Wednesday – Staffel 2 (2025)

Knapp zwei Monate haben wir für die acht Episoden dieser zweiten Staffel gebraucht. Ob das an der abfallenden Qualität von „Wednesday – Staffel 2“ liegt? Wenn man sich so die Bewertungen angeschaut hat, dann könnte man davon ausgehen. Ob das auch bei unserer Sichtung der Fall war, könnt ihr in der folgenden Besprechung lesen… 🧟

Wednesday – Staffel 2 | © Netflix

Wednesday – Staffel 2 | © Netflix

Hex-hex, Handlungsstrang vervielfache dich!

Um es ein wenig einzuordnen: Auch für die erste Staffel von „Wednesday“ haben wir beinahe einen Monat gebraucht. Mehr als ein bis zwei Episoden pro Woche sind mit der gesamten Familie nicht drin. Über die Weihnachtsferien hat uns unser „Harry Potter“-Marathon zusätzlich ausgebremst. Es lag also nicht an der Qualität dieser zweiten Staffel, sondern alleine an unserer Priorisierung. Tatsächlich fand auch ich das zweite Jahr an der Nevermore Academy schwächer als das erste. Dieses war wunderbar fokussiert erzählt. Wednesday hatte ein Mysterium zu lösen, es gab ein paar kleinere Nebenhandlungen, welche jedoch der Haupthandlung kaum in die Quere kamen, und die Auflösung war tatsächlich recht unerwartet. Das Beste jedoch: Die Kinder waren so begeistert, wie selten von einer Serie. Der Erfolg gab ihr recht, denn Tim Burton scheint mit dem Quasi-Reboot der „Addams Family“ den Zeitgeist getroffen zu haben.

Die zweite Staffel von „Wednesday“ ist eine typische Fortsetzung, denn sie bietet mehr von allem: Mehr Figuren, mehr Handlungsstränge, mehr Mysterien, mehr Addams. Klingt anstrengend? Ist es zuweilen auch. Mit Steve Buscemi (u.a. bekannt für „Fargo“ oder „Boardwalk Empire“) stößt ein bekannter Schauspieler zum Cast, den ich stets sehr gerne sehe. Gefreut habe ich mich auch über Christopher Lloyd, der in den Verfilmungen der 1990er Jahre als Onkel Fester überzeugen konnte. Was hatte ich inhaltlich erwartet? Ein komplett neues Mysterium an der Nevermore Academy. Das gibt es auch. Irgendwie. Allerdings wird noch ein weiteres eingeführt. Und noch eines. Und die Hyde-Geschichte des ersten Teils geht auch weiter. Dann hängt alles irgendwie zusammen. Auch mit den Addams, die plötzlich auch auf den Schulgrund ziehen. All das lässt die Handlung oft unfokussiert und unnötig verwirrend wirken. Zumal viele Elemente auch nicht wirklich wichtig sind. Am besten hat mir in der zweiten Staffel die sechste Episode „Kenne deine Leiden“ gefallen, die im Grunde nur eine Körpertausch-Komödie zwischen Wednesday und Enid ist. Überhaupt bietet die Serie weiterhin viele wundervolle kleine Details, die auch abseits der überladenen Mystery-Handlung funktionieren.

Fazit

Auch wenn „Wednesday“ uns im zweiten Jahr nicht mehr so komplett begeistern konnte, wie noch die erste Staffel, so bietet die Serie weiterhin gute Unterhaltung. Für das dritte Jahr wünsche ich mir wieder mehr Fokus. Trotz meiner Kritikpunkte hatten die Kinder und auch wir Erwachsenen wieder viel Spaß mit „Wednesday“ und freuen uns schon auf die dritte Staffel: 8/10 (7.6) Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

9 Gedanken zu “Wednesday – Staffel 2 (2025)

  1. Wie so oft habe ich am meisten damit zu kämpfen, wenn zu viele Befindlichkeiten auftauchen und die Charaktere ständig in Konflikten zueinander sind, die einen irgendwann nerven. So ging es mir ja auch mit Hermine und Ron und hier jetzt mit Wednesday und gefühlt jedem anderen. Enid macht irgendwie eine spannende und wichtige Entwicklung durch und scheint zu reifen in der 2. Staffel, noch besser gefiel mir aber glatt Pugsley und Agnes, deren Rolle nachher so viel tragischer ist als man zuerst denkt.
    Über Lady Gaga sage ich jetzt mal nix 🙂
    Aber der Tanz dieses Mal war fast noch ikonischer als der aus der ersten Staffel.
    Ich fand, dass die zweite Staffel halt noch mehr Teenie-Content war, als die erste und für dieses jüngere Publikum ist die Neuaufbereitung all der Figuren wirklich passend und gut.

    Gefällt 1 Person

    • Ja, es gab schon viele Konflikte, das stimmt. Um RedLetterMedia zu zitieren: „Conflict creates drama“ und das funktioniert hier schon ganz gut. Auch eben weil es Entwicklungsmöglichkeiten für die anderen Figuren, wie Enid oder Agnes, gibt. Wednesday fand ich teils auch ganz schön unsympathisch, doch vermute, dass dies auch beabsichtig war. Am meisten hat mich wirklich die teils verworrene Handlung gestört. Ich fand sie auch teils brutaler und expliziter in der Gewaltdarstellung, was auch den Kindern auf gefallen ist. Aber gut, hat zumindest dazu geführt, dass ich entschieden habe, wir können es jetzt auch mal mit „Stranger Things“ probieren. 😉

      Like

  2. Ah wie ich sehe bist du auch bei der Punktevorgabe ein Stück hinter der ersten Staffel geblieben. Die Körpertausch-Folge war für mich auch das Highlight der Staffel! Dagegen hatte mich Buscemi, den ich sonst eigentlich auch ganz gerne sehe, hier etwas genervt.

    Gefällt 1 Person

    • Ja, insgesamt nicht mehr ganz so gelungen, wie die erste Staffel, aber doch noch gute Unterhaltung. Buscemi mochte ich durchaus, auch wenn ich dir zustimmen muss, dass seine Figur eher nervig angelegt war.

      Like

  3. Pingback: Media Monday #759 – Ein 70. Geburtstag, Seriengroßprojekte und Schlittenfahren | moviescape.blog

  4. Ja, stimmt, die erhöhte Präsenz der ganzen Addams Gang war etwas zu viel des Guten und hat den Hauptplot immer mal wieder im Schwung gestoppt. Die Weiterentwicklung der Protagonisten, allen voran natürlich Wednesday selbst und best friend Enid funktionierte für mich aber doch ganz gut. Staffel ist nicht so fokussiert wie der erste Output, aber immer noch beste Unterhaltung.

    Gefällt 1 Person

Hinterlasse eine Antwort zu Sven Kietzke Antwort abbrechen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..