Doomsday (2008)

Bereits bei der Kinoauswertung hatte ich mich für Neil Marshalls Endzeitschocker „Doomsday“ interessiert, doch da die deutsche Kinofassung – wie so oft in letzter Zeit – geschnitten war wollte ich auf die DVD warten. Da diese nun auch nur verstümmelt auf den Markt geschmissen wurde, bin ich letztendlich auf die australische Fassung ausgewichen.

doomsday

Neben der Tatsache, dass „Doomsday“ der neue Film von Neil Marshall – Regisseur des äußerst gelungenen „The Descent“ – ist, hat mich besonders die Endzeitatmosphäre gereizt. Bereits beim Trailer wurden äußerst angenehme Erinnerungen an „Mad Max“ und „Escape from New York“ wach. Umso gespannter war ich, womit Marshall nun den bunten Mix noch aufgepeppt hat.

Der Einstieg ist sehr stimmungsvoll inszeniert und erinnert an aktuelle Kracher wie „28 Days Later“ – selbst Versatzstücke von „ALIENS“ ließen sich finden. Versatzstück beschreibt den Film sowieso ganz gut. Nach der atmosphärisch dichten Einführung von Ausgangssituation und Charakteren wird in ein „Mad Max“ ähnliches Szenario gewechselt, das lauter und bunter kaum sein könnte. Danach geht es sofort weiter in eine Mittelalterwelt, nur um am Ende „Mad Max 2: The Road Warrior“ zu huldigen. Dazwischen gibt es einige Abstecher in eine Verschwörungsgeschichte, die nicht unbedingt nötig gewesen wäre.

Betrachtet man den Film als Hommage an das 70er/80er Jahre Actionkino, wird man seine Freude haben. Es gibt viel Gewalt, viel Action und nur wenig Handlung. Die Atmosphäre ist meist äußerst gelungen und ab und zu schleicht sich sogar ein selbstironischer Witz in die Dialogzeilen. Alles in allem war es das auch. Eine nette Hommage, die sich jedoch nie zur Eigenständigkeit aufschwingen kann.

Ob ich nun enttäuscht bin? Vielleicht etwas. Nach „The Descent“ hätte ich wohl mehr von Neil Marshall erwartet. Doch Spaß macht auch „Doomsday“ auf jeden Fall, man wird in einigen Jahren jedoch kaum mehr von dem Film sprechen – denn wer braucht schon eine Ansammlung von Versatzstücken, wenn die Originale nicht weniger bieten? Für Fans des Genres aber durchaus sehenswert: 7/10 Punkte.

7 Gedanken zu “Doomsday (2008)

  1. Ah, der steht auch noch auf meiner Review Liste. Wollte den eigentlich schon lange abgehandelt haben, da kam mir aber immer wieder was dazwischen. Nächste Woche aber bestimmt. Die DVD steht ja nun schon ein paar Tage in den Regalen.

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