Abenteuer Kind #10: Tatü-Tata

Zugegeben: Ganz so schlimm war es dann doch nicht. Dennoch hinterlässt der erste Besuch der Notaufnahme mit Kind doch einen gewissen Eindruck. Immerhin sind wir recht spät zu dem Vergnügen gekommen, denn – im Gegensatz zu allen anderen Kindern in unserem Bekanntenkreis – ist bei uns zuvor noch nie ein Notfall eingetreten, der ein Krankenhaus erfordert hätte.

Was war passiert? Der Tisch war härter als der Kopf. Das Ergebnis: eine unschöne Platzwunde mitten auf der Stirn. Also schnell die wichtigsten Sachen zusammengepackt und ab in die nächste Kinderklinik – und auch wenn ich mir recht sicher war, dass außer der erschreckend klaffenden Wunde nichts weiter passiert war, so folgte auf die Bestätigung der Kindernotärztin doch große Erleichterung. Während der Wundreinigung und dem anschließenden Klammern war unsere Kleine dann – neben der Ärztin – auch die tapferste Person im Raum. Eine ganz neue Dimension der Empathie.

Letztendlich waren wir um ca. 21:00 Uhr erleichtert wieder zu Hause und um nicht nur eine Erfahrung reicher. Randnotiz: Natürlich ist all dies an einem Abend passiert, an dem sich der Babysitter bereits in den Startlöchern befand…

Also liebe Leser, wie lautet die Moral der Geschichte?

Spart euch das Planen – mit Kind(ern) ist jeder Tag ein Abenteuer!

Andreas Kieling: Mein Leben mit wilden Tieren

Eigentlich war unser Besuch von „Andreas Kieling: Mein Leben mit wilden Tieren“ aus der Not geboren, da wir endlich einmal wieder einen Ausgehabend zelebrieren wollten, aber keine geeignete Veranstaltung (außer Kino, denn das geht immer) in Sicht war. Da wir Tierdokumentationen zudem nicht abgeneigt sind, schlugen wir uns zunächst den Bauch mit kaltem, in gerolltem Reis verpackten Fisch voll, um kurz danach Andreas Kielings zahlreichen Tiergeschichten zu lauschen.

Ich gebe ja zu, dass ich zunächst ein wenig skeptisch war und ein ZDF-Zielgruppen-Publikum von im Schnitt weit über 50 Jahren erwartet hatte. Überraschenderweise jedoch war das Publikum in der ausverkauften Halle recht gemischt, wenngleich sich der Jack Wolfskin-tragende Survivaltyp schon deutlich in Überzahl befand. Dennoch erstaunlich heterogen für solch einen Vortragsabend. Aber ich tendiere ja häufig dazu eher skeptisch zu sein – insofern eine positive Überraschung. Was man auch vom Vortrag an sich behaupten kann: Ich kenne Andreas Kieling hauptsächlich vom Durchzappen und dann kurz Hängenbleiben. Es war mir immer etwas suspekt, dass der Naturfilmer selbst im Bild zu sehen war. Dennoch kann ich mich an schöne Bilder und eine gewisse Authentizität erinnern. Der Vortrag gestern verstärkte die positiven Aspekte und somit konnten wir die gut 120-minütige Multimediashow mit Livekommentar voll und ganz genießen.

Interessante Einblicke ins Leben eines Tierfilmers wechselten sich dabei mit teils doch etwas ausfgesetzt wirkendem In-Szene-setzen ab. Der Buchverkauf wurde auch ordentlich angekurbelt und Werbung für die nächsten Sendungen gab es auch. Aber nun gut, irgendwie müssen sich seine Reisen ja finanzieren lassen. Kieling selbst kam dabei durchaus sympathisch rüber und ich werde die ZDF-Mediathek bei Gelegenheit einmal nach seinen Sendungen durchstöbern. Insgesamt auf jeden Fall ein schöner und kurzweiliger Abend.

Abenteuer Kind #9: Sprechen Sie Kind?

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu verstehen, was der Zwerg von einem will. Dies kann für beide Seiten manchmal ganz schön frustrierend sein. Dennoch – oder gerade deshalb – ist es einfach herrlich zu hören, wie sich so langsam eine ganz eigene Sprache entwickelt.

Anbei eine kleine Auswahl der Sprachkreationen unseres Plappermäulchens:

Deutsch Kind
Bitte/Danke Bibi
Esel Ih Ah
Gurke Guge
Hase Hahi
Hummel (Bumblebee) Bambibi
Hund Wawa/Wawi
Jana Ahna
Katze Mimi
Licht Li
Martin Maddi
Nudel Nudi
Nein Na
Oma/Omi Moma/Momi
Opa/Opi Popa/Popi
Pferd Hobba
Pinguin Wiwi
Sabine Bie
Schnee Neh
Schnuller Nu/Nuddi
Trinken Tidi
Vogel Piepie
Wasser Wadda
Wienerle Wiwiwi
Winnie Puuh Mitapu

Perfekt beherrscht werden dagegen natürlich Mama und Papa in diversen Variationen sowie Teddy und Lotte (die Freundin vom Teddy). Alle Wörter also, die man so braucht um durchs Leben zu kommen… 😉

Also liebe Leser, wie lautet die Moral der Geschichte?

Fremdsprachen werden überschätzt – Kinder sind die wahre Herausforderung!

…and a Tasty New Year!

Unser Start ins Jahr 2012 war überaus lecker – und keine Sorge, es gab nicht nur gesunde Zutaten. Fleisch, Käse und diverse Dips sind nur leider nicht halb so fotogen, wie das knallig bunte Gemüse… 😉

Ich hoffe ihr seid ebenso schmackhaft im neuen Jahr angekommen und euch der folgenden Aussicht gewiss: 2012 is gonna be a large one. In diesem Sinne wünsche ich all meinen Lesern ein großartiges Jahr 2012!

Konsumrausch 2011

Das Weihnachtsfest ist beinahe schon wieder nur eine blasse Erinnerung. Unglaublich wie schnell das immer geht. Drei Tage lang Trubel, Schmausen, Spielen und natürlich Geschenke auspacken. Wie bereits in den letzten Jahren hier eine kleine Bestandsaufnahme, über welche materiellen Dinge ich mich dieses Jahr freuen durfte – dabei wäre ein Blick ins Kinderzimmer so viel interessanter…

Wie zu erwarten ist der Stapel der ungesehenen Blu-rays noch einmal angewachsen und auch die ungelesenen Bücher haben Zuwachs bekommen. Weiterhin gab es Gutscheine und hochwertige Laufsocken, doch um diese zu testen muss ich erst einmal wieder fit werden, denn pünktlich zum Urlaub hat mich – als braver Arbeitnehmer – natürlich eine fiese Erkältung erwischt. Um meine anderen Geschenke werde ich mich dafür aber mit Vorliebe kümmern. Gar keine Frage! 😉

Frohe Weihnachten! (2011)

Ist morgen tatsächlich schon Weihnachten? Das kann nicht sein. Die Welt muss sich täuschen. Ich bin noch nicht soweit!

Dies liegt allerdings nicht daran, dass ich noch keine Geschenke hätte oder keinen Weihnachtsbaum. Es liegt an mir. Dieses Jahr ging es wirklich ungebremst auf den 24. Dezember zu. Keinerlei Entschleunigung. Würden nicht mehr Kerzen brennen und mehr Plätzchen verzehrt werden als im restlichen Jahr, würde ich mich noch Anfang November wähnen.

Doch auch wenn mich mein Zeitgefühl trügt, so ist morgen tatsächlich Weihnachten, weshalb ich euch – meinen stets treuen Lesern – ein frohes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und erholsame Feiertage wünschen möchte. Vielleicht gelingt es mir zwischen den Jahren auch meinen Filmkonsum einmal wieder zu steigern. Im Moment glaube ich allerdings noch nicht daran. So oder so wird man sich garantiert auch im neuen Jahr lesen. Bis dahin bleibt mir nur zu sagen: Frohe Weihnachten!

Euer bullion

Do you like me?

Nachdem ich 2009 verspätet auf den Twitter-Trend aufgesprungen bin, darf man mich bzw. mein Blog nun auch auf Facebook mögen:


Ob ihr das Blog nun neumodisch mögt oder nicht, wichtiger ist auf jeden Fall, dass ihr weiterhin fleißig reinschaut und kommentiert. Freundesanfragen aus der mir bekannten Blogosphäre werden natürlich auch gerne angenommen – und nun auf, auf damit ich nicht nur traurig None zu meinen Fans zählen kann!

Impressionen vom Christkindlesmarkt

Als Kind habe ich die bunten Lichter immer geliebt. Seit einigen Jahren meide ich die Touristenattraktion jedoch: zu voll, zu teuer, zu touristisch. Aber natürlich soll auch unser Zappelinchen einmal schöne Erinnerungen haben, weshalb wir uns heute in den Trubel gestürzt haben…

Wie zu erwarten war es trotz Nässe und Kälte ziemlich voll, weshalb ich leider nicht so zum Fotografieren gekommen bin, wie ich mir das gewünscht hätte. Erinnerungen wurden dennoch geweckt. Adventszeit eben.

Nur noch ein Körper

Abschied nehmen fällt mir schwer. Das Gefühl nicht richtig Abschied genommen zu haben ist noch schwerer. Da lag er dann. Nur noch ein Körper. Zwar war mir der Gedanke – besonders in letzter Zeit – nicht fremd, doch dass es letztendlich so schnell gehen sollte, damit hatte ich nicht gerechnet.

‚But I don’t understand! I don’t understand how this all happens. How we go through this. I knew her, and then she’s – there’s just a body, and I don’t understand why she just can’t get back in it and not be dead… anymore! It’s stupid! It’s mortal and stupid! And… and Xander’s crying and not talking, and… and I was having fruit punch, and I thought, well, Joyce will never have any more fruit punch, ever, and she’ll never have eggs, or yawn, or brush her hair, not ever, and no one will explain to me why!‘

Anya, „The Body“

Seltsamerweise ist es ausgerechnet Joss Whedon, der meine Gefühle in diesen unwirklichen Stunden danach in Worte zu fassen vermag. Noch seltsamer ist, dass mir das folgende Zitat in den letzten Tagen absolut nicht aus dem Kopf gehen will. Nur noch ein Körper. Trost trifft auf Unverständnis. Rationale Logik kämpft gegen Emotion. Nach der Schlacht bleiben – so hoffe ich – nur die Erinnerungen. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg…