Das fünfte Element – OT: The Fifth Element (1997)

Eigentlich wollten wir heute mit dem MCU weitermachen, doch das Zappelinchen war auf einer Geburtstagsparty, und so haben wir eine andere Richtung eingeschlagen. Luc Bessons „Das fünfte Element“ hatte mich damals ziemlich begeistert und ich war somit recht überzeugt, dass der Film auch beim Zwergofanten gut ankommt. Doch das Sci-Fi-Abenteuer hat inzwischen schon unfassbare 29 Jahre auf dem Buckel, was ich ein wenig verdrängt hatte. Ob der Film dennoch funktioniert hat? 💖

Das fünfte Element (1997) | © LEONINE

Das fünfte Element (1997) | © LEONINE

Unfassbar kreativ, handgemacht und ikonisch

Tatsächlich hatte ich zu Beginn so meine Zweifel, denn „Das fünfte Element“ ist so ganz anders als heutige Sehgewohnheiten. Viele gebaute Sets und handgemachte Effekte. Das CGI wirkt ein wenig angestaubt und manche Kostüme sind gewöhnungsbedürftig. Aber das waren sie schon damals. Korben Dallas und Leeloo dagegen sind auch heute noch absolut ikonische Figuren, an die man sich einfach erinnert, was auch ihrem Look zu verdanken ist. Bruce Willis und Milla Jovovich sind fantastisch in dem Film. All das hat immer noch wunderbar für mich funktioniert. Die Geschichte ist einerseits sehr simpel, andererseits auch durchaus komplex und es ist schon verrückt, was Luc Besson alles in gut 120 Minuten unterbringt. Da können viele moderne Filme nicht mithalten. Das Drehbuch hält sich auch nicht mit Geplänkel auf und ist erstaunlich dicht. Dennoch wirkt „Das fünfte Element“ nicht gehetzt, was schon eine Leistung ist.

Aus heutiger Sicht fand ich es witzig, wie sehr Gary Oldmans überzeichneter Bösewicht Zorg an einen KI-Bro erinnert. Sein Disput mit Ian Holms Figur ist in dieser Hinsicht herrlich! Überhaupt ist „Das fünfte Element“ fantastisch besetzt und macht bis in die Nebenrollen Spaß. Ein perfekter Unterhaltungsfilm also? Nicht ganz, denn auch wenn ich die ausgefallene Ausstattung liebe, so zeichnet er weibliche Figuren teils übersexualisiert und der Male Gaze ist allgegenwärtig. Das würde man heute glücklicherweise anders inszenieren. Davon abgesehen ist „Das fünfte Element“ erstaunlich gut gealtert und kann auch nach 29 Jahren noch überzeugen. Der Zwergofant musste erst einmal in diesen „schon sehr ungewöhnlichen Film“ (Zitat) reinkommen, doch danach hatte er auch viel Spaß damit.

Fazit

Mich hat „Das fünfte Element“ wieder sehr begeistert. Gerade die handgemachte Inszenierung und das Übermaß an Kreativität im World Building und den Figuren haben mir enorm viel Vergnügen bereitet. Wenn man den Film als Produkt seiner Zeit sieht, dann kann man ihn auch heute noch genießen. Schon erstaunlich, dass nie ein zweiter Teil kam, was ihn noch mehr zu etwas Besonderem macht. Meine Wertung: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: war auf einer Geburtstagsparty; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Ein Gedanke zu “Das fünfte Element – OT: The Fifth Element (1997)”

  1. @moviescape.blog
    Ich muß ja zugeben, Milla Jovovich in dem Gurt-Kostüm ziemlich am Anfang hat mich schon sehr gefesselt …
    😇
    Aber ja, auch sonst hatte der Film was. Was Bombastisches, irgendwie.

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