Jede TV-Season starten unzählige neue Serien. Um manche entsteht im Vorfeld ein regelrechter Hype, andere werden dagegen überhaupt nicht beachtet. „Defying Gravity – Season 1“ zählt – mit einer Ausnahme – auch zu den eher wenig beachteten Serien. Zu unrecht, wie ich finde.

Für „Defying Gravity“ wurde der Begriff Space Opera wohl erfunden. Hier geht es meist wirklich mehr um zwischenmenschliche Konflikte, als um herausfordernde Raumfahrtprobleme. Dabei ist die gesamte Prämisse der Serie eher realistisch gehalten. Eine Mission durch unser Sonnensystem. Wissenschaftliche Experimente, steter Kontakt zur Bodenstation und an „Lost“ erinnernde Rückblenden in die Ausbildungszeit unserer Astronauten. So weit, so unspektakulär.
Die besondere Würze bekommt die Serie dann durch eingestreute Mysteryelemente, die sich jedoch nie so stark in den Vordergrund drängen, wie beim formalen Vorbild. Mystery light sozusagen. Aber das macht auch nichts, sind diese Elemente doch eher als Auslöser für einen Sprung in der Persönlichkeitsentwicklung der Charaktere zu sehen. Wenn man „Defying Gravity“ nun als charakterbasiertes Drama mit leichtem Mysteryeinschlag und tollem Setting sieht, dann kann man viel Spaß damit haben.
Auch wenn eine Verlängerung wohl unwahrscheinlich ist, so bin ich doch froh die Crew der Antares auf ihrer Reise begleitet zu haben. Es gibt sowieso viel zu wenige hochwertige Space Operas da draußen – und nein, mit „Star Trek“ bin ich nie so richtig warm geworden. Für Drama- und Sci-Fi-Freunde gleichermaßen geeignet: 7/10 Punkte.








