Mission: Impossible 2 (2000)

Beinahe zwei Monate nach Sichtung des Vorgängers bin ich gestern nun endlich dazu gekommen, mir „Mission: Impossible 2“ anzusehen. Der Film hat ja bereits bei Erscheinen einiges an Schelte einstecken müssen. Ich wollte jedoch unbefangen an die Fortsetzung herangehen und habe mir im Vorfeld vorgenommen, dem Film trotz überzogener Actionsequenzen eine faire Chance zu geben. Gar nicht so einfach, zumal die Action noch das Beste an diesem Werk darstellt.

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Wo fange ich nun an? Am besten mit der Action. Diese ist – typisch für John Woo – bombastisch inszeniert. Der Mann hat tatsächlich ein Auge für solche Szenen. Das kann man ihm wirklich nicht nehmen. Ob die übertriebene Action nun zu „Mission: Impossible“ passt oder nicht, kann man finde ich schlecht sagen. Brian De Palma hat im ersten Teil gegen Ende ja auch bereits auf Action dieser Art gesetzt, weshalb ich John Woo an dieser Stelle nicht den Vorwurf machen will, den Film aufgrund seiner Actionregie an die Wand gefahren zu haben.

Das größte Problem von „Mission: Impossible 2“ ist ganz klar das verkorkste Drehbuch. Die Geschichte ist so unglaublich simplel, dass man sie locker in einer halben Stunde hätte erzählen können. Zusammen mit der Action wäre man nun bei einer Stunde Film. Was also passiert in der restlichen Stunde? Da gibt es endlose Gespräche. Sinnlose Gespräche. Langweilige Gespräche. Dieses Nichts an Inhalt wird von John Woo zudem mit der opernhaften Theatralik seiner Hongkong-Filme inszeniert. Ein Zusammenspiel, das hinten und vorne nicht passt. Da ich jedoch stets an das Gute in den Filmemachern glaube, habe ich einen Blick ins Making Of geworfen, um Begründunge für die Defizite in der Geschichte zu finden. Dort erzählt der Drehbuchautor dann tatsächlich, was für eine anspruchsvolle Arbeit es war, eine Geschichte um die vorab festgelegten Actionssequenzen zu basteln. Zudem ist er furchtbar stolz auf seine Idee mit dem Virus, den er allen Ernstes als MacGuffin bezeichnet. Hitchcock würde sich im Grabe umdrehen.

Ich war wirklich guter Dinge. Wirklich. Auch habe ich kein Problem damit, dass bei einer Fortsetzung neue Wege eingeschlagen werden. Doch „Mission: Impossible 2“ demontiert seinen Vorgänger. Ethan Hunt ist nicht mehr Ethan Hunt. Er ist nur noch Tom Cruise – und dieser Film ist das deutlichste Beispiel für den schlechten Ruf des Schauspielers. Gelackte Oberfläche und ein Grinsen. Mehr ist da – zumindest in diesem Werk – nicht zu holen.

„Mission: Impossible 2“ ist kein Totalausfall. Die Actionszenen machen wirklich Spaß, doch der Rest? Kann man getrost vergessen. Das Schlimmste ist: Ich habe nun nichtmal mehr groß Lust auf den dritten Teil. What did you do, John Woo? So sehr ich seine ersten Hollywood-Ausflüge („Operation: Broken Arrow“ und „Face/Off“) mag, so deutlich zeigt sich mit „Windtalkers“ und „Mission: Impossible 2“ nun der Untergang des besonderen Talents dieses Regisseurs. Schade: 4/10 Punkte.

Zwischenbericht

Heute habe ich die Arbeit endlich offiziell angemeldet. Wurde auch Zeit. Somit beginnt nun auch der unaufhaltsame Countdown: Less than three months to go…

Des Weiteren hatte ich ein Meeting mit einem Professor, der mir ein paar Tipps zur aktuellen Schnittfassung gegeben hat. Tat gut einmal wieder eine andere professionelle Meinung zu hören. Man selbst wird mit der Zeit blind für das Material. Ergebnis des Treffens: Es gibt noch viel zu tun, aber ich befinde mich auf dem richtigen Weg. Besonders mit dem ersten Compositing konnte ich Punkte sammeln. Der Rohschnitt selbst bedarf noch weiterer Kürzungen. Darunter viele liebgewonnene Einstellungen, die aber – und da hat er leider recht – nicht wirklich zur Geschichte beitragen.

Nun habe ich ca. eineinhalb Wochen Zeit weitere Schnittversionen anzufertigen. Dann treffe ich mich erneut mit o.g. Professor und meinem Betreuer – und dann geht es ans Eingemachte. Finally!

Gremlins 2: Die Rückkehr der kleinen Monster – OT: Gremlins 2: The New Batch (1990)

Oft sind Fortsetzungen nur ein müder Abklatsch des Originals. Manchmal – besonders bei persönlichen Klassikern – ist die Fortsetzung dem Original aber auch ebenbürtig. So wie „Gremlins 2 – Die Rückkehr der kleinen Monster“. Joe Dante konnte wieder das gesamte Team des ersten Teils versammeln und hat sich bei der Geschichte und Inszenierung auf die Stärken des Vorgängers konzentriert.

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Das neue Setting scheint anfangs ungewohnt, doch durch die bekannten Figuren lebt man sich relativ schnell in der Großstadt ein. Das Clamp Center scheint anfangs auch etwas übertrieben dargestellt, doch passt dieser fast schon satirische Tonfall ausgezeichnet zur „Gremlins“-Atmosphäre. Es gibt hier unzählige Filmanspielungen (u.a. „King Kong“, „Dracula“) und der schwarze Humor wurde ich Vergleich zum Vorgänger noch einmal gesteigert. Zwar wiederholt sich die Geschichte aus Kingston Falls nahezu 1:1, doch wirkt alles noch eine Spur größer, böser und unterhaltsamer. Zudem haben sich die bekannten Charaktere konsequent weiterentwickelt und durch Daniel Clamp, Forster und Doctor Catheter gibt es genügend Frischfleisch für die kleinen Monster.

Auffällig sind in „Gremlins 2“ besonders die verbesserten Effekte. Die Bewegungen wirken noch eine Spur runder und glaubwürdiger. Gizmo noch knuddeliger. Die platzenden Gremlins noch ekliger. Auch technisch macht die Fortsetzung folglich einen deutlichen Schritt nach vorne.

Hätte sich auch der zweite Film um die kleinen Monster nicht schon längst einen Platz in meinem filmischen Herzen gesichert, würde ich die – teilweise – Ideenlosigkeit der Fortsetzung vermutlich strenger beurteilen. „Gremlins 2“ macht jedoch auch heute noch genauso viel Spaß wie früher und erscheint mir keinen Deut schwächer als der Vorgänger: 9/10 Punkte.

Ein Trio zum Anbeißen – OT: Two Guys and a Girl

Es gibt unzählige Sitcoms da draußen. Ein paar ziemlich gelungene, wenige wirklich außergewöhnliche und recht viele belanglose. „Ein Trio zum Anbeißen“ (OT: „Two Guys and a Girl“) gehört zu den ziemlich gelungenen. Der Aufstieg in die nächst höhere Liga wurde – wie so oft – durch eine frühe Absetzung verhindert. Dennoch konnte sich „Two Guys, a Girl and a Pizza Place“ – der Titel wurde nach den ersten beiden Staffeln geändert – einen festen Platz in meinem Programm sichern.

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Zum ersten Mal habe ich die Serie wahrgenommen, als sie irgendwann im Mittagsprogramm auf SAT.1 lief. Das muss Ende der Schulzeit/Anfang der Zivizeit gewesen sein. Aufgrund des ungünstigen Termins habe ich die Show jedoch nicht regelmäßig verfolgt. Später folgten weitere Eindrücke bei der VOX-Ausstrahlung. Doch erst bei der aktuellen Ausstrahlung auf Comedy Central bin ich regelmäßig hängengeblieben.

Die Geschichten um Pete, Berg und Sharon erinnern mich etwas an „FRIENDS“. Die Stimmung ist ähnlich – und doch anders. Teils kam mir „Two Guys and a Girl“ wie eine Vorstufe zu „How I Met Your Mother“ vor. Auch hier ist die Stimmung ähnlich, wenngleich das Trio doch auf deutlich ausgetreteneren Sitcompfaden wandelt. Diese Vergleiche mögen für einige Leute hinken, aber wenn ich „Ein Trio zum Anbeißen“ einordnen müsste, würde ich es irgendwo zwischen „FRIENDS“ und „How I Met Your Mother“ platzieren – ohne dass die Show jedoch an die Qualitäten einer der beiden anderen Serien heranreicht.

Die Charaktere machen großen Spaß und werden – besonders im O-Ton – genial von ihren Schauspielern verkörpert. Ab Staffel 2 stößt zudem Nathan Fillion zum Ensemble, welcher die Serie in meiner Gunst noch einmal kräftig nach vorne bringt. Doch auch die restlichen Schauspieler wissen zu überzeugen: Richard Ruccolo – bekannt aus der ersten Staffel von „Joey“ – verkörpert Pete, der sich im Laufe der Serie zu einem wirklich interessanten Charakter wandelt. Mit Ryan Reynolds – u.a. „Blade: Trinity“ – hatte ich anfangs so meine Schwierigkeiten, doch sein Berg ist herrlich selbstironisch angelegt und er bietet den perfekten Gegenpol zu Pete. Traylor Howard – u.a. „Monk“ – spielt Sharon, den weibliche Teil des Trios. Alle drei Schauspieler harmonieren perfekt und machen damit den größten Teil der positiven Eigenschaften der Serie aus.

Nach der zweiten Staffel gab es viele Änderungen – nicht nur im Titel. Die wichtigste Location (Pizza Place) ist weggefallen und auch die Charaktere haben einige Änderungen durchgemacht. Wenn man so will, wurde die Serie erwachsener. Auch gegen Ende der vierten Staffel haben sich Neuerungen angebahnt. Diese wurden jedoch nie ausgeführt, da es zu einem abrupten Ende der Serie kam: Sie wurde eingestellt.

Was bleibt, sind vier äußerst unterhaltsame Staffeln mit einem sehr spielfreudigen Cast. Kein Sitcom-Highlight, doch wirklich gute Unterhaltung – und das hat in der Welt der unzähligen Sitcoms schon etwas zu bedeuten. Aufgrund des äußerst unwürdigen Abschlusses kann ich jedoch nicht mehr als 8/10 Punkte vergeben. Diese hat sich „Two Guys and a Girl“ aber redlich verdient.

Bullion

Heute werde ich eines der großen Rätsel dieser Seiten auflösen: Wenn ihr schon immer wissen wolltet, was es eigentlich mit bullion auf sich hat und warum man sich so ein dämliches Alias aussucht, dann seid ihr hier richtig.

Entgegen der landläufigen Meinung handelt es sich nicht um die klare Brühe (auch Bouillon genannt). Auch die wörtliche Übersetzung aus dem Englischen (Gold- oder Silberbarren) habe ich mir nicht als Vorbild genommen.

Pate stand ein Songtitel der schwedischen Punkrocker MILLENCOLIN – nämlich BULLION vom 1996er Album LIFE ON A PLATE. Dieser Song hat mir eine Zeitlang wirklich aus dem Herzen gesprochen. Irgendwann musste ich mich dann irgendwo im Netz anmelden und es waren wieder einmal alle Namen vergeben – nur nicht bullion. Der Rest ist Geschichte… 😉

MILLENCOLIN – BULLION

Twenty one, feeling down
I tell you nothing with a thousand words
and I weaker get with every step
I waste my time on compact discs and staly fish
I can’t remember the last time I did something
that made me feel all right longer than a few hours
if I only had the time to make some muffins
then I swear that I would share them with you now

Am I odd or am I not?
that’s the question I spend time analyzing
I’m so soft but still I’m not
living up to what people want me to be
cause I’m busy with me, myself and I
can’t be understood by someone I don’t know too well
so I’m shutting out the whole world just to play Nintendo
I’ve got these games but I’m afraid you can’t join me

These last few years I’ve been struggling
and I’m tired of keeping a low profile
so now it’s time to show that I’m alive

I’m gonna change my life, plans, Vans, start to dance
change my thoughts, sox, moves
even change my pro fighter Q for you

Szenenwechel

Im Moment versuche ich etwas mehr Rhythmus und Dynamik in meinen Rohschnitt zu bekommen. Ist gar nicht so einfach. Immerhin habe ich die aktuelle Version bereits von 10 auf ca. 8 Minuten gekürzt. Tut zwar weh, kommt aber dem Film zugute.

Bei Szenenwechseln habe ich bereits diverse Übergänge probiert. Am liebsten waren mir bisher einfache Blenden. Doch bei der gestrigen Sichtung von „My Name is Earl“ sind mir einmal wieder die tollen Szenenwechsel aufgefallen. Kennt man u.a. auch aus „Scrubs“: Die Kamera wandert über eine schwarze Fläche von einer Szene in die nächste. Einfach, wirkungsvoll und anders. Die praktische Umsetzung hat sich dann doch etwas komplizierter gestaltet – vielleicht hätte ich es auch nicht mehr um 01:00 Uhr nachts testen sollen.

Wisst ihr überhaupt wovon ich rede? Hier mal ein kleiner Test (WMV, 1.1 MB):

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Wirkt das? Mir gefällt es eigentlich ganz gut. Es passt natürlich auch nicht immer, aber oft ist es ein schön dezenter Übergang, der eben doch nicht so langweilig wirkt, wie eine einfache Blende. Was meint ihr? Kann ich meinem Kurzfilm damit einen etwas interessanteren Look verpassen, oder wirkt es hier lächerlich? Ansonsten ist die Szene noch nicht farbkorrigiert oder sonstwie angepasst.

Deep Blue Sea (1999)

Nachdem unser Running Sushi-Abend gestern spontan ins Wasser gefallen ist, habe ich mich auf andere Art und Weise an Fischen erfreut: Mit Renny Harlins „Deep Blue Sea“. Dieser Film verbindet alles, was ich mir von einem reinen Unterhaltungsfilm erhoffe. Da wird ein Wissenschaftsthriller mit Tierhorror gemixt und all das spielt am, im und unter Wasser. Popcornherz, was willst du mehr?

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„Deep Blue Sea“ ist sicherlich nicht der intelligenteste und subtilste Film seiner Art, doch bestimmt einer der Filme mit dem perfektesten Spannungsaufbau. Harlin zieht hier wirklich alle Register. Auch inszenatorisch. Man fühlt sich selbst gefangen auf dieser fremdartigen Konstruktion mitten im Ozean. Den Elementen und den Haien ausgeliefert. Die Geschehnisse, die letztendlich in der großartigen Hubschrauberszene gipfeln, lassen mich – selbst nach der bestimmt dritten Sichtung – immer noch unruhig werden.

Erfreulich ist auch die Konstellation des Fischfutters. Zwar gibt es – wie immer in diesem Genre – nur Stereotypen, doch sind diese wenigstens einigermaßen glaubwürdig und sympathisch gezeichnet. Auch die Schauspieler wissen die Rollen gut auszufüllen. Selbst LL Cool J (was für ein Name) fällt als comic relief nicht sonderlich negativ auf und zeigt – im Gegensatz zu sonstigen Rapperkollegen – sogar ansatzweise Schauspieltalent.

Neben teils toll inszenierten Wasser- und Haiszenen, fallen allein ein paar CGI-Attacken negativ auf: Zu offensichtlich als Fremdkörper erkennbar. Ganz im Gegensatz zu den animatronischen Haien. Der Film hat allerdings auch schon 8 Jahre auf dem Buckel. Das darf man nicht vergessen.

Für mich ist „Deep Blue Sea“ immer noch einer der unterhaltsamsten Monsterfilme überhaupt. Renny Harlin hat seine Sache ausgezeichnet gemacht und ich finde es schade, dass er nicht mehr an die großen Budgets herangelassen wird – und ja, ich finde „Die Piratenbraut“ (OT: „Cutthroat Island“) klasse! Ich wünschte es gäbe mehr spaßige guilty pleasures, wie diesen Film: 8/10 Punkte.

Gremlins: Kleine Monster (1984)

Vermutlich kennt jeder Phasen, in denen es als besonders cool gilt, bestimmte Filme zu sehen. Als Teenager sind das dann Werke wie „Tanz der Teufel“, „Dawn of the Dead“ oder „Braindead“. Doch auch in der Grundschule gab es bereits solch angesagte Filme. Neben den „Ghostbusters“-Filmen („Voll der eklige Schleim und gruselige Monster!“) stand Joe Dantes „Gremlins“ („Da wird ein Monster in den Mixer gesteckt und es zerplatzt ganz eklig!“) ganz oben auf der Liste. Ob es ein Zufall ist, dass die angesagten Filme stets aufgrund ihres besonders hohen Schleim- und Ekelfaktors cool waren?

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Manche Filme aus dieser Zeit überdauern den momentanen Hype. Dazu gehört auch „Gremlins“. Der Spannungsaufbau ist ruhig und langsam. Es herrscht die typsiche 80er Jahre Atmosphäre und – als Kenner des Films – fühlt man sich sofort wieder wohl in dieser besonderen Weihnachtsnacht. Die Figuren sind allesamt sehr sympathisch und werden von ihren Schauspielern glaubwürdig dargestellt. Aufgefallen ist mir wieder einmal besonders Corey Feldman, der sich anscheinend in all meinen liebsten Filmen aus der Kindheit rumtreibt.

Die eigentlichen Hauptdarsteller sind allerdings eindeutig die Kreaturen. Was hier allein durch Puppentricks entsteht, ist – aus heutiger Sicht – der pure Wahnsinn. Sicher merkt man den Effekten ihr Alter an, doch mich können die süßen Mogwais und die fiesen Gremlins auch heute noch überzeugen. Wirklich fantastisch und irgendwie zeitlos. Vielleicht sehe ich das auch nur so, weil mich diese Art von Film durch die Kindheit begleitet hat. Schwer zu sagen.

Die Geschichte lockt heute niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Allerdings weiß ich noch ganz genau, wie ich damals mit leuchtenden Augen einem Freund zugehört hatte, der von den „Gremlins“ erzählte. Die drei Regeln: Nicht mit Wasser in Kontakt bringen, nicht dem Sonnenlicht aussetzen und niemals nach Mitternacht füttern. Allein durch die Erzählung haben sich diese Regeln bei mir ins Gedächtnis gebrannt und ich war so unglaublich gespannt auf diesen Monsterfilm.

„Gremlins“ hat fast nichts von seinem Charme verloren. Auch heute noch zündet das Feuerwerk aus bösem, schwarzem Humor und Familienfilm. Um jedoch in den vollen Genuss zu kommen, muss man wohl eine persönliche Bindung zu den kleinen, (anfangs) pelzigen Tieren haben: 9/10 Punkte.

Brick (2005)

Gestern Abend gab es wieder einmal einen Film, der mich bereits im Kino sehr interessiert hätte: Mein diesjähriges Ostergeschenk „Brick“. Rian Johnsons Kinodebut hatte mich bereits mit seinem wunderbaren Trailer gefangengenommen. Mysteriös und anders. Ungewöhnlich und fremd – und doch irgendwie vertraut. Umso gespannter war ich bei der gestrigen Sichtung, wie denn wohl der Film hinter dem Trailer aussehen wird, den ich bereits unzählige Male gesehen hatte.

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„Brick“ ist eine klassische Detektivgeschichte. Ein Film noir par excellence. Sprache, Lichtstimmung, Kameraführung. Alles scheint der Hochzeit der Schwarzen Serie entsprungen. Doch „Brick“ ist anders. Die Handlung ist an einer amerikanischen Highschool angesiedelt. Hauptfiguren sind allesamt Schüler. Rian Johnson gelingt hier das Unglaubliche: Er schafft es beide Elemente mit einer Ernsthaftigkeit zu verbinden, die ihresgleichen sucht. An einigen wenigen Stellen droht der Film in die Parodie zu rutschen (z.B. Mutter von Pin), doch der Film reißt sich stets im letzten Moment zusammen und kriegt die Kurve. Die Atmosphäre, die der Film verbreitet, ist wirklich grandios. Muss man gesehen haben.

Die Geschichte selbst hätte ohne Probleme in die Erwachsenenwelt verlagert werden können. Entfernt man die inszenatorischen Feinheiten und die besondere Situation, bleibt letztendlich eine typische Film noir Kriminalgeschichte übrig. Diese ist stets interessant, doch letztendlich weit weniger mysteriös und überraschend, wie uns der Film das teils glauben machen mag. Hier war ich gegen Ende beinahe etwas enttäuscht, wenngleich Johnson natürlich seiner Linie treu geblieben ist und auf neumodischen Schnickschnack weitgehend verzichtet wurde.

„Brick“ ist wahrlich faszinierend. Auch was seine Entstehungsgeschichte angeht: So hat der Regisseur sein eigenes Drehbuch verfilmt. Das Geld dafür hat er von Verwandten und Bekannten zusammengekratzt. Letztendlich sind ca. 500.000 Dollar zusammengekommen. Wirklich grandios, dass solch ein kleines Meisterwerk für diesen Betrag entstehen kann. Meine Hochachtung an Rian Johnson. Man merkt dem Film sein niedriges Budget zu keiner Zeit an. Es gibt bekannte Schauspieler zu sehen: Joseph Gordon-Levitt kennt man evtl. aus „Hinter dem Mond gleich links“ (OT: „Third Rock from the Sun“), Nora Zehetner aus „Heroes“ und Emilie de Ravin aus „Lost“. Auch der Score ist fantastisch und beschwört eine ganz eigene Atmosphäre herauf. Audiovisuell ist der Film wahrlich eine Pracht.

Ich kann „Brick“ nur weiterempfehlen. Es ist ein ungewöhnliches Erlebnis. Kann man sich allerdings darauf einlassen, wird man garantiert belohnt werden. Es sollte mehr solcher Filme geben, die vom Mut, dem Engagement und der Kreativität seiner Macher zeugen: 9/10 Punkte.

Kinomagie

Von Paul kommt mir seit langer Zeit einmal wieder ein Stöckchen zugeflogen. Dabei handelt es sich um ein Filmstöcken, was mir dieses fliegende Holzstück schon einmal sehr sympathisch macht. Nun denn, gehen wir es an!

Ein Film, den du mehr als zehnmal gesehen hast:

Als Kind: „Die unendliche Geschichte“. Unzählig oft. Und jedes Mal hatte ich wieder Angst vor Gmork. Als Jugendlicher: „From Dusk Till Dawn“, „Pulp Fiction“, „True Romance“ und „Léon – Der Profi“. Inzwischen fehlt mir der Zeit für solch ausufernde Wiederholungssichtungen. Allein „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“ dürfte inzwischen auf die siebte Sichtung vorgerückt sein.

Den du mehrfach im Kino gesehen hast:

„Blade“. Einmal im Popelkino – da ein Kumpel noch keine 18 war und nicht ins richtige Kino reingekommen wäre – und einmal im Multiplex. „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“. Das war es dann auch schon.

Ein Schauspieler, wegen dem du eher geneigt wärst, einen Film zu sehen:

Kommt eher selten vor, aber bei Zack Braff und Nathan Fillion drücke ich schon einmal zwei Augen zu (wenngleich dies auch noch nie nötig war).

Ein Schauspieler, wegen dem du weniger geneigt wärst, einen Film zu sehen:

Gibt es eher nicht, da jeder Schauspieler im Stande sein kann Überraschendes zu leisten.

Ein Film, aus dem du regelmäßig zitierst:

Früher aus „Wayne’s World“ (Schwing!), „Bill und Ted’s verrückte Reise durch die Zeit“ (Exzellent, Hoschis!) oder auch „Austin Powers“. Inzwischen eher aus Serien: „Seinfeld“, „How I Met Your Mother“ oder „Arrested Development“ sind da stets gute Kandidaten. Dafür sollte man aber mit den richtigen Leuten zusammen sein, sonst wird man oft recht doof angeschaut… 😉

Ein Filmmusical, von dem du alle Texte der darin gesungenen Songs auswendig weißt:

„Moulin Rouge“ – ohne Witz!

Ein Film, bei dem du mitgesungen hast:

Ich schweige und genieße.

Den jeder gesehen haben sollte:

„Garden State“, „2001 – A Space Odyssey“, „Der Pate“, „Pulp Fiction“, „Lost in La Mancha“, „Toy Story“, „City of God“, „Alien“ …ach ein Film? 😉

Den du besitzt:

Einer?

Ein Schauspieler, der seine Karriere nicht beim Film startete und der dich mit seinen schauspielerischen Leistungen positiv überrascht hat:

Mark Wahlberg („Boogie Nights“ etc.)

Schon einmal einen Film in einem drive-in gesehen?

„The Mexican“. Dabei ist es dann auch geblieben.

Schon mal im Kino geknutscht?

Nur bei „Schindler’s Liste“ (Larry David/Jerry Seinfeld-Freunde dürfen nun gerne lachen).

Ein Film, den du schon immer sehen wolltest, bisher aber nicht dazu gekommen bist?

Diverse Hitchcock-Filme und sonstige Klassiker.

Hast du jemals das Kino verlassen, weil der Film so schlecht war?

Nein. Selbst „Kevin und Perry tun es“ habe ich in der Sneak durchgestanden und das war mit Abstand der schlechteste Film, den ich jemals genießen durfte.

Ein Film, der dich zum weinen gebracht hat:

Ist ja verpönt unter Männern, aber „Big Fish“ und „Moulin Rouge“ haben bei mir die Schleusen geöffnet. Zumindest ein wenig… 😉

Popcorn?

Not a fan.

Wie oft gehst du ins Kino?

Zu Schulzeiten war ich teils jede Woche mindestens einmal. Inzwischen eher ca. einmal pro Monat.

Welchen Film hast du zuletzt im Kino gesehen?

Danny Boyles „Sunshine“.

Dein Lieblingsgenre?

Schwer zu sagen. Eigentlich fühle ich mich in allen Genres wohl. Kommt auf die Stimmung an. Manchmal muss es blutigstes Gemetzel sein. Manchmal viel Gefühl. Manchmal prollige Action und dann wiederum leises Drama. Gern auch Sci-Fi und Fantasy. Außerdem lache ich gern im Kino. Eben alles zu seiner Zeit.

Dein erster Film, den du im Kino gesehen hast?

Schwer zu sagen. Vielleicht „Werner – Beinhart!“ oder „Turtles“ oder „Die unendliche Geschichte 2“ oder „Lucky Luke“ mit Terence Hill oder doch irgend ein Disney? Ist schon so lange her…

Welchen Film hättest du lieber niemals gesehen?

„Kevin und Perry tun es“ – nein, stimmt nicht. Selbst diese Sichtung ist eine lustige Erinnerung. Wohl eher „Wing Commander“. Stimmt mich immer noch traurig.

Der merkwürdigste Film, den du mochtest?

„Being John Malkovich“

Der beängstigendste Film, den du je gesehen hast?

„Schatten der Wahrheit“ fand ich damals recht gruselig. Auch „The Others“. Oder „The Gift“. „The Ring“ hat mich auch ein paar mal aus dem Sessel springen lassen. Aber das macht Spaß. Beängstigender finde ich dann eher sowas wie „Sophie Scholl“ o.ä.

Was war der lustigste Film, denn du je gesehen hast?

Die „Austin Powers“-Filme. Ich hatte selten solche Lachkrämpfe. Ob es mir heute noch genauso geht? Käme auf einen Versuch an. Wenn ich aber allein daran denke, wie Austin im dritten Teil die pinkelnde Statue zerstört und er versucht den Wachmann zu überlisten… Mike Myers ist einfach ein begnadeter Komiker.

Das war’s? Das war’s! Weitergeworfen wird das Stöckchen an die Doktorin, Inishmore, Miss Sophie und Löwenzahn. Rundumschlag sozusagen… 😉