28 Weeks Later

Gestern Abend war ich einmal wieder im Kino und habe mir in illustrer Runde „28 Weeks Later“ angesehen, dessen Vorgänger von Danny Boyle mir ziemlich gut gefallen hat. So war „28 Days Later“ der Beitrag zum modernen Zombiefilm, der mir – neben „Shaun of the Dead“ – wohl am stärksten im Gedächtnis geblieben ist. Und nichts anderes ist auch der Nachfolger: Ein moderner Zombiefilm. Infizierte hin oder her.

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Der Einstieg in den Film – der auch die neuen Zuschauer auf die neue Weltordnung einstimmt – ist absolut wuchtig und brutal. Die Bedrohung bricht von einer Sekunde auf die nächste über ein paar Überlebende herein und ist nicht zu stoppen. Düster, beeindruckend und unmittelbar inszeniert. Dazu eine absolut passende musikalische Untermalung und großes Drama unter den Figuren. Wirklich sehr stark und im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend.

Nach dem starken Anfang wirkt die Geschichte wie eine realistischere Variante von Romeros „Land of the Dead“. Der Alltag kehrt ein und ein Stadtteil wird wieder den Bewohnern zugänglich gemacht. Inklusive verbotener Zone und allem was dazu gehört. Der erneute Ausbruch der Seuche ist dann einigermaßen unglaubwürdig und von starken Zufällen abhängig. Aber nun gut. Ist ja schließlich auch ein Zombiefilm. Weiter geht es nun wie es kommen musste: Eine kleine Gruppe von Überlebenden kämpft sich durch Horden von Infizierten, um letztendlich mit einem Hubschrauber zu fliehen. Der Kreis zu Romero schließt sich wieder.

Die Flucht ist teils sehr bedrückend inszeniert. Die Szenen mit Nachtsichtgerät haben mich unweigerlich an Neil Marshalls grandiosen „The Descent“ denken lassen. Der Rest ist eher typische Zombiehatz mit einigen netten Effekten. War alles halt schon ein paarmal da. Den Rest füllt „28 Weeks Later“ mit Genreversatzstücken auf. Somit fehlt dem Film die Originalität seines Vorgängers und zurück bleibt ein wirklich unterhaltsamer und teils bedrückend inszenierter Reißer – und das ist für eine Fortsetzung im Horrorgenre schon einmal mehr, als man erwarten würde.

Für hartgesottene Zombiefans, die schon den Vorgänger mochten, kann ich eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Man darf nur nichts Neues erwarten und sollte über die mangelnde Logik hinwegsehen können: 7/10 Punkte.

9 Gedanken zu “28 Weeks Later

  1. Huiii endlich jemand der mir sagen kann wie der Film ist, udn ja ja jaj aaa ich will ihn sehen- ich hasse Zombiefilme, aber ich fand 28 Days Later SO gut (!!!) dass ich mir doch glatt den Nachfolger ansehen werde.

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  2. Bis zum erneuten Ausbruch dachte ich, wow, ein echt würdiger Nachfolger. Die Charaktere waren alle recht interessant, es gab einen Jungen, dem ich nicht sofort den Hals umdrehen wollte (wie sonst immer in Filmen) und die Bild- und Musiksprache war ungefähr die von 28 Days later.

    Aber der zweite Teil des Films war mir dann zu platt. Irgendwie machten die spärlichen Actionsequenzen im Vorgänger immer Sinn, aber hier fehlte mir die Atmosphäre und ein paar Zusammenhänge. Das waren halt aneinandergereihte Actionsequenzen. Gut, die Nachtsichtgeräteszene war nicht schlecht, aber die Tunnelszene aus 28 Days.. bleibt ungetoppt.

    Das Ende fand ich dann richtig dumm und konstruiert.

    Wie überhaupt die Prämisse mit der Immunität. Aber immerhin hat „Begs“ Carlyle richtig gut gespielt.

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  3. Der zweite Teil war eben die typische Flucht vor den Zombies Infizierten. Fand ich auch schwächer als den Anfang und den ersten Teil, aber dieser hatte ja auch schon mit einer deutlich schwächeren zweiten Hälfte zu kämpfen.

    Das erste Ende war dann eine nette Hommage an „Dawn of the Dead“. Das Ende in Paris war etwas unnötig aber typisch für einen Horrorfilm. Da kommen die „28 Months Later“ wohl auch noch…

    Carlyle fand ich über große Strecken einfach nur verschenkt. Der immer wieder auftauchende Zombievater war sowieso etwas dämlich. Der Anfang war dafür richtig gut!

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