Media Monday #165

Ein anstrengendes, aber gleichzeit produktives und schönes Wochenende liegt hinter mir. Wie ihr vielleicht an der Uhrzeit der Veröffentlichung merkt, habe ich zurzeit Urlaub – somit gibt es meine Antworten auf die Fragen des Medienjournals heute ein wenig früher als gewohnt. Heute Vormittag waren wir bereits im Tiergarten und den Nachmittag haben wir für diverse Handwerkergespräche genutzt. Aber nun zurück zum Thema Film…

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  1. Wenn SchauspielerInnen unter die SchriftstellerInnen (wahlweise alternativ: MusikerInnen) gehen habe ich das bisher noch nicht mitbekommen – ich komme schon nicht hinterher die interessanten Bücher richtiger Autoren zu lesen.
  2. Biografien finde ich grundsätzlich spannend, wenn mich das Leben der jeweiligen Person interessiert.
  3. Synchronisierte Fassungen sollte man heutzutage eigentlich nicht mehr sehen müssen, denn die Technik wäre weit genug auch den Originalton stets mit auszustrahlen – sei es im TV oder im Internet (Anmerkung: Nur O-Ton ist natürlich auch nicht der Weisheit letzte Schluss, aber man sollte die Wahl haben können).
  4. Der wunderschöne Film „Beginners“ war für mich die großartigste Überraschung der jüngeren Vergangenheit, weil Regisseur Mike Mills darin das Coming-out sowie den Tod seines Vaters höchst emotional und sympathisch verarbeitet hat.
  5. An Büchern schreckt mich am ehesten der Platz den sie in den Regalen benötigen ab, denn der ist zurzeit wirklich knapp – aber ab nächstem Jahr wird das anders, dann freue ich mich darauf alle Bücher im Regal stehen zu sehen.
  6. Aus Filmen/Büchern/Serien zu zitieren ist unter Filmfreunden sehr beliebt, wie man auch an Sebastians Stöckchen „Top 10 Filmzitate“ sieht.
  7. Zuletzt gesehen habe ich „The World’s End“ und das war ein wunderbarer Abschluss der Cornetto-Trilogie, weil Regisseur Edgar Wright darin erneut diesen speziellen britischen Humor mit einer höchst unterhaltsamen Geschichte und innovativer Inszenierung verknüpft hat.

Run, Fatboy, Run (309)

Nachdem wir heute Vormittag lecker Brunchen waren, sah es für einen Lauf heute eigentlich nicht sonderlich gut aus. Zudem ist das Wetter extrem wechselhaft und beinahe schon winterlich: 10 °C und Dauerregen im August? Na, wie passend dass ich nächste Woche Urlaub habe – und wir dieses Jahr nicht wegfahren…

Distance: 8.17 km
Duration: 00:46:19
Avg Speed: 10.58 km/h
Avg Pace: 5:40 min/km
Energy: 645 kcal

Trotz des noch recht vollen Magens, ging es eigentlich ganz gut voran. Der Lauf war auch bitter nötig, denn bereits die letzten Abende haben gezeigt, dass ich an den freien Tagen doch eher zum Schlemmen neige. Mal sehen, wie sich das Laufen nächste Woche gestaltet, die – keine Überraschung an dieser Stelle – breits komplett verplant ist.

Im Ohr: Fortsetzung folgt S04E26 – God, I Have Issues

The World’s End (2013)

Nachdem wir uns heute morgen um 8:00 Uhr bereits zum ersten Hausplanungstermin dieses Wochenendes aufgemacht hatten, war der Tag anstrengend und lang. Nachdem 12 Stunden später die Kinder im Bett waren, hätten wir direkt auf dem Sofa einschlafen können. Dennoch habe ich mit „The World’s End“ eine Blu-ray in den Player geschoben. Endlich das Finale der Cornetto-Trilogie! Der Film, den ich aufgrund seines Titels beständig mit „This Is the End“ verwechselt hatte. Wie schlägt sich im Vergleich nun dieser humoristische Weltuntergangsfilm?

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Schon nach den ersten paar Minuten fühlte ich mich wieder sofort zu Hause in der Filmwelt von Edgar Wright, Simon Pegg und Nick Frost. Angefangen hatte damals alles mit der großartigen TV-Serie „Spaced“, die mir bis heute die unterhaltsamsten Stunden bescherte, die ich je vor dem Fernseher verbringen durfte. Kurz darauf folgte „Shaun of the Dead“ mit nahezu identischem Cast, die bisher wohl einzige romanische Komödie mit Zombies. Ein Film, der sich mir über die Zeit tief ins Herz gespielt hat. Mit „Hot Fuzz“ folgte der zweite Teil der Cornetto- bzw. Blood-and-Ice-Cream-Trilogie, den ich bisher jedoch nur einmal gesehen habe. „The World’s End“ stellt schließlich den Abschluss dieser ungewöhnlichen Filmreihe dar – und kann es nahezu voll und ganz mit seinen Vorgängern aufnehmen.

Ich muss ja zugeben, dass ich den Film anfangs eigentlich fast lieber ohne die außerirdische Invasion gesehen hätte. Einzig und allein die Kneipentour mit den fünf Jugendfreunden wäre unterhaltsam genug gewesen. Simon Peggs Gary King ist eine großartige Figur, die das Konzept des Film reichlich klischeehaft, aber absolut treffend gespielt, auf die Spitze treibt. Die Zwistigkeiten sind glaubhaft, lustig und die Pub-Atmosphäre trägt so einiges zum Unterhaltungswert des Films bei. Das erste Zusammentreffen mit den Nicht-Robotern wirkt deshalb vielleicht auch umso befremdlicher, doch Edgar Wright wäre nicht Edgar Wright hätte er daraus nicht eine völlig übertriebene Actionszene gezaubert. Herrlich!

Der Epilog des Films ist dann noch einmal so richtig abgefahren – und ich hätte am liebsten eine Fortsetzung gesehen, was natürlich nicht zum Konzept gepasst hätte. Dennoch ist der Abschluss, der mich auch an an „Shaun of the Dead“ erinnert, absolut passend für alle Charaktere. Neben den witzigen Dialogen und der mitreißenden Inszenierung gibt es auch Drama und tragische Elemente, die „The World’s End“ aber genau die richtige Würze geben. Zur endgültigen Qualitätseinordnung müsste ich nun noch einmal „Hot Fuzz“ sehen, doch so oder so ist diese Kneipentour ein famoses Finale der Cornetto-Trilogie: 8/10 Punkte.

Beginners (2010)

Bei manchen Filmen weiß ich schon im Vorfeld, dass sie mir gefallen werden. Und dennoch zögere ich die Sichtung aus irgendeinem Grund hinaus. Auch Mike Mills‘ „Beginners“ ereilte dieses Schicksal: Obwohl ich den Trailer großartig fand und die Blu-ray bereits seit Monaten im Regal steht, habe ich mich nie überwinden können den Film tatsächlich einzulegen. Heute jedoch war es endlich soweit…

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Geschichten welche die Beziehung zwischen Vater und Sohn in den Mittelpunkt stellen, haben seit jeher eine starke emotionale Wirkung auf mich. Seit dem Tod meines Vaters vor nicht einmal drei Jahren umso mehr. Auch „Beginners“ stellt diese Beziehung in den Mittelpunkt der Geschichte. Der Film beginnt zudem damit, dass Oliver Fields (Ewan McGregor) die Wohnung seines verstorbenen Vaters ausräumt. Bereits während dieser ersten Szene hatte ich feuchte Augen – und das sollte sich über den Verlauf des Films nicht ändern, obwohl er alles andere als deprimierend oder hoffnungslos ist. Mills erzählt in seinem autobiographisch angehauchten Film eine Geschichte über das Alter, Neuanfänge und die pure Lust am Leben.

So herrlich absurd das Coming-out des 75jährigen Hal Fields (Christopher Plummer) teils wirkt, so schwingt doch beständig eine Ernsthaftigkeit mit, die uns die Last der gesellschaftlichen Konventionen stets vor Augen hält. Der Film umspannt Generationen, was uns durch wunderbare Stillbild-Montagen nahe gebracht wird. Zutiefst tragische Momente wechseln sich mit solchen der Glückseeligkeit ab, was zu Beginn – ebenso wie die unterschiedlichen Zeitebenen – ein wenig anstrengend wirkt. Doch mit jeder weiteren Minute zeigt sich, dass jede fragmentarisch angehauchte Erinnerung ihren Platz in der Geschichte hat. Der Film fügt sich letztendlich wie ein großes Puzzle der Emotionen zusammen.

Die drei vier Hauptdarsteller Ewan McGregor, Christopher Plummer, Mélanie Laurent sowie Hund Cosmo spielen allesamt fantastisch und es war eine Freude ihnen beim Lachen, Weinen und Herumalbern zuzusehen. Das Ende hat mich emotional noch einmal so richtig mitgenommen, wenngleich es auch eine positive Art der Traurigkeit war. Schwierig zu erklären. Schon lange hat mich kein Film mehr so im tiefsten Inneren packen können. Mike Mills hat mit „Beginners“ ein kleines Meisterwerk geschaffen, das auch aufgrund seiner naturalistischen Inszenierung zu packen weiß: 9/10 Punkte.

Top 10 Filmzitate

Keine Blogparade, sondern ein Stöckchen mit dem mich Sebastian vom Review Corner ziemlich treffsicher beworfen hat. Und was für ein tolles Stöckchen! Er möchte von mir meine Top 10 der besten bzw. prägnantesten Filmzitate wissen. Nichts einfacher als das? Eher gar nicht so einfach, bei den großartigen Filmzitaten da draußen!

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10. „From Dusk Till Dawn“ (1996)

‚Everybody be cool—you be cool!‘ (Seth)

Wohl einer der ersten englischsprachigen Sprüche, die sich mir ins Gedächtnis gebrannt haben. George Clooney war in der Rolle aber auch so cool!

9. „Bang Boom Bang“ (1999)

‚Alles auf Horst!‘ (Hilmi)

Bei diesem Film hätte man eigentlich jede einzelne Textzeile nennen können. Es gibt wohl kaum ein zweites Werk, das so viele denkwürdige Zitate liefert – national oder international.

8. „GoodFellas“ (1990)

‚For as long as I can remember I always wanted to be a gangster. To me that was better than being president of the United States. To be a gangster was to own the world.‘ (Henry Hill)

Voice-over sind häufig als billiges Stilmittel verschrien, an dem sich schlechte Autoren bzw. Regisseure bedienen. Ich dagegen liebe gut eingesetzte Voice-over und das hier ist eines der besten!

7. „Jurassic Park“ (1993)

‚Welcome to Jurassic Park!‘ (John Hammond)

Dieses Zitat hat mein bisher wohl großartigstes Kinoerlebnis eingeläutet. Mehr muss ich nicht sagen.

6. „Schöne Bescherung“ (1989)

‚Hmm, gar nicht mal so gut!’ (Eddie)

Wohl einer der Sprüche, die man immer und überall anbringen kann. Interessanterweise ist er eine Erfindung der deutschen Synchronautoren und taucht im englischen Original gar nicht auf.

5. „Stand by Me“ (1986)

‚I never had any friends later on like the ones I had when I was twelve. Jesus, does anyone?‘ (The Writer)

Es ist einfach die Wahrheit. Selten wurden Nostalgie so treffend auf den Punkt gebracht. Wer da keine Träne verdrückt…

4. „Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“ (2002)

‘Those were the stories that stayed with you. That meant something, even if you were too small to understand why. But I think, Mr. Frodo, I do understand. I know now. Folk in those stories had lots of chances of turning back, only they didn’t. They kept going. Because they were holding on to something.’ (Sam)

Auch aus Peter Jacksons epischer Fantasy-Trilogie hätte ich unzählige Zitate anführen können. Anfangs hatte ich auch noch aus jedem Film eines in der Liste, doch dieses hier fasst für mich wohl perfekt zusammen, was ich an der Reihe so liebe.

3. „True Romance“ (1993)

‘Amid the chaos of that day, when all I could hear was the thunder of gunshots, and all I could smell was the violence in the air, I look back and am amazed that my thoughts were so clear and true, that three words went through my mind endlessly, repeating themselves like a broken record: you’re so cool, you’re so cool, you’re so cool.’ (Alabama)

Alabamas Schlussmonolog zusammen mit Hans Zimmers fantastischem Score funktioniert für mich einfach immer. Ich blicke schon während der Film noch läuft wehmütig auf die gemeinsam verbrachte Zeit zurück und freue mich auf die nächste Sichtung. Um es auf den Punkt zu bringen: so cool!

2. „Absolute Giganten“ (1999)

‚Weißt du was ich manchmal denke? Es müsste immer Musik da sein. Bei allem was du machst. Und wenns so richtig scheiße ist, dann ist wenigstens noch die Musik da. Und an der Stelle wo, wo es am allerschönsten ist, da müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment.‘ (Floyd)

Sebastian Schippers Meisterwerk ist einer der poetischsten Filme, die ich kenne. Kein Wunder also, dass auch er reich an Zitaten ist. Das stärkste ist wohl das hier genannte, wenngleich es wohl auch am besten im Film funktioniert, da Schipper exakt das von Floyd beschriebene Springen der Platte in eine der schönsten Szenen der Kinogeschichte integriert.

1. „Blade Runner“ (1982)

‘I’ve seen things you people wouldn’t believe. Attack ships on fire off the shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhauser gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain.’ (Roy Batty)

Wenn ich an diese Szene denke, bekomme ich heute noch Gänsehaut. Bedenkt man zudem, dass Rutger Hauer Battys Monolog improvisiert haben soll, dann kann man nur den Hut ziehen. Für mich der perfekte Moment in einem perfekten Film. Besser geht es nicht.

Hat Sebastian das Stöckchen eher an die (seine Wortwahl) üblichen Verdächtigen weitergereicht, so habe ich dabei eher an eine gesunde Mischung aus jugendhaftem Esprit sowie die alten Hasen der filmischen Blogosphäre gedacht. Somit geht das Stöckchen an:

Run, Fatboy, Run (308)

Heute war alles zeitlich einmal wieder ziemlich knapp, weshalb ich mich für einen kurzen Lauf entschieden habe. Folglich habe ich zum zweiten Mal ein Intervalltraining angepackt. Und ja, es lief besser als noch letzte Woche…

Distance: 4.75 km
Duration: 00:25:44
Avg Speed: 11.07 km/h
Avg Pace: 5:25 min/km
Energy: 372 kcal

Ich bin dieses Mal besser in den Rhythmus gekommen und hatte mehr Energie für die schnellen Phasen. Insgesamt bin ich somit knapp auf einen Schnitt von 11 km/h gekommen, was mich positiv stimmt. Am Wochenende (obwohl eigentlich schon wieder komplett verplant ist) dann hoffentlich wieder ein längerer Lauf.

Im Ohr: Radio Nukular – Episode 2: Wir haben Gelbsucht!

Media Monday #164

Das Wochenende ist wieder einmal verflogen: Den halben Samstag haben wir, bereits zum wiederholten Male, damit verbracht uns eine Küche planen zu lassen. Danach gab es viel zu leckeres Käsefondue, das mir immer noch schwer im Magen liegt. Der Sonntag stand ganz im Zeichen der erweiterten Familie – und nun warten auch schon wieder die Fragen des Medienjournals auf ihre Antworten. Ihr wartet auch? Dann viel Spaß beim Lesen!

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  1. Wenn ich Steven Spielbergs „Jurassic Park“ sehe werde ich richtiggehend nostalgisch, weil ich 1993 damit das beeindruckendste Kinoerlebnis meiner Jugend (wenn nicht sogar meines Lebens) hatte und ich mich heute noch exakt an dieses magische Gefühl erinnern kann.
  2. Mit seiner Rolle als Sy Parrish ist Robin Williams endlich mal aus seinen Rollenschema ausgebrochen, denn …ach, mir fehlen immer noch die Worte… 😦
  3. Coming-of-age-Stories funktionieren bei mir immer – ganz egal ob im Abenteuer-Setting à la „Die Goonies“, „Stand by Me“ oder „Super 8“, Musikfilm à la „Almost Famous“ oder Fantasy à la „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1“.
  4. Die Visualisierung des Mendel’schen Marionettenspielers in „Felidae“ war die mitunter brutalste Szene, die mir je in einem Zeichentrickfilm untergekommen ist und jagt mir noch heute Schauer über den Rücken.
  5. „The Amazing Spider-Man“ hätte man nun wirklich nicht noch einmal aufwärmen müssen, schließlich ist Sam Raimis Trilogie (übrigens auch als Coming-of-Age-Geschichte) nach wie vor großartig und der letzte Teil kam auch erst 5 Jahre vor dem Reboot in die Kinos.
  6. Normalerweise kann ich allzu wackeliger Kameraführung nichts abgewinnen, aber in „Elysium“ hat hat mich dieses Stilmittel zumindest nicht sonderlich gestört, weil es zum Setting gepasst hat.
  7. Zuletzt gesehen habe ich die erste Staffel der TV-Serie „One Tree Hill“ und das war wunderbar einfache Unterhaltung, weil der Mikrokosmos in der US-Kleinstadt Tree Hill ganz klare Regeln hat, zu denen u.a. gehört dass sich der Vater der Scott-Sippe benimmt wie der Bösewicht eines „James Bond“-Films. Herrlich!

Run, Fatboy, Run (307)

Eigentlich wollte ich heute Vormittag noch nicht laufen gehen, da ich mich nach einem weiteren Küchenmarathon sowie zuviel Käsefondue am Tag zuvor nicht sonderlich fit fühlte. Allerdings erfuhr ich dann, dass der Sonntag auch wieder komplett verplant ist, was mir nur die Möglichkeit ließ sofort in die Laufschuhe zu springen, wenn ich dieses Wochenende nicht sportlos verstreichen lassen wollte.

Distance: 8.69 km
Duration: 00:50:25
Avg Speed: 10.35 km/h
Avg Pace: 5:47 min/km
Energy: 690 kcal

Heute bin ich recht schwer in die Gänge gekommen, obwohl das Wetter wirklich wieder angenehm war: sonnig, aber mit 17 °C nicht zu warm. Da zeitlich nicht allzu viel zu holen war, bin ich einmal wieder eine etwas längere Runde gelaufen, was gut getan hat. Zudem habe ich in der letzten Woche endlich einmal wieder zwei Läufe zusammengebracht. Ich hoffe das wird nun wieder eher die Regel als die Ausnahme…

Im ersten Ohr: Second Unit #121: Star Wars – Episode V
Im zweiten Ohr: Second Unit #74: Elysium

One Tree Hill – Season 1

Nachdem die letzte Serienbesprechung bereits über einen Monat zurückliegt, startet mit diesem Eintrag ein neuer Serienmarathon, den ich so eigentlich nicht geplant hatte. Wohlige Erinnerungen an eine der Serien meiner Jugend, ein guter Preis und und der Bedarf an entspannender Unterhaltung im Feierabend haben „One Tree Hill – Season 1“ in den letzten Wochen zur Serie der Wahl gemacht. Da müsst ihr jetzt durch, liebe Leser!

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Während der Sichtung dieser ersten Staffel habe ich eine interessante Korrelation zwischen dem Konsum von TV-Serien und meinem sonstigen Leben festgestellt: Geht alles seinen gewohnten Gang, sprich dominiert der Alltag Job und Privatleben, dann habe ich eine Vorliebe für aufregende Geschichten, die auch gerne spannend und düster sein dürfen. Stehe ich dagegen unter Anspannung, wie aufgrund der Hausplanungen zurzeit eigentlich dauerhaft, dann besuche ich gerne unaufgeregte Serienwelten – und um eine solche handelt es sich bei „One Tree Hill“.

Wenn man die Serie beschreiben mag, dann wohl als eine Mischung aus „Dawson’s Creek“, „Gilmore Girls“ und „Friday Night Lights“. Wie in der stilbildenden Jugendserie rund um Dawson Leery aus den späten 90er Jahren, steht eine Gruppe von Teenagern im Mittelpunkt, die versucht ihren Platz im Leben und der Liebe zu finden. Interessanterweise hatten etliche Darsteller von „One Tree Hill“ zuvor Gastauftritte bei „Dawson’s Creek“ und ihre Charaktere wirken, wie ihre Vorbilder, ebenfalls deutlich zu reif für ihr Alter. An „Gilmore Girls“ erinnert dagegen die Mutter-Sohn-Beziehung sowie die verhinderte Liebe zwischen Karen und Keith (analog zu Lorelei und Luke). Der starke Highschool-Sport-Fokus lässt dagegen an das drei Jahre später gestartete „Friday Night Lights“ denken.

Ich war bei der Sichtung wirklich erstaunt, wie altmodisch bzw. fast schon klassisch die Serie wirkt, wenn man sie mit neueren Produktionen vergleicht. Es schwingt eine gewisse Naivität mit, was Inszenierung und auch Dramaturgie angeht, die einem erst einmal bewusst werden lässt, dass seit der Erstausstrahlung bereits über 10 Jahre vergangen sind. Ich empfand das als angenehm, da das Zeitgefühl der frühen 2000er Jahre, unterstützt durch die passende Alternative-Rock-Untermalung, dadurch recht gut transportiert wird. Ist eben doch schon ein wenig her.

Was die Handlung angeht, so bekommt man das, was man auch erwartet: Coming-of-Age, Highschool, Sport, Sex und Liebe sind die beherrschenden Themen – und bilden damit auch den Rahmen für die Versatzstücke der gestreiften Genres. Erstaunlicherweise sind die jugendlichen Charaktere allesamt glaubwürdiger und besser geschrieben, als die Erwachsenen der Serie. Speziell Dan, der Vater der beiden Hauptcharaktere, wird so abgrundtief böse gezeichnet, dass es in seiner übertriebenen Klischeehaftigkeit manchmal schon unfreiwillig komisch wirkt. Dies besitzt jedoch einen erstaunlich großen Unterhaltungswert, dem man der Serie ohnehin nicht absprechen kann.

Ich für meinen Teil war bereits nach ein paar Episoden angekommen in Tree Hill. Die heimelige Kleinstadtatmosphäre, gepaart mit (größtenteils) sympathischen Charakteren und unterhaltsamen Handlungsbögen, verlockt stets weiterzuschauen – der berühmte Soap-Opera-Effekt eben, der für mich z.B. bereits bei „Brothers & Sisters“ funktioniert hat. Die erste Staffel von „One Tree Hill“ weiß glücklicherweise auch abseits ihres Guilty-Pleasure-Charmes zu unterhalten und macht Lust auf mehr: 8/10 (7.8) Punkte.

Elysium (2013)

In den letzten Jahren konnten sich Sci-Fi-Freunde über eine wahre Welle an Genrefilmen freuen. Zu diesen gehört auch „Elysium“ von Regisseur Neill Blomkamp, der bereits 2009 mit „District 9“ einen beeindruckenden Genrebeitrag abgeliefert hatte. Nachdem die Verfilmung des Videospiels „Halo“ unter seiner Regie nicht zustande kam, waren die Erwartungen für das Nachfolgeprojekt immens hoch. Kann das Ergebnis mit dem außergewöhnlichen Kinodebüt mithalten?

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Die Prämisse gefällt mir trotz der wenig subtilen Umsetzung nach wie vor: Die Erde ist drastisch überbevölkert, die Kluft zwischen Arm und Reich ist nicht nur soziopolitisch unüberbrückbar – die Reichen haben sich folglich auf eine im Orbit der Erde schwebenden Luxus-Raumstation zurückgezogen; die Armen dagegen hausen in postapokalyptisch angehauchten Slums in einer Art Polizeistaat. Alleine das Setting lässt Erinnerungen an die sozialkritischen Sci-Fi-Klassiker der 70er Jahre wach werden: „Soylent Green“, „Logan’s Run“ oder „Rollerball“ – die Filme waren inhaltlich relevant und dennoch unterhaltsam. Auch der 2011er „In Time“ hatte sich an einem ähnlichen Ansatz versucht, konnte die Kritiker jedoch nicht überzeugen. Mir hatte er dagegen ziemlich gut gefallen.

Auch „Elysium“ zeigt ein erschreckendes Zukunftsszenario, das größtenteils leider zum reinen Setting für brachiale Action verkommt. Man sieht wenig von den beiden Welten und die Eindrücke bleiben blass. Die Handlung rund um Max (Matt Damon), der nach einer tödlichen Strahlendosis die Heilung auf Elysium sucht, hätte durchaus Potential gehabt eine größere Geschichte zu erzählen, doch der Fokus auf die Konfrontation mit einem Söldnertrupp, die den Großteil des Films einnimmt, hat außer Krawall nur wenig zu bieten. Wirklich schade, denn die formalen Aspekte sind wirklich famos. Gerne hätte ich noch mehr vom Leben auf Elysium und der Erde erfahren.

Immerhin inszeniert Blomkamp die Action wunderbar roh und direkt; der Gewaltlevel ist hoch, was zum verzweifelten Setting passt. Dennoch ist die nicht enden wollende Verfolgungsjagd irgendwann ermüdend und selbst Sharlto Copley (bekannt aus „District 9“) als psychopathischer Söldner kann die fehlende Handlungstiefe nicht mit reinem Unterhaltungswert aufwiegen. Auch wenn man die Charaktere nicht so gut kennenlernt, wie ich mir das gewünscht hätte, so fand ich das vorhersehbare Ende doch ziemlich bewegend. Ich bin mit sowas aber auch immer leicht zu kriegen.

Letztendlich bleibt „Elysium“ ein imposanter Actionstreifen mit interessantem Setting und dem Gefühl nicht genutzter Chancen. Wie auch Genrekollege „Oblivion“ aus dem gleichen Jahr, kann der Inhalt mit der formalen Umsetzung leider nicht mithalten. Für Genrefans dennoch absolut sehenswert. Neill Blomkamp kann aber mehr, da bin ich mir ganz sicher: 7/10 Punkte.