Born to be Wild – OT: Wild Hogs

Nach über einem halben Jahr war ich gestern endlich einmal wieder in der Sneak. Gehofft hatte ich auf „300“, meine schlimmste Befürchtung war – nach Sichtung des Trailers – „Herr Bello“. Mit dem letztendlich gezeigten „Born to be Wild“ hatte ich überhaupt nicht gerechnet, doch bereits nach den ersten paar Minuten war klar, was für ein Film die Zuschauer in den nächsten 100 Minuten erwartet.

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So kam es dann auch: Eine seichte, stargespickte Hollywood-Komödie von den ersten Minuten bis zum bitteren Ende. Tim Allen sehe seit „Galaxy Quest“ sehr gerne. Auch John Travolta mag ich ich als Schauspieler. William H. Macy ist sowieso über jeden Zweifel erhaben. Eigentlich also gute Voraussetzungen. Doch leider kann das Skript mit der eigentlich witzigen Grundidee überhaupt nicht mithalten. Bereits die Charakterisierung der Hauptfiguren läuft nach Schema F ab: In getrennten Kapiteln ohne Zusammenhang und Ausnutzung der durchaus vorhandenen Gruppendynamik. Zudem wird der Prolog viel zu breitgetreten und bis die Truppe endlich losfährt, stellen sich bereits erste Ermüdungserscheinungen ein.

Doch dann startet die Bikertour und damit kommt auch der Film in Fahrt. Im Mittelteil kommt es somit zu einigen gelungenen Scherzen und einem superlustigen Gastauftritt von John C. McGinley – dem Menschenfreund Dr. Cox – als schuler Cop. Im Laufe der Handlung finden unsere vier Freunde ihren Erzrivalen in dem – von Ray Liotta verkörperten – Kopf einer Bikergang. Nach einigen Desastern trifft die Truppe in der kleinen Stadt Madrid ein, in der unser Computerfreak (William H. Macy) endlich sein Mädchen (immer gerne gesehen: Marisa Tomei) findet und es zum Showdown mit den verfeindeten Bikern kommt.

Die letzte halbe Stunde kocht gerade zu über vor übermäßigem Kitsch, vorhersehbaren Handlungen und schlechten Scherzen. Einzig der Gastauftritt von Peter Fonda – als Übervater aller Biker – konnte noch ein Schmunzeln auf meine Lippen zaubern. Ansonsten ist das Ende des Films eine Ansammlung all der Faktoren, die mir Hollywood-Komödien teils wirklich madig machen. Schade drum.

Letztendlich ist „Born to be Wild“ ein typischer Sneak-Film. Ohne Anspruch, für einen normalen Kinoabend undenkbar und im Rahmen der Sneak trotzdem unterhaltsam: 5/10 Punkte (1 für iCat, 1 für John C. McGinleys schwulen Cop, 1 für Marisa Tomei, 1 für Peter Fonda und 1 für teils ganz nette Gags).

7 Gedanken zu “Born to be Wild – OT: Wild Hogs

  1. Ah, danke für die Erlösung. Ich habe jetzt schon zweimal den Trailer gesehen und Dr. Cox nicht erkannt. Nur eben, daß mir der Schauspieler saumäßig bekannt vorkommt. Nachdem das geklärt ist, ist damit aber auch die letzte Motivation verschwunden, mir den Film noch anzusehen 😉

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  2. Stimmt. Die Dr. Cox-Szene wird über kurz oder lang sowieso bei youtube.com und Konsorten auftauchen und außerhalb der Sneak ist der Film bestimmt noch um einiges schwerer genießbar. 😉

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  3. Den Film in seiner Gesamtheit fand ich wesentlich unlustiger als den Trailer. Allerdings wird der Film im Sneak-Thread auf Cinefacts ziemlich abgefeiert. Typischer Fall von Geschmackssache. 😉

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  4. So, grad gesehen. War doch gar nicht so schlecht 🙂 Nur am Ende ein wenig pathetisch… 4 vs. 50, naja naja.
    Doe Dr.Cox-Szenen fand ich überschätzt, konnte allerdings bei der ersten richtig lachen.
    „Wir haben drei Männer in einem Bett, zwei Fälle von unsittlichen Verhalten und einen verdammt neidischen“… so geil!

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  5. Hat man alles halt schon besser gesehen. Gleiche Grundidee wie „City Slickers“, nur – meiner Meinung nach – wesentlich schlechter und uninspirierter umgesetzt. Dr. Cox war da schon das Highlight.

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  6. Pingback: Video Kings « Tonight is gonna be a large one.

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