USA 2008 – Tag 3: Niagara Falls

Wie bereits angekündigt, wurden wir nach unserer ersten Nacht an den Niagara Fällen von einer Überraschung geweckt. So gegen 7:00 Uhr hörte ich eine schrille Sirene und eine Stimme, die uns mit monotonem Tonfall aufforderte das Hotel zu verlassen. Feueralarm. Also sind wir schnell in ein paar Klamotten gesprungen und aus dem siebten Stock durch das Treppenhaus geeilt. Unten angekommen sahen wir schon einige andere Hotelgäste. Die meisten im Pyjama – nicht immer ein schöner Anblick. Nach ca. 10 Minuten waren dann anscheinend alle Gäste draußen und weitere 10 Minuten später hat sich die Ansammlung wieder aufgelöst. Was los war erfuhren wir schließlich erst auf Nachfrage: Ein Toaster hatte einen Kurzschluss – faszinierend, oder?

Da wir schon einmal auf den Beinen waren, sind wir – nach einem großen Kaffee – gleich zu den Niagara Fällen aufgebrochen. Tagsüber war die Kraft der Naturgewalt noch viel deutlicher zu sehen. Ein beeindruckendes Schauspiel.

Auf der amerikanischen Seiten haben wir uns so nahe an die Fälle herangewagt, dass wir erst einmal total durchnässt waren. Es ist wirklich enorm, wie viel feiner Wasserstaub dort in der Luft hängt. Als würde es konstant regnen. Um noch näher an dem Spektakel teilhaben zu können, sind wir auf der Maid of the Mist – welch passender Titel – ganz nahe an die Fälle herangefahren, wo uns noch einmal die enorme Größe der America Falls und ganz besonders der Horseshoe Falls bewusst wurde.

Nach der Bootsfahrt haben wir uns dann aufgemacht die kanadische Seite zu erkunden – und hier waren wir erstmals genervt von den strengen Einreisebestimmungen (sowohl auf kanadischer, als auch auf amerikanischer Seite). Man ist sich hier teilweise wirklich vorgekommen, wie ein Schwerverbrecher: Fragen über Fragen und eine stets eher abweisende Haltung haben uns insgesamt ca. eine Stunde lang – inklusive Wartezeiten – an den Nerven gezerrt. Dabei wird der Grenzübergang in Niagara Falls wirklich nur von Touristen benutzt und befindet sich zudem mitten in der geteilten Stadt.

Trotz Widrigkeiten bei der Ein- und Ausreise hat sich der Ausflug auf die kanadische Seite gelohnt. Dort konnten wir die Fälle aus einer ganz neuen Perspektive beobachten und haben eine Journey Behind the Falls unternommen – wobei wir erneut sehr nass wurden.

Gegen Abend sind wir totmüde im Hotel angekommen. Nach einem kleinen Imbiss haben wir uns aber doch noch einmal aufgerafft, um uns ein Feuerwerk an den Fällen anzusehen. Dies war ein wirklich schöner Abschluss eines langen Tages an den Niagara Fällen. Am nächsten Morgen haben wir uns dann erneut nach Kanada aufgemacht – inklusive Ein- und Ausreisesespaß.

USA 2008 – Tag 2: Fahrt nach Niagara Falls

Der zweite Tag hat uns gleich eine ca. 800 km lange Fahrt zu den Niagara Fällen beschert. Nach den ersten Fahrversuchen in New York City war die Vorfreude nicht sonderlich groß, doch schon nach einigen Meilen war es ein tolles Gefühl über die breiten Highways zu düsen – mit maximal 65 mph wohlgemerkt!

Das erste Highlight auf der Strecke war für mich das aus der US-Version von „The Office“ wohlbekannte Scranton – leider jedoch hatten wir die Ausfahrt verpasst. Nach einem ausgiebigen Früstück bei Wendy’s und einem anschließenden Nachtisch bei Dunkin‘ Donuts (superlecker!) ging es dann weiter – und trotz Navi haben wir uns erst einmal verfahren. Das war allerdings kein Problem, denn so kamen wir durch wunderschöne Landschaften in einem Seengebiet.

Einige spontane Stops später, sind wir dann so gegen 20:00 Uhr in unserem Hotel in Niagara Falls angekommen. Die Fahrt war wirklich ein tolles Erlebnis und für einen nächsten Trip kann ich mir durchaus längere Strecken im Westen der USA vorstellen.

Nach einer ersten Enttäuschung (das Hotel hatte entgegen der Beschreibung keinen Blick auf die Niagara Fälle), sind wir erst einmal losgezogen und haben uns die Gegend angeshen. Tourismus pur. Aber das war zu erwarten und ist für so einen kurzen Aufenthalt auch völlig in Ordnung.

Schließlich haben wir die beleuchteten Fälle gefunden und konnten das Spektakel ausführlich genießen. Kitschig, laut und bunt – aber eben irgendwie doch schön. Nach einem teuren Snack im örtlichen Hard Rock Café ging es dann zurück ins Hotel, wo uns am nächsten morgen eine Überraschung erwarten sollte… ja, das war der Cliffhanger für diesen Eintrag! 😉

USA 2008 – Tag 1: New Jersey

Was für ein Glück, dass ich aufgrund eines leichten Jetlags noch nicht wirklich müde bin. So finde ich endlich Zeit für den ersten Reisetagebucheintrag. Mal sehen, ob ich mich auch noch an alle Highlights erinnern kann.

Los ging es um ca. 3:30 Uhr morgens Richtung Frankfurt. Wir hatten bereits vorab einen Parkplatz gebucht (sehr empfehlenswert übrigens), was uns die enormen Parkgebühren am Flughafen erspart hat. Nach dem Check-in durften wir erst einmal über 3 Stunden warten, da es Probleme mit der Hydraulik gab – ohne vorher groß geschlafen zu haben und in einer Abflughalle ohne jegliche Kioske o.ä. ein großer Spaß.

Dann ging es jedoch endlich los. Für mich mein erster Langstreckenflug und ein entsprechend großes Abenteuer. Die Zeit vertrieben habe ich mir mit diversen Serien (von „Curb Your Enthusiasm“ bis „Arrested Development“ war alles vorhanden) und dem Film „Untraceable“ – ein tolles Unterhaltungsangebot von Singapore Airlines. Nach langen 8 Stunden kamen wir dann endlich in New York City (JFK) an.

Da ich schon einige haarsträubende Geschichten über die Einreise gehört hatte, war ich entsprechend nervös. Letztendlich war die Sache jedoch ein Kinderspiel und in nicht einmal 5 Minuten abgehandelt. Für ausführliche Informationen zur Einreise empfehle ich diesen äußerst lesenswerten Artikel von Hirngabel.

Nach der Gepächausgabe ging es dann mit der JFK AirTrain zum Mietwagenverleih, wo wir uns für einen 5er Golf entschieden haben. Eine sehr gute Wahl – nicht nur was den Benzinverbrauch angeht. Nun wurde erst einmal der CD-Wechsler bestückt und ab ging es ins Verkehrschaos rund um den Big Apple. Wirklich ein großes Abenteuer.

Dank Navigationssystem sind wir nach einer guten Stunde Fahrt dann endlich an unserem ersten Ziel in New Jersey angekommen. Nach dem Check-in im netten Crowne Plaza Hotel und einer kurzen Ruhepause haben wir erst einmal die Gegend erkundet und sind bei einem authentischen sehr amerikanischen Italiener essen gegangen. Einen kurzen Zwischenstop bei Walmart später sind wir völlig kaputt aber glücklich ins Bett gefallen.

Das Highlight des Tages war eindeutig der erste Blick auf die Skyline von Manhatten. Zwar nur undeutlich und noch weit entfernt aus dem Hotelzimmer, aber immerhin die Skyline von Manhatten.

Anwesenheitsnotiz

Nach knapp zwei Wochen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten bin ich nun wieder zurück in der Heimat. Es war toll! Wir haben so viel erlebt und die unzähligen Eindrücke sind einfach gigantisch und müssen erst einmal verarbeitet werden.

In der kommenden Zeit wird es hier einige Eindrücke von der Reise zu sehen geben – vielleicht sogar als kleines Reisetagebuch aufbereitet – und zwei Filme gilt es auch nachzutragen (u.a. „The Dark Knight“).

Mittlerweile bin ich gut 24 Stunden auf den Beinen und da ich nicht Jack Bauer bin, fordern diese so langsam aber sicher ihren Tribut. Morgen dann mehr – vielleicht komme ich dann auch dazu wenigstens einen kleinen Blick in meine Feeds zu werfen. Gute Nacht!

Abwesenheitsnotiz

Nun ist es endlich soweit. Wir begeben uns auf unsere Hochzeitsreise – und sind schon ganz schön aufgeregt, was wir dort draußen in der weiten Welt erleben werden. In gut zwei Wochen werde ich dann hoffentlich die drängendsten Fragen beantworten können:

  • Haben wir das „Seinfeld“-Diner gefunden?
  • Wird der Suppennazi seinem Ruf gerecht?
  • Ist Robin Sparkles in Kanada wirklich so erfolgreich?
  • Wird meine Modelinie El Bullion New York auf den Kopf stellen?
  • Werde ich all meine gesammelten Speicherkarten voll bekommen?
  • Finden wir rechtzeitig wieder zurück zum Flughafen?

Ihr seht, es lohnt sich – falls wir zum Flughafen zurück finden werden – öfter einmal vorbeizuschauen, denn: This trip is gonna be a large one.

Achja, und wenn in drei Wochen kein neuer Eintrag da ist, dürft ihr gerne einen Suchtrupp losschicken… 😉

Aufgeräumt

Normalerweise gehört Aufräumen nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen und auch das virtuelle Ordnung schaffen ist eher aus der Not heraus entstanden: Der Index meines Blogs wurde langsam aber sicher immer unübersichtlicher. Filme mischten sich mit Serien, Romanvorlagen mit deren Verfilmungen etc.

Folglich habe ich nun eine Trennung nach Kategorien eingeführt, d.h. Filme finden sich nur noch im Filmindex, Serien im Serienindex usw. Meiner Meinung nach eine ganz sinnvolle Einrichtung, wenngleich der Seitenbereich des Blogs nun sehr überladen wirkt. Vielleicht finde ich noch eine Lösung, mit der ich eine gesonderte Oberkategorie für die Indizes erstellen kann.

Nun meine Frage an euch: Sinnvoll? Erkennt ihr einen Mehrwert? War euch die alte Bündelung der Besprechungen – welcher Art auch immer – lieber? Oder denkt ihr euch einfach nur: „Ach, lass mich doch mit deinem Index in Frieden, da hab‘ ich sowieso noch nie reingeschaut!“

Spontaner Branchenwechsel

Der Boulevardpresse entgeht aber auch nichts. Meine neue Kollektion wird im Herbst unter dem Label El Bullion erscheinen und die Wintermode beherrschen. In der Modewelt reißen sich die Topmodels schon jetzt um meine neuesten Kreationen. Wundert euch also nicht, wenn mein Blog demnächst folgenden neuen Claim erhält: My fashion is gonna be a large one. Die nächste Filmbesprechung wird natürlich „The Devil Wears Prada“ behandeln – und das ist erst der Anfang in einer Reihe schmerzvoller Veränderungen…

Schwächeanfall

Wenn man sein Auto nur noch mit großer Kraftanstrengung um die nächste Kurve bringt und das Ein- bzw. Ausparken plötzlich zur Tortur wird, dann steht man wohl kurz vor einem Schwächeanfall – oder es hat die Servopumpe zerlegt. Letzteres ist bei mir der Fall. Mein Konto freut sich jetzt schon.

Just Married

Gestern noch hat dieses Schild den Wagen geschmückt, der uns durch einen ereignisreichen Tag gebracht hat. Heute liegt es – zusammen mit unzähligen tollen Geschenken – in unserer Wohnung. Irgendwie surreal.

Nun ist das Ereignis vorbei, auf das wir beinahe ein Jahr hingearbeitet hatten – und es war toll! Ein wirklich rundum gelungener Tag. Ich möchte heute gar nicht so viel dazu schreiben, da die Erlebnisse noch zu frisch sind und ich bestimmt noch eine gute Woche benötigen werde, bis ich alles auch nur annähernd verarbeitet habe. Zudem war ich gestern gute 20 Stunden auf den Beinen und nach nur knapp drei Stunden Schlaf fordern die letzten Tage langsam aber sicher ihren Tribut.

Nun freue ich mich erst einmal auf unzählige Fotos und Videoaufnahmen – und dass wieder etwas Ruhe einkehrt, bevor es dann im August erst einmal auf Hochzeitsreise geht! 🙂

Die ausführliche Schilderung mit Bebilderung (© 2008 Paul) folgt dann demnächst…

Aufessen & Daumen drücken!

Das kommende Wochenende wird wieder einmal äußerst bedeutsam. Nach ca. einem Jahr der Planung werden wir morgen endlich vor den Altar treten, um anschließend in großer Runde ausgelassen zu feiern.

Damit auch alles ebenso gut klappt, wie im Mai bei meiner Schwester, bitte ich euch, uns ganz feste die Daumen zu drücken – und um den Wettergott gnädig zu stimmen, kann aufessen auch nicht schaden!

In diesem Sinn melde ich mich für das Wochenende ab und hoffe, dass größere Katastrophen ausbleiben… ICH BIN JA SO AUFGEREGT! 😀