Nach einem kalorienreichen Ostermontag, haben wir uns abends auf dem Sofa versammelt, um den Tag mit einem Film ausklingen zu lassen. Die Wahl fiel auf „Anaconda“ aus dem Jahr 2025. Kaum einen Trailer habe ich im Kino häufiger gesehen. Knapp vier Monate nach Release läuft der Film auch schon auf Netflix. Also haben wir uns in den Dschungel begeben und sind auf Schlangenjagd gegangen. 🐍

Anaconda (2025) | © Sony Pictures
Tolle Idee für ein Remake, doch leider nicht genug
Den originalen „Anaconda“ habe ich 1997, also vor unfassbaren 29 Jahren, tatsächlich im Kino gesehen. Ich mochte ihn damals recht gerne für das war er ist: Ziemlich platter Tierhorror mit schönem Setting. Zuletzt habe ich den 1997er „Anaconda“ vor neun Jahren noch einmal gesehen und mein damaliger Eindruck hatte sich bestätigt. Der Film hat noch unzählige Direct-to-Video-Fortsetzungen nach sich gezogen, von denen ich jedoch keine gesehen habe. Dann wurde das Remake bzw. Reboot angekündigt und tatsächlich war ich vom Konzept begeistert: Fans des Films (gespielt von Jack Black und Paul Rudd) haben sich die Rechte am Franchise besorgt und wollen kostengünstig ein Remake bzw. Reboot bzw. eine Reimagination des 1997er Films drehen. Quasi ein Meta-Remake über das Filmemachen verpackt als Tierhorrorkomödie. Schon alleine für diese Idee wollte ich den 2025er „Anaconda“ lieben.
In grobe Zügen bzw. einzelnen Szenen funktioniert die Geschichte auch wunderbar. Immer dann, wenn die absurde Situation voll ausgespielt wird. Leider passiert das nicht oft genug und der Film kann sich nicht so recht entscheiden, ob er nicht lieber ein Tierhorror-Reboot oder eine Komödie über Amateur-Filmschaffende sein will. Es gibt nur wenige Szenen, die wirklich komplett funktionieren. Die Schauspieler:innen mag ich sehr und doch wirken ihre Darbietungen ein wenig gewollt. Wenn es dann zu großen Actionszenen kommt, wird es gar generisch und etwas langweilig. Da helfen auch Gastauftritte von Ice Cube und Jennifer Lopez nichts. Die meisten Gags bzw. Überraschungen wurden zudem bereits im Trailer verbraten, was immer schade ist. Das fasst es auch ganz gut zusammen: Es ist schade, wie wenig der 2025er „Anaconda“ aus seiner fantastischen Grundidee macht.
Fazit
Ich hatte durchaus Spaß mit dem 2025er „Anaconda“. Vermutlich sogar ähnlich viel, wie mit der 1997er Variante. Doch auch diese war bereits kein sonderlich guter Film. Umso brillanter war die Idee, ausgerechnet diesen Tierhorrorstreifen in Meta-Form zu rebooten. Die Kinder haben den Film, auch ohne Kenntnis des Originals, ganz ähnlich wahrgenommen. Wir wurden zwar gut unterhalten, aber so ganz wollte der Funke einfach nicht überspringen: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 6/10 Punkte; Zwergofant: 6/10 Punkte.)
„Anaconda“ hat nicht nur unzählige Direct-to-Video-Fortsetzungen nach sich gezogen, sondern auch eine echte Kino-Fortsetzung. Ja, „Anacondas – Die Jagd nach der Blut-Orchidee“ lief ebenfalls im Kino. Wo ich ihn tatsächlich gesehen habe. Damals war ich noch enttäuscht, inzwischen mag ich den Film fast so gerne wie das Original. Gib dem also ruhig mal ’ne Chance. Die restlichen DTV-Filme sind allerdings wirklich nicht der Rede wert.
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Ach, stimmt! An den Titel kann ich noch sogar noch erinnern. Hatte aber nicht mehr auf dem Schirm, dass dieser tatsächlich auch im Kino lief. Hast du denn den 2025er schon gesehen?
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Na selbstverständlich. Und mir ging es beim Schauen wie dir: Ich wurde durchaus unterhalten, war am Ende aber doch irgendwie enttäuscht. Inzwischen habe ich den Film sogar schon ein zweites Mal gesehen – da hat er mir dann besser gefallen. Ist vermutlich alles eine Frage der Erwartungen.
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Ich befürchte, das ist kein Film, den ich noch einmal anschauen werde. Wenn noch einmal „Anaconda“, dann das Original und die Blut-Orchidee. 😉
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Ich werde ihn sogar noch ein drittes Mal schauen – schließlich muss ich ja testen, wie die Bildqualität des 4K-Steelbooks ist, das ich eben abgeholt habe. 🙂
Hast du dir eigentlich das 4K-Steelbook des Originals gegönnt? Das Bild davon gehört zum Besten, was ich je gesehen habe.
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Das nenne ich mal Einsatz. Hoffe die Bildqualität kann überzeugen. Für mich hat in diesem Fall der Netflix-Stream ausgereicht.
Ich kenne Bildbereiche des Originals. Das Steelbook habe ich vermutlich verpasst. Bisher steht nur die Blu-ray in Regal.
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Was hat der Trailer mich gehypt, was hat der Film mich enttäuscht. Muss man auch erst mal hinkriegen. Jack Black braucht endlich wieder eine Rolle, in der er glänzen kann (und den Minecraft-Film nehme ich da raus, der ist arg special interest).
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Ja, kann ich so unterschrieben. Wirklich erschreckend wenig draus gemacht. Dennoch wurde ich ganz okay unterhalten. Gerade Black und Rudd haben seltsam lustlos gespielt.
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Ich habe den originalen Anaconda damals auch im Kino geschaut. Mehr allerdings auch nicht aus der ganzen Reihe.
Hier hat mich der Trailer nicht mitgenommen und mich nervt Black nur. Nach School of Rock war der 2005er King Kong der einzige Film, wo er noch gut war.
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Wenn dich schon der Trailer nicht abgeholt hat, dann kannst du den getrost auslassen. Ich mag Jack Black in den meisten Filmen. Hier war er allerdings nur okay.
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Den lasse ich auch aus. 🙂
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Dachte ich mir schon. 😉
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🙂
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Wir haben ihn auch Anfang der Woche geschaut und ich hatte mit einer schreienden Komödie gerechnet. Ich meine Paul Rudd und Jack Black?! Hallo???!!!
Aber stattdessen wirkte gerade Black oft ungewöhnlich ernst und Rudd dafür übertrieben in seinen Darstellungen. Das fand ich etwas schade. Man muss sicherlich Fan von der überdrehten Art von Jack Black sein, aber davon hat mir hier doch einiges gefehlt.
Ich glaube das Original habe ich nie gesehen, daher bin ich hier recht genügsam sicherlich, aber ich hab auch gedacht, irgendwie war das nichts Halbes und nichts Ganzes.
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Da deckt sich unser Eindruck ja ziemlich, auch wenn du das Original nicht kennst. Aber das war schon nichts Besonderes und eher ein 08/15-Monsterfilm aus den späten 1990ern. Gerade das fand ich auch witzig vom Ansatz her, aber ja, hätte man mehr draus machen müssen, gerade bei den tollen Comedy-Schauspielern.
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