Run, Fatboy, Run (306)

Mit dem Laufen ist es zurzeit nicht so einfach. Bisher ist jeden Tag ab dem Feierabend die Welt untergegangen. Auch heute kam die Sinnflut. Folglich hatte ich den Lauf schon abgehakt und mit der Familie zu Abend gegessen. Eine Stunde später: strahlender Sonnenschein. Also habe ich mich trotz einer viel zu dicken Portion Spaghetti im Bauch aufgemacht…

Distance: 7.13 km
Duration: 00:39:33
Avg Speed: 10.81 km/h
Avg Pace: 5:33 min/km
Energy: 560 kcal

Vielleicht sollte ich das jetzt jedes Mal so machen, denn es lief wirklich erstaunlich gut. Insgesamt war ich sogar deutlich schneller unterwegs als beim Intervalltraining am Wochenende. Allerdings glaube ich eher, dass der Grund dafür im perfekten Laufwetter zu finden ist: Durch den Regen war es auf angenehme 15 °C abgekühlt. Die langsam untergehende Sonne sorgte zudem für eine angenehme Laufatmosphäre. So mag ich das!

Im Ohr: Nerdtalk Episode 354

Media Monday #163

Nach einem Wochenende mit einigen Höhen (feuchtfröhlicher Männerabend, erfolgreiche Küchenplanung und lustiger Kärwa-Sonntag) und Tiefen (10-stündiger PC-Rettungsmarathon, der letztendlich in verbogenen CPU-Pins und einer kaputten Windows-Installation gipfelte), fehlt das Gefühl der Erholung nahezu komplett. Um dem süßen Nichtstun gar nicht erst den Hauch einer Chance zu geben, beantworte ich lieber die Fragen des Medienjournals – viel Spaß mit meinen geistreichen Antworten!

media_monday_163

  1. Serien oder Filme, die Drogenhandel oder -konsum thematisieren gibt es in allen Ausprägungen; für mich wird Danny Boyles „Trainspotting“ immer der Drogenfilm überhaupt sein: beeindruckend, verlockend, abschreckend und verstörend. Selbst nach all den Jahren immer noch großartig!
  2. Intervalltraining empfinde ich als anstrengend, denn man wird ganz bewusst aus seinem üblichen Laufrhythmus gerissen – aber das ist natürlich auch Sinn und Zweck der Übung.
  3. Arztserien gehören – „Scrubs“ einmal ausgenommen – zu einem Genre, das ich mich a) überhaupt nicht interessiert und ich mir b) auch nur schlecht anschauen kann.
  4. Ich würde mir ja mal einen Tatort wünschen, der in meiner Heimat spielt – huch, aber das wird ja passieren!
  5. Jeder selbstdeklarierte Arthouse-Film schreit schon Kunstfilm, erscheint mir aber nur prätentiös, weil es das Marketing anscheinend als nötig ansah, ihn als Kunst zu verkaufen.
  6. Jennifer Lawrence ist nicht nur attraktiv, sondern überzeugt auch in ihren Rollen, speziell in „Winter’s Bone“ und „Silver Linings“ aber auch der erfolgreichen „The Hunger Games“-Reihe; richtig sympathisch macht sie aber ihre offene, natürliche Art, die sie in diversen Interviews offenbart.
  7. Zuletzt gesehen habe ich „Das ist das Ende“ und das war wirklich ein lustiges Erlebnis, weil sich eine ganze Reihe von Hollywood-Stars gekonnt selbst auf die Schippe nimmt – und das im Rahmen eines politisch herrlich unkorrekten Anarcho-Weltuntergangsszenarios.

Run, Fatboy, Run (305)

Nach einem Wochenende, das mir beinahe den letzten Nerv gekostet hätte – den Samstag habe ich bis früh um 2:00 Uhr mit der Neuinstallation meines Rechner verbracht –, war ich eigentlich nicht mehr in Stimmung zu laufen. Doch da es am heutigen Kärwa-Sonntag (für Nichtfranken: Kirchweih- oder Volksfestsonntag) viel zu viele Leckereien gab, wollte ich wenigstens eine kurze Runde laufen und habe mich somit erstmals, wie von juliaL49 vorgeschlagen, am Intervalltraining versucht.

Distance: 4.38 km
Duration: 00:25:18
Avg Speed: 10.39 km/h
Avg Pace: 5:46 min/km
Energy: 347 kcal

Da ich ohne Audiounterstützung der App laufe, musste ich das Display immer wieder im Auge behalten, um die 1-Minuten-Intervalle wenigstens einigermaßen zu treffen. Das war teils anstrengend, hat aber insgesamt recht gut funktioniert. Ingsesamt war es ein Lauf mit einer Gesamtlänge von 25 Minuten und 10 Intervallen, davon 5 mit je 4:36 min/km und 5 mit 6:00 min/km sowie einer Ein- und Auslaufphase. Wie gut ich die Intervalle getroffen habe, kann ich in der Auswertung irgendwie nicht so recht nachvollziehen, auf jeden Fall war ich danach ziemlich kaputt – und das nach gerade einmal ca. 4 Kilometern. Ein gutes oder schlechtes Zeichen?

Im Ohr: Fortsetzung folgt S04E25 – Luftpost

Blogliebe 2014

Liebe liegt in der virtuellen Luft. Blogliebe. Auch wenn es in letzter Zeit eher so aussieht, dass immer mehr Blogger und Leser zu reinen Social-Media-Angeboten abwandern, so hat die Chaosmacherin, kurz nachdem Sie aufgrund von Untätigkeit vorübergehend aus meiner Blogroll entfernt wurde, doch wieder ihre Liebe zum Bloggen entdeckt – und in diesem Zuge gleich auch die Aktion „Blogliebe“ ins Leben gerufen. Was bedeutet das für uns Blogger da draußen? Auf jeden Fall mitmachen natürlich!

blogliebe_2014

Die Empfänger meiner Blogliebesbekundung habe ich bewusst so gewählt, dass sie den meisten meiner Leser noch nicht bekannt sein dürften, sprich: Ich habe die üblichen Media-Monday-Teilnehmer einfach ausgeklammert, da diese untereinander ohnehin vernetzt sind. Somit befinden sich unter meinen Empfehlungen kaum dedizierte Filmblogs, was sie jedoch nicht weniger lesenswert macht:

Weiterlesen

Media Monday #162

Der Start in die neue Woche war mit zwei plötzlich erkrankten Kindern einmal wieder ein wenig holprig. Zudem ist mein Abend bereits verplant (dieses Mal tatsächlich Freizeit), so dass kaum Zeit für die Fragen des Medienjournals bleibt. Umso lesenswerter sind meine unter Zeitdruck entstandenen Antworten natürlich, also schaut auf jeden Fall rein und hinterlasst einen Kommentar!

media_monday_162

  1. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende: Eine meiner liebsten Serien im Comedy-Bereich, nämlich „That ’70s Show“, hatte ihren Zenit gegen Ende bereits überschritten, was bei Sitcoms leider recht häufig vorkommt. Meine liebsten Drama-Serien, u.a. „The West Wing“, „The Sopranos“ oder „Friday Night Lights“, wurden dagegen zu meiner vollsten Zufriedenheit zu Ende erzählt.
  2. Mit den Filmen der 1920er Jahre als Dekade konnte ich bisher wenig anfangen, weil ich mich einfach noch nicht bewusst auf sie eingelassen habe, doch die Dokumentation „The Story of Film: An Odyssey“ hat mich definitiv neugierig gemacht.
  3. Ich fände es ja toll, wenn es zu meinen Lieblingsserien und -filmen neue Abenteuer und Geschichten gäbe und sei es als Film oder Miniserie, denn Comics oder Bücher wollen für mich da nicht so recht funktionieren; das hat immer etwas von Fanfiction.
  4. Seit ich von etlichen aktuellen Kinofilmen so viel Gutes auf all euren Blogs habe lesen können, drängt es mich richtiggehend, sie mir für das Heimkino vorzumerken, denn ins Kino schaffe ich es zurzeit einfach nicht.
  5. Alles beim Film geschieht um des reinen Effekts willen, denn kein Dialog, keine Kameraeinstellung und kein Schnitt ist zufällig gewählt.
  6. Dieser unsägliche Zwang, englische Filmtitel mit dämlichen deutschen Untertiteln zu versehen, fand bei dem Trend englische Filmtitel durch andere englische Filmtitel zu ersetzen (z.B. „96 Hours“ anstelle von „Taken“) seinen Höhepunkt, weil das noch viel dämlicher ist als optionale deutsche Untertitel; ich finde ja ohnehin, dass z.B. „Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ durchaus noch Charme besitzt.
  7. Zuletzt gelesen habe ich die Gute-Nacht-Geschichte für mein Zappelinchen und das war wie jeden Abend einfach nur schön, weil es dieser eine wunderbare Moment der Ruhe ist, bevor es letztendlich ins Bett geht.

Run, Fatboy, Run (304)

Nachdem ich vergangene Woche bereits verzweifelt versucht hatte Zeit für einen Lauf zu finden, sah es am Wochenende kaum besser aus. Somit habe ich die letzte Möglichkeit am Sonntagabend genutzt, um wenigstens einen kurzen Lauf unterzubringen. Dabei war ich eigentlich viel zu geschafft, es war noch viel zu heiß und die Lust hielt sich auch in Grenzen. Dennoch: was muss, das muss – und somit habe ich mich aufgemacht…

Distance: 7.59 km
Duration: 00:44:24
Avg Speed: 10.26 km/h
Avg Pace: 5:50 min/km
Energy: 603 kcal

Die Zeit hat sich nach ein paar schnelleren Läufen wieder in gewohnten Regionen eingefunden. War aber auch nicht anders zu erwarten. Mal sehen, was die nächste Woche bringt…

Im Ohr: CINECAST #14: Zum Einjährigen, mit Boll und Holmes…!

Das ist das Ende – OT: This Is the End (2013)

Nach einem langen Tag (u.a. Fliesenmarkt, Terrarium und Freibad) sind wir auch heute wieder viel zu spät auf das Sofa gekommen. Filme jenseits der 120 Minuten sind somit schon einmal flach gefallen, was „Das ist das Ende“ mit seinen knapp 110 Minuten nach ganz oben auf die Liste der möglichen Filme katapultierte. Ich war mir der gewagten Wahl aufgrund des Spiels mit der Metaebene durchaus bewusst, was meine bessere Hälfte letztendlich auch schnell im Traumland verschwinden ließ. Wäre das auch für mich die bessere Wahl gewesen?

this_is_the_end_2013

Mit Humor ist das so eine Sache. Entweder er zündet, oder eben nicht. Besonders Komödien aus dem Dunstkreis um Seth Rogen funktionieren bei mir nicht immer, doch mag ich es wenn auch in diesem Genre die üblichen Konventionen gesprengt werden. Vielleicht hatte ich deshalb auch Gefallen am Genremix „Your Highness“ gefunden, an den diese Komödie teils erinnert. Doch zum Anfang: In „This is the End“ begleiten wir diverse Hollywood-Stars, die sich selbst spielen (u.a. Seth Rogen, James Franco, Jonah Hill, Jay Baruchel, Danny McBride, Craig Robinson, Michael Cera, Emma Watson), auf eine wilde Party, die plötzlich in der wortwörtlichen Apokalypse endet. Nun geht es um das reine Überleben. Sollte man meinen. Doch der Film bewegt sich so beständig am puren Wahnsinn, dass man sich als Zuschauer nie sicher sein kann. Eine Anarcho-Komödie par excellence!

Wie bereits beschrieben war ich nach ca. 15 Minuten allein mit dem Film. Komödien leben jedoch oft vom gemeinsamen Seherlebnis – dennoch hatte ich unglaublich viel Spaß und mich oftmals weggeschmissen vor Lachen. Wie mag der Film erst zünden, wenn man ihn mit jemandem schaut, der, wie man selbst, alle Schauspieler und ihre Film- oder Serienrollen kennt? In dieser Hinsicht ist der Film so meta, dass man ihn dem normalen deutschen Kinozuschauer wohl kaum zumuten mag. Ich jedoch war schon aufgrund der Anspielungen entzückt, welche durch völlig abgedrehte Entwicklungen (z.B. Michael Cera oder Danny McBride mit Channing Tatum) auf die Spitze getrieben wurden.

Natürlich darf man den Film nicht ernst nehmen. Einige der improvisierten Szenen zünden nicht immer 100%ig, was durchaus zu Längen führt, doch andere Szenen haben mich vor Lachen nach Luft schnappen lassen. Der Film ist zotig und oft auch kindisch, doch weit nicht so platt, wie man dies eventuell erwarten würde. Die übersteigerten Versionen der Schauspieler harmonieren fantastisch miteinander und besitzen sogar so etwas wie Tiefe. Das Finale setzt dem zuvor Gezeigten zudem noch die Krone auf, was jeden Glauben an eine Botschaft, die der Film eventuell vermitteln will, hinfällig werden lässt. Wenn ihr euch so glücklich schätzen könnt und in eurem Freundeskreis Filmfans habt, die auch nur ein Drittel der Darsteller kennen, dann schnappt sie, legt „Das ist das Ende“ ein – und ihr werdet eine äußerst vergnügliche Zeit verleben. Unglaublich unterhaltsam. Wer hätte es gedacht? 8/10 Punkte.

Media Monday #161

Obwohl noch nicht einmal richtig angefangen, beginnt die Sache mit dem Hausbau so langsam aber sicher doch eher anstrengend zu werden. Behörden, Termine, Handwerker. Eine interessante Konstellation, um die man sein Leben herum planen darf. Selbst die Fragen des Medienjournals scheinen heute eher anstrengend, was aber auch generell an diesem Montag liegen kann. Ich wünsche euch dennoch viel Spaß beim Lesen meiner Antworten!

media_monday_161

  1. Das Stilmittel, Splitscreens einzusetzen wurde in Zeiten des Hays Codes u.a. dazu benutzt, Mann und Frau zusammen im Bett zu zeigen, ohne dass diese tatsächlich in einem Bett liegen. Großartig, oder?
  2. Selten gab es eine unsympathischere Hauptfigur als Walter White aus „Breaking Bad“, denn zumindest auf seinem Höhepunkt der Macht war er ganz schön unausstehlich (natürlich gehört es aber zum Konzept, dass man immer wieder Sympathie zu ihm entwickelt).
  3. Mit Science-Fiction hat man mich im Grunde schon am Haken, weil ich das Genre einfach mag und selbst schwächer besprochenen Filmen eine Chance gebe.
  4. Es wird allerhöchste Zeit, dass der Hype um „50 Shades of Grey“ ein Ende findet, denn ich befürchte das wird in den kommenden Monaten noch unerträgliche Ausmaße annehmen.
  5. Bester Nebeneffekt, mich mit meinen Seh- und/oder Lese-Gewohnheiten auf meinem Blog auseinanderzusetzen ist Medien (seien es nun Filme, Serien oder Bücher) bewusster zu konsumieren und Eindrücke genauer zu reflektieren.
  6. Von dieser Frage kann ich mich nur kopfschüttelnd abwenden, weil mir partout keine Antwort einfallen will.
  7. Zuletzt gesehen habe ich „Prisoners“ und das war eines der besten Filmerlebnisse, die ich dieses Jahr hatte, weil der Film extrem spannend ist und sich dabei dennoch Zeit für seine Geschichte lässt.

Run, Fatboy, Run (303)

Nach der großen Laufveranstaltung Anfang der Woche war der heutige Lauf recht unspektakulär. Da ich mich morgens nicht in der nötigen Verfassung sah, hatte ich den Lauf auf den Nachmittag verschoben. Selbst schuld, denn somit musste ich bei Regen starten, was aber eigentlich recht angenehm war. Einzig die eingeschränkte Sicht (ich laufe mit Brille) hat das Vergnügen ein wenig getrübt.

Distance: 8.02 km
Duration: 00:44:39
Avg Speed: 10.78 km/h
Avg Pace: 5:34 min/km
Energy: 630 kcal

Die Zeit war über die ersten 6 km wirklich super und ich hätte schwören können mit einem Schnitt von mindestens 5:30 km/h durchzulaufen. Leider ging am Ende dann nicht mehr, so dass ich dieses Ziel knapp verpasst habe. Für mich dennoch eine recht gute Zeit, doch im Vergleich zum vorherigen Lauf natürlich wieder ein kleiner Rückschritt – schon alleine aufgrund der Steigungen aber auch nicht weiter verwunderlich…

Im ersten Ohr: Fortsetzung folgt S04E24 – Unentbehrliche Dinge
Im zweiten Ohr: FatBoysRun – Episode 2: Back with Feedback

Prisoners (2013)

Nach einer kurzen Nacht und einem noch längeren Tag hat der entspannte Teil des Abends eigentlich viel zu spät begonnen, um noch einen Film zu schauen. Dennoch wollte ich endlich den viel gelobten „Prisoners“ sehen, was mit einer Laufzeit von über 150 Minuten ein gewagtes Unterfangen war. Um 23:30 Uhr saßen meine Frau und ich schließlich wie gebannt vor dem Fernseher und mussten das Gesehe erst einmal verdauen. Ein besseres Zeichen kann es für einen gelungenen Film wohl nicht geben – doch lest selbst die spoilerfreie Besprechung…

prisoners_2

Glücklicherweise wusste ich zuvor kaum etwas über den Film, außer seiner groben Prämisse und dass er eben sehr gelungen sein soll. Ich bin jemand, der bei mehr oder weniger klassischen Whodunits beständig am Rätseln ist – und meist treffen meine Theorien dann auch ziemlich früh ins Schwarze. Auch bei „Prisoners“ hatte ich mir mehrmals eingebildet, den Film durchschaut zu haben. Fehlanzeige. Aaron Guzikowskis Drehbuch wartet mit etlichen Wendungen auf, die ich meist nur mit kurzem Vorsprung erkennt hatte – wenn überhaupt. Äußerst angenehm fand ich zudem Denis Villeneuves zurückgenommene Inszenierung, die den Schauspielern und den von Kameramann Roger A. Deakins‘ wunderbar trostlos eingefangenen Bildern entsprechend viel Freiraum gibt. Die letzte große Wendung, mag man sie als solche bezeichnen, wird zudem völlig nebenbei und im Sinne der Geschichte erzählt. Keine Effekte, kein Tusch, kein erzwungener Aha!-Effekt. Nur die Emotionen der Charaktere. Großartig!

Ich habe schon lange keinen Film mehr gesehen, bei dem ich unter solch konstanter Spannung stand. Dabei gibt es kaum Actionszenen oder Schockmomente. Der Film ist stets sehr nah an seinen Figuren dran und lässt uns Zuschauer an ihrer Innenwelt teilhaben, ohne jedoch jeden Gedanken auszuformulieren. Themen wie Glaube, Determinismus, Selbstjustiz und Schuld bestimmen die kargen Bilder, doch gibt „Prisoners“ weder seinen Figuren noch uns Zuschauern eindeutige Lösungsansätze an die Hand. Einzig das oft wiederholte Zitat ‚Pray for the best, but prepare for the worst.‘ scheint stellvertretend für den gesamten Film zu stehen und hat mich beinahe über die gesamte Laufzeit an der Sofakante sitzen lassen.

Da ich nicht mehr zum Inhalt verraten möchte – schaut euch den Film einfach selbst an! –, bleibt mir nur noch seine formalen Aspekte, die großartigen Schauspieler und das packende Drehbuch zu loben. Obwohl, oder gerade weil, die Geschichte sehr langsam erzählt wird, entfaltet sie einen Sog, dem ich mich nur schwer entziehen konnte. Solltet ihr dieses Jahr nur einen Thriller schauen, dann legt „Prisoners“ in den Player – ihr werdet es nicht bereuen: 9/10 Punkte.