5 Serien, die ich 2017 sehen möchte

In dieser Ausgabe von Die 5 BESTEN am DONNERSTAG lässt uns Gorana in die Zukunft unseres Serienjahres 2017 schauen. Wie passend, dass ich gerade erst mein Serienjahr 2016 ausgewertet habe. Insofern bin ich sehr gespannt, ob am Ende auch wirklich alle unten genannten Serien über meinen Bildschirm geflimmert sind und welche sich noch spontan dazugesellt haben…

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Das Thema für Ausgabe #27 lautet:

5 Serien, die ich 2017 sehen möchte

  1. „Boardwalk Empire“ (Staffel 3 bis 5) – Die ersten beiden Staffeln der Serie habe ich geliebt, doch dann habe ich aus irgendwelchen Gründen nie weitergeschaut. Vermutlich waren die Blu-rays noch zu teuer, ganz ähnlich also wie bei „Mad Men“ im letzten Jahr. Inzwischen jedoch befindet sich die gesamte Serie in meiner Sammlung und ich werde sie dieses Jahr ganz sicher abschließen.
  2. „Deadwood“ (Staffel 1 bis 3) – Eine der wenigen großen HBO-Serien, die mir noch fehlen. Western ist nicht so wirklich mein Genre und das offene Ende stört mich auch, doch eilt der Serie ein sehr guter Ruf voraus, so dass ich bestimmt bestens unterhalten werde. Die DVDs stehen zudem bereits im Regal.
  3. „Sons of Anarchy“ (Staffel 1 bis 7) – Nach „The Shield“ habe ich mich nach weiteren Serien der Autoren umgesehen und bin auf diese Serie gestoßen. Dann gab es die gesamte Serie (wie so oft) in UK im Angebot und ich habe zugeschlagen. Dies dürfte wohl auch mein größtes Serienprojekt 2017 werden.
  4. „Stranger Things“ (Staffel 1) – Über kaum eine zweite aktuelle Serie wurde 2016 so viel geschrieben. Thematisch scheint sie genau mein Ding zu sein, doch läuft sie eben auf Netflix und ich habe kein Abo. Auch zögere ich noch dieses Fass aufzumachen, denn dort warten ja auch neue Episoden der „Gilmore Girls“ und viele andere spannende Eigenproduktionen.
  5. „The O.C.“ (Staffel 1 bis 4) – Nachdem ich die sechste Staffel von „Game of Thrones“ vor ein paar Tagen abgeschlossen hatte, ist mir diese Serie in die Hände gefallen, die schon seit Jahren ihr Dasein in meinem Regal fristet. Die trägen Urlaubsabende schienen mir auch perfekt für ein Teenie-Drama à la „One Tree Hill“ und somit habe ich bereits ein paar Episoden der ersten Staffel hinter mir. Und was soll ich sagen? Die Serie ist erschreckend unterhaltsam.

The Tree of Life (2011)

Mein erster Film im neuen Jahr stand schon geraume Zeit auf meiner imaginären Liste. Lange bin ich um „The Tree of Life“ herumgeschlichen. Nie sicher, ob er denn wirklich etwas für mich ist. Dann jedoch flatterte kurz vor Weihnachten ein Päckchen von Flo Lieb bei mir ins Haus, so dass ich nun keine Ausrede mehr hatte, die Sichtung noch weiter aufzuschieben. Im folgenden Eintrag werde ich den Film nun besprechen, doch möchte ich euch gleichzeitig Flo Liebs Essay auf seinem Zweitblog ans Herz legen, das viel mehr in die Tiefe geht und einige interessante Einblicke enthält.

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Eine Vorahnung

Ich habe im Vorfeld bereits einiges über Terrence Malicks Film gelesen. In mir entstand somit ein Bild, ohne jedoch die genaue Handlung zu kennen. Letztendlich muss ich sagen, dass dieses Bild das Endprodukt ziemlich gut getroffen hat. Ich hatte teils große Hoffnungen, aber auch Befürchtungen, sowohl was die Form als auch die Narration des Films angeht. Am wichtigsten war mir jedoch, dass „The Tree of Life“ nicht zu artsy-fartsy sein dürfte und er mich emotional abholen können müsste – und das ist Terrence Malick tatsächlich gelungen. Das im Kern des Films stehende Familiendrama hat den Nerv bei mir exakt getroffen. Der größere Rahmen jedoch schien mir tatsächlich ein wenig zu aufgesetzt.

Das Leben

Ich liebe den naturalistischen Stil, in dem Kameramann Emmanuel Lubezki die alltäglichen Familienszenen einfängt. Mich wundert nicht, dass viel direkt am Set improvisiert wurde. Als Zuschauer nimmt man das Familienleben fragmentarisch durch die Augen der Kinder, speziell des ältesten Sohnes Jack wahr. Dabei gibt es kaum Dialoge. Der Film wirkt vor allem. Es sind Stimmungsbilder, die durch kleinere narrative Episoden zusammengehalten werden. Darüber hinaus gibt es eine starke Zweiteilung was den Einfluss der Mutter und den des Vaters angeht. Gnade, Liebe, die weiche Seite und die Natur mit ihren unbarmherzigen Regeln. Anfangs schien mir diese strikte Trennung fast ein wenig forciert, doch funktioniert sie im Kontext des Films und lässt am Ende die nötige Auflösung zu.

Durch die gemalten Stimmungsbilder konnten meine Gedanken während des Films wandern, jedoch nie abseits, sondern immer parallel zum Geschehen. Als Vater habe ich daran gedacht, wie meine Frau und ich wohl in unseren Rollen auf unsere Kinder wirken mögen. Natürlich gibt es bei uns keine so strikte Trennung (wir haben die 50er ja glücklicherweise hinter uns gelassen), doch vermitteln auch wir Rollenbilder, die das Aufwachsen unserer Kinder bis weit über ihre Kindheit hinaus prägen werden. Sehr spannend und emotional involvierend.

Das Universum und der ganze Rest

Was für mich leider nicht so gut funktioniert hat, sind die durchaus imposant anzusehenden Szenen, die die Entstehung unseres Universums und des erste Lebens auf der Erde zeigen. Inhaltlich mögen sie durchaus Sinn ergeben und das sehr kleine und persönliche Drama in einen größeren Kontext setzen, doch hat mich der Film hier emotional verloren. Hier hätte ich mir (ein Frevel, ich weiß) eine etwas stringentere Narration gewünscht, die näher an den Figuren dran ist und auch mehr Fokus auf den erwachsenen Jack legt. Dennoch entfaltet auch gerade das spirituell wirkende Finale eine große emotionale Wirkung, der ich mich nicht entziehen konnte.

Fazit

Zweifellos ist „The Tree of Life“ ein sehr besonderer Film, der sowohl inhaltlich als auch formal in jeder Hinsicht beeindruckend ist. Mich hat er durch seine klassischeren Elemente mehr zu überzeugen gewusst, als durch die an Kubricks „2001: A Space Odyssey“ erinnernden Montagen. Mir wird die Sichtung noch lange im Kopf bleiben und ich werde in den nächsten Tagen während unseres Familienalltags bestimmt noch öfter an den Film denken. Insofern ist vielleicht noch mehr an ihm dran, als ich nach dieser ersten Sichtung festzuhalten vermag: 8/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (407)

Eigentlich wollte ich schon gestern einen Neujahrslauf angehen. Dann war die Silvesternacht aber um 5 Uhr vorbei, da das Zappelinchen einmal wieder eine Mittelohrentzündung ausbrütet. Okay, den Lauf also um einen Tag verschoben. Die heutige Nacht war nicht besser und ich bin unvernünftigerweise auch wieder viel zu spät ins Bett gegangen. Da wir morgens erste einmal zum HNO sind, habe ich den Lauf gleich auf den Nachmittag verschoben: Wir waren bei meiner Mama zum Mittagessen eingeladen, weshalb sich ein Lauf zurück entlang des Alten Kanals anbot. Diese Strecke bin ich inzwischen schon mehrfach gelaufen, jedoch immer im Sommer. Es sollte also eine neue Erfahrung werden durch den Schnee zu traben:

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Da es ziemlich kalt war, habe ich mir noch eine extra Lage Klamotten eingepackt, was sich auch als sinnvoll herausstellen sollte. Anfangs hatte es noch geschneit, weshalb ich ohne Brille gelaufen bin. Mit Brille hätte ich weniger gesehen. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, war die Strecke sehr idyllisch und ich hätte wirklich alle paar Meter stehen bleiben können, um ein Foto zu schießen:

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Distance: 15.52 km
Duration: 01:38:05
Elevation: 188 m
Avg Pace: 6:19 min/km
Avg Speed: 9.49 km/h
Heart Rate: 175 bpm
Stride Frequency: 148 spm
Energy: 1438 kcal

Als ich zu Hause angekommen bin, war es schon dunkel. Da ich die Strecke dieses Mal anders herum gelaufen bin (und ich zu faul für eine weitere Schleife war), lag am Ende ein steiler Berg durch den letzten Ort im Weg, der auch sehr glatt war. Diesen bin ich aus verschiedenen Gründen gegangen, was mir meine Zeit auf dem 14. (8:05 min/km) und 15. Kilometer (7:15 min/km) ein wenig verhagelt hat. Macht aber nichts. Insgesamt war der Lauf ein teils schon magisches Erlebnis und einmal mehr der Beweis, dass man sich viel öfter bei jedem Wetter aufraffen sollte. Und ich brauche nun unbedingt Trail-Schuhe, die wasserdicht sind und mehr Halt bieten.

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 64: Interview Rainer Koch
Im zweiten Ohr: FatBoysRun – Interview Andrea Löw

Media Monday #288

Erste einmal: Ich wünsche allen Lesern ein frohes neues Jahr! Ich hoffe ihr habt den Jahreswechsel gut hinter euch gebracht und seid nicht so müde, wie ich im Moment. Natürlich freue ich mich auch 2017 auf regen Austausch mit euch im Rahmen des Media Monday und darüber hinaus. Doch nun direkt zu den ersten Fragen des Medienjournals im neuen Jahr. Viel Spaß damit und auf ein famoses 2017! 🙂

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  1. In 2017 freue ich mich im Moment am meisten auf einen langen und hoffentlich entspannten Sommer mit meiner Familie.
  2. Wohingegen 2016 unsere Reise ins Erzgebirge für mich eines der Highlights war, denn immerhin war das unser erster Urlaub seit 2013.
  3. Außerdem habe ich mir fürs neue Jahr vorgenommen erneut einen Halbmarathon zu laufen und insgesamt die 670 km des vergangenen Jahres zu knacken.
  4. Und nachdem ich zwischen den Feiertagen mit „Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“, „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ und „Sturz ins Leere“ drei Filme gesehen habe, bin ich motiviert, dass mein Filmkonsum auch 2017 nicht einbrechen wird.
  5. Bleibt nur zu hoffen, dass es keine weiteren weltpolitischen Katastrophen geben wird und die Menschheit öfter mal ihren Kopf einschaltet.
  6. Immerhin wird in diesem Jahr aber wohl mit allem zu rechnen sein.
  7. Zuletzt habe ich habe ich zwei Artikel über „Mein Filmjahr 2016“ und „Mein Serienjahr 2016“ veröffentlicht und das war durchaus befriedigend, weil sich hier in Zahlen und Statistiken ausdrückt, was ich 2016 alles an Bewegtbild konsumiert habe.

Mein Serienjahr 2016

Nachdem ich euch bereits mein Filmjahr 2016 vorgestellt habe, gilt es jetzt die deutlich aufwändigere Auswertung für mein Serienjahr 2016 durchzuführen. Ich habe 2016 unglaubliche 37 Serienstaffeln gesehen, die ich auch allesamt auf meinem Blog besprochen habe. Die Datenbasis für die folgende Auswertung bildet erneut die „Finde (d)eine Serie“-Seite und ich hoffe ihr seid ebenso gespannt wie ich, was sich bei mir im Vergleich zu meinem Serienjahr 2015 alles verändert hat – außer dass es im Vergleich zu 2015 sieben Staffeln mehr geworden sind… 🙂

Episoden pro Staffel

Interessanterweise habe ich dieses Jahr am häufigsten Staffeln mit 10 Episoden (30%) gesehen. Direkt danach schließen sich 13 Episoden und 22 Episoden (je 11%) an. Alles weitere verteilt sich irgendwo dazwischen. Insgesamt habe ich Recht behalten und der Trend geht eindeutig in Richtung kürzere Staffeln: ∅ = 13 Episoden pro Staffel (2015: 15 Episoden pro Staffel).

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Mein Filmjahr 2016

Selbst das viel gescholtene Jahr 2016 neigt sich irgendwann dem Ende zu. Das bedeutet für mich auch mein Filmjahr 2016 abzuschließen und ein Resümee zu ziehen: Wie viele Filme habe ich gesehen? Aus welchem Genre? Wie viel Zeit habe ich mit Filme schauen verbracht? Insgesamt habe ich es auf 63 Filme gebracht (2015 waren es nur 54). Wie bereits im Jahr 2015 und auch schon 2014 habe ich in den Daten auf Basis der „Finde (d)einen Film“-Seite gewühlt und die Zahlen für euch aufbereitet. Viel Spaß damit! 🙂

Freigabe

Auch 2016 haben bei mir die Filme mit FSK 12 (37%) und FSK 16 (33%) dominiert. Die kinderfreundliche FSK 0 (16%) liegt jedoch knapp dahinter. FSK 6 (8%) und FSK 18 (6%) sind dagegen ein wenig abgeschlagen. Im Durchschnitt ist die Freigabe also ein wenig gesunken: ∅ = FSK 11 und 4 Monate (2015: FSK 11 und 11 Monate).

filmjahr-2016-1-freigabe

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Run, Fatboy, Run (406)

Ich habe es tatsächlich noch einmal geschafft, mich zu einem letzten Lauf im Jahr 2016 aufzuraffen. Wäre das Wetter nicht so famos gewesen, hätte ich es aber auch gelassen: Sonnenschein, wolkenloser Himmel  und knackige 0 °C. Wunderbare Laufbedingungen also, die mich nach draußen gelockt haben:

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Distance: 10.52 km
Duration: 01:00:00
Elevation: 76 m
Avg Pace: 5:42 min/km
Avg Speed: 10.52 km/h
Heart Rate: 178 bpm
Stride Frequency: 152 spm
Energy: 915 kcal

Mit diesem letzten Lauf des Jahres habe ich einmal wieder die 10 km angepackt und bin auch gleich eine Zeit unter 6:00 km/min gelaufen. So muss das sein. Ansonsten hier noch eine kleine Aufstellung zu meinem Laufjahr:

Aktivitäten: 61
Dauer: 63:09:44
Distanz: 670,5 km
Tempo: 5:39 min/km
Puls: 170 bpm
Kalorien: 56.800 kCal

2017 gilt es das zu schlagen! 😀

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 65: Interview Flo vom Schnaufcast

Sturz ins Leere – OT: Touching the Void (2003)

Nachdem ich dieses Jahr mit „Everest“ und „In eisige Höhen“ in den Bann der Berge geraten bin, hatte ich im Nachgang die beiden Dokumentarfilme „Meru“ und „Jäger des Augenblicks“ gesehen. Doch schon zuvor stand bei mir „Sturz ins Leere“ auf der Liste, der zu den besten Dokumentarfilmen über das Bergsteigen zählen soll. Da die Doku zwar auf Amazon Prime läuft, aber dort nur synchronisiert, musste ich erst auf die DVD warten, um mich selbst von der Qualität zu überzeugen…

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Mit dem Ausgang der Geschehnisse war ich im Vorfeld bereits einigermaßen vertraut. Regisseur Kevin Macdonald („Der letzte König von Schottland“) macht auch keinen Hehl daraus und präsentiert uns von Anfang an beide Teilnehmer der Expedition. Man weiß als Zuschauer somit, dass sowohl Simon Yates als auch Joe Simpson überleben werden. Viel spannender ist jedoch die Frage, wie sie das anstellen bzw. was die Ereignisse auf dem Siula Grande mit den beiden Bergsteigern anstellen. Wer die daraus resultierende Spannung nun in Frage stellt, dem kann ich nur sagen: Ich saß mit schweißnassen Händen auf der Kante meines Sofas.

Durch die Kombination aus Interviews und nachgestellten Szenen vom Berg in Kinoqualität gewinnt die Erzählung der beiden Protagonisten an einer Eindringlichkeit, der man sich nur schwer entziehen kann. Zu Beginn war ich noch ein wenig skeptisch, ob dieser inszenatorische Ansatz so funktioniert, doch schon bald war ich einerseits von der Erzählung gefangen und andererseits haben die Bilder es perfekt geschafft die Geschehnisse zu transportieren. Es gab kein Gefühl der Künstlichkeit und ich war auf Joe Simpsons Leidensweg live dabei – und was das für eine Tortur war.

Neben den offensichtlichen Qualitäten des Dokumentarfilms hat mich besonders die Ehrlichkeit der getätigten Aussagen überzeugt. Es wird nichts beschönigt oder eine zusätzliche Dramatik erzeugt. Die Aussagen stehen für sich und ich hatte den Eindruck, als wolle sich Kevin Macdonald nicht mit Nebensächlichkeiten oder Spekulationen aufhalten. Zielgerichtet, immer am Berg und ohne Brimborium. Gerade diese Fokussiert hat für mich die Qualität des Films ausgemacht.

Mit „Sturz in die Leere“ habe ich vermutlich meinen letzten Film des Jahres gesehen. Es hätte dafür wohl auch keinen passenderen geben können. Ich bin nun wieder ziemlich angefixt und drauf und dran mir Joe Simpsons Buch zu kaufen. Hat es schon jemand von euch gelesen und kann einen Tipp aussprechen? Die filmische Umsetzung dieses Bergdramas ist auf jeden Fall außerordentlich gelungen und dürfte jedem unter die Haut gehen, der sich auch nur ein wenig für die Thematik interessiert: 9/10 Punkte.

Die 5 besten Filme, die ich 2016 gesehen habe

Kurz vor dem Start ins neue Jahr fordert uns Gorana im Rahmen von Die 5 BESTEN am DONNERSTAG dazu auf, die fünf besten Filme zu nennen, die wir 2016 gesehen haben. Dabei sagt sie deutlich, dass es nicht um das Entstehungsjahr geht, sondern um den Zeitraum der Sichtung. Ich für meinen Teil habe mich sogar noch weiter eingeschränkt und nur relativ neue Filme genannt, die ich 2016 zum ersten Mal gesehen habe. Sonst wäre die Liste ja nur mit „Schöne Bescherung“, „Der Herr der Ringe“ und anderen üblichen Verdächtigen bevölkert gewesen…

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Das Thema für Ausgabe #26 lautet:

Die 5 besten Filme, die ich 2016 gesehen habe

  1. „Alles steht Kopf“ (2015) – Mein einziger 10-Punkte-Film auf der Liste und damit für mich schon jetzt einer der großen Pixar-Klassiker. Wunderbar emotional und gerade für Eltern wirklich herzergreifend. So treffend und innovativ wurde der Eintritt in die Pubertät selten erzählt.
  2. „BFG: Big Friendly Giant“ (2016) – Vermutlich nicht der beste Film, den ich 2016 gesehen habe, aber doch das eindrücklichste Erlebnis: der erste Kinobesuch mit meiner Tochter. Doch auch darüber hinaus ist „The BFG“ weit besser als sein Ruf und transportiert Roald Dahls Vorlage nahezu perfekt.
  3. „Everest“ (2015) – Wohl kein zweiter Film hat bei mir so lange nachgewirkt: Durch meine Sichtung bin ich auf den Bergsteiger-Trip gekommen, habe etliche Dokus zum Thema geschaut und Jon Krakauers Buch „In eisige Höhen“ gelesen, in dem er das Drama am Mount Everest umfassend dokumentiert hat. Ich liebe es, wenn Filme bei mir so etwas auslösen.
  4. „Ex Machina“ (2015) – Eine der größten positiven Überraschungen. Alex Garlands Drehbücher fallen im letzten Drittel oft ein wenig ab, doch in seiner ersten Regiearbeit zieht er sein Ding konsequent durch. Sehr beeindruckend und mit hoher Langzeitwirkung. Da freue ich mich jetzt schon sehr auf eine Zweitsichtung.
  5. „It Follows“ (2014) – Mit 8 Punkten der am schwächsten bewertete Film in dieser Liste, der mich jedoch – Achtung, Wortspiel! – noch lange verfolgt hat. Ich liebe das stringente Konzept und die dichte 80er-Jahre-Atmosphäre. Hinzu kommt, dass ich den Film auch wirklich äußerst gruselig fand. Einer der besten Genrefilme, die ich 2016 gesehen habe.

Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs – OT: The Lord of the Rings: The Return of the King – Extended Edition (2003) (WS1)

Aktualisierung: Ich habe „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ am 4. Januar 2024 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Ihr habt es euch vermutlich denken können: Heute stand bei mir „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ in der erweiterten Fassung auf dem Programm. Obwohl ich gestern nur eine kurze Nacht hatte und heute laufen war, hat mich die Müdigkeit nicht übermannt. Peter Jacksons vierstündiges Epos hat mich ergriffen wie damals bei der ersten Sichtung. Ein mehr als würdiger Abschluss der Mittelerde-Saga, der auch nach über acht Jahren Pause eine unglaubliche Sogwirkung entfaltet…

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Euch kann ich es ja sagen: Vor ein paar Minuten standen mir noch die Tränen im Gesicht. Das Finale in Kombination mit „Into the West“ packt mich doch immer. Epik, Pathos und der Rückblick auf eine elfstündige Reise. Länger als eine Staffel „Game of Thrones“ oder jede andere von mir geschätzte Filmtrilogie. Auch wenn das viele anders sehen, so bin ich Peter Jackson doch dankbar für den gut zwanzigminütigen Epilog. Man kann somit auch als Zuschauer Abschied von den Charakteren und der liebevoll aufgebauten Welt nehmen. Ich brauche das. Nach all den gemeinsam geschlagenen Schlachten und Abenteuern habe ich das einfach nötig.

Auch wenn die Trilogie für mich ein einziger langer Film ist, so muss ich gestehen, dass „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ wohl der perfekteste der drei Teile ist. Das fängt bei der Technik an, geht über die wunderbar verwobenen Handlungsstränge weiter und endet bei den bereits erwähnten epischen Bildern. Alles ist größer als die Wirklichkeit und doch stehen die kleinsten und unscheinbarsten Wesen im Zentrum. Ein famoser Schachzug Tolkiens und Peter Jackson gelingt es genau das gekonnt auf die Leinwand zu bringen. Und ja, ich liebe selbst die albernen Szenen zwischen Legolas und Gimli, was wohl auch meine Zuneigung zu seiner Verfilmung von „Der Hobbit“ erklären dürfte.

Mit diesem Blogeintrag endet nun auch mein diesjähriger Besuch in Mittelerde. Da der Soundtrack zu „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ unter dem Weihnachtsbaum lag, werde ich zumindest klanglich noch ein paarmal zurückkehren. Ob ich nächstes Jahr dazu kommen werde alle sechs Filme zu sehen? Oder erst wenn die Kinder alt genug sind? Ich werde es euch wissen lassen und würde meine sieben Sachen am liebsten sofort wieder packen. Der Besuch in Mittelerde ist doch immer wieder ein echtes Erlebnis: 10/10 Punkte.

Prädikat: Lieblingsfilm