Abenteuer Kind #14: Das zweite erste Jahr

Nachdem unser Zappelinchen vor ein paar Monaten bereits ihren dritten Geburtstag feierte, war es nun auch bei unserer Nummer zwei soweit: der erste Geburtstag stand an. Für uns als Eltern bedeutet dies auch einen großen Schritt, haben wir nun doch schon zum zweiten Mal ein erstes Jahr erlebt. Ein Jahr voller Wunder, Freude und Ängste. Magische Momente und nervenzerrende Momente. Ganz ähnlich und doch komplett anders als das erste erste Jahr.

zweites_erstes_jahr

War beim ersten Geburtstag unseres Zappelinchens nur eine Cousine anwesend, ist die Anzahl an Cousins bzw. Cousinen inzwischen auf sechs Kinder angewachsen – Geburtenrückgang? Nicht in unserer Familie. Entsprechend turbulent war auch die Feier, besonders da die ersten Gäste bereits am frühen Nachmittag kamen und die Feier erst gegen 21 Uhr ein Ende fand. Nachdem zwei Stunden später das gröbste Chaos beseitigt war, freuten auch wir Eltern uns auf unser Bett. Endlich Ruhe?

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Weit gefehlt. Als ich zwischen 1 und 3 Uhr versuchte das Geburtstagskind zum Schlafen zu bewegen, ließ ich das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren. Es ist unglaublich viel passiert seit der erfolgreichen Verdopplung. Es ist spannender geworden, aber auch anstrengender. Immer öfter denken wir uns, wie sehr sich unser Leben doch von dem kinderloser Freunde unterscheidet: Es gibt Kollegen, die schaffen es kaum durch den Tag, wenn sie einmal weniger als 8 Stunden Schlaf abbekommen. Für uns unvorstellbar. Vom Freizeitverhalten oder finanziellen Aspekten einmal ganz zu schweigen. Welten prallen aufeinander. Tagtäglich.

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Als ich also um 2 Uhr auf dem Sofa lag und mein gerade ein Jahr alt gewordener Sohn abwechselnd an meinen Ohren und meiner Nase zog, war ich unglaublich erschöpft, aber seltsamerweise auch glücklich. Ich wusste es würden diese Nacht wieder nur drei bis vier Stunden Schlaf werden, doch auf irrationale Art und Weise ist man gerne bereit dies auf sich zu nehmen. Dieses Chaos, diesen Wahnsinn, dieses wunderbare, pure Leben…

Also liebe Leser, wie lautet die Moral der Geschichte?

Das zweite erste Jahr ist, wie jedes Jahr mit Kindern, unvergleichlich.

Mehr aus der “Abenteuer Kind”-Reihe…

12 Gedanken zu “Abenteuer Kind #14: Das zweite erste Jahr

  1. Passend dazu ein link http://www.huffingtonpost.com/2013/11/12/grant-snider-year-of-parenting-comic_n_4261947.html

    Kinder sind vor allem Emotionsamplifier. Nie vorher habe ich Glück, Angst, Erleichterung, Freude und Liebe in solch einer Wucht erfahren, wie mit den eigenen Kindern. Was ist da schon das bisschen Schlafmangel?! (Und ich weiß nicht, warum es Menschen gibt, die da freiwillig drauf verzichten.)

    Glückwunsch Eurem Kleinen. Der Kuchen sieht toll aus!

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    • Danke für den Link zum Comic. Ist toll und absolut passend. Wobei man beim zweiten ja schon bedeutend gelassener ist, was Ängste usw. angeht. Zumindest ein wenig… 😉

      Emotionsamplifier trifft es sehr gut. Ich habe wohl auch noch nie so viel gefühlt, wie in den letzten dreieinhalb Jahren und könnte es mir nicht mehr anders vorstellen. Möchte es auch nicht, wenngleich ich gar nicht abstreiten will, dass auch mal (Untertreibung) schwierige Phasen dabei sind. Was zurückkommt wiegt das alles mehr als nur auf.

      Der Kuchen war auch toll (und lecker)! 😀

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  2. Auch schon wieder ein Jahr rum… Man, da fühlt man sich gleich mal älter, danke… 😉
    Für mich, der ich mit Kindern um ehrlich zu sein nicht viel anfangen kann, schon interessant da mal solche Einblicke zu bekommen.
    Meist hört man eben nur dieses: „wir kriegen keinen Schlaf“ etc. etc.
    Dann bin ich ja mal gespannt, wann es dann bei den beiden mit den ersten Filmen losgeht 😉

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    • Ja, hier kann man eben noch was fürs Leben lernen. Filme, Serien, Kinder. Der ganze Mix eben – und natürlich das worauf es ankommt… 😉

      Fehlender Schlaf ist natürlich schon ein Knackpunkt und das geht auch nicht spurlos an mir vorüber. Aber man sollte nicht nur darüber jammern. Sind alles Phasen (Eltern-Running-Gag) und lenkt nur von den schönen Dingen ab.

      Filme schaut die Große schon mit Begeisterung, d.h. Kurzfilme (so um die 10-15 Minuten). Das längste ist „Die Sendung mit der Maus“, doch da wird es mit der Konzentration teils schon schwierig. Bis Pixar und Co. ins Haus stehen, wird es wohl noch ein wenig dauern.

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  3. Immer noch kein Spitzname für das Zweite? Dachte das Zappelinchen würde auch dahingehend „Zuwachs“ erhalten 🙂

    Glückwunsch natürlich dennoch. Ich als Kinderloser kann wiederum gar nicht verstehen, warum man freiwillig auf so viel Schlaf und Co. verzichten möchte 😀

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    • Stimmt, das mit dem Spitznamen bin ich nie angegangen. Ab dem zweiten Kind kann man sich eben nicht mehr mit so Firlefanz aufhalten. Ähm. Glücklicherweise besitzt er mehr als genug offizielle Spitznamen… 🙂

      Das konnte ich früher auch nur schwer nachvollziehen. Muss man wohl erlebt haben, um es zu verstehen. Danach gibt es dann auch kein Zurück mehr – ob man will oder nicht… 😉

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