Shameless (US) – Season 3

Die Nachwehen des Umzugs haben dafür gesorgt, dass ich für die Sichtung von „Shameless – Season 3“ unglaubliche fünf Wochen benötigt habe. Für so eine starke Serie mit ohnehin nur 12 Episoden eine wirklich lange Zeit. Vielleicht war es aber auch genau die richtige Art und Weise diese Staffel zu verfolgen, denn an Verrücktheit und teils bitteren Momenten übertrifft sie die vorherigen zwei Jahre noch um Längen. Ob dies positiv zu bewerten ist, lest ihr in der folgenden Besprechung…

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Die Staffel beginnt – und man befindet sich als Zuschauer plötzlich in einem absurden, aber knallharten Gangsterfilm wieder. Gesät wurde dieser Handlungsstrang rund um Jimmy zwar bereits in der zweiten Staffel, doch dass die Ernte so bestimmend für dieses Jahr werden würde, hätte ich niemals erwartet. Die anderen Handlungsstränge beginnen etwas ruhiger, doch ehe man sich versieht, wird man als Zuschauer mit Situationen konfrontiert, die man selbst in zweiter Reihe nicht über sich ergehen lassen möchte. Einen Höhepunkt bildet in der ersten Hälfte der Staffel wohl Franks unglaublich perfider Plan seinen Sohn Carl glauben zu lassen er hätte Krebs, nur um ein paar schnelle Dollar zu machen.

Weiter geht es mit dem Jugendamt, das die Kinder – nach einem anonymen Tipp durch Frank – in Pflegefamilien unterbringt. Erstaunlicherweise gibt es hier ein glückliches Ende für alle Beteiligten, das jedoch auf der Beziehungsebene zwischen den Charakteren noch für einiges an Zündstoff sorgt. In der zweiten Hälfte der Staffel werden die einzelnen Geschichten immer absurder – und doch schaffen es die Autoren den emotionalen Kern, das Beziehungsgeflecht und die starken Familienbande, aufrecht zu erhalten. Unglaublich! Egal ob dem Begriff Leihmutter eine völlig neue Bedeutung gegeben wird, Frank als Galionsfigur für gleichgeschlechtliche Ehe in Erscheinung tritt oder die Dreiecksbeziehung zwischen Karen, Mandy und Lip völlig eskaliert – kaum eine Geschichte endet so, wie man es erwarten würde. Selbst Frank zeigt Anzeichen von Herz und Mitgefühl. Dennoch ist das Finale unerwartet düster und endgültig – und lässt uns nur in der letzten Montage ein wenig Hoffnung schöpfen.

Auch wenn ich es nicht für möglich gehalten hätte, so hat „Shameless“ im dritten Jahr noch einmal an Qualität zugelegt. Der Schmerz der Figuren ist oft unwahrscheinlich unmittelbar und greifbar, was jedoch stets durch perfiden Humor gebrochen wird. Dabei ist die Serie nicht zynisch, sondern erlaubt sich einen oft zärtlichen Blick auf ihre Charaktere. Eine ungewohnte Mischung, die in dieser Form wohl einmalig ist. Ich freue mich jetzt schon auf die vierte Staffel: 9/10 (9.3) Punkte.

Hello Ladies – Season 1 & Hello Ladies: The Movie

In den letzten Monaten hatte ich einige Episoden von der „The Ricky Gervais Show“ verschlungen. Somit sind Ricky Gervais und Stephen Merchant neben Karl Pilkington (zusammen auch in „An Idiot Abroad“ zu sehen) wieder auf meinem Radar aufgetaucht. Merchants kurzlebige HBO-Show „Hello Ladies – Season 1“ war auch die letzte neue Serie, die ich in der alten Wohnung mitten in der heißen Umzugsphase angefangen hatte – und es ist die erste, die im neuen Haus mit „Hello Ladies: The Movie“ ihren Abschluss fand. Schade, dass dieser amüsante Besuch in Los Angeles damit schon wieder vorbei ist…

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Am Anfang hatte ich so meine Schwierigkeiten mit der Serie: Auf der einen Seite wirkt sie sehr wertig produziert, bietet tolle Einstellungen und Kamerafahrten – auf der anderen Seite wirkt der Plot eher wie eine Network-Sitcom als eine HBO-Comedy. Speziell die Konstellation mäßig erfolgreiche Schauspielerin lebt im Gästehaus eines nerdigen Web-Designers schien mir einfach zu abgedroschen. Merchants Figur Stuart Pritchard ist zu Beginn auch nicht wirklich greifbar, er ist zu gemein um wirklich liebenswert zu sein und der Fremdschämfaktor ist wirklich extrem hoch.

Nach den ersten 3-4 Episoden hatte mich die Serie gepackt und ich konnte mich auch an den Eigenheiten der Figuren erfreuen. Leider jedoch hat die Serie nur 8 Episoden, wurde jedoch immerhin mit einem 75-minütigen Film abgeschlossen. Durch diese komprimierte Art der Erzählung hatte ich am Ende eher das Gefühl eine etwas ausführlichere RomCom gesehen zu haben (ähnlich wie bei der kurzlebigen Serie „Bent“) als eine seriell erzählte TV-Serie.

Ihr volles Potential entwickelt „Hello Ladies“ leider erst in der zweiten Hälfte der Staffel. Auf diesem Niveau hätte ich mir gerne noch ein paar weitere Episoden angesehen. Der Film ist zwar ein gelungener Abschluss, doch merkt man, dass die Autoren zielgerichtet auf ein Finale zugesteuert sind und nur noch wenige absurde Situationen ihren Weg ins Drehbuch gefunden haben (die Sexszene ist dafür gar wunderbar witzig erzählt).

Insgesamt hatte ich sehr viel Spaß mit der Serie und mir sind die Figuren trotz des Fremdschämens schnell ans Herz gewachsen. Dennoch kann ich verstehen, dass HBO die Serie abgesetzt hat: Sie sitzt zu sehr in der Nische ohne darin wirklich herausragend zu sein. Speziell Fans von Stephen Merchant sollten sich die Show dennoch nicht entgehen lassen. Ich habe den kurzen Trip nach L.A. auf jeden Fall sehr genossen: 8/10 (7.9) Punkte.

Media Monday #232

Das zweite Adventswochenende liegt hinter uns. Es war arbeitsreich, aufregend und insgesamt nur wenig erholsam. Trotzdem blicke ich auf ein paar Highlights zurück: Ich durfte meine frisch geborene Nichte kennenlernen, war mit dem Zapplinchen in strahlendem Sonnenschein spazieren und sitze nun in Ruhe am Rechner, um die aktuellen Fragen des Medienjournals zu beantworten. Ein runder Abschluss des Wochenendes, der euch am Montag hoffentlich gut zu unterhalten weiß… 🙂

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  1. Mein Wochenende war definitiv zu kurz: Den Samstag habe ich größtenteils im Möbelhaus und mit dem Anschließen von Lampen verbracht, womit es am Sonntag noch weiterging – davor gab es jedoch ein ausgiebiges und leckeres Adventsfrühstück.
  2. Obwohl „The Purge: Anarchy“ ja noch relativ neu ist, habe ich ihn im besten Sinne als altmodisch empfunden, denn er hätte auch perfekt in die 80er Jahre gepasst.
  3. Stephen Merchant ist auch einer dieser Schauspieler, wo ich mir jedes Mal denke: Ich habe das Gefühl dich schon viel zu gut zu kennen, um dir diese Rolle vollends abzunehmen.
  4. Weihnachten rückt langsam näher, am Sonntag war Nikolaus. Ich persönlich habe zwei Kinder, die bei jedem Klopfen bzw. Türklingeln zusammengezuckt sind, weil sie dachten es wäre der Herr im roten Mantel… 😀
  5. Sollte es jemals ein Remake zu „Schöne Bescherung“ geben, werde ich mir den Film bestimmt mit sehr gemischten Gefühlen anschauen – das Remake von „Vacation“ soll ja schon eher durchwachsen gewesen sein.
  6. Aus dem Stegreif drei Filme empfehlen, ob ungewöhnlich oder Mainstream, alt oder neu? Nun, da fielen mir spontan „Galaxy Quest“ (herrliche Sci-Fi-Satire), „Almost Famous“ (der Musikfilm schlechthin) und „Nobody’s Fool“ (einer der schönsten Winterfilme) ein.
  7. Zuletzt habe ich „Baymax: Riesiges Robowabohu“ und den zugehörigen Vorfilm „Liebe geht durch den Magen“ gesehen und das war ein gar wundervolles Erlebnis, weil ich Animationsfilme liebe und in dieser Kombination viele verschiedene Spielarten erleben durfte.

Liebe geht durch den Magen – OT: Feast (2014)

Nach der Sichtung von „Baymax: Riesiges Robowabohu“ habe ich mir noch den zugehörigen Kurzfilm „Liebe geht durch den Magen“ angesehen. Normalerweise weiß ich meist schon ungefähr was mich erwartet, doch diese knuffige und kulinarische Reise hat mich völlig überrascht…

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Man erlebt den gesamten Film durch die Augen eines kleinen Hundes. Und natürlich dreht sich bei ihm alles nur ums Essen: Der Titel „Feast“ ist somit Programm. Die Perspektive wechselt auch nie, so dass man am Leben des Herrchens auch nur über die dargebotenen Mahlzeiten teilnimmt – bis es eben zu einer Veränderung kommt, doch ich möchte an dieser Stelle nichts verraten. Schaut euch den Film selbst an!

Neben einer inhaltlich wirklich schönen Geschichte, die neben dem Logikloch, dass der Hund bereits nach ein paar Szenen kugelrund sein müsste, wirklich herzergreifend ist (dabei mag ich Hunde nicht einmal sonderlich), überzeugt „Liebe geht durch den Magen“ vor allem durch seine famose Cell-Shading-Technik. Somit ist der Kurzfilm auch ein Augenschmaus und sollte als Vor- oder Nachspeise auf jeden Fall mit auf dem Menü stehen: 9/10 Punkte.

Baymax: Riesiges Robowabohu – OT: Big Hero 6 (2014)

Aktualisierung: Ich habe „Baymax: Riesiges Robowabohu“ am 13. Mai 2022 erneut gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Auch wenn es bis 21 Uhr nicht so ausgesehen hat, habe ich doch noch einen Film angepackt. Zählt man den zugehörigen Kurzfilm dazu, dann sogar zwei. Wow. Eigentlich wollte ich mit meinem diesjährigen Besuch in Mittelerde beginnen, doch dann würde ich jetzt noch sitzen – und nach einem weiteren Tag im Möbelhaus und werkelnd im Haus, habe ich mich dann doch lieber für den deutlich kürzeren „Baymax: Riesiges Robowabohu“ entschieden. Eine sehr gute Wahl…

Baymax: Riesiges Robowabohu (2014) | © Walt Disney

Baymax: Riesiges Robowabohu (2014) | © Walt Disney

Tatsächlich stellt der Animationsfilm aus dem Hause Disney eine weitere Marvel-Verfilmung dar. Das zugehörige Comic „Big Hero 6“ zählt wohl nicht zu den bekanntesten, doch war es vielleicht deshalb eine so gute Wahl, um die Kombination aus Animation und Superhelden-Action zu testen. Die kreativen Köpfe hinter dem Film standen übrigens bereits bei dem famosen „Bolt: Ein Hund für alle Fälle“ hinter der virtuellen Kamera. Ähnlichkeiten sind durchaus vorhanden, speziell was die teils völlig überdrehte Action angeht.

Die Handlung des Films gliedert sich in zwei Teile: einen Coming-of-Age-Block rund um den jungen Erfinder Hiro und seinen Bruder sowie die Origin-Geschichte des im Original titelgebenden Superhelden-Sextetts. Den ersten Teil der Geschichte mochte ich um einiges lieber, was jedoch nicht bedeutet, dass der zweite Teil schlecht wäre. Speziell die charakterbildenden Momente zwischen Hiro und dem fantastisch gestalteten Gesundheitsroboter Baymax haben mich auch im weiteren Verlauf immer wieder begeistert.

In den Kampfszenen erinnerte mich „Baymax“ ein wenig an Pixars „Die Unglaublichen“ oder eben andere Marvel-Verfilmungen. Ab und zu habe ich mir vorgestellt, wie „Big Hero 6“ wohl als Realfilm gewirkt hätte – ein interessanter Gedanke, speziell da die Umgebung von San Fransokyo tatsächlich unglaublich realistisch wird. Doch auch das Charakterdesign ist ausgesprochen ansprechend und die menschlichen Charaktere wirken zu keinem Zeitpunkt wie Fremdkörper in der Kulisse. Aus technischer Sicht ein wahrer Genuss!

Fazit

Insgesamt gesehen mochte ich „Baymax: Riesiges Robowabohu“ wirklich sehr gerne. Ich habe mit Hiro und seinem Gesundheitsbegleiter mitgefiebert und wurde manchmal nur aufgrund der nicht enden wollenden Action aus dem Film gerissen. Ein Problem, an dem leider viele Marvel-Filme kranken. Dieser hier ist auf jeden Fall einer der besten und sei somit sowohl Animationsfilm- als auch Comicfilmfreunden ans Herz gelegt: 8/10 Punkte.

4. Allgemeine Altpapiersammlung (AAPS)

Owley hat in diesem Jahr bereits zum vierten Mal dazu aufgerufen 10 selbst verfasste, und der eigenen Einschätzung nach zu unrecht unbemerkt gebliebene, Blogeinträge aufzulisten bzw. anzupreisen. Wie bereits in den vergangenen drei Jahren habe ich auch dieses Jahr wieder in den Archiven meines Blogs gewühlt…

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Unten findet ihr meine diesjährige Auswahl von 10 Blogartikeln, bei denen ich mir mehr Feedback erhofft hatte. Unter dem Titel des Artikels findet ihr dessen Kategorie sowie die Anzahl der abgegebenen Kommentare. Eine kurzes Statement aus heutiger Sicht und ein Teasertext sollen euch einen ersten Eindruck vom Inhalt geben. Darunter könnt ihr direkt auf den Link zum Artikel klicken und eure verpassten Kommentare nachholen… 🙂

Wie bereits beim letzten Mal habe ich nur Einträge aus dem vergangenen Jahr, sprich seit der 3. Allgemeinen Altpapiersammlung, ausgesucht. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Schmökern!

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Media Monday #231

Das erste Adventswochenende liegt hinter uns. Kaum zu glauben, dass in vier Wochen schon Weihnachten sein soll. Trotz des ersten Schnees und der heutigen Einladung zum Adventskaffee mag sich eine besinnliche Ruhe noch so gar nicht einstellen. Arbeit, Haus und zwei beständig kränkelnde Kinder lassen den Feierabend erst spät beginnen und sorgen für turbulente Nächte. Somit bin ich seit dem Media Monday #230 auch nicht zum Bloggen, geschweige denn zum Filmschauen gekommen. Hoffen wir mal, dass es diese Woche nicht bei den Fragen des Medienjournals bleibt…

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  1. In einer Welt ohne Kinder würde ich vermutlich den Glauben an das Gute im Menschen verlieren – vielleicht ist „Children of Men“ für mich deshalb auch so eine wirkungsvolle Dystopie.
  2. Ich bin immer wieder erstaunt, in wie vielen und was für tollen Filmen Leonardo DiCaprio schon mitgespielt hat, denn vor ein paar Jahren wurde er nur als der Schönling aus dem Blockbuster „Titanic“ wahrgenommen (in dem er übrigens auch schon fantastisch war).
  3. Am nächsten Wochenende findet in Dortmund die erste German Comic Con nach amerikanischen Vorbild statt. Tangiert dich das in irgendeiner Weise und/oder wie ist deine Meinung dazu?
    Mich würde der Besuch einer Comic Con durchaus einmal reizen. Hauptsächlich wegen der Panels und ich weiß gar nicht, ob diese beim deutschen Ableger so relevant sind. Da ich im Moment ohnehin keine Zeit habe, freue ich mich lieber über viele Berichte aus der filmischen Blogosphäre.
  4. Zu einer guten Geschichte gehört in meinen Augen ein starkes Ende.
  5. Weniger der/die Film(e) haben mich beeindruckt, doch dafür umso mehr die Buchvorlage „Tintenherz“, „Tintenblut“ und „Tintentod“, denn im Gegensatz zur mäßigen Verfilmung strotzen die Bücher nur so vor Fantasie und Liebe zum geschriebenen Wort.
  6. Captain Malcolm Reynolds aus „Firefly“ und „Serenity“ hat ja mal ein richtig cooles Outfit, schließlich verbindet es perfekt Western- und Sci-Fi-Elemente und ist so ikonisch, dass man es als popkulturelle Referenz (z.B. in „Castle“) immer wiedererkennt.
  7. Zuletzt habe ich meine Kinder ins Bett gebracht und das war fast schon anstrengend, weil sie vom ersten Besuch ihrer Cousinen im neuen Haus völlig überdreht waren.

Media Monday #230

Der Umzug ist geschafft (Interessierte lesen hier weiter), die sporadischen Urlaubstage sind genommen und es gilt ein neues Gleichgewicht zwischen Haus, Arbeit und Familie zu finden. Gleiches gilt für mein Blog, doch immerhin habe ich es geschafft den längst überfälligen Liebster Award #11 zu beantworten. Somit läuten die aktuellen Fragen des Medienjournals auch die Rückkehr zur Normalität ein. In Zukunft könnte man sich also wieder öfter lesen. Vielleicht. Immerhin sind es nur noch gut vier Wochen bis Weihnachten… 😉

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  1. Einer der Zeichentrickfilme meiner Kindheit/Jugend ist „In einem Land vor unserer Zeit“ – welche Zeichentrickfilme ich sonst noch geliebt habe, lest ihr in meinem Beitrag zur Blogparade: Der vergessene Kinderfilm.
  2. Der neue Bond und/oder das Bond-Franchise an sich interessiert mich tatsächlich nur am Rande, obwohl ich zumindest „Skyfall“ recht sehenswert fand.
  3. Jede Rabattaktion in Möbelhäusern wirkt auf mich wie ein recht plumper Kunstgriff, um Kunden noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.
  4. Von der anfänglichen Faszination für den Film „Safety Not Guaranteed“ von Colin Trevorrow (Regisseur von „Jurassic World“) ist nach dem Finale nur noch das Gefühl der Nettigkeit geblieben.
  5. Das Buch „The Name of the Wind“ würde mich ja schon reizen, zumal es schon seit über einem Jahr im Regal steht, doch hatte ich nach „A Dance with Dragons“ erst einmal genug von epischer Fantasy.
  6. Matthew Perry hat ja schon in zahlreichen Serien mitgewirkt, jedoch in „Friends“ einen Charakter kreiert, den er für den Rest seines Lebens nicht mehr los werden wird.
  7. Zuletzt habe ich im Dachgeschoss Vorhangstangen montiert und das war meine Sonntagsbeschäftigung, weil es fast den ganzen Tag gedauert hat.

Impressionen vom Haus #1: Carport, Treppe und Türen

Wie ihr inzwischen vermutlich schon mitbekommen habt, sind wir seit dem letzten Eintrag in dieser Kategorie erfolgreich umgezogen. Den Geburtstag unseres Zwergofanten feierten wir noch zwischen Umzugskisten in der alten Wohnung und am Freitag, den 13. war dann endlich unser Umzugstermin gekommen. Was soll ich sagen? Es hat alles reibungslos und sogar schneller geklappt, als uns ursprünglich angeboten wurde. Dennoch war es eine stressige Erfahrung, die ich so schnell nicht wiederholen möchte. Seitdem beherrschen unzählige Kisten (genauer gesagt 140 Kisten) unser Leben, doch es wird von Tag zu Tag besser. Schließlich wohnen wir nun endlich in unserem Haus. Kaum zu glauben, dass vor nahezu exakt einem Jahr alles mit diesem Kellerfundament angefangen hat. Es ist somit auch an der Zeit die Reihe „Impressionen vom Bau“ zu beenden und mit „Impressionen vom Haus“ zu starten – doch keine Sorge, diese werden nicht so ausführlich und regelmäßig ausfallen. Schließlich komme ich inzwischen sogar wieder dazu Filme zu schauen und zu besprechen… 🙂

haus-carportDas lang erwartete Carport steht kurz vor der Fertigstellung

treppe-fertigEndlich ist die wackelige Bautreppe Geschichte!

wozi-tuerenMit Türen sieht so ein Wohnzimmer schon ganz anders aus…

vorhang-lautsprecher
Zum Abschluss ein Blick auf die neuen Gardinen und Lautsprecher… 😀

Alle Artikel zu unserem Bauvorhaben…

Journey of Love: Das wahre Abenteuer ist die Liebe – OT: Safety Not Guaranteed (2012)

Heute gibt es eine Premiere: Ich habe mit „Journey of Love: Das wahre Abenteuer ist die Liebe“ meinen ersten Film im neuen Haus gesehen. Und damit auch den ersten Film auf der lang erwarteten 5.1-Anlage, auch wenn das ruhige Sci-Fi-Märchen dafür wohl nicht der richtige Einstand war. Alles aber völlig egal, denn nach fünf Wochen Pause bedeutet das endlich wieder eine Kritik auf eurem liebsten, ähm, Filmblog… 🙂

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Aufgrund meiner Vorliebe für Zeitreisefilme bin ich schon etliche Male über „Safety Not Guaranteed“ (so der treffende Originaltitel) gestolpert. Dabei kennt den Film sonst vermutlich kaum jemand. Zuletzt hat ihn eine Besprechung auf dem filmischen Zeitreiseblog schlechthin zurück auf mein Radar gebracht – und thematisch schien er mir auch perfekt für diese Zeit der privaten Veränderungen zu sein. Den geschmiedeten Plänen drohte – trotz der kurzen Laufzeit von gerade mal 85 Minuten – jedoch akuter Schlafmangel (kranke Kinder und sehr arbeitsreiche Tage) einen Strich durch die Rechnung zu machen. Ich habe der Müdigkeit jedoch erfolgreich getrotzt und wurde mit einem sehr sympathischen Filmerlebnis belohnt.

Die Prämisse ist so einfach wie genial: Ein mysteriöser Anzeigentext, der übrigens auf einer wahren Begebenheit beruht, ruft ein paar Reporter auf den Plan, die sich eine abgefahrene Geschichte erhoffen. Und darum geht es:

„Wanted: Somebody to go back in time with me. This is not a joke. P.O. Box 91 Ocean View, WA 99393. You’ll get paid after we get back. Must bring your own weapons. Safety not guaranteed. I have only done this once before.“

Wer würde da nicht neugierig werden? Was nun folgt ist weniger investigatives Recherche-Drama noch Sci-Fi-Mystery, sondern eine Tragikomödie mit Indie-Flair. Kaum zu glauben, dass ausgerechnet Colin Trevorrow, der Regisseur des diesjährigen millionenschweren Blockbusters „Jurassic World“, auf dem Regiestuhl saß. Nun schließt sich auch der Kreis und man erkennt plötzlich, was der „New Girl“-Schauspieler Jake Johnson in dem Monster-Hit zu suchen hatte. Und in beiden Filmen wird die Hauptrolle von einem „Parks and Recreation“-Alumni verkörpert. Zufall?

Doch nun zurück zum eigentlichen Film: „Safety Not Guaranteed“ atmet Indie-Charme aus jeder Pore, ist schön gefilmt und mit einem launigen Soundtrack versehen. Ich hatte großen Spaß dabei unsere verkorksten Helden bei ihrem Trip zu beobachten und große Emotionen erwartet. Diese sollten jedoch nur bedingt aufkommen, was auch am viel zu eindeutigen Finale liegt. Das wäre nicht nötig gewesen. Ein ganz ähnlicher (und doch ganz anderer Film), der das Drama viel intensiver lebt und die Auflösung deutlich subtiler angeht ist „K-PAX“ mit Kevin Spacey, den ich an dieser Stelle nur empfehlen kann.

Letztendlich ist Colin Trevorrows Film ein größtenteils wunderbar leicht erzähltes Indie-Drama, das in letzter Konsequenz zu plump auf ein eindeutiges Finale hinsteuert. Ich hatte wirklich viel Spaß damit, doch haben gerade die letzten Minuten noch einen zuvor sicheren achten Punkt von meiner Wertung weggeknabbert. Dennoch kann ich diesen leider eher unbekannten Film allen Freunden von Indie-Romanzen nur ans Herz legen: 7/10 Punkte.