzen können.

      „Der Untergang“ hatte ich damals im Kino gesehen und wurde von seiner Atmosphäre erdrückt. Die Enge im Bunker, die verkorkste Ideologie, die Unschuldigen (besonders die Szene mit den Kindern), die darunter leiden mussten. Nee, das muss ich nicht noch einmal sehen.

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      • „Schindlers Liste“ habe ich allerdings tatsächlich mehrfach gesehen, auch z. Tl. in der Schule gezeigt (unterrichte auch Geschichte). Prinzipiell geht’s mir aber mit Filmen über den Holocaust (oder auch zum Dritten Reich insgesamt) inzwischen so, dass mein Bedarf daran gedeckt ist. Das heißt nicht, dass ich meine, man braucht darüber keine Filme mehr zu drehen. ICH habe aber nun genug Material – fiktionalisiert und dokumentarisch – gesehen, um weitere Filme zu dem Thema außen vor zu lassen.

        Zum „Untergang“: Ja, die Szene mit den Kindern war schon schwer zu ertragen. Ich habe auch kein wirkliches Verlangen, mir den Film privat nochmal anzusehen. Im Unterricht vielleicht.

        Neulich habe ich allerdings mal eine andere Sorte Film zum Thema Hitler angeschaut und auch im Unterricht behandelt: „Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler“. Ist sicher kein Meisterwerk, aber ich wollte diskutieren, ob wir als Deutsche über Hitler lachen dürfen, ob es vielleicht sogar „hilfreich“ ist. Finde ich eine spannende Frage.

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      • Bei mir ist es ja auch nicht so, dass ich die oben genannten Filme, oder auch „Schindlers Liste“, überhaupt nicht mehr sehen will. Ich fand sie ja interessant bis teils sogar sehr gut, nur treffen sie eben am ehesten die Prämisse dieser Blogparade. Wie du aber richtig schreibst, braucht man vermutlich den passenden Anlass dazu (z.B. eben Unterricht), denn zur Feierabendunterhaltung eignen sie sich wahrlich nicht.

        Humor über Hitler ist auch so ein Thema. Da gibt es natürlich sehr platte Geschichten, doch manchmal funktioniert es einfach wunderbar. So habe ich kürzlich erst eine Episode der fantastischen Comedy-Serie „It’s Always Sunny in Philadelphia“ gesehen, in der es darum ging, dass Hitler in seiner Freizeit Schäferhundportraits gemalt – und die Bilder waren derart absurd häßlich, dass die damit verbundene Vorstellung wirklich komisch war. Natürlich eine US-Serie, aber gelacht habe ich dennoch… 😉

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      • Dass „Der Pianist“ auf der Liste ist, kann ich gut verstehen. Der Film ist weltklasse aber wirklich kaum auszuhalten. Ich habe ihn noch ein zweites Mal geguckt, da fand ich ihn noch bedrückender.
        „Den Untergang“ habe ich mittlerweile schon einige Male gesehen ebenso wie Schindlers Liste. Die sind irgendwie besser auszuhalten, wahrscheinlich, weil sie eher auf ein breiteres Publikum ausgerichtet und etwas geschmeidiger gemacht worden sind.
        Welcher Film mit der Drittes-Reich Thematik mich aber so umgehauen hat, dass ich den nur einmal und nie wieder angeschaut habe, ist „Sophie’s Choice“ mit Meryl Streep. Grandios aber Depressionen auslösend. Der fehlt auf meiner Liste, aber da die Auswahl ja auf 10 begrenzt war, fehlen noch ein paar mehr, wie ich im Nachhinein feststelle.
        Meine Liste ist hier zu finden:
        http://medublog.wordpress.com/2014/06/07/blogparade-einmal-und-nie-wieder/comment-page-1/#comment-161

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      • Ja, im direkten Vergleich fand ich „Der Pianist“ auch härter zu verdauen, als „Schindlers Liste“ oder „Der Untergang“. Den von dir erwähnten „Sophie’s Choice“ habe ich noch nicht gesehen, allerdings ist mir die Geschichte natürlich bekannt. Bestimmt harter Tobak. So wichtig Filme über das Dritte Reich auch sein mögen: Ich verspüre nur selten das Bedürfnis mich filmisch in diese Abgründe zu bewegen. Dennoch sind die meisten Werke wirklich sehenswert. Auch „Sophie Scholl: Die letzten Tage“ hatte mich ziemlich mitgenommen.

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      • Ich sehe solche Filme sehr häufig, aus familiären Gründen. Hilft mir, manche Dinge etwas besser zu verstehen, hat natürlich auch viel Deprimierendes. Mit „Sophie Scholl“ ging es mir wie dir, ebenso wie bei Vilsmaiers „Leo und Claire“.
        Wortman’s Vorschlag „Aufstieg des Bösen“ fand ich erst ziemlich banal. Aber als ich „Hannah Ahrendt“ gesehen hatte, ist mir hier die „Banaltität des Bösen“ besonders deutlich geworden.

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      • Von Wortmans Empfehlung kenne ich bisher nur Einträge in diversen TV-Zeitschriften und das Bild von Robert Carlyle als Hitler. Hatte mich irgendwie nie gereizt.

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  2. Oh cool. Ich werde jetzt mal endlich versuchen, mich mal wieder zu beteiligen… 😉 In letzter Zeit habe ich das ja sehr schleifen lassen. „Passion Christi“ wird definitiv auch auf meiner Liste landen… brrrr

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  3. Ich wollte dich gerade fragen warum 1 und 2 – hab es aber gerade in deinem Kommentar gelesen. Das kann ich nachvollziehen. Was ist mit Ring? Zu erschreckend mit dem Fernseher? 😉

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  4. Pingback: Blogparade: Einmal und nie wieder « Wortman

  5. Ich finde „nie wieder“ ist so lang. „Trust“ hab ich z.B. zumindest halb nochmal gesehen, als er im Fernsehen lief, obwohl ich den auch hart fand. Wirklich schwer zu ertragen, wenn man selbst Kinder hat, auch wenn die noch kleiner sind.

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    • Natürlich ist nie wieder ein absolut, dass ich auch nicht wortwörtlich nehmen würde. Aber die oben genannten Filme sind schon in der Richtung, dass man sie nicht unbedingt jedes Jahr sehen müsste – eben auch aus den von dir zu „Trust“ genannten Gründen.

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