James Bond 007: Ein Quantum Trost – OT: Quantum of Solace (2008)

Aktualisierung: Ich habe „James Bond 007: Ein Quantum Trost“ am 1. März 2025 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.

Nachdem ich vor zwei Tagen meiner Erinnerungen an „Casino Royale“ aufgefrischt habe, war es an der Zeit mir erstmalig die direkte Fortsetzung „James Bond 007: Ein Quantum Trost“ anzusehen. Der Film wird unter den Bond-Fans gemeinhin als schwächster der Craig-Ära angesehen, weshalb meine Erwartungen von Beginn an ein wenig gedämpft waren. Konnte mich Marc Forsters Film dennoch überzeugen?

James Bond 007: Ein Quantum Trost (2008) | © Warner Bros (Universal Pictures)

James Bond 007: Ein Quantum Trost (2008) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Ungewöhnlich für Bond ist „Quantum of Solace“ eine direkte Fortsetzung der Geschehnisse des Vorgängers. Für mich als Freund des seriellen Erzählens also ein dicker Pluspunkt. Inszenatorisch versucht Forster – noch mehr als Martin Campbell mit „Casino Royale“ – James Bond in der heutigen Zeit zu verankern und biedert sich stark an moderne Sehgewohnheiten an, d.h. Bond wirkt über weite Strecken eher wie Jason Bourne, was sich auch in einer übertriebenen Wackelkamera zeigt. Dennoch macht es weiterhin Spaß Daniel Craig in der Rolle des 007 zu sehen. Man hätte nur nicht auf Teufel komm raus versuchen sollen alles anders machen zu wollen.

Inhaltlich hatte ich mir eine mitreißende Rachegeschichte erhofft. Bond sinnt auch auf Rache, doch verpufft diese emotional leider größtenteils. Vielleicht hätten sowohl „Casino Royale“ als auch „Quantum of Solace“ gewonnen, wenn man die letzten 20 Minuten des ersten Films direkt vor den zweiten gepackt hätte. In seiner aktuellen Form hat mich der Film dem Geschehen leider recht unbeteiligt zuschauen lassen. Dabei gab es ein paar tolle Schauplätze zu bestaunen, deren Vielfalt tatsächlich an die alten Bond-Filme erinnert hat. Mein Favorit ist hier die Opernszene in Bregenz. Eine tolle Idee, die zudem sehr schön inszeniert wurde.

Das Finale, das eigentlich den Höhepunkt der Rache hätte darstellen müssen, verpufft leider vollkommen. Selbst für mich, als Zuschauer, der den Vorgänger erst vor ein paar Tagen gesehen hatte, war Vesper nur noch ein Name und die nicht wirklich ausgeübte Rache hing seltsam bedeutungslos in der Luft. Dabei hätte die Geschichte durchaus Potential gehabt und gerade Wasser als Motiv des Bösewichts zu benutzen, schien mir besonders gelungen. Man hätte mehr daraus machen müssen.

Fazit

Letztendlich ist „Ein Quantum Trost“ kein schlechter Film. Doch eben auch kein wirklich guter. Bond-Feeling kommt selten auf und die schönen Schauplätze können über die unbefriedigende Rachegeschichte leider auch nicht hinwegtäuschen. Schade also, dass der Fortsetzungscharakter verschenkt und so nur ein netter Actionfilm daraus wurde: 6/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (237)

Ich hatte schon gedacht, ich komme diese Woche gar nicht mehr zum Laufen. Doch dann hat sich heute spontan ein Zeitfenster ergeben und auch das Wetter war wie gemacht für eine perfekte Laufrunde – und eine solche sollte es dann auch werden. Seit über einem Jahr endlich einmal wieder die 10 km geknackt und am Ende sogar noch erstaunlich fit gewesen. So muss das sein!

Distance: 10.94 km
Duration: 01:04:44
Avg Speed: 10.14 km/h
Avg Pace: 5:54 min/km
Energy: 906 kcal

Mit der Zeit bin ich auch sehr zufrieden. 10 km gelaufen und einen Schnitt unter 6 min/km, das ist auf jeden Fall wieder die richtige Tendenz. Heute habe ich allerdings auch bereits auf den ersten paar hundert Metern gespürt, dass einfach alles passt: Wetter, Fitness und Motivation – und das nach dem feuchtfröhlichen gestrigen Abend. Vielleicht sollte ich das immer so machen… 😉

Im ersten Ohr: Nerdtalk Episode 299
Im zweiten Ohr: Der Game One-Plauschangriff: Yakuza

James Bond 007: Casino Royale (2006) (WS1)

Aktualisierung: Ich habe „James Bond 007: Casino Royale“ am 22. Februar 2025 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.

Nach einem äußerst zermürbenden Tag, fiel mir die Filmwahl heute ziemlich schwer. Letztendlich entschied ich mich dafür, meine Erinnerungen an „James Bond 007: Casino Royale“ aufzufrischen, da inzwischen beide Nachfolger im Regal stehen und auf ihre Sichtung warten. Zudem wollte ich mich nicht auf unbekanntes Terrain begeben, da es um meine Konzentration nicht mehr sonderlich gut bestellt war…

James Bond 007: Casino Royale (2006) | © Warner Bros (Universal Pictures)

James Bond 007: Casino Royale (2006) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Ich war erstaunt, wieviel von der Erstsichtung vor ca. 2 Jahren ich bereits wieder vergessen hatte. Sehr gut konnte ich mich noch an die einzelnen Actionszenen und die Casino-Sequenz erinnern, doch die Rahmenhandlung kam mir nur noch in Bruchstücken bekannt vor. Dies mag auch daran liegen, dass sie letztendlich austauschbar ist und – sieht man einmal vom letzten Drittel ab – in ähnlicher Form über die Jahre bereits ein paar dutzend Mal zu sehen war: Ein Bösewicht mit außergewöhnlichen körperlichen Merkmalen, eine Verschwörung, heiße Frauen und ein Actionheld, der stets einen flotten Spruch auf den Lippen zu haben scheint. Sicher alles viel moderner inszeniert, als in den vergangenen Jahrzehnten, doch irgendwie auch typisch Bond bzw. Agententhriller.

Selbst die als stets so realistisch beschriebene Action ist ähnlich übertrieben und comichaft, wie in den alten Filmen, nur eben moderner inszeniert – und ohne Raumstationen, Unterwasserlabore und Kätzchen auf dem Arm der Bösewichte. Ich muss zugeben, dass mir diese Art von Bond in den ersten beiden Dritteln – die Folterszene einmal ausgenommen – wirklich ausgezeichnet gefallen hat. Im letzten Drittel verrennt sich der Film etwas in seiner Liebesgeschichte, die jegliche, zuvor durchaus vorhandene, Spannung zwischen Bond und Vesper Lynd (die bezaubernde Eva Green) vermissen lässt. Der Plot wird zudem undurchsichtiger und in seiner Dramaturgie holprig. All das will modern wirken und den Figuren Tiefe geben, doch letztendlich hätte ich lieber mehr vom klassischen, neuen Bond gesehen.

Fazit

Wie bereits bei der ersten Sichtung teilt sich meine Wahrnehmung von „Casino Royale“ in zwei Teile: die wirklich fantastisch unterhaltsamen ersten zwei Drittel und das etwas aufgesetzt wirkende Finale. Insgesamt ein erfrischender Neustart der Reihe, der viel Spaß macht und meine Vorfreude auf die beiden Nachfolger kräftig anschürt. Zudem eignet er sich durchaus zum wiederholten Anschauen, was stets ein gutes Zeichen ist: 8/10 Punkte.

Media Monday #97

Nach einem langen Wochenende, gibt es eine kurze Arbeitswoche, bevor ich erneut in ein langes Wochenende gehe. Doch auch diese kurze Woche hat einen Montag, was mich direkt zu den aktuellen Fragen des Medienjournals führt…

media_monday_97

  1. Christopher Lee gefiel mir am besten in Peter Jacksons „Der Herr der Ringe“-Trilogie.
  2. David Cronenberg hat mit „eXistenZ“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil ich die dargestellte Welt äußerst faszinierend fand, mir „Naked Lunch“ zu abgedreht war und „Die Fliege“ neben Cronenbergs Gangsterfilmen hier sowieso genannt werden dürfte.
  3. Tilda Swinton gefiel mir am besten in „Der seltsame Fall des Benjamin Button“.
  4. Zu einem guten Film ist bei diesem schönen Wetter draußen sein – zumindest tagsüber – die beste Alternative, denn abends müssen die Kinder sowieso ins Bett, weshalb man auch zu später Stunde noch einen Film einlegen kann.
  5. Den tragischsten Serientod ist bestimmt ein Charakter in einer Joss Whedon-Serie gestorben, weil Whedon seine Figuren nur selten verschont und ich auf andere Serientode aufgrund von Spoilern hier nicht näher eingehen möchte.
  6. Ich würde mir wünschen, dass mal jemand einen Historienfilm dreht, der sich mit anderen Lebensbereichen als Krieg und Massenschlachten befasst.
  7. Meine zuletzt gesehene Serienstaffel war die erste Staffel von „Farscape“ und die war wieder einmal sehr abgedreht, weil in dem dargestellten Universum alles möglich erscheint und den Charakteren oft auch widerfährt.

Run, Fatboy, Run (236)

Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht sonntagmorgens laufen zu gehen. Diesem Lauf geht meist eine viel zu kurze Nacht voraus, doch dank Kinder bin ich ja sowieso wach. Dennoch fällt es mir meist schwer, mich zu motivieren. Auch heute bin ich nur schwer in Gang gekommen, was auch an den kühlen 7 °C lag – zumindest während der ersten 10 Minuten, danach kam die Sonne raus und ich hatte für die knapp 20 °C natürlich viel zu viele Klamotten an…

Distance: 7.52 km
Duration: 00:44:50
Avg Speed: 10.06 km/h
Avg Pace: 5:57 min/km
Energy: 623 kcal

Trotz der ungünstigen Kombination aus Temperatur und Kleidung, kam ich recht gut voran. Zwar erreiche ich die 10 km/h immer nur knapp, doch immerhin beständig. Wenn ich es mal schaffe Samstagabend früher ins Bett zu kommen, will ich auch einmal wieder eine Strecke anpacken, die über 10 km lang ist. Ob ich das jemals schaffe, sei jedoch dahingestellt… 😉

Im ersten Ohr: Nerdtalk Episode 298
Im zweiten Ohr: Second Unit #53: Birthday Special

Farscape – Season 1 (WS1)

Obwohl ich die Serie nach meiner ersten Sichtung der ersten Staffel nicht weiterverfolgt hatte, war ich stets neugierig, wie die Abenteuer der bunt zusammengewürfelten Crew der Moya denn weitergehen. Der günstige Preis der Blu-ray-Komplettbox war letztendlich der Auslöser mich mit „Farscape – Season 1“ erneut in die Unchartered Territories aufzubrechen. Dieses Mal mit dem festen Vorsatz auch bis zum Finale dranzubleiben, auch wenn ich jetzt schon kaum Zeit für die Serie finde…

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Von Beginn an war ich erneut überrascht, wie unkonventionell „Farscape“ im Vergleich zu anderen Genrevetretern wirkt. Hier hat man wirklich das Gefühl unser Hauptcharakter ist am abgedrehtesten Ort des Universums gelandet und es könnte jederzeit stets alles passieren – und oft ist das auch der Fall. Als Zuschauer bekommt man somit ein wildes Sammelsurium an verrückten Geschichten präsentiert, die oft beinahe schon experimentell wirken. Der Ideenreichtum ist vielfältig und die Umsetzung einfallsreich, jedoch merkt man der Serie leider an, dass das Budget begrenzt war, was einen oftmals leicht trashigen Eindruck entstehen lässt.

Grandios fand ich erneut das Zusammenspiel zwischen Puppen, Schauspielern mit aufwändigsten Masken und den normalen Darstellern. Wirklich beeindruckend, wie viel Leben einer Figur wie Dominar Rygel XVI eingehaucht wird. Da kann kaum ein CGI-Charakter mithalten – und schon gar nicht in einer TV-Serie aus den frühen 2000er Jahren. Auch wenn so manche Designs (gerade die Raumschiffe) gewöhnungsbedürftig sind, so fügt sich das alles doch recht gut zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen.

Am meisten vermisst habe ich wohl eine zusammenhängende Geschichte. Auch wenn gewisse Elemente wieder aufgegriffen wurden, so gibt es doch zum größten Teil Einzelepisoden zu sehen, die in ihrer Qualität durchaus schwanken. Die lange Laufzeit von 50 Minuten – im Gegensatz zu 40 Minuten bei den meisten anderen Dramaserien – erweist sich zudem nicht immer als Vorteil, wodurch schwächere Episoden doch ziemlich in die Länge gezogen wirken.

Insgesamt hatte ich wieder viel Spaß mit „Farscape“ und besonders die letzten Episoden lassen auf eine stärkere Fokussierung der Handung hoffen. Dieses Mal werde ich auch direkt im Anschluss die zweite Staffel schauen und bin nun schon enorm gespannt, wohin uns Moya tragen wird. Freunde von abgedrehten Sci-Fi-Szenarien sollten hier auf jeden Fall einmal reinschauen: 8/10 (7.5) Punkte.

Run, Fatboy, Run (235)

Die Kombination aus lang aufbleiben und Kindern ist irgendwie nicht sonderlich praktikabel. Da ist mein Schlafpensum während einer Arbeitswoche fast schon luxuriös. So waren heute Nacht wieder nicht mehr als 4-5 Stunden drin, was natürlich voll und ganz meine Schuld ist. Vermutlich liegt es auch daran, dass der Lauf heute früh wirklich anstrengend war…

Distance: 6.69 km
Duration: 00:40:52
Avg Speed: 9.83 km/h
Avg Pace: 6:06 min/km
Energy: 559 kcal

Das Wetter war trüb, nass und kalt. Schade eigentlich, hatte ich mich doch schon so an die frühlingshaften Temperaturen gewöhnt. Für eine wirklich lange Runde fühlte ich mich nicht fit genug und so wollte ich eine neue Strecke durch den Wald ausprobieren, was letztendlich dazu führte, dass ich auf einem Holzstamm über einen Bach balanciert bin. Das hat bestimmt ein paar wertvolle Sekunden gekostet, war aber ein doch recht interessantes Erlebnis.

Im Ohr: Second Unit #33: Cloud Atlas

Cloud Atlas (2012)

Nachdem die letzte Nacht wieder einmal recht kurz war und der heutige Tag der Arbeit größtenteils zum Arbeiten genutzt wurde, war ich heute kaum noch in Stimmung für einen längeren Filmabend. Da meine Frau jedoch gerade die Vorlage beendet hat, bot sich die Sichtung von „Cloud Atlas“ an, der – nach anfänglichem Zögern – in den letzten Wochen mein Interesse geweckt hatte. Ob sich die knapp drei Stunden gelohnt haben und ob ich tatsächlich wach geblieben bin, lest ihr in der folgenden Besprechung…

cloud_atlas

Literaturverfilmung und Tom Tykwer. Wer muss da nicht an „Das Parfum“ (übrigens meine erste Besprechung, die auf diesem Blog kommentiert wurde) denken? Doch „Cloud Atlas“ ist noch größer, noch epischer, noch internationaler angelegt, was sowohl an der Vorlage liegt, als auch daran, dass sich Tykwer den Regiestuhl mit den Wachowski-Geschwistern – ihres Zeichens für die „Matrix“-Trilogie verantwortlich – geteilt hat. Was ich von David Mitchells Roman wusste, fand ich eher anstrengend und so erwartete ich 180 Minuten, die meine volle Aufmerksamkeit fordern würden und von denen mich nur ein Bruchteil unterhalten könnte. Verkopftes Kunstkino, das man gesehen haben sollte, um mitreden zu können. Glücklicherweise lag ich mit meiner Einschätzung komplett daneben.

Während der ersten Szenen war ich zugegebenermaßen ziemlich verwirrt und froh jemanden mit Kenntnis des Romans neben mir zu haben. Doch bereits als man zum zweiten Mal in jeden Erzählstrang eintauchte, was bereits innerhalb der ersten 10 Minuten geschieht, hatten mich die Geschichten gepackt und – was noch erstaunlicher ist – ich habe dieses wilde Sammelsurium an Zeitsprüngen, Charakteren und Genres als eine funktionierende Geschichte gesehen. Hinzu kommt, dass von Verkopftheit oder erzwungenem Arthouse-Stil absolut nichts zu spüren ist. Man kann der Handlung eindeutig folgen, wird dennoch zum Mitdenken angeregt und das Wichtigste: Ich wurde blendend unterhalten.

Aufgrund der fragmentierten Erzählweise bekommt man alle paar Minuten ein neues Genre präsentiert: Drama, Komödie, Thriller, Sci-Fi und Fantasy geben sich die Klinke in die Hand. Leider kein Wunder, dass der Film kein großer Erfolg an der Kinokasse war. So etwas muss man dem breiten Publikum erst einmal verkaufen. Ich dagegen fand es toll. Ich mochte die Botschaft des Films, die Inszenierung, seine Sprunghaftig- und Lebendigkeit, ja selbst das nicht immer perfekte Make-up. Ein großes, fantastisches Filmexperiment, das – zumindest für mich – nahezu perfekt aufgegangen ist.

Ich könnte nun noch viel schreiben. Aktuell bin ich noch verzaubert von dem Filmerlebnis, das wohl noch ein paar Tage nachwirken wird. Es war nicht alles perfekt, doch habe ich bereits jetzt Lust mich noch einmal auf diese epische Reise zu begeben. Und ich will das Buch lesen. Am liebsten sofort. Kann es ein schöneres Kompliment für einen Film geben? Wer offen für Neues, nicht auf Genres festgelegt ist und keinen philosophischen Diskurs erwartet, den könnte „Cloud Atlas“ mindestens ebenso gut unterhalten, wie mich. Das wünsche ich euch: 9/10 Punkte.

Last Man Standing – Season 2

Im letzten Jahr hatte ich die Serie noch für ihre altmodische Art gelobt, doch anscheinend haben die Showrunner meine Besprechung nicht gelesen. Somit wartet „Last Man Standing – Season 2“ mit mehreren unschönen Überraschungen auf, welche mich – besonders zu Beginn der Staffel – schon fast zum Abschalten bewegt hätten. Warum ich dennoch drangeblieben bin, lest ihr in der folgenden Besprechung…

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Ich hasse es wenn Schauspieler in Serien oder Filmen ohne guten Grund ausgetauscht werden. Besonders dann, wenn sich dadurch die Figur auf negative Art und Weise wandelt. Somit ist mir die Neubesetzung von Tochter Kristin ganz besonders sauer aufgestoßen, da sich mit ihr auch die Ausrichtung der Serie änderte. Hinzu kommt, dass der Vater ihres Sohnes ebenfalls neu besetzt und seine Rolle enorm ausgenaut wurde. Er ist eigentlich nur dazu da, dass Tim Allens Figur seine erzkonservativen politischen Ansichten vertreten darf: Obama doof, Krankenversicherung doof, Waffenbesitz yeah – das nervt und hat meiner Meinung nach in solch einer Serie auch nichts zu suchen.

Glücklicherweise gibt es zwischen den politisierenden Eskapaden – besonders in der zweiten Staffelhälfte – immer wieder normale Episoden (speziell rund um den Outdoor Man und seinen Angestellten), so dass ich insgesamt doch wieder meinen Spaß mit Tim Taylor Mike Baxter und seiner Familie hatte. Ein paar Gaststars aus „Hör mal, wer da hämmert“ haben sich zudem auch blicken lassen, was ich wirklich nett fand.

„Last Man Standing“ ist auch im zweiten Jahr größtenteils unterhaltsam, doch leider mit ein paar bösen Ausreißern nach unten. In die nächste Staffel werde ich aber schon alleine deshalb reinschauen, um zu sehen welche Tochter dieses Mal ausgetauscht wird: 6/10 (6.4) Punkte.

Media Monday #96

Für mich geht es mit dem heutigen Montag in eine kurze Arbeitswoche, die es jedoch noch einmal in sich hat. Zur Ablenkung kommen die Fragen des Medienjournals also gerade recht – und wer weiß? Vielleicht schaffe ich es während der zwei Brückentage tatsächlich einmal wieder einen Film zu schauen…

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  1. Dennis Quaid gefiel mir am besten in „Die Reise ins Ich“.
  2. Enzo Barboni hat mit einem seiner Bud Spencer/Terence Hill-Filme seine beste Regiearbeit abgelegt, weil ich mich hier wahrlich nicht auf einen festlegen kann, da diese zum festen Bestandteil meiner nostalgisch verklärten TV-Erinnerungen der Jugend gehören.
  3. Keira Knightley gefiel mir am besten in „Domino“.
  4. Mediensatiren gefallen mir am besten, wenn sie trotz satirischer Elemente ihre Liebe für das Medium zeigen, was z.B. die TV-Serie „30 Rock“ gar wunderbar macht.
  5. Wie viel Wert legt ihr auf eine hochwertige Heimkinoanlage? Darf es ein bisschen exquisiter sein mit Beamer, 5.1- oder 7.1-Anlage etc. pp. oder reicht auch der heimische Laptop für den Filmgenuss?
    Wenn ich alleine leben würde, den Platz und das nötige Kleingeld hätte, dann würde ich Filme bestimmt über Beamer und 5.1-Anlage schauen. Doch mit Familie und der aktuellen Wohnsituation ist das einfach nicht drin. Im Moment bin ich aber auch noch recht zufrieden mit meinem 42-Zoll-TV und der 2.1-Anlage. Filme auf Laptop oder gar Tablet/Smartphone kommen für mich dagegen nicht in Frage.
  6. DER Geheimtipp im ersten Drittel 2013 war für mich ganz klar irgendein Film, den ich noch nicht gesehen habe, weil ich dieses Jahr – außer für „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ – noch nicht ins Kino gekommen bin; außerhalb der großen Leinwand hat mich „The Hunter“ wohl am meisten überrascht.
  7. Mein zuletzt gesehener Film war „Zorn der Titanen“ und der war eine typische Fortsetzung, weil er mehr gewollt und doch weniger erreicht hat, als der Vorgänger.