Nach der zweiten Staffel von „The Last of Us“, ging es direkt mit der zweiten Staffel einer postapokalyptischen Videospielverfilmung weiter: Auf „Fallout – Staffel 2“ hatte ich mich durchaus gefreut, auch wenn meine ganz große Begeisterung, die direkt nach der Sichtung der ersten Staffel durchaus vorhanden war, etwas abgeklungen war. Knapp zwei Jahre Abstand waren vielleicht doch etwas lang… ☢️

Fallout – Staffel 2 | © Amazon Prime Video
Mehr Handlungsstränge und weniger Fokus
Ich komme direkt mit einem etwas seltsam anmutenden Vergleich: Die zweite Staffel von „Fallout“ verhält sich zur ersten Staffel, wie die zweite Staffel von „Wednesday“ zur deren erster Staffel. Für mich hat auch hier der Fokus gefehlt. Es gab zu viele Handlungsstränge ohne wirkliche Verbindung oder Weiterentwicklung. Da war die Balance im ersten Jahr deutlich gelungener. Durch das wilde Hin- und Herspringen habe ich als Zuschauer zu wenig Zeit mit einzelnen Figuren verbracht, bevor es schon wieder weiterging zu einem Handlungsstrang, den man zuletzt zwei Episoden zuvor verlassen hatte. Das fand ich sehr anstrengend. Disclaimer: Dieser Eindruck mag aber auch daran liegen, dass ich bei nahezu jeder Episode mit dem Schlaf zu kämpfen hatte und teils sogar für ein paar Minuten weggenickt bin. Inwiefern dies der Serie direkt anzukreiden ist, oder eher meinem momentanen Gesamtzustand, kann ich schwer sagen.
Auf der Habenseite steht weiterhin das famose Produktionsdesign und der generell stimmige audiovisuelle Gesamteindruck. Einzig die Songs der 1950er/60er Jahre wirken auf Dauer, so innovativ dieses Konterkarieren in der ersten Staffel auch gewesen sein mag, etwas ermüdend. Auch die Figuren mochte ich weiterhin, speziell Walton Goggins als Ghoul hat mir immer besser gefallen. Auch die Kapitalismus- und Militarismuskritik ist scharf und böse, blitzt aber zu selten in dieser Form auf bzw. wird von anderen, teils eher ermüdenden, Handlungssträngen überlagert. Am Ende der zweiten Staffel hat sich handlungstechnisch gar nicht so viel weiterentwickelt. Vielleicht habe ich aber auch wichtige Details verpasst? Das mag ich gar nicht ausschließen. Das Gefühl der Ermüdung kann ich jedoch nicht abschütteln.
Fazit
War ich von der ersten Staffel noch überaus begeistert, so hat mich die zweite Staffel doch etwas enttäuscht. Momentan bin ich mir noch nicht einmal sicher, ob ich in eine dritte Staffel überhaupt reinschauen würde. Trotz Müdigkeit kämpfe ich bei anderen Serien nicht so sehr mit dem Schlaf. Definitiv keine schlechte Staffel, aber das seltsame Pacing hat sie für mich zu anstrengend gemacht und das bei recht zielloser Geschichte: 7/10 (7.2) Punkte.
Ermüdend… das war der Begriff, der mir bei meiner Besprechung gefehlt hat. Ich bin mit dieser Staffel auch nicht zurechtgekommen und hatte mir von Las Vegas insgesamt mehr erwartet. Was war das am Ende der ersten Season noch für ein Hype, als ein Besuch dort angeteasert worden war.
Die beschwingte Musik hat bei mir auch keine Aufwachschübe ausgelöst. Klar, das hat damals funktioniert, aber wenn es immer wieder kommt, verliert es genauso an Eindruck wie die gerne reingeworfenen Gewaltspitzen und das Okey-Dokey der Protagonistin.
Für Staffel 3 müssen die sich wirklich was einfallen lassen, um mich bei der Stange zu halten.
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Bis zu deinem Kommentar war mir gar nicht bewusst, dass ich das Wort so oft verwendet habe, aber ja, genauso hat sich die Staffel für mich insgesamt angefühlt. Ich kenne ja die Vorlage nicht und daher war mir „New Vegas“ alleine ein abstrakter Begriff.
So manche Einzelszene mochte ich sehr gerne, ebenso Schauspiel und Szenenbild. Aber die Handlung und so mancher Trope… ich kann es gar nicht richtig sagen, was nicht funktioniert hat, aber gerade im Vergleich zur ersten Staffel, welche ja die gleichen Zutaten besaß, wollte irgendwas nicht zünden.
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Ja, da gebe ich dir Recht.
Aber es war gut sich berieseln zu lassen.
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Hätte ich die erste Staffel nicht so sehr gemocht, wäre ich vielleicht auch wohlwollender gewesen. Vielleicht auch nicht, denn eingeschlafen wäre ich vermutlich dennoch. 😅
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Oh das ist interessant. Konnte ja neulich erst die erste Staffel sehen und war davon wirklich sehr begeistert, finde ich es etwas schade, wenn die zweite Staffel das Niveau nicht halten kann. Der Vergleich mit Wednesday hilft mir, dass besser einschätzen zu können. Naja mal sehen, ob und wann ich mal Zugang zu Staffel 2 habe.
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Musste beim Schreiben an dich denken, da du ja neulich so begeistert von der ersten Staffel warst. Wie ich halt auch. Die einzelnen Zutaten sind noch vorhanden, doch wurden sie irgendwie ungeschickt zusammengemischt. Bin gespannt, was du sagst, wenn du reinschauen konntest.
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Hm, also ich weiß, ich bin auch ein zwei Mal eingeschlafen… aber ob es daran lag oder an der allgemeinen Erschöpfung, wer weiß. Ich liebe es allerdings, wie sie sich entwickelt! Da mir jeglicher Bezug zum Spiel fehlt, ist es manchmal schwer da etwas nachzuvollziehen wo jetzt was passiert, da es auch viele Handlungsstränge irgendwie sind… aber naja. Für mich ist das sowas: Wenn nichts anderes läuft 🙂
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Mir fehlt der Bezug zu den Spielen auch, aber das hat mich bei der ersten Staffel auch nicht gestört. So gern ich Inszenierung und Schauspieler:innen mag, so ungelenk fand ich auch die Geschichte bzw. Erzählweise. Irgendwie schade drum.
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