Top 10 Serienzitate

Nach dem „Top 10 Filmzitate“-Stöckchen von Sebastian vom Review Corner möchte Wortman nun die Top 10 Serienzitate wissen. Da fällt die Wahl ja fast noch schwerer als bei den Filmzitaten!

Der Einfachheit halber habe ich mich größtenteils auf Catchphrases aus Shows beschränkt, aus denen ich jeweils eine eigene Top 10 hätte zaubern können – im Gegensatz zu den Filmzitaten dieses Mal in alphabetischer und nicht wertender Reihenfolge:

1. „Arrested Development“ (2003-2006)

‚I’ve made a huge mistake.‘ (Gob)

Einer von unzähligen Klassikern aus dieser wunderbaren Show! Gob könnte einem schon fast leid tun, wenn er nicht immer selbst für seine großen Fehler zuständig wäre.

2. „Coupling“ (2000-2004)

‘Do you know what would be the best way to wipe out all of human kind?… Make all women telepathic because if they suddenly found out about the kind of stuff that goes on in our heads they’d kill us all on the spot. Men are not people. We are disgustoids in human form!’ (Jeff)

Für mich fasst dieser Jeffismus perfekt den Humor zusammen, den er zur Serie gebracht hat. Und ein Fünkchen Wahrheit (eventuell sogar mehr) steckt auch noch drin.

3. „Curb Your Enthusiasm“ (seit 2000)

‚Pretty good. Pret-ty pret-ty pret-ty good.‘ (Larry David)

Das kann man nicht erklären, man muss es gesehen haben…

4. „Firefly“ (2002)

‚Someone ever tries to kill you, you try to kill ‚em right back!‘ (Cpt. Malcolm Reynolds)

Ein exzellentes Beispiel für Joss Whedons Art Charaktere alleine durch ein Zitat zu definieren. Genauso ist er, unser Captain Tightpants!

5. „Friday Night Lights“ (2006-2011)

‚Clear eyes. Full hearts. Can’t lose.’ (Coach Eric Taylor)

Wer hätte gedacht, dass dieser Spruch einmal solch eine Bedeutung für mich haben würde?

6. „Friends“ (1994-2004)

‚We were on a break!‘ (Ross)

Auch wieder so eine Show mit unzähligen Catchphrases. Dieser hier definiert die Serie für mich perfekt und ist im Grunde so herrlich tragikomisch, dass wohl nur Ross und Rachel nicht darüber lachen können.

7. „It’s Always Sunny in Philadelphia“ (seit 2005)

‘Oooh shit… Look at the door, dude. You see that door right there? The one marked pirate? You think a pirate lives in there?’ (Charlie)

Auf der Tür steht natürlich nicht Pirate sondern Private – schon alleine beim daran denken kann ich mich kaum noch auf dem Stuhl halte. Herrlich!

8. „Seinfeld“ (1989-1998)

‚Hello, Newman.‘ (Jerry Seinfeld)

Dieses Zitat zu wählen ist mir unglaublich schwer gefallen, da „Seinfeld“ wohl bis heute die Show mit der höchsten Zitatdichte ist. Dennoch ist die Wahl letztendlich auf ‚Newman!‘ gefallen. Was auch sonst?

9. „Six Feet Under“ (2001-2005)

‘You can’t take a picture of this. It’s already gone.’ (Nate Fisher)

Alleine beim daran denken kommen mir die Tränen…

10. „The West Wing“ (1999-2006)

‚What’s next?‘ (President Jed Bartlet)

Immer vorwärts denkend, immer nahe an den Menschen dran. Mein Lieblingspräsident. Leider nur im TV…

Was das weitere Verbreiten des Stöckchens angeht, so halte ich es wie Wortman und überlasse euch das Aufsammeln… 🙂

Hausbau #1: Der Teufel steckt in den Details

Ich wollte schon lange etwas zu unserem geplanten Hausbau schreiben, doch bisher hat sich noch nicht die Zeit gefunden. Nun aber muss es sein, sonst besteht die Gefahr dass ich die besonders fiesen Details bereits verdrängt habe. Was ist also bisher geschehen?

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  • Nach ca. einem Jahr der Suche nach einem geeigneten Haus oder Grundstück bekamen wir genau zum Jahreswechsel die frohe Nachricht, dass wir den Zuschlag zu einem von uns anvisierten Grundstück erhalten würden.
  • Anfang 2014 kauften wir also ein Grundstück, das den Vorteil hat direkt neben dem Grundstück meiner Schwägerin zu liegen, aber den Nachteil eher klein und sehr unpraktisch geschnitten zu sein.
  • Während der Suche nach einem Bauträger hatten wir einige Bankgespräche, an deren Ende eine Finanzierung stand, die uns machbar erschien – ziemlich unheimlich ist all das dennoch…
  • Nach der langwierigen Entscheidung für einen Bauträger (ca. April) haben wir eine Sonderbaugenehmigung angefordert, um die Einfahrt zum Grundstück zu versetzen; diese zu erhalten zieht sich inzwischen bereits seit Monaten hin – wir hoffen dennoch sie bis zum geplanten Baubeginn im Oktober zu erhalten.
  • Da das Wohngebiet komplett neu ist, wurden auch alle Grundstücke höchst offiziell vermessen – mit dem Ergebnis, dass unsere zukünftigen Nachbarn des bereits seit den 60er Jahren bebauten Grundstücks mit ihrem Zaun (der natürlich ein äußerst solides Betonfundament hat) ca. einen halben Meter auf unserem Grundstück stehen.
  • Inzwischen haben wir mit dem Werkplan begonnen und etliche Handwerkergespräche geführt; der Teufel steckt oft in den Details und es gibt eine nahezu unendliche Menge an (meist kostenintensiven) Entscheidungen zu treffen.
  • Die ursprünglich geplanten Kosten drohen bereits jetzt zu explodieren – dabei hat der Bau noch nicht einmal begonnen…

Im Moment jonglieren wir also zwischen Job (neben 40+ Stunden bleibt nur wenig Zeit für Termine), Kindern (eher ungeeignet für langwierige Planungsgespräche), Ämtern, Handwerkern, zukünftigen Nachbarn und und und…

Wer von meinen Lesern bereits gebaut hat, darf mir gerne lebensnotwendige Tipps geben. Oder auch die nötigen Drogen verraten, durch die man die dringend nötige Entspanntheit erreicht. Geldspenden werden auch gerne genommen. Auf dem Laufenden halten werde ich euch aber so oder so! 🙂

Media Monday #166

Nachdem mich letzte Woche noch die Müdigkeit übermannt hat, nutze ich den morgigen freien Tag direkt, um schon jetzt die Fragen des Medienjournals zu beantworten. Ich hoffe ihr wisst diesen Einsatz zu schätzen, denn in weniger als 6 Stunden ist die Nacht auch schon wieder vorbei – und wir wissen ja alle, welch katastrophale Folgen Schlafentzug hat… 😉

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  1. Die berühmteste Person, von und mit der ich wohl noch nie einen Film gesehen habe ist u.a. Terrence Malick.
  2. Könnte ich nur aus mir bereits bekannten Filmen zu wählen, um einen davon noch mal zu schauen, fiele meine Wahl wohl auf „Jurassic Park“ – dieser besitzt für mich einfach den größten Wiederanschauungswert.
  3. Simon Pegg bewundere/mag ich ja weniger wegen der Schauspielerei, sondern mehr aufgrund seiner sympathischen Ausstrahlung, die allerdings auch in jeder seiner Rollen (ja, selbst in „The World’s End“) aufblitzt.
  4. Könnte ich in der Zeit zurückreisen, um bei einer Filmpremiere dabei sein zu können, fiele meine Wahl auf „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ in Neuseeland, weil ich damals schon bei der Dokumentation über die Premiere eine Gänsehaut hatte.
  5. Die gut ein dutzend Bücher auf meinem Lesestapel wollte ich zu gerne lesen, jedoch bin ich abends meist zu müde und schaffe nur noch wenige Seiten.
  6. Die Serie „Felicity“ ist leider maßlos unterschätzt, denn schließlich erzählt sie eines der schönsten College-Dramen, und war damals das Sprungbrett für J. J. Abrams, dem Showrunner hinter „Lost“ sowie Regisseur des „Star Trek“-Reboots und ganz aktuell „Star Wars: Episode VII“.
  7. Zuletzt gelesen gesehen habe ich „Olympus Has Fallen“ und das war teils nette Action-Unterhaltung und teils grober Unfug, weil Antoine Fuqua den wunderbar altmodischen Film mit miesen CGIs und hanebüchenen Handlungselementen angereichert hat – zuletzt gelesen habe ich dagegen eure Glückwünsche.

Papa, wie alt wirst du?

Über die letzten Wochen gab es nur ein Thema für das Zappelinchen: ‚Papa, wie alt wirst du?‘ Seit ihrem letzten Geburtstag ist das Alter ohnehin zu einem wichtigen Attribut geworden – und z.B. zu behaupten sie sei erst 3 und nicht 4 Jahre alt, grenzt schon an Majestätsbeleidigung. Mein Alter hat sie sich nun auch eingeprägt, wenngleich es für sie noch eher abstrakt ist; für mich übrigens größtenteils auch: Wie kann es denn sein, dass seit meinem letzten Geburtstag schon wieder ein Jahr vergangen ist?

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Den Geburtstag habe ich im Kreise meiner Familie verbracht. Bereits in aller Frühe kamen meine Kids ins Bett gestürmt, um mir eine Schatzkiste zu überreichen; diese war gefüllt mit etlichen leckeren Whiskys, einem Müsli, einem Buch, weiteren Leckereien, einem selbstgemalten Bild, einem Theatergutschein und – besonders wichtig – einem Boomerang (vom Zappelinchen übrigens als Garten-Crisbee bezeichnet). Neben der Frage nach meinem Alter stand mit ‚Papa, wann kommen endlich die Gäste?‘ bereits die nächste große Frage im Raum. Gegen 15 Uhr sind sie dann auch eingetrudelt und einmal mehr verwandelte sich die Feier in einen Kindergeburtstag, der unsere Wohnung abermals an den Rand der Belastung brachte – nächstes Jahr jedoch wird hoffentlich schon im Haus gefeiert!

Um im Haus auch nicht ganz so hilflos zu sein, wurde ich mit einem tollen Werkzeugkasten bedacht. Weiterhin gab es es noch ein paar Filme, von denen ich „Olympus Has Fallen“ gestern Abend sogar bereits angeschaut habe. Kurz vor Mitternacht war das Chaos des Tages dann auch weitestgehend beseitigt. Mit meinem persönlichen Jahreswechsel neigt sich auch mein Urlaub so langsam dem Ende, der aufgrund nerviger Alterserscheinungen leider nicht so ereignisreich und erholsam war, wie ich gehofft hatte. Übrigens bin ich mir bereits jetzt sicher, dass die Zeit bis zum nächsten Geburtstagseintrag a) wieder äußerst schnell verfliegt und b) wohl noch aufregender werden wird, als das letzte Jahr…

Olympus Has Fallen (2013)

Vermutlich hätte ich das mit dem Filmschauen heute lieber lassen sollen: Die ganze Familie war noch geschlaucht von der gestrigen Geburtstagsfeier und dank eines Handwerkertermins in aller Frühe mussten wir bereits nach nur wenigen Stunden Schlaf wieder aus den Federn. Dennoch schob ich abends mutig „Olympus Has Fallen“ in den Player, den Stief-Zwilling zu Roland Emmerichs ebenfalls 2013 erschienenen „White House Down“. Welcher Film sich letztendlich besser schlägt, wird sich vermutlich in den nächsten Tagen herausstellen…

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Wie bereits erwähnt war ich ziemlich müde und musste während der Sichtung teils schwer mit dem Schlaf kämpfen. Dies sind nie die besten Voraussetzungen für einen Film, doch glaube ich seine negativen und positiven Aspekte dennoch recht gut wiedergeben zu können. Zunächst einmal liebe ich das Setting: Seit „The West Wing“ sehe ich gerne alles was in und um fiktive Weiße Häuser geschieht – und sei es nur um danach festzustellen, dass niemand Präsident Jed Bartlet das Wasser reichen kann. Die gebotene Prämisse („Stirb langsam“ im Weißen Haus) verprach zudem einen äußerst unterhaltsamen Actionfilm, der die ernstere Variante der beiden Stief-Zwillinge darstellen sollte.

Bereits der Prolog trieft nur so vor Nationalgefühl und Foreshadowing auf die Ereignisse, die da noch kommen werden. Auch wenn ich übermäßigen US-Patriotismus in Filmen durchaus zwiespältig sehe, so fand ich die Kritik daran in diesem Film doch maßlos übertrieben. Speziell die erste halbe Stunde stellt sowohl Secret Service als auch alle anderen sicherheitsrelevanten Gruppen in Washington, D.C. als unfähige Trottel da. Kein Grund darauf stolz zu sein. Dennoch ist der Angriff auf das Weiße Haus bombastisch inszeniert und bildet gleichzeitig die beste Actionsequenz des Films. Der darauf folgende „Die Hard“-Verschnitt macht ebenfalls Spaß, doch sobald schwerere Geschütze ins Spiel kommen, zerstört der Film viel von seinen Pluspukten durch billigste CGI-Effekte und absolut dämliche Handlungselemente (u.a. ein plötzlich auftauchender Waffen-Prototyp oder ein globaler Zugangscode, um auf einen Schlag alle Atomwaffen der USA zu sprengen).

Ich hatte mir von dem Film wirklich einiges erwartet, wurde letztendlich jedoch ein wenig enttäuscht. Gerald Butler ist nur ein leidlich engagierter Bruce Willis-Ersatz, viele Szenen sind viel zu comichaft für den doch eher ernsten Ton des Films, und das Finale kann mit den eröffnenden Actionszenen in keinster Weise mithalten. Ich hatte zwar meinen Spaß mit „Olympus Has Fallen“, doch würde ich mein Geld inzwischen auf Roland Emmerichs Variante des Themas setzen – mal sehen, ob ich damit richtig liege: 6/10 Punkte.

Cougar Town – Season 4

Im Comedy-Bereich habe ich meinen „3rd Rock from the Sun“-Marathon zurzeit für eine andere Serie unterbrochen. Eigentlich hatte ich für „Cougar Town – Season 4“ gar nicht mehr so hohe Erwartungen, doch während der Sichtung musste ich abermals feststellen, wie gut diese Serie inzwischen einfach funktioniert. Der Senderwechsel hat ihr glücklicherweise nicht geschadet…

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Man hätte ja vermuten können, dass die Serie nach dem Wechsel von ABC zu TBS (z.B. „Men at Work“) irgendwie an Qualität verlieren würde. Ich schaue parallel die vierte Staffel von „Damages“ und diese hat mit dem Wechsel von FX zu DirecTV nach der dritten Staffel deutlich an Produktionsqualität eingebüßt. Auf „Cougar Town“ trifft dies jedoch nicht zu und somit stehen neuen Abenteuern mit der Cul-de-Sac-Gang nichts im Wege. Darüber freue ich mich sehr!

Inhaltlich steht das Eheleben von Jules und Grayson im Mittelpunkt, was für etliche Lacher sorgt. Von fehlender Spannung, da sie jetzt ja verheiratet sind, ist glücklicherweise nichts zu spüren. Diese findet man nun auch zwischen Travis und Laurie, was in meinen Augen allerdings ein wenig aufgesetzt wirkt. Am besten funktioniert die Serie immer noch dann, wenn die Gang einfach nur nichts macht und sich wunderbare Wortgefechte liefert oder Nachbar Tom durch den Kakao zieht. Herrlich fand ich z.B. die Episode „You Tell Me“, in der direkt Bezug auf etliche „Seinfeld“-Gags genommen wird. Toll!

Insgesamt sind die 15 Episoden der vierten Staffel abermals lockere Unterhaltung, die sich weder ernst nimmt, noch besonders hip sein will. Wunderbar sympathisch geschrieben und gespielt. So kann es gerne noch weitergehen – auch auf TBS: 8/10 (8.0) Punkte.

Blogparade: 10 Most Surprising Performances

Nach einer längeren Zeit ohne Blogparade möchte die Singende Lehrerin wissen, welche 10 schauspielerischen Leistungen uns vollkommen – positiv – überrascht haben, und zwar entgegen unserer Erwartungen, die wir mit diesem Schauspieler oder dieser Schauspielerin verknüpft hatten.

Gar nicht so einfach! Hier aber meine 10 positiv überraschenden Schauspielleistungen in (nach dem Film sortiert) alphabetischer und – wichtig! – nicht wertender Reihenfolge:

  1. Liam Neeson in „96 Hours“ (spät zum Actionstar)
  2. Leonardo DiCaprio in „Blood Diamond“ (beeindruckend intensiv)
  3. Patrick Swayze in „Donnie Darko“ (gegen sein Image)
  4. George Clooney in „From Dusk Till Dawn“ (enorm cool)
  5. Christoph Waltz in „Inglourious Basterds“ (plötzlich ein Weltstar)
  6. Ewan McGregor in „Moulin Rouge“ (er kann sogar singen)
  7. Jennifer Lopez in „Out of Sight“ (fand ich in der Rolle klasse)
  8. John Travolta in „Pulp Fiction“ (was für eine Wiederentdeckung)
  9. Brad Pitt in „Sieben“ (hat für mich seinen Wandel eingeläutet)
  10. Justin Timberlake in „The Social Network“ (unerwartet gut)

Nun seid ihr dran:

  • Liste die 10 schauspielerischen Leistungen auf, die euch vollkommen – positiv – überrascht haben, und zwar entgegen eurer Erwartungen, die ihr mit diesem Schauspieler oder dieser Schauspielerin verknüpft hattet (weitere Details und Einschränkungen gibt es bei der Singenden Lehrerin).
  • Erstelle einen Beitrag in deinem Blog und verlinke auf diesen und den Ursprungsartikel.
  • Ende der Parade ist der 1. Oktober. Danach wird die Singende Lehrerin eine Liste mit den Top 10 positiv überraschenden schauspielerischen Leistungen erstellen.

Weitere Blogparaden:

Death Race (2008)

Nachdem ich mich gestern kaum bewegen konnte und abends auch keinen Film durchgehalten hätte, wollte ich es heute zumindest versuchen. Eine bequeme Sitzposition zu finden war nicht einfach, so dass ich froh war mit dem Action-Remake „Death Race“ nicht auch noch einer komplizierten Filmhandlung folgen zu müssen. Spaß hatte ich dennoch. So irgendwie.

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Das Remake des von Roger Corman produzierten „Death Race 2000“ (bzw. „Frankensteins Todesrennen“ in der deutschen Fassung) stammt aus der Feder von Paul W. S. Anderson, was geneigte Kinogänger schon einmal abschrecken könnte. Anderson ist hauptsächlich bekannt für seine weichgespülten Adaptionen der „Resident Evil“-Reihe – 1997 hatte er aber auch den atmosphärisch dichten Sci-Fi-Horror „Event Horizon“ in Szene gesetzt. Von „Death Race“ erwartete ich mir nun nicht viel, erhoffte mir aber zumindest geradlinige Action-Unterhaltung.

Im Vergleich zum mir unbekannten Original empfinde ich es schon als Fehler, dass das Transkontinentale Straßenrennen räumlich auf einen Rundkurs begrenzt wurde. Somit atmet der Film weniger die Atmosphäre von „Mad Max“ bzw. „The Road Warrior“ als von Super Mario Kart. Dies ist zwar irgendwie auch witzig, doch letztendlich gleichen sich Schauplätze und Actionszenen doch zu sehr – bei einem Film, der so gut wie keine nennenswerte Handlung aufweist, ist dies leider kein gutes Zeichen.

Letztendlich hat mich „Death Race“ über seine gut 100 Minuten tatsächlich recht brauchbar unterhalten. Jason Statham passt in die Rolle des Einzelkämpfers, die Action ist gefällig inszeniert und eine gewisse Härte bietet der Film auch. Leider wirkt das alles (inklusive Geschichte samt deren Auflösung) so dermaßen glatt, dass die Härte nur umso aufgesetzter wirkt. Das alles ist ja irgendwie nett anzusehen, doch kann ich mich schon jetzt an keinen einzelnen Charakter mehr erinnern und morgen werde ich den Rest auch vergessen haben – und nein, das liegt nicht an den Schmerzmitteln: 5/10 Punkte.

Swim, Fatboy, Swim (007)

Nur auf vielfachen Wunsch Florian Liebs war ich heute einmal wieder schwimmen. Okay, eigentlich hat mich mein Arzt dazu bewegt: Gestern – wohlgemerkt am ersten Urlaubstag – hatte ich einen fiesen Hexenschuss, der mich beinahe komplett bewegungslos zurückließ. Normalerweise würde ich wegen so etwas nicht zum Arzt gehen, doch da ich diese Woche noch einige Handwerkertermine habe, musste es sein. Neben Einrenken und Schmerzmitteln hat er mich zu 20 Bahnen (eigentlich waren es 40 x 25 m) Brustschwimmen verdonnert – und kurzzeitig hatte ich mich tatsächlich besser gefühlt.

Länge: 20 x 50 m
Zeit: 00:33:00
min/Bahn: 01:39
Energie: ca. 432 kcal

Natürlich war ich im Vergleich zum letzten Mal vor, ähm, über zwei Jahren deutlich langsamer, doch ging es dieses Mal auch gar nicht um Geschwindigkeit, sondern um die entspannte Bewegung. Nun werde ich mich erst einmal mit Wärmflasche aufs Sofa verziehen und hoffen, dass die Sache in 1-2 Tagen gegessen ist. So ist das nämlich wahrlich kein Urlaub. Autsch.

The Raid: Redemption – OT: Serbuan maut (2011)

Früher habe ich gerne öfter mal Sammlereditionen von Filmen gekauft, doch in den letzten Jahren reichte mir stets die günstigste Veröffentlichung mit den besten technischen Daten. Da die Ultimate Edition zurzeit äußerst günstig zu haben ist, und der Film ohnehin schon lange auf meiner Liste steht, habe ich bei „The Raid: Redemption“ einmal wieder zum Luxuspaket gegriffen – durchaus riskant für einen Blindkauf. Was hat der Film nun also zu bieten, der die gesamte Riege an Actionfans (zumindest diejenigen abseits von „The Expendables“) in Ekstase versetzt?

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Während der ersten 10 Minuten ist es mir wieder schwer gefallen in den Film reinzukommen, da ich es nicht gewohnt bin nur asiatische Schauspieler zu sehen und eine Synchronfassung zu hören. Dies ist natürlich kein Fehler des Films, sondern mein Problem, da ich zu 99% Filme aus dem englischen Sprachraum sehe. Früher (sprich vor mindestens 10 Jahren) habe ich öfter asiatische Filme gesehen und teils eine Woche lang mit Wong Kar-Wai zugebracht oder John Woo-Filme nachgeholt. Inzwischen jedoch bin ich außer Übung – und doch hatte mich der Film schnell auf seiner Seite. Dialoge gibt es ohnehin kaum und die knackige Action reißt einen sofort mit. Wunderbar direkt und unmittelbar inszeniert – und doch gerade so übersteigert, dass man sich beim Zuschauen nicht schlecht fühlen muss. Ein Unterhaltungsfilm der anderen Art.

Im direkten Vergleich mit dem inhaltlich nahezu identischen „DREDD“ aus dem Jahr 2012, hat mir „The Raid: Redemption“ doch ein wenig besser gefallen. Auch wenn ich das Zukunftssetting sehr mochte, so hat mich die menschlichere Geschichte (obwohl es da auch nicht viel zu holen gibt) in der indonesischen Version doch mehr eingefangen. Vielleicht lag es aber auch an der Maske des Judges. Regisseur Gareth Edwards hat aus dem verhältnismäßig geringen Budget wirklich alles herausgeholt und beeindruckende Kampfwelten geschaffen. Auch wenn sich der Vergleich zu einem Videospiel aufdrängt, so fand ich gerade die körperlichen Leistungen imposant. Die Schauspieler haben bestimmt ebenso hart trainiert, wie die aktuellen Tanzsportweltmeister. Wirklich beeindruckend!

Inhaltlich hat der Film nicht viel zu bieten, aber mehr hätte meiner Meinung nach auch eher vom Konzept abgelenkt. Insofern bin ich sehr gespannt auf „The Raid 2“ bzw. „The Raid: Retaliation“, der ja eine deutlich komplexere Geschichte erzählen soll. Auch wenn ich mich den teils überbordenden Lobeshymnen nicht anschließen mag, so wurde ich jedoch über knapp 100 Minuten glänzend unterhalten. Ob ich mich morgen noch an den Film erinnern kann, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Actionkino einmal anders: 7/10 Punkte.