Mr. Sunshine – Season 1

Nach den „Friends“-Stars Courteney Cox („Cougar Town“) und Matt LeBlanc („Episodes“) feiert dieses Jahr auch Matthew Perry seine Rückkehr auf den Fernsehbildschirm. Im Gegensatz zu seinen ehemaligen Schauspielkollegen hatte Perry jedoch auch schon vor „Mr. Sunshine – Season 1“ gewisse Serienerfolge zu verbuchen. Insofern war meine Erwartungshaltung ziemlich hoch und konnte glücklicherweise auch größtenteils erfüllt werden.

Neben Matthew Perry überzeugt in der Serie vor allem Allison Janney, welche mir bereits in „The West Wing“ ans Herz gewachsen ist. Der restliche Cast (u.a. Andrea Anders, „Better Off Ted“) ist nett, doch sind die Nebencharaktere bisher eher nur Beiwerk. Hier erhoffe ich mir deutlich mehr interessante Handlungsstränge in der eventuell kommenden zweiten Staffel. Bisher lebt die Serie hauptsächlich von absurden Situationen, die sich durch den unkonventionellen Führungsstil von Crystal Cohen (Allison Janney) ergeben.

Ich habe bisher viele Vergleiche zwischen den Serien „Mr. Sunshine“ und „30 Rock“ gelesen, welche für mich allerdings nicht sonderlich naheliegend sind. Weitaus treffender fand ich die Feststellung, dass Matthew Perrys Ben Donovan eher einem Chandler Bing entspricht, der Monica niemals kennengelernt hat. Im Gegensatz zu seiner letzten Serienrolle (Matt Albie in Aaron Sorkins „Studio 60 on the Sunset Strip“) erinnert Perrys Charakter hier wieder sehr stark an die Rolle, für die der Schauspieler weltbekannt wurde. Wer also gerne noch einmal Chandler Bing in Aktion sehen möchte, der sollte auf jeden Fall einschalten.

Während ihrer knappen Laufzeit von neun Episoden weiß die Serie stets zu unterhalten. Wirkliche Highlights sind jedoch leider eher selten dabei und ich hatte stets das Gefühl, dass noch mehr drin gewesen wäre. Auf der anderen Seite gab es auch keine Ausfälle und so habe ich mich jede Woche erneut auf die bunte Truppe der Sunshine Arena gefreut. Da ist durchaus noch Luft nach oben: 7/10 (7.2) Punkte.

Cargo (2009)

Nachdem mich Christian Alverts atmosphärischer Sci-Fi-Schocker „Pandorum“ erst kürzlich nahezu vollends zu überzeugen wusste, haben mir C4rter und Lars den den schweizer Genrefilm „Cargo“ ans Herz gelegt. Die mit 5 Mio. CHF (ca. 3,8 Mio. Euro) relativ günstige Produktion hatte aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte sowieso schon mein Interesse geweckt, jedoch hatte ich stets Angst nur einen etwas größeren Amateurfilm zu sehen zu bekommen.

Die Angst war glücklicherweise weitgehend unbegründet. Dennoch stellt sich mir nun natürlich die Frage, nach welchen Maßstäben „Cargo“ am besten zu bewerten ist. Sollte man seine Entstehungsgeschichte berücksichtigen oder ihn direkt mit seinen Genrekollegen vergleichen? Ich habe mich für letztere Möglichkeit entschieden, denn dies dürfte weitgehend unverfälscht zeigen, welches Potential doch in diesem kleinen Film steckt. So oder so sollte man sich als Filminteressierter mit der 9-jährigen Entstehungsgeschichte des Films auseinandersetzen. Es lohnt sich.

Der Film beginnt mit einer äußerst beeindruckenden CGI-Sequenz, welche uns eine gigantische Raumstation zeigt. Überhaupt kann man den Effekten nichts ankreiden. Sie unterstützen allesamt die Geschichte und zeigen uns teils beeindruckende Welten. Besonders der Frachtraum ist hier als besonders gelungen hervorzuheben. Überhaupt merkt man dem Film an, dass sich viele Gedanken um das Produktionsdesign gemacht wurden. Die stärksten Elemente erinnern hier an Filme, wie „Blade Runner“ oder „Alien“ – bei manchen Sets fällt das knappe Budget dann allerdings doch leider negativ auf.

Die Geschichte des Films erinnert anfangs, wie man auch überall liest, an Ridley Scotts Sci-Fi-Klassiker „Alien“, ohne jedoch auch nur zu irgendeinem Zeitpunkt dessen Intensität zu erreichen. Gegen Ende des Films werden dagegen Erinnerungen an „Matrix“ wach, was eine nette Wendung darstellt, insgesamt aber zu unaufregend erzählt wird. Hier sehe ich auch das große Manko des Films: Die Geschichte ist für sich genommen recht nett und hat durchaus Potential, doch das – um es neudeutsch auszudrücken – lahme Pacing des Films will oft nicht so recht funktionieren. Es fehlt an Geschwindigkeitswechseln und dramatischen Szenen. Der Film wirkt zu sehr, als würde er auf Schienen laufen.

Trotz meiner Kritikpunkte sollten sich Sci-Fi-Freunde „Cargo“ durchaus einmal ansehen. Die Mischung aus Big Budget Bildern und recht deutsch bzw. schweizerisch wirkendem Kammerspiel hat man so auf jeden Fall noch nie gesehen. An seine Vorbilder kommt der Film natürlich nicht heran, doch das was er erreicht, muss man erst einmal nachmachen. Interessant, anders und für Genrefans auf jeden Fall sehenswert: 6/10 Punkte.

Dark Secret (Douglas Preston/Lincoln Child)

In den letzten Tagen habe ich gemerkt, wie sehr ich es vermisst hatte zu lesen. Zwar lese ich in meinem Beruf täglich diverse Fachthemen und bin auch auf unzähligen Blogs unterwegs, doch Unterhaltungsliteratur in Buchform? Ich kann mich kaum daran erinnern das letzte Mal ein Buch wirklich verschlungen zu haben. Irgendwie traurig. Durch eine fiese Erkältung, hatte ich plötzlich ein paar Tage Zeit, um „Dark Secret“ von Douglas Preston und Lincoln Child zu – ja, ganz genau! – verschlingen. Endlich wieder lesen.

Besonders für Fans des Autorenduos dürfte der direkte Nachfolger von „Burn Case“ eine kleine Offenbarung darstellen. Nahezu alle wichtige Figuren dieses kleinen, aber feinen Thrilleruniversums geben ihr Stelldichein. Mit Vincent D’Agosta und Special Agent Pendergast sind wieder einmal die wohl beliebtesten Hauptfiguren an einem Fall beteiligt, der für unseren unkonventionell arbeitenden FBI-Agenten eine ganz besondere Gefahr birgt. So wartet die Geschichte mit dunklen Familiengeheimnissen, mysteriösen Todesfällen sowie vielen alten Bekannten (u.a. Bill Smithback, Nora Kelly, Margo Green, Eli Glinn) auf und liefert somit einen äußerst spannenden und mitreißend erzählten Fall für Agent Pendergast und Co.

Vielleicht liegt es daran, dass mein letztes Buch so ein grandioser Flop war, doch ich hatte enorm viel Spaß mit dem Mittelteil der Pendergast-Trilogie. Ich liebe das immer etwas übernatürlich angehauchte und verschroben wirkende Universum, das Douglas Preston und Lincoln Child in ihren Romanen aufgebaut haben. Ich mag die unzähligen Verbindungen zwischen den Büchern und ihre Art Geschichten zu erzählen. Keine große Literatur, aber gut geschrieben und stets äußerst unterhaltsam. Nun kann das große Finale kommen: 8/10 Punkte.

Californication – Season 4

Aktualisierung: Ich habe „Californication“ erneut gesehen und am 28. Januar 2025 komplett besprochen (hier geht es zur aktuellen Besprechung). In den ersten beiden Staffeln noch grandios, in der dritten eine Enttäuschung. Im Prinzip konnte es mit „Californication – Season 4“ nur aufwärts gehen. Zumindest habe ich das gehofft, denn ein weiterer qualitativer Abbau hätte die Serie schnell auf meine persönliche Absetzungsliste befördert. Im Folgenden werde ich berichten, wie sich Hank Moody im vierten Jahr so schlägt und ob sich das Dranbleiben lohnt.
Californication | © Showtime

Californication | © Showtime

Man kann festhalten: Es lohnt sich durchaus. Die Autoren haben sich die Kritik an der dritten Staffel anscheinend zu Herzen genommen und versucht die Stärken der ersten beiden Jahre wieder mehr in den Vordergrund zu rücken. Dies gelingt auch größtenteils, doch hatte ich stets das Gefühl, dass man es dadurch oft nur noch mit einer schwächeren Kopie der ersten Staffel zu tun hat. Die Atmosphäre ist zu dieser recht ähnlich und auch inhaltlich werden enge Bezüge geknüpft, welche oft nicht nur den Charakteren ein nostalgisches Lächeln aufs Gesicht zaubern. Neben dem Erzählstrang rund um Hank Moodys Gerichtsverhandlung, gibt es zudem etliche Sexkapaden (speziell natürlich von Charlie Runkle) zu bewundern, die inzwischen jedoch nicht mehr so recht zünden mögen und somit deutlich weniger Spaß machen, als dies noch zu Beginn der Fall war. Wieder einmal ist die Serie am stärksten, wenn sie Hank als gebrochenen Charakter zeigt, der sich doch eigentlich nur nach seiner Familie sehnt. Leider liegt hier jedoch auch die größte Schwäche, denn so langsam wird es einfach unglaubwürdig, dass der Skandalautor sein Leben einfach nicht auf die Reihe bekommt.

Fazit

Insgesamt hat mir die aktuelle Staffel wieder recht gut gefallen. Es gab wieder mehr ernstzunehmende Handlung und Gaststars, wie z.B. Rob Lowe (Sam Seaborn, „The West Wing“) als komplett verrückten Method Actor, sorgten für die nötige Abwechslung. Leider jedoch haben sich in meinen Augen zu den Vorgängerstaffeln inzwischen zu viele Redundanzen eingeschlichen, als dass man noch von frischer Unterhaltung sprechen könnte. Da das Staffelfinale auch ein sehr gelungenes Serienende dargestellt hätte, bleibt wieder einmal die Frage: Was soll da noch kommen? 7/10 (7.2) Punkte.

Voting: Superblogs 2011

Wie ihr vielleicht bereits in der Sidebar gesehen habt, wurde mein Blog für die Superblogs 2011 in der Kategorie Film nominiert. Auch wenn mir durchaus bewusst ist, dass die Aktion dem Social-Media-Marketing der Firma Hitmeister entspringt und ich mir keine wirklichen Chancen ausrechne, so würde ich mich dennoch über ein paar Stimmen freuen. Also klickt vom 1. bis 7. April doch auf folgende Grafik und stimmt in der Kategorie Filme für Moviescape – und ja, es muss wirklich in jeder Kategorie für ein Blog abgestimmt werden:

Vielen Dank! Ihr könnt euch übrigens euch Gewiss sein, dass ein etwaiger Gewinn natürlich auch euch zugute kommen würde – und nein, das ist kein Aprilscherz… 😉

The Deep

Es gibt einfach zu wenig gute Unterwasserfilme. Neben dem Genregiganten „The Abyss“ ist da draußen nicht mehr viel zu holen. So habe ich mich – trotz teils vernichtender Kritiken – auf die BBC-Miniserie „The Deep“ gestürzt, die jedoch außer dem Setting und dem ach so innovativem Titel leider kaum Ähnlichkeiten mit James Camerons famosem Unterwasserabenteuer aufweist. Spoiler sind zu erwarten.

Anfangs hatte ich ja durchaus noch Hoffnung. Eine relativ gemächliche und ausführliche Einführung der Charaktere, eine – im Vergleich zu US-Serien – relativ realistisch anmutende Grundstimmung und ein auf den ersten Blick nettes Ensemble. Doch spätestens mit Episode 2 fing die Serie an sich auch qualitativ in Untiefen zu begeben. Sowohl Handlung, als auch Inszenierung und Schauspiel wirken oft als hätte da jemand versucht mit seiner Laientheatergruppe einen Film bzw. eine Serie auf die Beine zu stellen.

Die Handlung hat durchaus ihre Momente und man hätte aus der Prämisse wirklich einiges rausholen können, denn schließlich besitzt die Geschichte ein riesiges, verlassenes U-Boot, mysteriöse Todesfälle und unbekannte Mikroorganismen. Man hätte die Charaktere langsam in den Wahnsinn abdriften lassen können, Realität und Wahnvorstellungen vermischen oder wenigstens die Stärken der unheimlichen Location ausspielen – aber nein! Da gibt es dann die bösen, schießwütigen Russen und eine Verschwörung, die sich um illegale Ölbohrungen dreht. Wie aufregend und innovativ!

Erschreckend fand ich, wie schlecht die Charaktere in der Serie teils gespielt waren. Selbst  bekannte Schauspieler, wie David Nesbitt oder Minnie Driver chargieren hier, als würden sie auf der Bühne eines Provinztheaters stehen. Kein Gefühl für das Gegenüber oder die Situation. Allerdings vermute ich, dass hier eher die Regie versagt hat. Ansonsten kann ich mir das Ergebnis wirklich nicht erklären.

Trotz meiner harschen Kritik hat mir der Ausflug in die Tiefen von „The Deep“ durchaus Spaß bereitet. Die erste Episode fand ich noch vielversprechend, den Mittelteil wenigstens noch leidlich spannend, doch das Finale hat dann leider jegliche Chance auf eine bessere Wertung verspielt. Fans von Unterwasserfilmen dürfen durchaus einen Blick riskieren, alle anderen sollten lieber einen weiten Bogen um die Miniserie machen: 4/10 (4.2) Punkte.

Run, Fatboy, Run (136)

Da die kommenden Tage schon wieder komplett verplant sind, habe ich meinen Wochenendlauf dieses Mal auf den Freitagabend vorverlegt. Das Wetter war einmal wieder herrlich, doch habe ich wieder nur die kurze Strecke geschafft gewählt. Irgendwie ist da zurzeit der Wurm drin.

Länge: 4,20
Laufzeit: 00:25:15
kCal: 336
min/km: 6:00

Immerhin habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr die 10km/h geknackt. Wenigstens etwas. Im Vergleich zum letzten Jahr bin ich auch schon mit 60km im Plus. Letzten März verzeichnete mein Läuferkonto nämlich gerade einmal 8km. Mal sehen, wie sich die Gesamtbilanz noch entwickelt…

Run, Fatboy, Run (135)

Dank des herrlichen Wetters habe ich mich heute gleich einmal zum Laufen aufgemacht. Leider habe ich den strahlenden Sonnenschein überschätzt und sobald die Sonne weg war, wurde es ziemlich frisch und mir wehte ein eiskalter Wind um die Ohren – ist natürlich kein Wunder, so schnell wie ich immer unterwegs bin. Haha!

Länge: 4,20
Laufzeit: 00:25:30
kCal: 336
min/km: 6:04

Letztendlich habe ich mich noch während des Laufens für die kurze Strecke entschieden. Beim nächsten Abendlauf werde ich wohl oder übel noch einmal auf meine Mütze zurückgreifen. Trügerisch, trügerisch die liebe Sonne! Die Zeit ist ganz okay, aber ich war ja auch nicht lange unterwegs. Mal sehen, vielleicht klappt es Freitag noch einmal.

Vollmond

Aufgenommen gestern Nacht (23:15 Uhr) nach einem kulinarischen Kulturabend beim örtlichen Vietnamesen. Anscheinend hatte ich trotz des leiblichen Genusses noch ein einigermaßen ruhiges Händchen.

Nach einigen Fehlversuchen haben die folgenden Einstellungen letztendlich zum Erfolg geführt: 1/125 Sekunden, F/22, ISO 400, 135 mm

Tipps von Fotofreunden sind natürlich immer willkommen!