Der Montag ist schon wieder fast vorbei – somit bleibt es mir nur noch das Feld der entzürnten Teilnehmer von hinten aufzurollen. Wieso entzürnt? Mit den Fragen des Medienjournals zu diesem leider sehr aktuellen Thema hat sich Wulf nicht nur Freunde gemacht. Mich hatte die Nachricht gestern Abend auch kalt erwischt – und somit finde ich es eigentlich ganz nett sich im Kreise von Filmliebhabern von einem großen Schauspieler zu verabschieden.

- Philip Seymour Hoffman wird mir zuvorderst in seiner Rolle des Krankenpflegers Phil Parma in bester Erinnerung bleiben, weil er in Paul Thomas Andersons „Magnolia“ für das nötige Herz gesorgt hat – und dies der erste Film war, in dem er mir aufgefallen ist.
- Aber auch der Film „…und dann kam Polly“ unter Beteiligung von Hoffman ist ein großer Spaß, da Hoffman darin sein komödiantisches Talent beweisen konnte – und bei mir damit für einen der größten Lachflashs sorgte, die ich je bei einem Film hatte.
- Letzte Worte zum Tod eines – meiner Meinung nach – großartigen Schauspielers, der es noch weit hätte bringen können und wie so viele leider viel zu früh gehen musste:
Meiner Meinung nach hatte er es als Schauspieler schon weiter gebracht, als viele seiner Kollegen. Insofern ein großer Verlust für die Filmwelt – zumindest darin dürfte man sich wohl einig sein. - Während die Todesursache noch längst nicht offiziell mitgeteilt worden ist, wird allerorten bereits heiter spekuliert und von einer Überdosis Drogen ausgegangen. Ob richtig oder nicht, tut so eine öffentliche Zurschaustellung, so ein Breittreten der mutmaßlichen Todesumstände einer Person des öffentlichen Lebens wirklich not? Wie ist eure Meinung?
Als Person des öffentlichen Lebens gehört dies wohl einfach dazu. Alles andere wäre auch nur Heuchelei. Es ist so oder so eine traurige Geschichte und schürt natürlich beide Extreme: daraus einen tragischen Todesfall zu machen hilft genauso wenig, wie zu sagen ‚Selbst schuld!‘ – am wenigsten den Hinterbliebenen. - Fernab jeder Pietätlosigkeit schreibt allerdings – wie ich finde – [kann ich nichts zu sagen] oft sehr schöne Nachrufe auf verstorbene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie zum Beispiel [ist mir keiner besonders in Erinnerung geblieben].
- Kommt nur mir das so vor, oder häufen sich in der letzten Zeit die tragischen Todesfälle? Oder liegt es vielleicht vielmehr an der wachsenden Verbreitung Sozialer Netze, dass man derartige Nachrichten ganz anders oder unmittelbarer wahrnimmt? Was meint ihr dazu?
Heute schlägt so etwas einfach höhere Wellen. Früher hat man vielleicht über die Tagesschau mitbekommen, wenn eine berühmte Persönlichkeit gestorben ist, heute weiß man es nach 2 Minuten über gefühlt 73 Kanäle. - Meine zuletzt gesehener Film mit Philip Seymour Hoffman war „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ und der war ziemlich großartig, weil er der fantastischen Vorlage absolut würdig war – und ich auch Hoffmans Darstellung von Plutarch Heavensbee einfach nur toll fand.








