Nachdem unser Zappelinchen vor ein paar Monaten bereits ihren dritten Geburtstag feierte, war es nun auch bei unserer Nummer zwei soweit: der erste Geburtstag stand an. Für uns als Eltern bedeutet dies auch einen großen Schritt, haben wir nun doch schon zum zweiten Mal ein erstes Jahr erlebt. Ein Jahr voller Wunder, Freude und Ängste. Magische Momente und nervenzerrende Momente. Ganz ähnlich und doch komplett anders als das erste erste Jahr.

War beim ersten Geburtstag unseres Zappelinchens nur eine Cousine anwesend, ist die Anzahl an Cousins bzw. Cousinen inzwischen auf sechs Kinder angewachsen – Geburtenrückgang? Nicht in unserer Familie. Entsprechend turbulent war auch die Feier, besonders da die ersten Gäste bereits am frühen Nachmittag kamen und die Feier erst gegen 21 Uhr ein Ende fand. Nachdem zwei Stunden später das gröbste Chaos beseitigt war, freuten auch wir Eltern uns auf unser Bett. Endlich Ruhe?

Weit gefehlt. Als ich zwischen 1 und 3 Uhr versuchte das Geburtstagskind zum Schlafen zu bewegen, ließ ich das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren. Es ist unglaublich viel passiert seit der erfolgreichen Verdopplung. Es ist spannender geworden, aber auch anstrengender. Immer öfter denken wir uns, wie sehr sich unser Leben doch von dem kinderloser Freunde unterscheidet: Es gibt Kollegen, die schaffen es kaum durch den Tag, wenn sie einmal weniger als 8 Stunden Schlaf abbekommen. Für uns unvorstellbar. Vom Freizeitverhalten oder finanziellen Aspekten einmal ganz zu schweigen. Welten prallen aufeinander. Tagtäglich.

Als ich also um 2 Uhr auf dem Sofa lag und mein gerade ein Jahr alt gewordener Sohn abwechselnd an meinen Ohren und meiner Nase zog, war ich unglaublich erschöpft, aber seltsamerweise auch glücklich. Ich wusste es würden diese Nacht wieder nur drei bis vier Stunden Schlaf werden, doch auf irrationale Art und Weise ist man gerne bereit dies auf sich zu nehmen. Dieses Chaos, diesen Wahnsinn, dieses wunderbare, pure Leben…
Also liebe Leser, wie lautet die Moral der Geschichte?
Das zweite erste Jahr ist, wie jedes Jahr mit Kindern, unvergleichlich.
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