Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere – OT: The Hobbit: The Battle of the Five Armies – Extended Edition (2014) (WS1)

Aktualisierung: Ich habe „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ am 27. Dezember 2023 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.

Zum Abschluss der Weihnachtsfeiertage habe ich mir endlich die erweiterte Fassung von „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ angeschaut. Die Erwartungen waren nicht sonderlich groß, war doch bereits im Vorfeld bekannt, dass sich die meisten Ergänzungen auf die ohnehin bereits recht ausführliche Schlacht beschränken würden. Dennoch habe ich mich sehr auf das große Finale gefreut, da ich durch die Sichtungen der ersten beiden Teile wieder so richtig in Mittelerde angekommen war. Was hat die neue Schnittfassung also letztendlich zu bieten?

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Bei der heutigen Sichtung war ich sehr erstaunt, wie wenig Platz die titelgebende Schlacht doch letztendlich im Film einnimmt. Das Kampfgetümmel startet erst mit der 75. Minute und ist nach einer Stunde mit der 135. Minute auch schon wieder vorbei. Natürlich ist eine Stunde Schlacht nicht wenig, doch bietet der Film weit mehr Handlung als ihm die meisten Kritiker zugestehen wollen. Zudem sollte man die Trilogie, wie auch „Der Herr der Ringe“, als ein komplettes Werk sehen, was auch dadurch unterstützt wird, dass es z.B. zwischen „The Desolation of Smaug“ und „The Battle of the Five Armies“ weder einen Epilog noch einen Prolog gibt – die Filme könnten nahtlos hintereinander ablaufen und es würde dramaturgisch Sinn ergeben.

Tatsächlich finden sich die meisten Erweiterungen in den Schlachtszenen wieder: So gibt es u.a. eine komplett neue Sequenz zu sehen, in der die Zwerge auf einem Streitwagen gegen mehrere Trolle kämpfen – und die ist tatsächlich äußerst unterhaltsam. Auch der Gewaltgrad wurde noch einmal deutlich angehoben, was durchaus zum Filmuniversum passt. Daneben gibt es jedoch auch mehrere Handlungselemente, die vertieft wurden: Gandalf wird in Dol Guldur konkret auf die Ringe angesprochen, es gibt eine sehr schöne Unterhaltung zwischen Bilbo und Bofur und dem Abschied von den gefallenen Zwergen wird endlich entsprechend Zeit eingeräumt. All diese Erweiterungen werten den Film deutlich auf, wenngleich sie ihn auch nicht so bedeutend verändern, wie dies bei „Smaugs Einöde“ der Fall war.

Letztendlich speist sich mein positives Bild des Films wohl auch aus den hämischen Kommentaren, die „The Battle of the Five Armies“ in letzter Zeit abbekommen hat. Der Clip aus dem Making-of, der Peter Jacksons Verzweiflung aufgrund von Zeitdruck und Terminplan zeigt, war für viele der Beweis, dass der Regisseur sein Versagen am Werk zugegeben hat. Letztendlich wurde damit nur eine schwierige Produktionsphase beleuchtet, was sich bis zu einem gewissen Grad auch schon bei „The Desolation of Smauf“ wiederfand. Die nicht idealen Bedingungen und der Druck des Studios sind bestimmt mit Schuld am oft holprigen Eindruck, den die Filme hinterlassen. Mehr sollte man aber auch nicht in das Video hineininterpretieren, zumal gerade der dritte Teil trotz seiner schwierigen Produktionsphase wieder stringenter wirkt, als der direkte Vorgänger – so man die Filme überhaupt getrennt betrachten kann.

Mit der erweiterten Fassung von „Die Schlacht der Fünf Heere“ ergibt sich nun auch eine (vorerst) finale Rangliste der Filme und ihrer Schnittfassungen:

  1. „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ (Extended Edition)
  2. „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ (Extended Edition)
  3. „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ (Kinoversion)
  4. „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ (Extended Edition)
  5. „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ (Kinoversion)
  6. „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ (Kinoversion, HFR)

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Trilogie rund um den kleinen Hobbit. Sie pendelt sich insgesamt bei sehr soliden 8 Punkten ein, was nur im Anbetracht der ursprünglichen Erwartungshaltung gering erscheinen mag. Ich bin nun sehr neugierig, ob „Der Herr der Ringe“ nur in meinen verklärten Erinnerungen so viel besser ist, oder ob der Zahn der Zeit inzwischen an einer meiner Lieblingstrilogien genagt hat. Dazu kann ich vermutlich genau in einem Jahr mehr sagen. Hierfür gibt es erst einmal wohlverdiente: 8/10 Punkte.

Konsumrausch 2015

Im letzten Jahr habe ich noch darüber sinniert, dass der Hausbau schon ein ganzes Stück vorangeschritten ist. Ha, damals wusste ich noch gar nichts! Inzwischen ist das erste Weihnachtsfest im eigenen Haus auch schon wieder vorbei – und es war wirklich schön. Viel entspannter als in die kleine Wohnung gezwängt zu sein. Besonders die Kinder genießen ihren neu gewonnenen Freiraum und verteilen ihre Geschenke im gesamten Haus. Doch auch bei uns Erwachsenen war das Christkind brav und hat auch mir wieder viele tolle Geschenke unter den Weihnachtsbaum gelegt:

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Man werkt wieder deutlich den Trend hin zu nützlicheren Dingen. So durfte ich mich über einen Werkzeugkoffer freuen, in dem ich endlich meine diverse Werkzeuge unterbringen kann, die sich über das Jahr Hausbau so angesammelt haben. Der Familien-Toaster wird uns dagegen hauptsächlich beim Sonntagsfrühstück gute Dienste leisten. Was braucht der Hausbesitzer sonst noch? Richtig, Alkohol! Die zwei Scotch Whiskys werde ich mir deshalb ganz besonders schmecken lassen: Mit dem 12-jährigen Glenfiddich gab es einen Klassiker unter den Single Malts und der Glen Garioch Founder’s Reserve ist eine spannende Neuentdeckung, die ich bereits ausführlich getestet habe… 😉

Der Hobbit: Smaugs Einöde – OT: The Hobbit: The Desolation of Smaug – Extended Edition (2013) (WS2)

Aktualisierung: Ich habe „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ am 26. Dezember 2023 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.

Meine weihnachtlichen Filmwochen gehen in die nächste Runde: Auch wenn ich heute nach diversen Vorbereitungen eigentlich viel zu müde gewesen bin, habe ich doch meine inzwischen dritte Sichtung von „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ angepackt. Glücklicherweise hat sich mein letztjähriger Eindruck bestätigt und der Film ist in der erweiterten Fassung mit 24 Bildern pro Sekunde deutlich besser als das katastrophale Kinoerlebnis mit HFR vermuten ließ…

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Nachdem mir „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ noch ganz frisch im Gedächtnis ist, komme ich nicht umhin gegenläufige Parallelen in der Struktur festzustellen: Hat Peter Jackson im ersten Teil seiner Trilogie den Aufbruch des unfreiwilligen Helden nahezu perfekt gestaltet, so überzeugt im Nachfolger eher das letzte Drittel. Bilbos erste Begegnung mit Smaug zählt für mich nach wie vor zu den Highlights der Filmreihe und ich könnte dem Spiel zwischen Martin Freeman und Benedict Cumberbatch wahrlich stundenlang zusehen: Die beiden harmonieren auch außerhalb von „Sherlock“ und selbst als Antagonisten gar wunderbar – von den imposanten CGIs einmal ganz zu schweigen. Man merkt hier deutlich, dass diese Szenen Peter Jackson sehr am Herzen lagen.

Der Einstieg in die Geschichte rund um Beorn funktioniert in der erweiterten Fassung erneut richtig gut. Die Abenteuer in Düsterwald und die Flucht aus dem Königreich der Waldelben dagegen mag mich immer noch nicht so wirklich überzeugen – zu actionreich, zu weit weg von der Buchvorlage und zu seicht in der erzählerischen Tiefe. Zwar gibt es auch in diesen Abschnitten immer wieder Szenen, die mir sehr gut gefallen (z.B. Bilbos Blick über das Blätterdach), doch insgesamt kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier deutlich mehr drin gewesen wäre.

Den starken Fokus auf Seestadt kann ich nur teils nachvollziehen – und auch wenn ich Stephen Fry stets sehr gerne sehe, so wirken diese überdrehten Szenen oft eher der Scheibenwelt entsprungen als in Mittelerde verankert. Dennoch mag ich die Atmosphäre und das wunderbare Theme, das Howard Shore für Seestadt geschrieben hat. Die erweiterten Szenen rund um Dol Guldur bringen den Film noch einmal deutlich nach vorne, da viele Zusammenhänge eben erst durch diese klar werden. Speziell die Bedeutung des Einsamen Berges für den Feind erschließt sich erst jetzt, was speziell im Hinblick auf „Die Schlacht der Fünf Heere“ wichtig ist.

Alles in allem hatte ich wieder viel Spaß mit „The Hobbit: The Desolation of Smaug“, doch an den Vorgänger reicht der Film einfach nicht heran. Dafür wurden die verschiedenen Versatzstücke einfach zu beliebig in dem Film untergebracht. Trotz meiner Kritik hat Jackson hiermit einen gelungenen Mittelteil geschaffen, der gekonnt auf das große Finale hinleitet, doch dazu an anderer Stelle mehr: 8/10 Punkte.

Frohe Weihnachten! (2015)

Es ist soweit: Weihnachten steht vor der Tür bzw. hat schon einen Fuß im Wohnzimmer. Seit ich gestern „Schöne Bescherung“ gesehen habe und der Weihnachtsbaum in voller Pracht unser Haus schmückt, sollte sich die nötige Weihnachtsstimmung auch so langsam einstellen. Zumindest die Kinder sind schon voll im Weihnachtsfieber, was einfach toll mitzuerleben ist. Wenn nun ab morgen Kindergartenferien sind, werden bestimmt  von früh bis spät Weihnachtslieder durch das Haus schallen. Zumindest anfangs ist das noch ein großer Spaß… 😉

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Da ich doch nicht mehr zu einem weiteren „Impressionen vom Haus“-Eintrag gekommen bin, lasse ich euch eben hiermit einen Blick in unser weihnachtlich geschmücktes Wohnzimmer werfen. Ich selbst freue mich auf die kommenden drei Tage mit allen greifbaren Familienmitgliedern, viel Trubel, Essen und gemütlichem Beisammensein. Es wird bestimmt auch anstrengend, doch werde ich mir abends den einen oder anderen Film gönnen und zwischen den Jahren auch ein wenig Zeit zum erholen finden. Was sind eure Pläne für die Feiertage und die Zeit danach?

Wie jedes Jahr, möchte ich euch, lieben Lesern, an dieser Stelle ein wundervolles Weihnachtsfest mit schönen Gesprächen, leckeren Speisen und leuchtenden Augen wünschen. Kommt ein wenig zur Ruhe und genießt die stillen Tage. Oder den Trubel, wenn es doch eher lebhafter wird. Wir lesen uns zwischen den Jahren bestimmt noch das eine oder andere Mal… 🙂

Euer bullion

Schöne Bescherung – OT: Christmas Vacation (1989) (WS6)

Ich sehe „Schöne Bescherung“ jedes Jahr und bespreche den Film danach auf meinem Blog. Du möchtest die komplette Dosis Griswolds? Du findest alle Besprechungen hier!

Ich weiß, ihr wartet sehnlichst auf meine Besprechung von „Schöne Bescherung“ – und heute ist es endlich soweit: Zum siebten Mal habe ich den Film im Rahmen dieses Blogs nun schon gesehen – und natürlich will ich auch dieses Jahr wieder meine frischen Eindrücke mit euch teilen. Viel Spaß also mit dieser ganz persönlichen Einstimmung auf die Weihnachtstage…

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Eigentlich habe ich dieses Jahr im Rahmen meines Weihnachtsinterviews auf dem Babykeks-Blog schon alles zum Film gesagt, was man wissen muss, um eben nicht in die typischen Fettnäpfchen zu treten, die Clark Griswold gerade zu magisch anzieht. Aber natürlich liegt darin auch der Witz des Films – und falls ihr euch fragt, ja, ich habe wieder herzhaft gelacht. Selbst die abgedroschensten Slapstick-Nummern zünden noch, vom Wortwitz von John Hughes‘ Drehbuch einmal ganz zu schweigen.

Ich weiß nicht, ob es am neuen Haus liegt, doch Weihnachtsstimmung wollte sich bei mir bisher noch nicht so recht einstellen. Zwar haben wir heute den Weihnachtsbaum aufgestellt, doch verbrachte ich den restlichen Tag mit dem Aufbauen neuer Möbel und habe mich mit der immer noch nicht 100%ig richtig funktionierenden Heizung rumgeschlagen. „Christmas Vacation“ hat mich jedoch neu kalibriert – und somit dürfte ich morgen bestimmt besser auf die Festtage eingestimmt sein.

Wie geht es euch? Seid ihr schon in Weihnachtsstimmung? Welche Filme helfen euch dabei? Bei mir hat „Schöne Bescherung“ wieder ebenso gut wie im letzten Jahr funktioniert – und da es nun sogar eine 25th-Anniversary-Ausgabe des Films gibt, wird diese Besprechungsreihe auch nächstes Jahr spannend weitergehen. Freut euch schon einmal darauf – ich könnte mir den Film jetzt schon wieder anschauen: 10/10 Punkte.

Prädikat: Lieblingsfilm

Media Monday #234

Inzwischen weihnachtet es schon sehr: Am Samstag haben die Kinder und ich endlich den ersten Weihnachtsbaum für unser Haus gekauft. Dieser wartet nun noch darauf aufgestellt zu werden, was ich auch angehen werde, sobald ich den morgigen 12-Stunden-Tag hinter mir habe. Danach beginnt auch offiziell mein Weihnachtsurlaub, worauf ich mich auch schon unglaublich freue. Doch zuvor gilt es noch die aktuellen Fragen des Medienjournals zu beantworten. In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen und hoffentlich stressfreien vorweihnachtlichen Endspurt… 🙂

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  1. Sofern gesehen Da noch nicht gesehen: Das Beste an Star Wars Episode VII ist die Vorfreude.
  2. Das beste Weihnachtsgeschenk sind fast drei Wochen Urlaub mit der Familie im neuen Haus.
  3. Für die zahlreichen freien Tage nächste Woche habe ich mir fest vorgenommen ein wenig zur Ruhe zu kommen, die Zeit mit der Familie zu genießen, viele Filme zu schauen und wieder mehr zu bloggen.
  4. Weihnachtsspecials zu Serien finde ich schön, wenn die Sichtung gerade in die Weihnachtszeit fällt – so unter dem Jahr wirken solche Episoden immer ein wenig aus der Zeit gefallen.
  5. Bevor das Jahr endet möchte ich, wie bereits 2014, mein Filmjahr rekapitulieren und die Ergebnisse in einem Blogeintrag festhalten.
  6. 2015 habe ich ja Streaming voll für mich entdeckt, denn diese Art des Medienkonsums hat durchaus etwas – auch wenn ich mir folgende Frage gestellt habe: Wie beeinflusst Streaming unser Sehverhalten?
  7. Zuletzt habe ich bereits zum vierten Mal „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ gesehen und das war ein tolles Filmerlebnis, weil ich diesen ersten Teil der Trilogie über weite Strecken wirklich großartig finde.

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise – OT: The Hobbit: An Unexpected Journey – Extended Edition (2012) (WS3)

Aktualisierung: Ich habe „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ am 25. Dezember 2023 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.

Während alle Welt – und damit meine ich alle Welt – zurzeit völlig im „Star Wars“-Fieber zergeht, habe ich mich erneut einer anderen populären Saga angenommen. Meine inzwischen vierte Sichtung von „Der Hobbit: Eine unterwartete Reise“ markiert für mich auch dieses Jahr den Beginn der Weihnachtszeit und ich bin hoffnungsvoll die Trilogie noch 2015 zu beenden. Der Einstieg in diese mir inzwischen nur allzu bekannte Reise, war für mich schon einmal ein wunderbares Erlebnis…

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„The Hobbit: An Unexpected Journey“ war für mich bereits letztes Jahr zweifellos der stärkste Teil der Prequel-Trilogie. Dennoch hatte ich noch etliche Kritikpunkte, die auch dieses Mal nicht komplett verschwunden sind, doch inzwischen immer stärker in den Hintergrund treten. Negativ formuliert, gewöhne ich mich stetig an den Film und seine Schwächen. Positiv gesehen, konnten mich seine Stärken überzeugen, was wohl auch daran liegt, dass ich mich zum letzten Weihnachtsfest ausführlich mit der Entstehungsgeschichte des Films beschäftigt habe und somit nun tatsächlich alle Zwerge zweifelsfrei unterscheiden kann, in vielen Szenen besondere Details wahrnehme und so manche Design-Entscheidung besser verstehe.

Die erste Stunde des Films – und damit genau die oft verhasste Zeit in Beutelsend bis zum Aufbruch der Gefährten – finde ich immer noch perfekt. Hier hat Peter Jackson wirklich alles richtig gemacht und ich fühle mich so stark in Mittelerde zu Hause, wie bei „Der Herr der Ringe“ selbst. Auch hat sich abermals gezeigt, wie gut Jackson hier den Ton der eher kindgerechten Vorlage und die Bezüge zu seiner vorangegangenen Filmtrilogie verknüpft. In diesem ersten Teil funktioniert das für mich tatsächlich erstaunlich gut. Was die bestehenden Kritikpunkte (Radagast der Braune, Videospiel-Kamera in der Goblin-Höhle, Azog der Schänder usw.) angeht, so sind sie mir dieses Mal tatsächlich deutlich weniger negativ aufgefallen. In Erinnerung bleiben für mich ohnehin eher die wirklich starken Szenen, wie z.B. das Rätselraten zwischen Bilbo und Gollum. Einfach nur toll.

Bestimmt ist es keine objektive Wertung, doch ich liebe Peter Jacksons Mittelerde und während der vier Sichtungen von „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ hat sich der Film nun endgültig in mein Herz gespielt. Selbst wenn ich kommendes Jahr eher wieder zu „Der Herr der Ringe“ greifen werde, so werde ich dazwischen immer wieder gerne zu diesem chronologischen Anfang der Geschichte zurückkehren: 9/10 Punkte.

Wie beeinflusst Streaming unser Sehverhalten?

Seit dem Umzug vor gut einem Monat, hat sich auch unsere Internet-Situation drastisch verbessert. Waren schon kleinere Downloads mit DSL 3000 und ständigen Verbindungsabbrüchen eine Herausforderung, erfreue ich mich neuerdings an VDSL und einer stabilen Verbindung. Dies habe ich zum Anlass genommen, mich wieder einmal mit dem Thema Streaming zu befassen – auch diese Welt hat sich seit meinen ersten Experimenten vor ein paar Jahren doch ziemlich weiterentwickelt.

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Einige von euch werden sich vielleicht an meinen Artikel „Filmsammler: Eine aussterbende Spezies?“ erinnern, in dem ich die schöne neue Streaming-Welt in Frage stelle. Hat sich meine Meinung zu diesem Thema in den letzten zwei Jahren geändert?

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The Big Bang Theory – Season 7

Seit dem Abbruch meines Hulu-Streaming-Experiments Ende 2013, muss ich wieder bis zur DVD-Veröffentlichung meiner damals verfolgten Serien warten. Mit der dritten Staffel von „New Girl“ hatte ich bereits den Anfang gemacht und nun konnte ich auch endlich „The Big Bang Theory – Season 7“ nachholen. Obwohl es sich um eine klassische Sitcom handelt, die sehr im Mainstream verankert ist, war die Vorfreude groß. Ob sie auch gerechtfertigt war, lest ihr in der folgenden Besprechung…

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Schon nach nur wenigen Episoden war ich wieder voll in der Serie drin – und obwohl die Witze nicht sonderlich innovativ und selbst die popkulturellen Referenzen eher an der Oberfläche bleiben, so fühle ich mich in dieser stilisierten Nerd-Welt doch pudelwohl. In Zeiten, in denen die klassische Sitcom mit Laugh Track weitestgehend ausgestorben ist, ist „The Big Bang Theory“ fast schon ein Unikum. Durch die Art der Inszenierung wirkt die Serie fast schon ein wenig aus der Zeit gefallen und bietet Unterhaltung zum Wohlfühlen für jeden, der sich auch selbstironisch mit populären Nerd-Themen identifizieren kann. Ich mag das.

Auch wenn sich der Fokus der Serie immer öfter auf die Beziehungsebene verlagert, so funktioniert auch dieses veränderte Konzept erstaunlich gut. Sicher bietet die Comedy hier nur wenig Neues und gibt im Prinzip auch nur Beziehungsgeflechte wieder, die „Friends“ schon vor über 20 Jahren etabliert hat. In Kombination mit popkulturellen Ereignissen, wie der Comic-Con San Diego oder dem „Star Wars“ Day ist das Gebotene aber oft wahrlich pointiert geschriebene und mitreißend gespielte Unterhaltung – nicht mehr, aber auch sicher nicht weniger.

Die Pause von gut zwei Jahren hat anscheinend gut getan, denn in ihrem inzwischen siebten Jahr hat mich die Serie rund um Sheldon, Leonard, Penny und Co. abermals wunderbar unterhalten – und das Beste: die kommende Staffel werde ich wohl nun endlich, eine schnelle Internet-Verbindung sei Dank, wieder per Stream verfolgen können. Doch dazu folgt demnächst vermutlich ein eigener Eintrag. Hier kann man aber auf jeden Fall reinschauen – egal ob auf DVD oder per Stream: 9/10 (8.5) Punkte.

Media Monday #233

Ein weiteres Wochenende aus der Hölle: Nachdem es das Zappelinchen bereits Ende letzter Woche erwischt hat, ging es am Wochenende mit dem Zwergofanten weiter – und auch Mama und Papa sind kurz davor. Von was schreibe ich? Dem Fluch der Eltern und Kindergärten, der Magen-Darm-Grippe. Aber so richtig. Schlaflose Nächte und zermürbende Tage sind die Folge. Die aktuellen Fragen des Medienjournals werden da nur kurz für Ablenkung sorgen, die Details erspare ich euch lieber…

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  1. Mit eines der schönsten Dinge, das mir durch mein Blog widerfahren ist, stellt der Austausch mit anderen Bloggern dar – so durfte ich letzte Woche auf dem Babykeks-Blog über das Weihnachtsfest und einen ganz bestimmten Film schreiben.
  2. So authentisch, wie Barkhad Abdi in „Captain Phillips“ einen somalischen Piraten dargestellt hat, sucht das an Intensität wahrlich seinesgleichen.
  3. Während man sich die Fortsetzungen zu „Saw“ getrost hätte schenken können, hätte ich viel lieber mal einen Nachfolger zu „Tucker & Dale vs. Evil“ gesehen, schließlich gibt es noch unzählige andere Horror-Subgenres, die man wunderbar auf die Schippe hätte nehmen können.
  4. Ja, irgendwie weihnachtet es ja doch so langsam. Wenn ich mir dann doch mal einen Weihnachtsfilm anschauen würde/müsste/wollte, fiele meine Wahl wohl auf „Schöne Bescherung“ – wer hätte es gedacht? 😀
  5. Bewusst vor dem Kinostart von Star Wars VII gestellt: Mein persönliches Kino-/Film-Highlight 2015 ist „Mad Max: Fury Road“.
  6. Bei der Kürze der Tage und der ständigen Dunkelheit könnte man ja beinahe missmutig werden. Meine Kinder heitern mich aber zuverlässig jedes Mal auf, denn selbst wenn es ihnen wirklich dreckig geht, sind sie von Grund auf positiv eingestellt.
  7. Zuletzt habe ich das Finale der dritten Staffel von „Shameless“ (US) gesehen und das war famose Unterhaltung, weil es die Staffel auf einer gekonnt bittersüßen Note ausklingen ließ.