Glee – Season 2

Nachdem ich dem Hype etwas verspätet gefolgt bin und überraschenderweise auch relativ begeistert war, hat mich „Glee – Season 2“ auch im aktuellen Jahr ziemlich gut unterhalten. Natürlich ist es keine Show, die ich jede Woche sehnsüchtig erwarte, doch wenn ich dann tatsächlich einmal wieder reinschaue werde ich jedes Mal erstaunlich gut unterhalten.

Im Prinzip bekommt man so ziemlich genau das serviert, was es bereits im vorherigen Jahr zu sehen gab: Es wird viel gesungen, getanzt, geliebt, gezofft und gelacht. Amerikanisches Highschool-Leben, wie man es sich – geprägt durch Film und Fernsehen – eben vorstellt. Hinzu kommt eine nicht zu unterschätzende satirische Grundstimmung, welche die Serie auch für Zuschauer sehenswert macht, die dem Teenageralter bereits entwachsen sind. Dennoch sollte man eine hohe Toleranz gegnüber Highschool-Geschichten besitzen und Musicals nicht abgeneigt sein.

Auch wenn die Staffel im Vergleich zu ersten etwas abgebaut hat, so kann ich die teils drastischen Kritiken nicht verstehen, da sich die Serie – und das kann man nun bewerten, wie man möchte – kaum weiterentwickelt wurde. Für mich liegt die aktuelle Staffel folglich auf einem ähnlichen qualitativen Niveau, wie die des vergangenen Jahres – einzig die Abnutzungserscheinungen treten nun deutlicher zutage. Bis auf wenige Ausnahmen wird eben nur gesungen, getanzt, geliebt, gezofft und gelacht. Ob dies ausreicht eine ganze (weitere) Staffel zu füllen, muss wohl jeder für sich entscheiden.

Ich für meinen Teil wurde von „Glee“ auch im zweiten Jahr gut unterhalten. Viel mehr als eine Episode pro Woche ist aufgrund des teils schon sehr hohem Zuckergussfaktors dann aber auch wirklich nicht drin. Für mich immer noch eine gelungene Abwechslung im Serienallerlei. In Zukunft darf man mit der Bissigkeit wieder etwas mehr anziehen, dann fallen die Redundanzen zwischen den einzelnen Episoden vielleicht nicht so sehr auf: 7/10 (7.4) Punkte.

14 Gedanken zu “Glee – Season 2

  1. Mal ehrlich ich kann wirklich den Sinn hinter dieser Show nicht erkennen…High School Musical meets Beverly Hills 90210 und die lallein waren ja schon schlimm genug…völlig öberflächliche Charaktere die nicht mal sonderlich viel schauspielkunst an den Tag legen…keine Ahnung was alle haben

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  2. Im Gegensatz zu den oben genannten Filmen bzw. Serien nimmt sich „Glee“ über weiter Strecken nicht ernst und wirkt gerade wegen seiner stereotypen Charaktere oft mehr wie eine Highschool-Satire, als eine Highschool-Komödie, -Drama usw.

    Ich war anfangs auch sehr skeptisch, doch letztendlich macht mir die Serie einfach Spaß. Man kann sich ja nicht nur mit krebskranken Drogendealern oder verrückten Werbenden herumschlagen… 😉

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  3. Die Antwort auf maloney8032s Frage lautet: Sue Sylvester!

    Wobei: Frau Bü und ich überbrücken gerade die serienmaue Zeit mit der Castingshow „The Glee Project“, obwohl da gar keine Sue dabei ist.
    Dafür drücke ich Damien alle Daumen, da ich doch so gerne den irischen (und schottischen) Akzent höre und es dann also zwei sehr gute Gründe für Glee gäbe.

    Und natürlich gebe ich Bullion auch recht, irgendwann braucht man auch mal ne Serie zum Abschalten (also seinen Kopf, nicht den Fernseher…)

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  4. @Xander: Eigentlich bin ich sogar ziemlich selektiv bei meiner Serienwahl und noch selektiver bei den Serien, bei denen ich dranbleibe. Wenn du Musicals magst, dann könnte dir „Glee“ sogar tatsächlich gefallen. Hinzu kommt ein teils erstaunlich beißender Humor – zugegebenermaßen ohne dabei komplett die Zielgruppe vor den Kopf zu stoßen.

    @donvanone: Wenigstens einer, der mich versteht. Sue Sylvester fand ich auch wieder richtig stark. Von „The Glee Project“ habe ich auch schon gelesen. Ist also tatsächlich sehenswert? Taucht da auch der reguläre „Glee“-Cast ab und an auf? Würde aber wohl dennoch nicht die Zeit zum reinschalten finden. Zum Abschalten reicht mir die Hauptserie insofern vollkommen… 🙂

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  5. @bullion: „sehenswert“… naja, ist halt ne Castingshow, muss man mögen. Find es aber nett in Glee-Style gebracht und dass es komplett ohne Zuschauerbeteiligung auskommt (weder in einem Studio (gibt es nicht) noch als Vote-Volk) macht es mir sympatischer als das sonstige Zeug. Außerdem kriegt man ein wenig Einblick hinter die Kulissen einer Show wie Glee, aber nur ein wenig.
    Jede Folge ist ein Original-Cast dabei und trifft eine eher unwichtige Entscheidung. Da das ganze aber vermutlich während der Glee-Tour aufgezeichnet wurde, schauen da nur die Nebenrollen vorbei (The Beast. Wohoo!)
    Aber es kommt ja grad nicht wirklich viel (zu Breaking Bad haben wir uns noch nicht hinreißen können, da die letzte Staffel nicht mehr wirklich unseren Nerv getroffen hat) und dauernd nur Filme (heieiei, was haben wir da diesen Monat schon alles gesehen) ist auf Dauer auch anstrengend.
    Aber allein wegen der wöchentlichen Portion Iren-Akzent (teilweise glücklicherweise untertitelt…) ist es in meinen Augen sehenswert 😉

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  6. Hmm, mit Castingshows habe ich bisher eher wenig nichts anfangen können. Wenn ich mich aber einmal dazu hinreißen lassen sollte doch reinzuschauen, dann bestimmt hier. Klingt für „Glee“-Kenner zumindest recht unterhaltsam.

    Ich habe im Moment aber noch etliche Serien zu schauen: Die vierte Staffel von „Mad Men“, Staffel 2 und 3 von „Breaking Bad“ usw. Von Filmen fange ich gar nicht erst an, denn da komme ich im Moment nicht wirklich zu. Meist ist abends nur noch eine Serienfolge drin und selbst am WE sind die Abende größtenteils mit anderen Aktivitäten verplant.

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  7. Die Staffel schwankte immer wieder zwischen ärgerlich und super gut. Besonders die Special-Episoden wie Rocky Horror und Fleerwood sind hammer gewesen. Traurig das in der nächsten Season all das rausfallen soll.

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  8. Also derartige Episoden die sich auf ein Thema beschränken soll es gar nicht mehr geben.
    Zudem sollen die Gastauftritte auch ganz oder fast ganz wegfallen, dabei fand ich die Paltrow z.B. auch richtig klasse.

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  9. Schade, damit hätten sich für mich – neben Sue Sylvester – auch so langsam die Gründe erledigt bei „Glee“ dranzubleiben. Aber mal sehen, was von den Gerüchten letztendlich übrig bleibt…

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