Run, Fatboy, Run (404)

Nachdem ich letzte Woche endlich einmal wieder laufen war, wollte ich das Tageslicht am Wochenende nutzen, um gleich einen zweiten Lauf zu absolvieren. Irgendwie kam dann doch alles anders als gedacht (das Zappelinchen musste wegen einer fiesen Mittelohrentzündung zum Notdienst) und somit bin ich doch wieder erst kurz vor Anbruch der Dunkelheit zum Laufen gekommen. Wie ihr auf dem Foto sehen könnt, herrschte auch dichter Nebel, so dass ich maximal 50 Meter weit sehen konnte. Gerade über die Felder bei einsetzender Dämmerung ein sehr gruseliges Erlebnis. Nur gut, dass ich keine übermäßige Fantasie besitze. Ähm.

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Distance: 7.20 km
Duration: 00:41:19
Elevation: 61 m
Avg Pace: 5:44 min/km
Avg Speed: 10.46 km/h
Heart Rate: 177 bpm
Stride Frequency: 151 spm
Energy: 634 kcal

Dieses Mal ging es schon wieder ein wenig schneller von der Sohle. Es war ziemlich kühl (so um die 0 °C) und ich wollte mich auch nicht zu sehr verausgaben. Gerade die Steigungen habe ich noch als sehr anstrengend empfunden. Auf jeden Fall bin ich froh einmal wieder draußen gewesen zu sein und ebenso gespannt, ob es sich nun wieder bei zwei Läufen pro Woche einpendelt. Nötig wäre es, denn man braucht ja schließlich ein Gegengewicht zu all den vorweihnachtlichen Leckereien…

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 63: Marathon

Der Herr der Ringe: Die Gefährten – OT: The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring – Extended Edition (2001) (WS1)

Aktualisierung: Ich habe „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ am 29. Dezember 2023 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Nachdem ich in den letzten Jahren in der Weihnachtszeit Mittelerde stets via „Der Hobbit“ einen Besuch abgestattet habe, war dieses Jahr endlich einmal wieder „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ an der Reihe. Meine letzte Sichtung des Films liegt beinahe auf den Tag genau acht Jahre zurück, weshalb ich sehr gespannt war, ob mich Peter Jacksons Adaption des Fantasy-Klassikers auch heute noch zu begeistern wissen würde. Etwaige Zweifel sollten sich schnell in Luft auflösen…

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Wenn ich daran denke, dass dieser erste Teil der Trilogie bereits 15 Jahre auf dem Buckel hat, dann kann ich dies kaum glauben. Ich weiß heute noch, wie mitgerissen ich nach dem ersten Kinobesuch war und dass ich ihn unbedingt noch einmal im Kino sehen wollte. Danach hatte sich schnell das jährliche Ritual eingebürgert, die Reihe zu Weihnachten zu sehen, da kurz zuvor stets die neueste Extended Edition auf DVD erschienen ist. Somit zählt gerade „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ zu meinen meistgesehenen Filmen. Von den Stunden an zusätzlicher Beschäftigung in Form der fantastischen Making-of-Dokumentationen einmal ganz zu schweigen. Kein Wunder also, dass mir die Filmreihe auch heute noch sehr am Herzen liegt und stets ganz besondere Emotionen bei mir hervorruft.

Am augenscheinlichsten sind mir heute die unzähligen ikonischen Bilder aufgefallen, die Peter Jackson geschaffen hat. Man kennt sie aus Memes, Parodien und vor allem aus der Erinnerung. Die Bilder haben sich eingebrannt und es ist immer wieder wie nach Hause kommen: ins Auenland, nach Hobbingen, Bruchtal oder Lothlorien. Fantastische Welten, die Teil der Filmgeschichte geworden sind. Am meisten Sorge hatte ich wohl, ob die Effekte heute noch tragen und ja, sie funktionieren nach wie vor tadellos. Dies liegt wohl vor allem an der geschickten Kombination aus praktischen Effekten, Miniaturen und CGI. Die größte emotionale Wirkung entfaltet bei mir aber immer noch Howard Shores wunderbarer Score, der mich in den letzten 15 Jahren beinahe wöchentlich begleitet. So häufig wie „The Breaking of the Fellowship“ habe ich wohl selten den Track einer CD gehört. Immer wieder wunderschön.

Auch wenn der Film mit knapp vier Stunden Laufzeit alles andere als kurz ist, so herrscht ein durchaus hohes Tempo. Die handelnden Figuren sind beständig in Bewegung und selbst die kurzen Verschnaufpausen wirken nie hinderlich oder verzögernd. Eine weitere Erkenntnis, die ich bei der heutigen Sichtung gewinnen konnte, ist die Bestätigung, dass es durchaus angenehm ist die visualisierte Vorgeschichte in Form von „Der Hobbit“ so gut im Gedächtnis zu haben. Dadurch wurde für mich die Bindung noch verstärkt, wobei dies bestimmt nicht bei allen Zuschauern der Fall sein wird.

Ich bin sehr froh, mich einmal wieder zur Sichtung von „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ aufgerafft zu haben. Die lange Laufzeit mag abschreckend wirken, doch das Erlebnis ist immer noch genauso mitreißend wie vor 15 Jahren. Ich freue mich jetzt schon auf die Sichtung der beiden verbleibenden Teile. Peter Jacksons Mittelerde ist einfach immer einen Besuch wert: 10/10 Punkte.

Prädikat: Lieblingsfilm

Run, Fatboy, Run (403)

Es ist unfassbar. Dies ist mein erster Lauf seit knapp acht Wochen. Wie es dazu kam? Nachdem ich Schmerzen im Fußrücken hatte, kaufte ich mir gleich zwei paar neue Laufschuhe und war äußerst motiviert. Zeitgleich ereilte mich jedoch eine Erkältung. Und was für eine. Kaum war sie am abklingen, ging es ein paar Tage später auch schon wieder los. Hinzu kam eine beruflich sehr fordernde Phase, so dass ich mich auch nicht richtig auskurieren konnte. Heute jedoch war der Tag gekommen, an dem ich den verbleibenden Schnupfen einfach Schnupfen sein ließ und mich aufgerafft habe, um endlich einmal wieder laufen zu gehen…

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Distance: 5.49 km
Duration: 00:33:19
Elevation: 28 m
Avg Pace: 6:03 min/km
Avg Speed: 9.89 km/h
Heart Rate: 177 bpm
Stride Frequency: 147 spm
Energy: 472 kcal

Wenn man sich das Foto anschaut, könnte man meinen ich sei durch Amerika gelaufen, doch dem war nicht so. Ich habe zum ersten Mal in diesem Jahr meine Stirnlampe ausgepackt und mich in die Dunkelheit gewagt. Da wir nun zentraler wohnen, war auch über meine Stirnlampe hinaus immer Licht vorhanden, was durchaus angenehm war. Der Lauf selbst hat sich gut angefühlt, doch bin ich auch bewusst langsam gelaufen, da ich nichts riskieren wollte. Nach einer guten halben Stunde war ich dann auch wieder zu Hause und ich hoffe sehr, dies bald einmal wiederholen zu können.

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 63: Marathon

Die 5 besten Wasserfilme (Platsch…)

Mit ihrer heutigen Fragestellung für DIE 5 BESTEN am DONNERSTAG hat Gorana genau meinen Nerv getroffen: Ich liebe Filme, in denen Wasser eine zentrale Rolle spielt. Natürlich hätte ich hier auch viele weitere Filme – von „Cocoon“ bis „Titanic“ – nennen können, doch letztendlich habe ich mich für eine bunte Mischung entschieden. Wie steht ihr so zu Wasser und Film?

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Das Thema für Ausgabe #24 lautet:

Die 5 besten Wasserfilme (Platsch…)

  1. „Deep Blue Sea“ (1999) – Eigentlich ein typischer Guilty-Pleasure-Film, doch ich liebe Renny Harlins Hai-Thriller tatsächlich sehr. Man darf ihn nicht zu ernst nehmen und kann dann ein paar wunderbar unterhaltsame Minuten mit ihm verbringen. Schaue ich immer wieder sehr gerne.
  2. „Findet Nemo“ (2003) – Es gibt wohl kaum einen zweiten Animationsfilm, der so stark auf Wasser setzt, wie diesen Pixar-Klassiker – von „Findet Dorie“ vielleicht einmal abgesehen. Die Unterwasserwelt ist eine wahre Pracht und ich liebe die visuelle Vielfalt.
  3. „Fluch der Karibik“ (2003) – Wasser bedeutet natürlich auch Piraten, ihr Landratten! Eigentlich hätte ich hier auch „Die Piratenbraut“ nennen können oder einen der Nachfolger, doch letztendlich ist dieser erste Teil des Franchises wohl der bedeutendste Piratenfilm der jüngeren Vergangenheit. Arrr!
  4. „The Abyss“ (1989) – James Camerons Sci-Fi-Klassiker ist nicht nur mein Lieblingswasserfilm, sondern auch generell einer meiner Lieblingsfilme. Die Atmosphäre ist gigantisch und man taucht regelrecht in das Leben der Tiefsee ein. Technisch nach wie vor beeindruckend und inhaltlich mitreißend. Einfach ein gigantisch guter Film. Ich will endlich eine Blu-ray davon!
  5. „The Cave“ (2005) – Ähnlich wie „Deep Blue Sea“ kommt auch dieser Film eher aus der B-Movie-Ecke. Macht aber nichts, denn die Aufnahmen der Unterwasserhöhlen sind beeindruckend und entschädigen für so manche inhaltliche Entwicklung. Auch wenn es nicht der beste Wasserfilm ist, so übertrifft er viele Genre-Kollegen ohne Wasser doch bei Weitem.

Media Monday #285

„Bis Weihnachten, bis Weihnachten ist’s nicht mehr weit…“ schallt es bereits seit Tagen durch das Haus und ja, es ist wirklich nicht mehr lange hin. Während sich meine Familie bereits vollständig im Weihnachtsfieber befindet, will bei mir noch nicht so recht Stimmung aufkommen: zu viel gibt es noch zu erledigen. Das Wochenende ist auch nur so an mir vorbeigerauscht und ich hoffe, dass ich das beim nächsten Media Monday auch von der kommenden Arbeitswoche behaupten kann. Doch nun erst einmal zu den Fragen des Medienjournals, in denen Wulf bereits weihnachtliche Themen aufgreift…

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  1. Wenn denn dann die Weihnachtsfeiertage anstehen, landet wie jedes Jahr „Schöne Bescherung“ im Player, denn kein Film bringt mich schöner in Weihnachtsstimmung als dieser Klassiker.
  2. Ich schätze ja die Filme von John Woo sehr, aber „Mission: Impossible 2“ ist wohl der absolute Tiefpunkt seiner Karriere gewesen, schließlich ist er, was die Geschichte und den Erzählrhythmus angeht, eine ziemliche Katastrophe.
  3. Musikfilme oder filmische Musicals sehe ich stets sehr gerne, weshalb u.a. „Almost Famous“ und „Moulin Rouge“ zu meinen Lieblingsfilmen zählen.
  4. Eine der Serien-Überraschungen 2016 für mich ist „The Path“ – allerdings auch, weil es bisher die einzige Serie aus dem diesem Jahr ist, die ich bisher gesehen habe.
  5. Es wundert mich ja immer wieder, wie wenige doch hierzulande „Seinfeld“ zu kennen scheinen, immerhin hat die Serie die Sitcom-Welt der 90er geprägt, wie kaum eine zweite (von „Friends“ einmal abgesehen).
  6. Hörspiele liegen bei meinen Kindern immer noch voll im Trend.
  7. Zuletzt habe ich die Jussi-Adler-Olsen-Verfilmung „Erlösung“ gesehen und das war gute Unterhaltung, weil die Charaktere und Stimmung der Vorlage gut getroffen wurden, ohne ihr jedoch inhaltlich das Wasser reichen zu können.

Erlösung – OT: Flaskepost fra P (2016)

Nachdem es in meinem Blog in den letzten Wochen sehr still war, was Filme angeht, kann ich heute von meiner Sichtung des Thrillers „Erlösung“ berichten. Diese inzwischen schon dritte Verfilmung eines Jussi-Adler-Olsen-Romans ist zugleich auch der jüngste Neuzugang in meiner Sammlung und ich war gespannt, wie sie sich im Vergleich zur Vorlage schlägt. Diese habe ich erst vor drei Monaten gelesen und kann mich folglich noch sehr gut an die Details erinnern. Welches Medium liegt nur also vorne: Buch oder Film?

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Die beiden Vorgänger „Erbarmen“ und „Schändung“ haben mir trotz gewisser Abweichungen zu ihren Vorlagen sehr gut gefallen. Sie haben die Atmosphäre der Bücher perfekt getroffen und den Kern der Geschichte wunderbar destilliert. Auch der dritte Fall kann durchaus überzeugen, wenngleich mir die Handlung zum ersten Mal zu vereinfacht vorkam. Die Prämisse hat sich nicht verändert, jedoch fehlen viele Aspekte, welche die Geschichte des Romans für mich so spannend machten. Ich mag hier gar nicht allzu sehr ins Detail gehen, doch denke ich dabei z.B. an das frühe Involvieren der Ermittler, während im Buch eher die Nebenfiguren bzw. die augenscheinlichen Opfer ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen durften.

Auch die Vergangenheit und Motivation des Täters wird nur in sehr vereinfachter Form wiedergegeben, was ich sehr schade fand. Dadurch wurde viel von der Intensität genommen. Natürlich kann man von einem Spielfilm in Standardlänge nicht erwarten, dass er die Handlung eines Romans 1:1 widerspiegelt. Häufig sind Kürzungen auch sinnvoll und nicht jede Dramaturgie funktioniert in jedem Medium. Was der Film letztendlich erzählt funktioniert auch sehr gut und vermutlich würde mein Urteil mit ein wenig mehr Abstand milder ausfallen. So jedoch komme ich nicht umhin zu denken, dass auch hier einmal mehr die Serie das bessere Erzählmedium gewesen wäre.

Kenner der Vorlage werden in „Erlösung“ die wichtigsten Aspekte der Vorlage wiederfinden und einen spannenden Film sehen. Die Charaktere sind nach wie vor sehr nahe an den Figuren des Romans dran und die Schauspieler machen ihre Sache wirklich gut. Die Kameraarbeit ist gelungen und lässt diesen Krimi tatsächlich nach Kino aussehen. Auch inhaltlich wird nach wie vor eine packende Geschichte erzählt, die jedoch nur an der Oberfläche des Möglichen kratzt. Für mich leider die bisher schwächste Verfilmung der Reihe, auch wenn die meisten Kritiker das anders sehen: 7/10 Punkte.

Die 5 besten Schneefilme (Brrrr…)

Zurzeit geht es mir ähnlich wie Gorana selbst: Neben dem Media Monday und DIE 5 BESTEN am DONNERSTAG komme ich zurzeit kaum zum Bloggen. Somit freue ich mich über eine schöne, neue Fragestellung und präsentiere – passend zur Jahreszeit – meine fünf liebsten Schneefilme…

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Das Thema für Ausgabe #23 lautet:

Die 5 besten Schneefilme (Brrrr…)

  1. „Cliffhanger“ (1993) – Ein Action-Vehikel der frühen 90er Jahre, wie es im Buche steht. Renny Harlins Film unterscheidet sich von seinen Genre-Kollegen jedoch durch das großartige Setting: Die Szenen in den Bergen sind wirklich toll, wenngleich der Actioner natürlich auch nie die Intensität eines „Everest“ erreicht. Für mich macht es hier die Mischung und tatsächlich besuche ich diese schneebedeckten Gipfel immer wieder gerne.
  2. „Das Ding aus einer anderen Welt“ (1982) – Zweifellos der Klassiker, wenn es um abgeschiedene Schauplätze in Schnee und Eis geht. John Carpenter macht das Beste aus seinem kammerspielartigen Setting und reichert es mit extremen Splatter-Effekten an, die einen wunderbaren Kontrast zur sauberen Schneedecke bieten.
  3. „Fargo“ (1996) – Dieser Coen-Film ist mir als erstes in den Sinn gekommen, als ich über die Frage nachgedacht habe. Die schneebedeckte Landschaft ist beinahe schon ein eigener Charakter und man kann als Zuschauer die kriechende Kälte fast schon spüren. Ein wunderbarer Film!
  4. „Nobody’s Fool“ (1994) – Nach Action, Horror und Thriller schlägt dieser atmosphärische Schneefilm ruhigere Töne an. Der Schnee passt wunderbar zur gedämpften, melancholischen Grundstimmung, welche auch von Howard Shores großartigem Score getragen wird.
  5. „The Revenant: Der Rückkehrer“ (2015) – Der jüngste Film in dieser Runde hat mich dieses Jahr enorm beeindruckt. Die Kraft der eingeschneiten Natur wird in nahezu jeder Szene lebendig und es hätte kein besseres Setting für Leonardo DiCaprios Überlebenskampf geben können. Der Schnee ist hier fast schon der Antagonist. Wunderbar intensiv.

Media Monday #284

In der vergangenen Woche hat sich bei mir medientechnisch nicht viel getan. Ich habe weder einen Film geschaut, noch bin ich in Serienwelten eingetaucht. Dafür war ich beruflich für ein paar Tage in Berlin, was spannend und anstrengend zugleich war. Vermutlich auch, weil mich schon seit Wochen eine hartnäckige Erkältung quält, die einfach nicht besser werden will. Im Moment laufe ich auf Reserve und hoffe, dass ich die rettende Insel in Form des Weihnachtsurlaubs irgendwie erreiche. Heute Abend entspanne ich mich aber vorerst mit den aktuellen Fragen des Medienjournals, die sich wie immer mit den schönen Nebensächlichkeiten des Lebens beschäftigen…

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  1. Wenn zu Nikolaus wieder etliche Leckereien verschenkt werden, dann ist der erste Schritt in Richtung maßlose Weihnachtsschlemmerei getan.
  2. Von Peter Jacksons Mittelerde-Filmen jeweils die Sammlerbox-Edition zu besitzen, ist für mich ein Grund zur Freude, denn seit letzter Woche steht auch die „Der Hobbit“-Trilogie komplett bei mir im Regal:
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  3. Mit meiner Vorliebe für physikalische Medien scheine ich ja ziemlich allein da zu stehen, denn zumindest in meinem Bekanntenkreis wird nahezu nur noch gestreamt.
  4. Der Film „Everest“ hat mich dazu angeregt, mich mit den historischen Ereignissen und dem Mount Everest selbst vertrauter zu machen.
  5. „Der Marsianer“ hat mich als Buch wahnsinnig begeistert, da es erfrischend optimistische Science-Fiction ist.
  6. Wenn es ums Thema Comics geht habe ich als Kind und Jugendlicher noch viel mehr Wissen um diese Kunstform gehabt; inzwischen komme ich auf maximal ein oder zwei Comics pro Jahr.
  7. Zuletzt habe ich die sechste Staffel der TV-Serie „Mad Men“ besprochen und das war aufwühlend, weil nun nur noch eine Staffel dieses großartigen Zeitportraits vor mir liegt.

5 Filme, die ich mir immer wieder in der Weihnachtszeit ansehe

Während ich mir Antworten zu Goranas DIE 5 BESTEN am DONNERSTAG überlege, sitze ich einsam in meinem Hotelzimmer in Berlin. Mit der dicksten Erkältung überhaupt. Nur gut, dass die nächsten zwei Tage so überhaupt nicht anstrengend werden. Nachdem ich mich nach der vierstündigen Anreise kaum noch auf den Beinen halten konnte, sitze ich inzwischen zumindest wieder aufrecht. Hat ja auch was. Und mit dem heutigen Thema gibt es auch noch ein Heimspiel. Viel Spaß damit!

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Das Thema für Ausgabe #22 lautet:

5 Filme, die ich mir immer wieder in der Weihnachtszeit ansehe

  1. „Das letzte Einhorn“ (1982) – Dieser wunderbare Animationsfilm dürfte eines meiner ersten Filmrituale gewesen sein. Als Kind hatte ich enorm viel Angst vor dem Skelett und dem Roten Stier. Irgendwann hat es sich dann dennoch eingebürgert, dass ich mir den Film zu Weihnachten angeschaut habe – sogar bis in meine frühen 20er.
  2. „Der Herr der Ringe“ (2001-2003) – Natürlich muss hier auch Peter Jacksons epische Tolkien-Verfilmung genannt werden. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit kam ein Teil ins Kino. Ein Jahr später erschien dann die erweiterte Fassung auf DVD. So musste auch dieser Teil wieder geschaut werden, was dazu führte, dass ein Besuch in Mittelerde für mich inzwischen untrennbar mit Weihnachten verbunden ist. So richtig schön.
  3. „Der Hobbit“ (2012-2014) – Auch wenn viele Fans der ersten Trilogie diese Verfilmung der Vorgeschichte hassen, so ist sie mir inzwischen doch sehr ans Herz gewachsen. Sogar so sehr, dass ich mir die Filme die letzten Jahre immer wieder angeschaut habe. Wann? Natürlich zur Weihnachtszeit!
  4. „Kevin: Allein zu Haus“ & „Kevin: Allein in New York“ (1990-1992) – Mit diesen beiden Filmen nähern wir uns unweigerlich den Klassikern. Als ich ein Kind war haben sie einen regelrechten Kultstatus genossen. Typische Filme, die auf dem Schulhof Thema waren. Die starke Verbindung zur Weihnachtszeit haben sie bei mir jedoch erst in den letzten Jahren aufbauen können.
  5. „Schöne Bescherung“ (1989) – Zu diesem Klassiker brauche ich eigentlich kein Wort mehr zu verlieren. Treue Leser meines Blogs wissen, dass ich den Film jedes Jahr zu Weihnachten sehe. Natürlich bespreche ich ihn auch jedes Jahr, weshalb sich hier inzwischen auch schon sieben Kritiken zu „Christmas Vacation“ finden. Und ja, ich freue mich auch schon wieder auf meine diesjährige Sichtung… 🙂

Mad Men – Season 6

Wie in meiner Besprechung zur fünften Staffel bereits angekündigt, werde ich mich dieser Serie nun bis zu ihrem Ende widmen. Somit war es auch kein Wunder, dass ich „Mad Men – Season 6“ in knapp zwei Wochen verschlungen habe. Die Faszination, die Matthew Weiner rund um die Werbebranche und das Lebensgefühl der 60er Jahre aufgebaut hat, ist bei mir nach wie vor ungebrochen. Ich liebe die Ausstattung, die Charaktere und diese Zeit des Umbruchs. Wie nun konkret die sechste Staffel der Ausnahmeserie bei mir abschneidet, lest ihr in der folgenden Besprechung…

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Die Staffel erzählt ein paar Haupthandlungsstränge, die wirklich interessant sind: Was die Agentur Sterling Cooper Draper Pryce angeht, so steht natürlich die Fusion mit Cutler Gleason and Chaough im Zentrum der Entwicklungen. Dadurch ergeben sich auch ganz neue Spannungen zwischen den Figuren, denn plötzlich ist auch Peggy wieder zurück und muss ihren Platz zwischen Ted Chaough und Don Draper finden. In der neuen Agentur wird es schnell eng und niemand scheint sich mehr so richtig zu Hause zu fühlen, was wohl auch an den fordernden Kunden liegt. Mit Chevrolet hat man endlich das lang ersehnte Automobilunternehmen in den Kundenkreis aufgenommen, doch schon bald zeigt sich die Schattenseite der ungleichen Geschäftsbeziehung. Etwas, das bis heute im Agenturgeschäft vorherrscht.

Auch privat gibt es für unsere Charaktere einige Wirren zu durchleben. Don zeigt in mehrerer Hinsicht Schwäche und alles, was noch im Vorjahr aufgebaut wurde, droht zu zerfallen. Zum ersten Mal wird ganz konkret eine Erklärung für seine ungesunde Beziehung zu Frauen aus dem Hut gezaubert. Zwar mochte ich es mehr über die Figur zu erfahren, doch letztendlich entzaubert es den Charakter auch, zumal die die Geschehnisse in den Rückblenden nicht sonderlich subtil als Grund für seine Entwicklung eingearbeitet wurden. Dies ist zwar kein wirklicher Schwachpunkt und ich mochte die Verletzlichkeit, die Don Draper dadurch anhaftet – hundertprozentig zufrieden war ich damit jedoch nicht. Auf jeden Fall war es ein brauchbares Element, um die Abwärtsspirale, in der sich Don während der sechsten Staffel befindet, noch weiter nach unten zu treiben.

Es gibt wieder etliche herzzerreißende und auch ganz große Momente. Speziell die Beziehung zwischen Don, Betty und ihren Kinder mitzuerleben ist manchmal wirklich schmerzhaft. Am Ende der Staffel steht für Don Draper ein unfreiwilliger Neuanfang an und ich bin sehr gespannt, in welche Richtung sich die Serie in ihrer finalen Staffel entwickeln wird. Doch auch was Pete Campbell, Peggy Olson und all die anderen Figuren angeht, gibt es noch viel Potenzial für Weiterentwicklung. Auch wenn diese sechste Staffel nicht ganz an das brillante fünfte oder auch vierte Jahr anschließen kann, so ist das doch Kritik auf extrem hohem Niveau und ich hatte insgesamt wieder unglaublich viel Vergnügen mit den „Mad Men“: 9/10 (9.2) Punkte.