Six Feet Under – Season 2

Wie jeder schöne Zeitvertreib, streichen auch gute Serien viel zu schnell an einem vorüber. So hat die Sichtung von „Six Feet Under – Season 2“ nicht einmal drei Wochen in Anspruch genommen. Wenn es so weitergeht, bin ich spätestens Ende August mit der Serie durch. Im Moment ein fast schon erschreckender Gedanke, da mir die Familie Fisher gerade so richtig ans Herz gewachsen ist.

Inhaltlich schließt die zweite Staffel unmittelbar an das Vorjahr an und doch hatte ich über die ersten paar Episoden Probleme so richtig in die Geschichte einzusteigen. Der düstere Schatten, der sich im Finale der ersten Staffel über Nate legte, wird zu einem der zentralen Handlungsstränge, was nicht nur wie eine stete Unsicherheit über den Charakteren, sondern auch über den Zuschauern schwebt. Ein weiterer zentraler Bestandteil der Staffel ist Nates Beziehung zu Brenda, die immer extremere Formen annimmt und deshalb auch kaum Erleichterung für Nate und den Zuschauer bietet. Komplexe Figuren in komplexen Beziehungen. Das ist es wohl, was die Serie besonders auszeichnet.

Auch die restlichen Mitglieder der Familie Fisher haben mit allerlei Problemen zu kämpfen, doch wenigstens gibt es hier einige Lichtblicke zu sehen, die nicht selten tragikomische Züge tragen. Solche finden sich auch im jeweiligen Todesfall der Woche wieder, der erneut wirklich gelungen in die einzelnen Epsioden eingeflochten wurde. Der wohl konventionellste Handlungsstrang behandelt den Kampf von Fisher & Sons gegen Kroehner Service International. Hier sind die Rollen klar verteilt und man kann guten Gewissens mit dem kleinen Familienunternehmen mitfiebern.

Auch qualitativ setzt die zweite Staffel nahtlos fort, was die Serie in ihrem ersten Jahr aufgebaut hat. Meine Lieblingsepisode dürfte wohl „It’s the Most Wonderful Time of the Year“ gewesen sein, in der noch einmal die letzte Begegnung eines jeden Familienmitglieds mit dem zu Beginn der ersten Staffel verstorbenen Nathaniel Fisher Sr. gezeigt wurde. Auch das Staffelfinale war fantastisch und emotional äußerst mitreißend. Zudem muss der Cliffhanger damals wirklich hart gewesen sein, als man noch ein Jahr auf die Fortsetzung warten musste. Ich für meinen Teil werde wohl bereits heute Abend wieder bei der Familie Fisher vorbeischauen: 9/10 (8.7) Punkte.

7 Gedanken zu “Six Feet Under – Season 2

    • Ja, diese Aufteilung dürfte von der Stimmung her schon richtig sein. Da „Six Feet Under“ in L.A. spielt, bietet die Serie trotz ihrer Thematik auch etliche sonnendurchflutete Bilder. Insofern macht auch eine Sichtung im Sommer Sinn, falls man das überhaupt so sagen kann… 😉

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  1. Eine der ersten Serien, die ich mir auf DVD zugelegt habe und bis heute unvergessen! Und immer noch ist es unglaublich, dass du dieses Kleinod noch nicht gesehen hast, wo du doch gefühlte 170 Serien kennst von denen ich noch nie gehört habe! Und es stimmt, was Hendrik schreibt, die Serie wird bis zum Ende (Gott sei Dank) nicht schlechter – und spätestens mit der letzten Folge der letzten Staffel (bei der ich Rotz und Wasser geheult habe!) kommt dann bestimmt auch die wohlverdiente 10-Punkte-Bewertung! 😉

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    • Ja, vor dieser Serie hatte ich aufgrund der Thematik immer zu viel Respekt. Nachdem ich mich nun herangetraut habe, bin ich aber auch wirklich begeistert. Außerdem kann man ja nicht alles sofort kennen und somit bin ich aktuell froh einen Großteil des Highlights noch vor mir zu haben. Von dem Serienfinale habe ich auch schon viel Gutes gehört, wenngleich ich wirklich auf der Hut bin mich hier nicht spoilern zu lassen – eine gewisse Vermutung habe ich natürlich dennoch…

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  2. Pingback: Six Feet Under – Season 3 | Tonight is gonna be a large one.

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