Hausbau #1: Der Teufel steckt in den Details

Ich wollte schon lange etwas zu unserem geplanten Hausbau schreiben, doch bisher hat sich noch nicht die Zeit gefunden. Nun aber muss es sein, sonst besteht die Gefahr dass ich die besonders fiesen Details bereits verdrängt habe. Was ist also bisher geschehen?

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  • Nach ca. einem Jahr der Suche nach einem geeigneten Haus oder Grundstück bekamen wir genau zum Jahreswechsel die frohe Nachricht, dass wir den Zuschlag zu einem von uns anvisierten Grundstück erhalten würden.
  • Anfang 2014 kauften wir also ein Grundstück, das den Vorteil hat direkt neben dem Grundstück meiner Schwägerin zu liegen, aber den Nachteil eher klein und sehr unpraktisch geschnitten zu sein.
  • Während der Suche nach einem Bauträger hatten wir einige Bankgespräche, an deren Ende eine Finanzierung stand, die uns machbar erschien – ziemlich unheimlich ist all das dennoch…
  • Nach der langwierigen Entscheidung für einen Bauträger (ca. April) haben wir eine Sonderbaugenehmigung angefordert, um die Einfahrt zum Grundstück zu versetzen; diese zu erhalten zieht sich inzwischen bereits seit Monaten hin – wir hoffen dennoch sie bis zum geplanten Baubeginn im Oktober zu erhalten.
  • Da das Wohngebiet komplett neu ist, wurden auch alle Grundstücke höchst offiziell vermessen – mit dem Ergebnis, dass unsere zukünftigen Nachbarn des bereits seit den 60er Jahren bebauten Grundstücks mit ihrem Zaun (der natürlich ein äußerst solides Betonfundament hat) ca. einen halben Meter auf unserem Grundstück stehen.
  • Inzwischen haben wir mit dem Werkplan begonnen und etliche Handwerkergespräche geführt; der Teufel steckt oft in den Details und es gibt eine nahezu unendliche Menge an (meist kostenintensiven) Entscheidungen zu treffen.
  • Die ursprünglich geplanten Kosten drohen bereits jetzt zu explodieren – dabei hat der Bau noch nicht einmal begonnen…

Im Moment jonglieren wir also zwischen Job (neben 40+ Stunden bleibt nur wenig Zeit für Termine), Kindern (eher ungeeignet für langwierige Planungsgespräche), Ämtern, Handwerkern, zukünftigen Nachbarn und und und…

Wer von meinen Lesern bereits gebaut hat, darf mir gerne lebensnotwendige Tipps geben. Oder auch die nötigen Drogen verraten, durch die man die dringend nötige Entspanntheit erreicht. Geldspenden werden auch gerne genommen. Auf dem Laufenden halten werde ich euch aber so oder so! 🙂

44 Gedanken zu “Hausbau #1: Der Teufel steckt in den Details

  1. *ahjaa* Du lässt also kein Haus bauen, sondern baust selber, in dem du dir einen eigenen Bauträger gesucht hast. Dann geh mal davon aus, da explodieren noch mehr Preise…. Soorryyy, aber das wird so sein…

    Warum habt ihr kein Festangebot eingeholt?

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    • Wir haben natürlich einen Festpreis für das Haus in Standardausstattung bekommen. Allerdings ergeben sich bei den Handwerkern dann doch immer noch ein paar Zusatzkosten, weil man eben doch nicht überall die Standardausführung will — das geht von so simplen Dingen wie Türgriffen bis hin zu einem höheren Keller oder Erweiterungen der Heizungstechnik. Und das kann dann eben schnell mal teuer werden.

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  2. Die Drogen hätte ich auch gerne gehabt, bei uns gab es auch einige schlaflose Nächte aufgrund von unglaublichen Budget-Explosionen (geht auch bei nem Festpreis-Haus, dann explodiert eben der ausgelagerte Keller oder die ausgelagerten Erdbauarbeiten (ich sag nur „Rohrrigole“…)
    Am Ende ist dann glücklicherweise doch alles gut gegangen und irgendwie haben wir es finanziell auch geschafft )ohne Nachfinanzierung). Man soll ja immer 10% Puffer einplanen. Was dann halt mal ne enorme Summe ist, bei den Preisen, von denen man da redet…
    PS: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag nachträglich!

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    • Kann ich mir gut vorstellen. Wir befinden uns zurzeit in der gleichen Situation wie ihr damals, d.h. es kommen noch einige Dinge (z.B. Garage und Carport) dazu bzw. werden abgeändert, was Zusatzkosten verursacht. Einen Puffer haben auch wir eingeplant — und ich hoffe immer noch, dass das alles so irgendwie hinhaut. Im Moment herrscht viel Chaos in unseren Köpfen, weil sich viele Dinge eben auch bedingen und es oft schon eine Kunst ist einen Gesprächstermin zu bekommen und alle nötigen Angaben vorliegen zu haben. Das sind dann eben die Schattenseiten des Baubooms: bei den unzähligen willigen Kunden da draußen, muss man auf sein Recht König zu sein oftmals pochen.

      PS: Danke dir! 🙂

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  3. Gratuliere schon mal zu diesem enormen Schritt. Ihr seid da anscheinend auf einem ganz guten Weg. Der Tipp mit den Steckdosen ist wirklich gut. Lieber drei zuviel als eine zu wenig.

    Wir haben ebenso gebaut wie Ihr, mit Festpreis und zusätzlichen Kosten für all die Dinge, die nicht Ideal Standard sein sollen. Ist aber alles in allem noch recht überschaubar geblieben. Ich würde auch immer wieder zu dem etwas teureren tendieren, denn erstens ärgert man sich ansonsten jahrelang über die hier und da vielleicht eingesparten Euros. Und zweitens greift auch hier gerne der Spruch „Wer billig kauft, kauft zweimal.“, denn so manches Ärgernis will man dann im nachhinein doch noch beseitigen. Dann lieber gleich richtig und sich richtig wohlfühlen.

    Weiterhin viel Erfolg bei diesem großen Projekt!

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    • Stimmt, ihr habt das ja auch erst gerade frisch hinter euch – bzw. seid schon glücklich und zufrieden mit eurem Haus! 🙂

      Wir nehmen auch immer eher die teurere Lösung, wenngleich man auch aufpassen muss, da man sich dort schnell verrennt. Es gibt ja so viele Entscheidungen: Fliesen oder doch Parkett im Wohnzimmer? Was ist gemütlicher, was sinnvoller mit den Kids? Dann gibt es alleine bei dieser Sache unzählige Variationen. Von den großen Dingen wie Heizungsanlage usw. einmal ganz zu schweigen. Ich hoffe wirklich sehr, dass wir am Ende mit unserem Puffer hinkommen und zufrieden sind. Natürlich werden ein paar Dinge dabei sein, die man danach anders machen würde, doch das Gesamtpaket sollte stimmen.

      Ich werde hier ab und zu schreiben, wie das Projekt voranschreitet…

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  4. Ah, sehr spannend finde ich das! Freue mich auf deine Berichte vom Hausbau! 🙂
    Ich für meinen Teil habe ja beschlossen, niemals ein Haus zu bauen, weil mich allein der Gedanke an die Finanzierung vermutlich jahrelang um den Schlaf bringen würde. Und weil mir die ganzen Entscheidungen viel zu anstrengend wären.
    Naja, aber man soll ja eigentlich niemals nie sagen – wahrscheinlich bin ich in zehn Jahren auch Eigenheimbesitzerin wider Willen. 😀

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    • Ha, ich hätte auch schwören können, dass ich nie ein Haus bauen werde. Besonders weil mir einfach viel Wissen in dem Bereich Handwerk fehlt, was die Einschätzung von Angeboten und Leistungen oft einfach schwierig macht. Allerdings sind selbst gebrauchte Häuser im aktuellen Markt so unverschämt teuer (und eben auch alt und oft sanierungsbedürftig), dass sich ein Neubau einfach rechnet. Was dagegen die Finanzierung angeht, so habe ich deswegen auch teils schlaflose Nächte — wir haben zwar beide gute Jobs, aber man kann ja nie wissen was passiert. Dennoch wäre die Miete für eine entsprechend große Wohnung bzw. ein Haus auch nicht viel niedriger gewesen, als unsere Rate — und danach hat man wenigstens etwas in der Hand. Hoffen wir zumindest… 😉

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      • Ich habe jede Menge Handwerker in der Familie, bei mir würde es an kompetenter Beratung und Fachpersonal zum Thema Hausbau also ganz gewiss nicht scheitern. 😀
        Trotzdem schreckt mich der Gedanke an die finanzielle Belastung extrem ab (wobei du recht hast – Miete muss man auch jeden Monat bezahlen und der Betrag für eine Rate wäre wohl ähnlich) und irgendwie auch die Aussicht, dann auf einen Ort „festgenagelt“ zu sein.
        Mit einem sicheren Job und dem Wunsch, sich dauerhaft niederzulassen ist ein Hausbau aber wahrscheinlich schon eine gute und machbare Sache momentan. Und bei zwei sicheren Gehältern kann eigentlich nicht viel schiefgehen. Vielleicht überzeugen mich deine zukünftigen Beiträge ja doch noch davon, mich auch irgendwann mal in das Abenteuer Hausbau zu stürzen (…allerdings ist das für mich als Single mit zwei Aushilfsjobs gerade keine Option. :-D)!

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      • Als Single wäre das auch völlig idiotisch mit einem Hausbau. Da weiß man nie, wo es einen mal hintreibt und mit einem Haus an den Hacken sieht es weitaus schlechter aus 😉

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      • Da sind bei dir die Grundvoraussetzungen auch ganz andere. In deiner Situation würde ich wohl auch nicht an Hausbau denken, doch mit Kindern und Familie in der Nähe, ist es einfach sinnvoll sesshaft zu werden — und da macht dann ein Haus auch Sinn; den Platz braucht man sowieso. Deine angesprochenen Ängste und Sorgen sind mir aber nur allzu bekannt… 😉

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  5. So ich jetzt auch mal. Was mich ja interessieren würde – habt ihr denn wenigstens schon mal den Anspruch auf den halben Meter hinterm Zaun angemeldet? Nachbarschaft hin oder her, wenn schon Spießer, dann richtig oder? 😉

    Auf jeden Fall schön von Euren Vorbereitungen zu lesen. Das mit den gebrauchten Häusern kann ich zum Teil bestätigen. Auch bei uns sagen viele, das Haus wäre den Kaufpreis nicht ganz wert. Aber umgerechnet – hätten wir ein Grundstück in der Größe gekauft und ein Haus in der Größenordnung gebaut (und sooo groß ist es nicht mal), wären wir weit mehr losgeworden. Und klar, Renovierungen fallen an – aber dafür baut man es auch nicht komplett auf. Und wir sind nach einem Monat eingezogen. Wenn ich mir vorstelle arbeiten zu gehen, nach Feierabend auf die Baustelle, nebenbei aber noch Miete zu zahlen und ja aber auch den Kredit – da hätte ich keine ganz so große Motivation zu.

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    • Natürlich haben wir mit den Nachbarn schon geredet, wir brauchen ja auch jeden Zentimeter, um genug Platz für Einfahrt und Garage zu haben. Da können wir bei unserem Grundstück nichts verschenken. Die Nachbarn sind grundsätzlich schon willig, wollen sich aber auch noch erst bei den Behören versichern, ob auch alles richtig gemessen wurde — naja, wird wohl ein wenig hin und her gehen, aber letztendlich muss der Zaun weg!

      Ich hätte wohl auch lieber ein gebrauchtes Haus gekauft, wenn es preislich ok gewesen wäre und unseren Vorstellungen entsprochen hätte. Wir hatten uns da einiges angeschaut, doch es war nichts dabei. Nun liegen wir nicht wesentlich teurer (okay, das Grundstück ist eben nicht sonderlich groß, dafür ist die Lage gut) und haben eine sehr gute Energieeffizienz, müssen uns nicht mit einer alternden Ölheizung rumschlagen usw. Dafür wird der Hausbau an sich natürlich mehr Zeit und Energie in Anspruch nehmen, selbst wenn wir nicht viel selber machen. Irgendwie wird es schon laufen — und ich hoffe sehr, dass wir nächstes Jahr um diese Zeit schon eingezogen sind… 😉

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  6. So … jetzt komme ich auch endlich zum Kommentieren. Schön dass du endlich mal hier auspackst. 🙂 Ich habe zwar noch nie ein Haus für mich gebaut, aber schon 100e geplant und weiß wie es den Bauherren immer dabei ging. Läuft natürlich auch nicht bei jedem gleich. Aber es ist auf jeden Fall aufregend und der Aufwand lohnt sich am Ende. Drogen kann ich keine Empfehlen aber viel Geduld und gute Nerven sind ausreichend denke ich. Das Ganze ist auch zum Glück absehbar.

    Was ist es denn für ein Haus? Flachdach/Satteldach? Verputz/Platten oder Holzfassade? Ich glaub bei euch in Deutschland gibt es da strenge Vorschriften was es das Außenbild angeht. Hab auch das eine oder andere Haus bei euch planen dürfen. 🙂

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    • Wenn ich das gewusst hätte, dann hätte ich mich mit der Planung ja direkt an dich wenden können! 😉

      Anstrengend/nervig sind vor allem die Unwägbarkeiten, d.h. der Zaun der Nachbarn, die noch nicht erteilte Baugenehmigung, usw. Das kostet alles unglaublich viel Zeit und müsste halt nicht sein.

      Wir haben ganz klassisch (zumindest für Deutschland) ein Satteldach mit 1,5 Vollgeschossen und Erker. Wir bauen massiv und außen wird das Haus verputzt. Die Aufteilung innen ist auch nicht sonderlich außergewöhnlich, aber wohl ein wenig größer als üblich inkl. Keller und ausgebautem Dachboden. Irgendwann folgen vielleicht auch noch ein paar Bilder. Das muss ich mir aber noch durch den Kopf gehen lassen… 🙂

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      • Das wäre ja lustig gewesen. 😀

        Ja das mit den Behörden und Genehmigungen ist das was am meisten Nerven kostet, das stimmt.

        Klingt gut. Ich würde mich natürlich über Fotos sehr freuen.

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      • Arbeitest du eigentlich für einen Bauträger bzw. ein größeres Immobilienunternehmen, oder bist du als freiberufliche Architektin unterwegs? Wenn du dich dazu nicht näher äußern willst, verstehe ich das das natürlich… 🙂

        Der nächste Artikel zu dem Thema folgt bestimmt; bis dahin muss nur erst einmal einiges passieren. Im Moment sind es eher unzählige Handwerker und Planungstermine (im Schnitt ca. 3 pro Woche), was wirklich anstrengend ist — besonders da wir auch immer einen Babysitter brauchen.

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      • Ich bin angestellte Architektin in eine Planungsbüro. Wir machen alles vom Entwurf bis zur Bauleitung. ich bin für das kreative zuständig. 🙂

        Wow 3 Mal pro Woche ist hart. Und du bloggst trotzdem auch noch. Ich habe großen Respekt. 🙂 Kommst denn überhaupt noch zum Schlafen?

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      • Schön, danke für die Info! Kreativ ist immer gut – etwas anderes hätte ich mir bei dir auch nicht vorstellen können… 🙂

        Die Häufung an Artikeln in letzter Zeit hängt natürlich auch mit meinem Urlaub zusammen. Schlaf ist zurzeit allerdings wirklich Mangelware, aber als Elternteil kommt man ja auch, ähm, locker mit knapp 6 Stunden aus. Was muss, das muss eben.

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