Knight and Day – Extended Cut (2010)

Schon lange habe ich mich nicht mehr dazu hinreißen lassen einen Film nur aufgrund seines günstigen Preises zu kaufen. Bei der Blu-ray von „Knight and Day“ für knapp 5 Euro konnte ich dann aber doch nicht widerstehen – und das obwohl mich der Film eigentlich so gar nicht interessiert hat. Meine Erwartungen waren somit nicht allzu hoch und wurden dennoch nicht erfüllt. Manche Filme sollte man eben wirklich einfach im Regal stehen lassen.

Zum Inhalt gibt es eigentlich nicht viel zu sagen: Cameron Diaz und Tom Cruise spulen in einer romantischen Actionkomödie recht überraschungsarm ihre bekannten Rollenklischees ab. Hinzu kommt übertriebene Action, ein wenig seichter Humor und diverse immerhin nett anzusehende, aber größtenteils ungenutzt bleibende internationale Locations (u.a. Salzburg). Fertig ist der Sommer-Blockbuster, der letztenlich doch keiner werden sollte. Anscheinend hatte selbst das Zielpublikum keine Lust auf einen weiteren Film nach Schema F – und genau nach diesem ist „Knight and Day“ leider aufgebaut.

Ab und zu habe ich nichts gegen seichte Geschichten und somit hätte ich damit gut leben können. Leider stimmt auch die Chemie zwischen den Hauptdarstellern nicht. Die meist müden Lacher wirken mindestens ebenso erzwungen, wie das beständige Grinsen von Diaz und Cruise. Hey Leute, seht her: Wir spielen hier im Gute-Laune-Sommerhit! Hinzu kommt ein penetranter Score, der oft wie aus der Lounge-Musik-Konserve klingt. Als wäre dies nicht genug, setzt die Inszenierung selbst in den einfachsten Szenen auf CGI, was zu einem beständig unwirklichen Look führt, der durch die oft einfach falsche Lichtsetzung noch verstärkt wird.

Dies klingt nun alles katastrophal und wohl auch schlimmer, als der Film in seiner Gesamtheit tatsächlich ist. Ich wurde durchaus gut unterhalten und bereue die Sichtung nur ein wenig. Letztendlich ärgert mich wohl am meisten, dass man in Hollywood immer noch glaubt das Publikum mit der immer gleichen Formel begeistern zu können. „Knight and Day“ ist aber leider nur lauwarme Unterhaltung, die ich spätestens morgen früh wieder vergessen haben werde: 4/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (156)

Am vorletzten Tag dieser nicht enden wollenden Arbeitswoche habe ich endlich die Zeit gefunden mich zu einem Lauf aufzumachen. Trotz Regen wohlgemerkt. Ich musste einfach raus und mir den Frust von der Seele laufen. Schließlich stehe ich auch morgen schon wieder um 7:00 Uhr im Büro. Wenigstens ist das Wochenende schon am Horizont zu erkennen.

Distance: 6.06 km
Duration: 00:33:58
Avg Speed: 10.7 km/h
Avg Pace: 5:36 min/km
Energy: 483 kcal

Mit der Zeit bin ich sehr zufrieden. So schnell war ich wohl nich nie unterwegs. Dafür hat die Energie leider nicht für eine größere Runde gereicht. Aber man soll ja mit dem zufrieden sein, was man hat. Die Strecke war für mich in dieser Zusammensetzung neu, doch ich glaube ich werde sie – aufgrund diverser Steigungen – so schnell nicht noch einmal laufen. Noch ein Tag. Mal sehen wie viele Feuer zu löschen er bereit hält…

Im Ohr: Nerdtalk Episode 213

Glee – Season 2

Nachdem ich dem Hype etwas verspätet gefolgt bin und überraschenderweise auch relativ begeistert war, hat mich „Glee – Season 2“ auch im aktuellen Jahr ziemlich gut unterhalten. Natürlich ist es keine Show, die ich jede Woche sehnsüchtig erwarte, doch wenn ich dann tatsächlich einmal wieder reinschaue werde ich jedes Mal erstaunlich gut unterhalten.

Im Prinzip bekommt man so ziemlich genau das serviert, was es bereits im vorherigen Jahr zu sehen gab: Es wird viel gesungen, getanzt, geliebt, gezofft und gelacht. Amerikanisches Highschool-Leben, wie man es sich – geprägt durch Film und Fernsehen – eben vorstellt. Hinzu kommt eine nicht zu unterschätzende satirische Grundstimmung, welche die Serie auch für Zuschauer sehenswert macht, die dem Teenageralter bereits entwachsen sind. Dennoch sollte man eine hohe Toleranz gegnüber Highschool-Geschichten besitzen und Musicals nicht abgeneigt sein.

Auch wenn die Staffel im Vergleich zu ersten etwas abgebaut hat, so kann ich die teils drastischen Kritiken nicht verstehen, da sich die Serie – und das kann man nun bewerten, wie man möchte – kaum weiterentwickelt wurde. Für mich liegt die aktuelle Staffel folglich auf einem ähnlichen qualitativen Niveau, wie die des vergangenen Jahres – einzig die Abnutzungserscheinungen treten nun deutlicher zutage. Bis auf wenige Ausnahmen wird eben nur gesungen, getanzt, geliebt, gezofft und gelacht. Ob dies ausreicht eine ganze (weitere) Staffel zu füllen, muss wohl jeder für sich entscheiden.

Ich für meinen Teil wurde von „Glee“ auch im zweiten Jahr gut unterhalten. Viel mehr als eine Episode pro Woche ist aufgrund des teils schon sehr hohem Zuckergussfaktors dann aber auch wirklich nicht drin. Für mich immer noch eine gelungene Abwechslung im Serienallerlei. In Zukunft darf man mit der Bissigkeit wieder etwas mehr anziehen, dann fallen die Redundanzen zwischen den einzelnen Episoden vielleicht nicht so sehr auf: 7/10 (7.4) Punkte.

Run, Fatboy, Run (155)

Nachdem ich es das ganze Wochenende vor mir hergeschoben hatte, habe ich letztendlich den regenfreien Sonntagnachmittag für meinen Lauf auserkoren. Die herbstlichen Temperaturen von gerade einmal 14 °C haben mich dann auch auf eher herbstliche Laufkleidung ausweichen lassen. Für den Lauf an sich war das Wetter aber optimal. Geschwitzt habe ich dennoch.

Distance: 7.81 km
Duration: 00:44:57
Avg Speed: 10.4 km/h
Avg Pace: 5:45 min/km
Energy: 623 kcal

Heute habe ich erneut meine Freiheit bei der Streckenwahl genossen und bin eine komplett unbekannte Route gelaufen. Herrlich! Der Abwechslungsreichtum hat mich dann auch motiviert ein wenig länger zu laufen, weshalb ich heute einen neuen Längenrekord aufgestellt habe. Irgendwann demnächst dürfte ich dann wohl auch die 10 km knacken. Ausreichend schnell war ich (zumindest für meine Verhältnisse) trotzdem – insofern ein rundum gelungener Lauf.

Im Ohr: Nerdtalk Episode 212

Run, Fatboy, Run (154)

Heute ist wirklich kein sonderlich guter Tag. Meine Schuhe sind mir während eines Kundenmeetings zerfallen, eben musste ich meinen Wecker für morgen früh auf 4:45 Uhr stellen und der gesamte Eintrag ist eben ins Daten-Nirvana verschwunden. Hier also nur die Kurzfassung: Wie angekündigt habe ich nun mein Armband, was das Laufen doch um einiges erleichtert. Dank altmodischem, resistivem Touchscreen kann ich die Tracking-Software dennoch durch die Schutzhülle bedienen und der MP3-Player am anderen Arm bietet ein schönes Gegengewicht zum doch recht voluminösen Smartphone.

Distance: 6.69 km
Duration: 00:38:06
Avg Speed: 10.5 km/h
Avg Pace: 5:41 min/km
Energy: 534 kcal

Heute habe ich meine Strecke ein wenig variiert, was mir doch tatsächlich ein Gefühl der Freiheit gab. Schon alleine deswegen hat sich die neue Art des Trackings gelohnt. Die Zeit ist relativ gleich geblieben und auch die Länge der Strecke war insgesamt nahezu identisch zum letzten Lauf. Übringens habe ich herausgefunden, dass ich meine bisherige Statistik durch manuelle Einträge weiterführen kann. Sehr schön. Und keine Sorge, die kommenden Berichte werden nicht mehr (so sehr) auf die technischen Aspekte eingehen…

Im Ohr: Sneakpod #190 – Brautalarm

Run, Fatboy, Run (153)

Nach ich den doch recht anstrengenden gestrigen Tag mit zu viel Wein habe ausklingen lassen, fiel es mir heute morgen wirklich schwer, mich zu einem Lauf aufzuraffen. Da es zudem noch geregnet hat, wollte schon wieder zurück ins Bett krabbeln. Dann aber habe ich lieber den Tipp von juliaL49 und Stefan in die Tat umgesetzt und mein Smartphone mit einer Sportsoftware ausgestattet. Was soll ich sagen? Es funktioniert ausgezeichnet!

Distance: 6.79 km
Duration: 00:38:56
Avg Speed: 10.5 km/h
Avg Pace: 5:43 min/km
Energy: 542 kcal

Da ich der ganzen Sache noch nicht so recht getraut habe, blieb ich erst einmal auf einer bekannten Strecke, deren bisherige manuelle Vermessung sich als nicht so ganz korrekt – sprich ein paar Meter zu kurz – herausgestellt hat. Was für ein Luxus, sich die Strecken nun live mitschreiben zu lassen! Von der Geschwindigkeit her gesehen bin ich auch wirklich äußerst zufrieden, zumal dieser Wert zum ersten Mal wirklich verlässlich ist.

Zum Laufgefühl kann ich nur sagen, dass es einerseits äußerst spannend ist, stets seine Geschwindigkeit und die gelaufenen Kilometer im Blick zu haben, andererseits lenkt das Tool aber auch etwas vom Laufen ab. Dies dürfte sich aber bessern sobald ich das Phone nicht mehr in der Hand tragen muss und das entsprechende Armband hier eintrudelt. Dann bleiben auch nur noch zwei Fragen zu klären: Höre ich meine Podcasts nun auch über das Handy oder bleibe ich beim MP3-Player? Und was wird aus den Daten meiner bisherigen Statistik?

Im Ohr: Nerdtalk Episode 211

Surviving Kindergeburtstag

Wie vor knapp zwei Wochen bereits angekündigt, stand heute die große Geburtstagsfeier mit allen Teilnehmern der Krabbelgruppe sowie befreundeten und verwandten Kids auf dem Programm. Was hat uns gerettet? Das Wetter. Nach einer verregneten Woche mit maximal 20 °C war es heute herrlich sommerlich und es ließ sich keine Wolke am Himmel blicken. Genau, wie es an solch einem Tag sein muss.

Nun sind wir alle ziemlich platt. Immerhin wurden – falls mich mein Gedächtnis nicht trügt – 10 Kinder und 19 Erwachsene verköstigt und unterhalten. Besonders die beiden Geburtstagskinder hatten enorm viel Spaß und ich bin wirklich froh, dass der Tag so harmonisch verlaufen ist. Der Wahnsinn hat ein Ende – zumindest bis zum nächsten Jahr… 😉

Parks and Recreation – Season 3

Mit „Parks and Recreation – Season 3“ geht nun auch die letzte große Comedyserie der aktuellen TV-Saison in die Sommerpause. Für mich waren die (leider nur) 16 Episoden der Kommunalpolitik-Comedy erneut äußerst unterhaltsam, womit die Serie ihr sowohl inhaltliches als auch stilistisches Vorbild „The Office“ nun endgültig überholt hat.

Wie bereits im letzten Jahr überzeugt die Serie vor allem durch ihre sympathischen Charaktere. Wer würde nicht gerne – zumindest in so unterhaltsamer Form, wie in der Serie präsentiert – mit Leslie Knope, Tom Haverford und Ron Swanson zusammenarbeiten? Wahrscheinlich funktionieren Comedys, die am Arbeitsplatz spielen auch genau deshalb so gut: Man sieht wie unterhaltsam die Arbeit theoretisch sein könnte. Befreiender Eskapismus für die arbeitende Bevölkerung.

Was bietet die dritte Staffel an Neuerungen? Am auffälligsten sind wohl die Neuzugänge im Cast, über die ich mich wirklich sehr gefreut habe. So geben Rob Lowe (Sam Seaborn, „The West Wing“) und Adam Scott (Henry Pollard, „Party Down“) ihr Stelldichein und können ihren Gaststatus des vergangenen Jahres zu einer vollwertigen Mitgliedschaft in der Pawnee Parkverwaltung ausbauen. Sehr gelungene Charaktere, die sich wunderbar ins bisherige Stadtbild einfügen.

Auch wenn die Serie im Vergleich zur zweiten Staffel minimal abgebaut hat, so wurde ich erneut exzellent unterhalten. Eine Serie mit äußerst erfrischendem Humor und Charakteren, die sich schon jetzt Kultstatus erarbeitet haben. Mir haben es erneut besonders Tom Haverford und Ron Swanson angetan, doch auch Nebencharaktere wie Jean-Ralphio zeichnen „Parks and Recreation“ aus. Für die vierte Staffel fordere ich die volle Episodenzahl: 9/10 (8.8) Punkte.

Breaking Bad – Season 1

So häufig und beharrlich wie „Breaking Bad – Season 1“ wurde mir wohl noch keine andere Serie zuvor von Freunden und Kollegen ans Herz gelegt. Auch in der Blogosphäre genießt AMCs Show großes Ansehen, doch konnte ich mich aufgrund der Thematik bisher nicht zu einer Sichtung durchringen. Nun habe ich die erste Staffel hinter mir und bin tatsächlich ziemlich gespannt, wie es mit Walter und Jesse weitergeht…

Für mich muss eine TV-Serie in erster Linie unterhaltsam sein. Deshalb schreckte mich der teils doch sehr betroffen machende Krebsplot anfangs ziemlich ab. Ohne Frage wird besonders dieses Element der Geschichte sehr gefühlvoll und ohne Effekthascherei erzählt und dennoch hatte ich so meine Probleme damit. Dies liegt aber vielleicht auch einfach in meiner Natur und der Art und Weise begründet, wie ich Geschichten erlebe. Deshalb könnte ich mir auch keine Krankenhausserien o.ä. ansehen, ohne stets von fiktiven Patientenschicksalen aus der Bahn geworfen zu werden.

Auch wenn ich die Szenen rund um Walters Krankheit exzellent inszeniert und gespielt fand, so hat mich die Serie in diesen Momenten doch am wenigsten unterhalten. Natürlich benötigt die Geschichte einen nachvollziehbaren Grund, warum ein in die Gesellschaft integrierter Familienvater plötzlich zum Kleinkriminellen mutiert und als solcher funktioniert die Ausgangssituation erschreckend gut. In den besten Szenen werden nicht nur die Charaktere, sondern auch die Zuschauer mit schier unbegreiflichen Situationen konfrontiert. Hier setzt die Serie auch mehr auf Thrill und Unterhaltung, was einen beinahe schon surrealen Kontrast zu Walters Privatleben bietet.

In den Empfehlungen höre ich immer wieder von übertriebener Action und echten WTF-Momenten. Von diesen gibt es in dieser ersten Staffel noch relativ wenig zu sehen und ich habe die Serie eher als Charakterdrama mit gelegentlichen Ausflügen in den Drogenthriller gesehen. Auch wenn ich noch nicht das Gefühl hatte nach einer Episode sofort die nächste schauen zu wollen, wie z.B. bei AMCs „Mad Men“, so hat mich die Serie doch bewegt und gut unterhalten. Um dem Hype gerecht zu werden, darf „Breaking Bad“ gerne noch eine Schippe drauflegen, doch bereits das Staffelfinale schien mir einen mehr als nur vielversprechenden Schritt in die richtige Richtung zu machen: 8/10 (8.3) Punkte.

Run, Fatboy, Run (152)

Nach einem späten Meeting bin ich noch später nach Hause gekommen und habe mich dennoch in die Laufschuhe geschwungen – wobei geschwungen wohl das falsche Wort ist. Nicht nur aufgrund des schwülen Wetters war ich heute ziemlich am Ende, weshalb ich auch zum ersten Mal seit 59 Läufen wieder meine mittelkurze Strecke ausgepackt habe.

Länge: 5,41
Laufzeit: 00:30:30
kCal: 417
min/km: 5:38

Mit der Zeit bin ich sehr zufrieden. Trotz der hohen Luftfeuchtigkeit kam ich ziemlich schnell voran und habe die geringeren Steigungen auf der Strecke genossen. Es wird nun wirklich Zeit, dass ich mir ein GPS-Teil zulege, damit ich frei bei meiner Streckenwahl bin ohne jedes Mal eine neue Strecke anlegen zu müssen. Was haltet ihr von dieser Variante? Irgendwelche Erfahrungswerte?

Im ersten Ohr: Sneakpod #189 – Insidious
Im zweiten Ohr: Der GameOne-Plauschangriff: E3 2011 ~ Teil 3