In einem Land vor unserer Zeit – OT: The Land Before Time (1988)

Ich habe „In einem Land vor unserer Zeit“ am 1. Januar 2020 erneut gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Akuter Anfall von Nostalgie. So schlimm wie schon lange nicht mehr. Don Bluths „In einem Land vor unserer Zeit“ gehört so untrennbar zu meiner Kindheit, wie wohl kein zweiter Film. Sind mir aus anderen Klassikern Dialoge und Situationen oft noch bekannt, konnte ich hier wirklich jedes Wort mitsprechen – und das nach bestimmt 15 Jahren. Ein beinahe schon bizarres Erlebnis.

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Eine objektive Kritik abzugeben ist für mich in diesem Fall wirklich unmöglich. Zu oft habe ich die abenteuerliche Reise mit Littlefoot, Cera, Petrie, Ducky und Spike schon angetreten. Zu oft habe ich den vertrauten Tönen gelauscht. Zu oft um Littlefoots Mutter getrauert. Zu oft bin ich vor Scharfzahn geflohen und zu oft war ich bei der Entdeckung des großen Tals dabei. Manche Gefühle sind für mich untrennbar mit der Geschichte verbunden, die ich durch unzählbare Sichtungen des Films und dem Lauschen des Hörspiels verinnerlicht habe, wie kaum eine zweite.

Heute sind mir anfangs jedoch einige Dinge aufgefallen, auf die ich früher nie geachtet hätte: Die Qualität der Zeichnungen ist weit davon entfernt Disney-Standard zu erreichen – und dennoch sind die Animationen wirklich wunderbar gelungen und transportieren die Charaktere ganz famos. Einige Elemente erschienen mir auch teils etwas kindisch, doch bereits nach ein paar Minuten war ich wieder wie gefangen in diesem wunderbar altmodischen Animationsfilm. Eine Schande nur, dass die Qualität der deutschen DVD so dermaßen bescheiden ist. Digital überarbeitet? Da kann man wirklich nur auf eine Neuauflage hoffen, denn der deutsche Ton ist für mich bei diesem Film Pflicht.

„In einem Land vor unserer Zeit“ erzählt eine wunderschöne Geschichte von Freundschaft, Toleranz und dem ersten großen Abenteuer. Wohl einer der schönsten Kinderfilme abseits von Disney – und auf jeden Fall ein Film, der immer einen besonderen Platz in meinem Herzen besitzen wird: 9/10 Punkte.

The King of Queens – Season 1 to 9 (WS1)

Ein knappes Jahr nach dem Kauf der IPS Superbox bin ich einmal wieder durch mit „The King of Queens“ – zum ersten Mal in komplett chronologischer Reihenfolge und in der Originalsprache. Letzteres war anfangs wirklich gewöhnungsbedürftig, hat den Spaß an der Serie aber bereits nach kurzer Zeit noch einmal enorm gesteigert.

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Wie sehr mir „The King of Queens“ über die Jahre ans Herz gewachsen ist, kann man in meinem Eintrag zur ersten Sichtung der Serie nachlesen. Dieses Mal habe ich mich auf die Bewertung der einzelnen Staffeln konzentriert, die qualitativ leider größeren Schwankungen unterlegen sind. Besonders gegen Ende fehlen neue Ideen und die Handlung hat sich zu oft in Gefilden festgefahren, denen ich nicht mehr sonderlich viel abgewinnen konnte. Doch nun genug des Vorgeplänkels und viel Spaß mit der Kritik zu neun Staffeln rund um Doug, Carry, Arthur und Co.

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Anwesenheitsnotiz

Nach zwei Tagen voll mit neuen und (teils zu) interessanten Erfahrungen bin ich wieder im Lande. War anstrengend und eiskalt, hat aber Spaß gemacht!

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Nun werde ich mich gemütlich durch die angefallenen Nachrichten kämpfen, bevor ich mich in aller Ruhe aufs Sofa zurückziehe. Manchmal macht sich das Alter eben doch schon bemerkbar… 😉

Abwesenheitsnotiz

Ich bin dann aus beruflichen/privaten Gründen mal eben für ein paar Tage unterwegs. Vermutlich wäre meine kurzzeitige Abwesenheit auch niemandem aufgefallen, doch wozu führt man schließlich ein Blog wenn nicht für solche Einträge?

In diesem Sinne: Bleibt tapfer!

Kaufbefehl: Veronica Mars – Staffel 1 (DVD)

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Zurzeit gibt es die erste Staffel von „Veronica Mars“ für schlappe 9,99 € bei Müller, was mich dazu bringt meinen ersten offiziellen Kaufbefehl auszusprechen. Wer noch einen zusätzlichen Anstoß braucht, kann hier noch einmal meine Begeisterung nachlesen:

“Veronica Mars” ist eine unglaublich gut geschriebene Serie. Der Wortwitz erinnert an den eines Joss Whedon (”Firefly”) und ich hoffe sehr, dass die Qualität über die nächsten beiden Staffeln aufrecht erhalten werden kann. Äußerst sehenswert: 9/10 Punkte. (mehr)

Primeval – Season 1

Während der Abarbeitung ungesehener TV-Serien bin ich auch über „Primeval – Season 1“ gestolpert, deren sechs Episoden nun schon seit über einem halben Jahr im DVD-Regal versauern. Dank der kurzen Laufzeit war ich auch relativ schnell damit durch, was die Serie für den kleinen Monsterhunger zwischendurch prädestiniert.

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Die kurzweilige birtische Drama-Serie ist wie gemacht für Fans von Monsterfilmen. So überrascht es auch wenig, dass stets ein Monster-of-the-Week im Mittelpunkt der Handlung steht. Aufgrund der begrenzten Episodenzahl fallen die Abnutzungserscheinungen noch nicht allzu sehr ins Gewicht, zumal die Handlung gegen Ende noch einmal kräftig anzieht. Insgesamt ist das Konzept aber noch sehr ausbaufähig und es wird sich zu sehr auf die – zugegebenermaßen äußerst sehenswerten – Kreaturen-Effekte verlassen.

Neben der visuell beeindruckenden Monsterhatz ist mir die Vielzahl der unterschiedlichen Charaktere positiv aufgefallen. Sicherlich vorwiegend Stereotypen, doch immerhin von der sympathischen Sorte. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, was die doch recht formelhaften Geschichten zumindest zeitweise auflockert. Von der Inszenierung und dem Aufbau der Episoden braucht man den Vergleich zu amerikanischen Serien nicht scheuen. Der britische Charme wirkt meist sogar eher erfrischend.

Die erste Staffel von „Primeval“ ist bestimmt keine Pflichtserie, doch Monsterfreunde sollten sie durchaus im Auge behalten. Wenn sich die zweite Staffel nun so entwickelt, wie es die letzte Episode vorgegeben hat, dann werde ich wohl dran bleiben: 7/10 Punkte – inklusive einem Punkt für die CGIs der Kreaturen.

Angel – Season 4

Die letzten Urlaubstage habe ich noch einmal zur exzessiven Seriensichtung genutzt und damit „Angel – Season 4“ abgeschlossen. Damit nähert sich erneut eine Show viel zu schnell ihrem Finale, doch gerade bei solch großartiger Unterhaltung fällt Abwarten eben schwer.

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Die Staffel beginnt relativ unspektakulär mit der Auflösung des Cliffhangers aus Season 3. Daraufhin folgt die Suche nach Cordelia, welche ebenso undramatisch beendet wird. Mit ihrer Rückkehr zieht auch das Unbehagen ein: Seltsame Charaktereigenschaften und fast schon nervige Handlungsstränge beginnen sich zu entwickeln. Als zur Staffelmitte die Geschichte kippt, macht plötzlich alles auf grausame Weise Sinn. Bis es dann richtig in die Vollen geht gibt es noch ein Wiedersehen mit Angelus, Faith und Willow – alles Zusammentreffen, die einen Whedonite wirklich glücklich machen!

Das über beinahe ein Viertel der Staffel gestreckte Finale rund um Jasmine bildet letztendlich den krönenden Abschluss. Gina Torres (Zoe, „Firefly“ & „Serenity“) überzeugt hier als hinterhältiges gottähnliche Wesen, welches die gesamte Menschheit zu manipulieren versucht. Schön ist hier besonders der Alleingang von Fred zu beobachten. Auch der finale Twist der Staffel ist gar wunderbar und zeigt einmal wieder, dass es im Buffyverse keine klaren Grenzen gibt, sondern sich alle Figuren in einer Grauzone bewegen.

Die letzte Episode lässt große Veränderungen erahnen und ich bin wirklich mehr als nur gespannt, wie diese umgesetzt werden. Sorgen mache ich mir jedoch keine, da vertraue ich einfach Joss Whedon, der jede Veränderung als Weiterentwicklung sieht und die Serie somit nicht Gefahr läuft der Stagnation zu erliegen. Ganz großes Kino: 9/10 Punkte.

The IT Crowd

Lange Zeit ist die Serie an mir vorbeigegangen – und das obwohl ich die DVD der ersten Staffel schon vor über einem Jahr gekauft habe. Nun bin ich süchtig nach „The IT Crowd“ und fast entsetzt, wie schnell ich mit den Folgen durch war. Bloody brilliant!

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Diese britische Comedy unterscheidet sich doch gewaltig von ihren amerikanischen Zeitgenossen. Anfangs dachte ich noch mich erwartet ein zweites „The Big Bang Theory“, doch weit gefehlt: Gegen die Nerds von der Insel erscheinen selbst Sheldon und Co. noch relativ normal. Man muss sich als Zuschauer erst einmal an den abgedrehten Humor gewöhnen, der oft wirklich jeder Beschreibung spottet. Ist man dem wilden Treiben jedoch erst einmal in die Falle gegangen gibt es kein zurück mehr. Ich kann mich wahrlich nicht daran erinnern, das letzte Mal bei einer Show so laut gelacht zu haben!

Die erste Staffel ist wie gesagt noch etwas gewöhnungsbedürftig in Sachen Humor. Ebenso bremst die Begrenzung der Location auf das IT Büro das Geschehen etwas aus, dennoch zeigt sich schon früh das große Potential der Serie. Mit Beginn von Staffel zwei gibt es einen enormen Qualitätsschub, was besonders der Erweiterung von Roy und Moss‘ Lebensraum zu verdanken ist. Erlebnisse in der normalen Welt sind für die beiden sympathischen Nerds doch stets ein großes Abenteuer – und für den Zuschauer ein Pool nie enden wollenden Humors.

Die dritte Staffel kann die an sie gestellten Erwartungen voll und ganz erfüllen und überzeugt mit einer guten Mischung aus abgedrehten Geschichten (besonders um Douglas Renholm) und nerdigen Gags (Jen und das Internet). Dank der geringen Anzahl von sechs Episoden pro Staffel machen sich absolut keine Längen bemerkbar und ich fange schon jetzt an die IT Abteilung von Renholm Industries zu vermissen. Simply marvelous: 9/10 Punkte.

Essen auf Schienen

Gestern Abend haben wir im ’s Baggers ein neuartiges kulinarisches Erlebnis ausprobiert. Man bestellt dort Essen und Getränke per Touchscreen und nach einiger Zeit kommt die gewünschte Bestellung auf einem ausgeklügelten Schienensystem automatisch an den Tisch gefahren.

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So sehr das Konzept nach High-Tech klingt, so gemütlich ist das Ambiente. Warme Rot- und Gelbtöne sorgen für eine angenehme Atmosphäre und die typisch fränkischen Bezeichnungen der Gerichte erinnern an das, was letztendlich auf den Teller kommt: Herzhaft handfeste Hausmannskost, wie man sie auch in einem Landgasthof finden könnte.

Das Essen war wirklich sehr lecker, wenn auch nicht gerade günstig: Dank der freien Kombinierbarkeit von Hauptspeise und Beilagen kommt man für ein normales Gericht (d.h. Fleisch, Gemüse und Kartoffelbeilage) schon einmal leicht auf 15 bis 20 Euro – und das ohne Salat oder sonstige Extras. Zudem sollte man nicht allzu großen Hunger mitbringen, denn teils wartet man auf die Lieferungen schon außergewöhnlich lange. Wenn sie dann aber kommen, ist es stets ein kleines Ereignis!

Ich kann allen Neugierigen einen Abend im ’s Baggers nur empfehlen. Sicher ist es kein Lokal, das man mal eben auf die Schnelle besucht. Eventgastronomie eben. Irgendwo zwischen High-Tech und Tradition, das – geht man von den Besucherzahlen aus – seine Nische gefunden zu haben scheint. Ich bin gespannt, wie sich das Konzept in Zukunft entwickeln wird. Potential ist auf jeden Fall vorhanden.