Severance

Seit Ewigkeiten einmal wieder ein Samstagnachmittag, an dem es nichts zu tun gibt. Aber auch gar nichts. Zeit also sich endlich einmal dem erschreckend schnell wachsenden Stapel an ungesehenen DVDs zu widmen. Von Christopher Smiths „Severance“ versprach ich mir eine amüsante Horrorkomödie, denn schließlich werden überall Vergleiche zum absolut grandiosen „Shaun of the Dead“ gezogen.

„Severance“ versucht komisch zu sein. Komisch und gesellschaftskritisch. Beides gelingt in meinen Augen nicht wirklich. Vielleicht ist das einfach nicht meine Art von Humor. Ein paar Schmunzler waren schon dabei und die Kritik an der Rüstungsindustrie war auch nicht zu übersehen, doch so richtig hat da nichts gezündet. Auch sind die Charaktere – trotz ausführlicher Einführung – erschreckend blass geblieben. Folglich habe ich mich nicht wirklich dafür interessiert, was in der zweiten Filmhälfte mit ihnen geschieht.

Der Horror bricht dann auch ziemlich heftig auf die Akteure herein, was auch nicht so ganz zum lustig gemeinten ersten Teil des Films passen will. Für sich allein genommen gibt es ein paar schön fiese Horrorszenarien zu sehen, doch so richtig Angst wollen die vermummten Einheimischen dann auch nicht verbreiten. Auch hier nichts Halbes und nichts Ganzes.

Inszenatorisch leistet sich Christopher Smith keine Schwächen und der Film weiß über seine 90 Minuten auch zu unterhalten, doch in Erinnerung wird er mir nicht wirklich bleiben. Da hat selbst Smiths „Creep“ bei mir mehr Eindruck hinterlassen. Absoluter Durchschnitt. Da hätte ich mir weit mehr erwartet: 5/10 Punkte.

16 Gedanken zu “Severance

  1. Oh, da muss ich dir ausnahmsweise mal (ein bisschen) widersprechen. Mir hat der Film insgesamt eigentlich ganz gut gefallen, hatte einige nette Idee.

    Nun bin ich nicht so derjenige, der auf Horrorfilme steht, daher fand ich die etwas seichteren Schockmomente sehr angenehm und habe mich gefreut, dass es doch eher in Richtung Komödie ging. 🙂

    Wir können ja aber auch nicht immer einer Meinung sein. 😉

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  2. Genau, das wäre ja auch langweilig!

    Im Grunde mag ich die Kombination aus Komödie und Horror auch, doch ist das eben stets eine schwierige Gradwanderung und „Severance“ bekommt das meiner Meinung nach einfach nicht hin – oder trifft eben nicht meinen Geschmack… 😉

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  3. Mir gefiel er ziemlich gut, obwohl ich mit Horror normalerweise mal so überhaupt nichts anfangen kann. Hm, ich glaube das liegt daran, dass die Leute, die diesmal dran glauben mussten, nicht nur über 30 waren, sondern tatsächlich über 30 sein sollten 😉

    Außerdem war das Szenario auch mal, naja, nichts anderes, aber ein wirksames: Russland (Osteuropa? lange her), Wald, „verlassenes“ Asylum, ziemlich cool.

    Ein Highlight natürlich die vermeintliche Rettung gegen Ende inkl. Feuerwerksrakete 🙂

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  4. Das mit dem Alter stimmt natürlich, doch auch – oder besonders – in dem Bereich gibt es für mich viel gelungenere Beispiele, wie z.B. „The Descent“ (auch wenn man beide Filme natürlich nicht vergleichen kann.

    Das Osteuropa-Setting ist für mich auch schon etwas ausgelutscht (siehe „Hostel“) und den Flugzeugabschuss fand ich viel zu comichaft. Naja, eben einfach nicht mein Film…

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  5. Ich hab den Film ehrlich gesagt nie als „Horror“-Film empfunden. Bzw. hat mir nie jemand gesagt, dass das ein Horror-Film sein soll XD
    Und ich hab irgendie nirgends Vergleiche zu Shaun gesehen / gelesen…
    Ich fand den ehrlich gesagt ziemlich lustig (größtenteils). Ziemlich schwarzer Humor eben (siehe Bärenfalle..^^). Natürlich storytechnische und schauspieltechnische Abzüge.
    Und für mich wirklich kein Horrorfilm. Eher eine Komödie mit Splatter-Einlagen :))
    Von mir daher eher 7 von 10.

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  6. Hmm… vielleicht bin ich auch einfach mit den falschen Erwartungen heran gegangen. In jedem Review, das ich las hat man den Vergleich mit „Shaun of the Dead“ gezogen, den ich eben zu meinen Lieblingsfilmen zähle.

    Und mal ehrlich: Im letzten Drittel nimmt der Horror schon ganz schön überhand. Allein z.B. die versuchte Vergewaltigung hat meiner Meinung nach irgendwie nicht so zum humorigen Ansatz gepasst. Das beißt sich. Aber ich kann ja nicht jeden Film gut finden… 😉

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  7. Dann verstärken wir die Meinungsdivergenz mal wieder etwas. =) Fand den Film damals auf dem FFF nämlich auch sehr ansprechend und unterhaltsam und hat mir ordentlich Spaß bereitet.

    Sehe es aber auch so, dass der Film wesentlich weniger im Bereich „Horror“ anzusiedeln ist als im Bereich „schwarzer Humor“. Denn das ganze ist doch schon sehr klamaukig und überdreht – aber bin, wie die anderen denen der Film hier gefiel, ebenfalls kein großer Horror-Fan. Von daher passt das wohl.

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  8. Ich denke, dass der Film im Kino unter Gleichgesinnten auch noch einmal ganz anders wirkt und er seine Partyfilmkarte dort besser spielen kann.

    Vielleicht sollte ich der Sache mit ein paar Freunden noch einmal eine Chance geben, oder aber ich hake den Film einfach unter dem Motto Nix für mich! ab. Mal sehen… 😉

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  9. Du hast mich drauf gebracht, den mal wieder anzugucken. Und ich fand den eigentlich immer noch lustig.
    Ich meine, allein die Szene am Ende mit der „Eskort“-Dame und dem Maschinengewehr: trashiger gehts doch kaum oder? Und eben das ist das lustige 😉
    Mir ist auch dasselbe eingefallen wie dir: den Film sollte man echt mit mehren Leuten anschauen.
    Ist das selbe bei Filmen wie Jackass, oder „Plan 9 from outer space“ und „Bride of the monster“ (Ja, die Ed Wood-Klassiker.. Sehr zu empfehlen!! XD).

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  10. Na, dann hat meine Sichtung ja doch noch etwas gebracht! 😉

    Überhaupt eignen sich die meisten sogenannten Funsplatter oder Funhorrorfilme im Allgemeinen eher zu Gruppensichtungen. Von Trash einmal ganz zu schweigen. Nur leider stehen so wenige meiner Freunde auf Trash/Horror/etc.

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  11. Pingback: Black Death « Tonight is gonna be a large one.

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