White House Down (2013)

Einen guten Monat nach der Sichtung von „Olympus Has Fallen“ habe ich endlich auch Roland Emmerichs Variante des filmischen Angriffs auf das Weiße Haus nachgeholt. Wie sich „White House Down“ im Vergleich zu seinem Stief-Zwilling aus dem gleichen Jahr schlägt, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung…

white_house_down_2

Die Handlung des Films ist bereits im Titel zusammengefasst und entspricht Antoine Fuquas Film nahezu unverändert. Dabei setzt Emmerich deutlich stärker auf Familienunterhaltung, was dem Film die Ernsthaftigkeit nimmt – ein Schachzug, der sich im Verlauf des Films noch als geschickt erweisen sollte. Die Action ist nicht ganz so hart wie im Stief-Zwilling (dennoch war ich erstaunt darüber, was heute alles so als FSK 12 durchgeht) und die Dialoge flotter. Beide Filme fühlen sich wie „Stirb langsam“ im Weißen Haus an, doch ist „White House Down“ näher an dessen Spaßfaktor dran.

Schon bald zeigt sich, dass der Humor, den der Film aus dem Zusammenspiel zwischen Tatum Channing und Jamie Foxx zieht, wirklich funktioniert. Man kann den Film einfach nicht mehr ernst nehmen, wenn der Präsident mitten im Gefecht Sportschuhe aus dem Regal zieht oder die Panzerfaust fallen lässt. Der angeprangerte Patriotismus wird dadurch im Vergleich zu „Olympus Has Fallen“ deutlich abgeschwächt; hinzu kommt, dass die Bösewichte aus den eigenen Reihen kommen, sprich nicht die klassischen Feindbilder heraufbeschworen werden.

„White House Down“ ist weder besonder innovativ inszeniert, noch clever geschrieben. Selbst etliche Effektszenen wirken überaus billig (wenn auch weit nicht so schlimm, wie beim Stief-Zwilling). Doch der Film macht von der ersten bis zur letzten Minute Spaß – und ich nehme es Emmerich auch ab, dass da wirklich nicht mehr dahinter stecken soll. Einfach nur nette Unterhaltung in einem spannenden Setting und mit einem unerwartet sympathischen Heldenduo: 7/10 Punkte.

Alles eine Frage der Zeit – OT: About Time (2013)

Normalerweise stehe ich abends länger vor dem Regal und überlege, welcher Film uns für die nächsten zwei Stunden unterhalten darf. Heute ist die Wahl kurz und schmerzlos auf „Alles eine Frage der Zeit“ gefallen, der mir erst kürzlich vom wohl größten Filmfreund ans Herz gelegt wurde, den ich in meinem realen Umfeld kenne. Und was soll ich sagen? Vielen Dank für die Empfehlung!

about_time_3

Bei „About Time“ kommen einige Dinge zusammen, die ich an Filmen liebe: Zunächst einmal wäre da das Zeitreisen. Seit ich damals auf der Geburtstagsfeier eines Grundschulfreundes ein paar Minuten von „Zurück in die Zukunft“ erhaschen durfte, war es um mich geschehen. Dann Richard Curtis, in dessen Geschichten ich mich bereits mit „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ verliebt hatte und dessen „Notting Hill“ in meinem Leben stets einen ganz besonderen Platz einnehmen wird. Hinzu kommt eine wunderbare Vater-Sohn-Geschichte, für welche ich ohnehin empfänglich bin. Kein Wunder also, dass all diese Elemente bei mir Eindruck hinterlassen sollten…

Ich finde es toll, wie beiläufig das doch sehr fantastische Element der Zeitreise in den Film eingearbeitet wurde. Es wirkt zu keiner Zeit störend oder wie ein reines Gimmick. Typische Themen, wie der Schmetterlingseffekt oder der Einsatz der Fähigkeit um Reichtum zu erlangen, werden zwar direkt angesprochen, doch mit einer wunderbaren Leichtigkeit wegerklärt, dass es eine Freude ist. Somit konzentriert man sich eher auf Charaktere und Emotionen, als auf die Logik – bzw. deren temporäre Abwesenheit. Speziell die Schauspieler (allen voran der großartige Bill Nighy sowie die bezaubernden Domhnall Gleeson und Rachel McAdams) verleihen dem Film eine Bodenständigkeit, die man bei der ausgefallenen Prämisse leicht hätte vermissen können.

Am Ende von „About Time“ war ich gerührt, glücklich und – auch wenn die Botschaft des Films nicht sonderlich innovativ ist – nachdenklich. Natürlich habe ich nach dem Betreten der dunklen Küche auch die Türe hinter mir geschlossen, die Fäuste geballt und an einen bestimmten Moment gedacht. Und ich habe mir vorgenommen den Film garantiert nicht zum letzten Mal gesehen zu haben. Um eben alle Details noch einmal genießen zu können. Ein größeres Kompliment kann man Richard Curtis wohl nicht machen. Wenn man nicht der weltgrößte Zyniker ist, dann sollte man dieser fantastischen Romanze auf jeden Fall eine Chance geben – ihr werdet es nicht bereuen: 9/10 Punkte.

One Tree Hill – Season 4

Zurzeit gehört die tägliche Sichtung von mindestens einer Episode „One Tree Hill – Season 4“ einfach zum Abendritual. Selbst wenn wir kaum noch die Augen offen halten können, so hilft uns der Besuch in der fiktiven Kleinstadt doch Arbeit, Baustress und Kindersorgen hinter uns zu lassen – wenigstens für 42 herrlich unterhaltsame Minuten…

one_tree_hill_s4_3

Nachdem das dritte Jahr erneut mit etlichen Cliffhangern zu Ende gegangen ist, schickt sich die Serie an diese nach und nach aufzulösen. Immer gerade so schnell, dass man als Zuschauer nicht abspringt. Schon wirklich geschickt gemacht. Als würde dies nicht bereits für ausreichend Drama sorgen, eröffnen die Autoren etliche neue Handlungsstränge, die uns während der gesamten Staffel begleiten werden. Allen voran ist mir besonders Peytons Pseudo-Stalker-Bruder Derek im Gedächtnis geblieben, der uns Zuschauer oft eher in einem Teenie-Slasher wähnen lässt, als in einer Dramaserie. Doch „One Tree Hill“ wäre nicht „One Tree Hill“, hätte man damit bereits den abgedrehtesten Handlungsstrang gesehen.

Speziell der allseits beliebte Dan Scott macht eine unglaubliche Wandlung vom Saulus zum Paulus durch, was man ihm natürlich nicht wirklich abnehmen kann. Dennoch funktioniert diese Wendung erstaunlich gut, was sich besonders in den letzten Episoden der Staffel als geschickter Kniff erweist. Trotz teils wirklich abstrusen Entwicklungen macht die Serie immer noch enorm viel Spaß. Dies liegt wohl auch daran, dass die Autoren genau wissen, was sie da schreiben. In der Episode „It Gets the Worst at Night“ wird es schön auf den Punkt gebracht, als die Gruppe aus Tree Hill auf normale Teenager einer anderen Highschool trifft. Ein großartiger Moment, den man auch nur als Meta-Kommentar verstehen kann. Herrlich!

Auch wenn man die Serie nicht allzu ernst nehmen sollte, so gibt es doch immer wieder Momente, in denen sie alle Sympathien auf ihrer Seite hat. Wie wird der böse Stalker besiegt, der Peyton und Brooke ganz klischeehaft im düsteren Keller gefangen hält? Eben nicht von den starken Jungs, die zur Rettung nahen – die Mädels befreien sich selbst und bringen erfolgreich ihrem Peiniger zur Strecke! So muss das sein, und es ist besonders schön, dies in solch einer scheinbar klischeehaften Teenie-Serie zu sehen.

Für das Finale hatte ich schon Schlimmstes befürchtet, doch es sollte anders kommen: Bei der eröffnenden Montage hatte ich durchgehend eine Gänsehaut, was zugegebenermaßen auch der großartigen Musikwahl geschuldet ist. Mit Lives „Lightning Crashes“ hat man den perfekten Song gefunden – oder eben die perfekte Szenen dazu. Auch im weiteren Verlauf der Handlung ist das Finale fast schon versöhnlich, alle Erzählstränge werden sauber zum Abschluss geführt und die letzten Minuten sind einfach passend und schön. Das hätte auch wunderbar als Serienfinale funktioniert. Dennoch freue ich mich, dass es noch weiter geht – auch wenn bei weitem nicht alle Episoden so stark sind: 8/10 (8.0) Punkte.

Media Monday #170

Was für ein – Achtung, Ironie! – famoser Start in die Woche: Nachdem mich am Wochenende verspätet die Krankheit meiner Kinder ereilt hatte, stand heute Vormittag erst einmal ein Arztbesuch auf dem Programm. Neben Kranksein und Home Office dürfen natürlich auch die Fragen des Medienjournals nicht fehlen: Viel Spaß mit meinen Antworten – und keine Sorge, der Kommentarbereich ist keimfrei… 🙂

media_monday_170

  1. Das Autorenteam von „Dexter“ hat mit dem Serienfinale sämtliche Sympathien bei mir verspielt, weil sie darin alles verraten haben, was die Serie einst so großartig machte.
  2. Die Regelung wann man als Elternteil zur Pflege seines kranken Kindes Krankengeld bekommt war mir einfach zu abstrus, so dass Kranksein bei uns in Zukunft einfach gestrichen wird.
  3. Niemals könnte ich ein schlechtes Wort über die TV-Serien „Friends“ und besonders „Seinfeld“ verlieren, schließlich haben beide Serien meinen Humor extrem geprägt.
  4. Das offizielle „Willow“-Sequel in Romanform namens „Schattemond“ hat mich schon vom (Schreib)Stil her nicht begeistern können, denn das war (siehe oben) so abstrus geschrieben, dass man selbst als aufmerksamer Leser der Handlung nicht folgen konnte.
  5. Von Rick Moranis hört man auch nichts mehr. Schade, schließlich hat er das 80er-Jahre-Kino für mich doch mit geprägt – wenn ich allerdings lese, dass er sich aus dem Filmgeschäft zurückgezogen hat, um sich der Erziehung seiner beiden Kinder zu widmen, dann finde ich das auch wieder toll!
  6. Den Podcast „Radio Nukular“ habe ich ganz frisch für mich entdeckt und muss sagen, dass er eine äußerst amüsante, und teils etwas zotige, Zeitreise zu den Anfängen der eigenen popkulturellen Wahrnehmung bietet – zumindest was die TV-Themen angeht.
  7. Zuletzt gelesen habe ich etliche Genesungswünsche meiner Kollegen und das war sehr nett, weil man sich dadurch im Krankenlager/Home Office nicht ganz so abgeschnitten fühlt.

The LEGO Movie (2014)

Ich habe „The LEGO Movie“ am 22. Juni 2019 erneut gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Eine anstrengende Woche geht zu Ende – und doch komme ich meinen Bloggerpflichten nach und bespreche mit „The LEGO Movie“ einen (sogar noch recht aktuellen) Film. Wie sich diese Spielzeug-Verfilmung im Vergleich zu Peter Bergs „Schiffe versenken“ bzw. „Battleship“ schlägt, erfahrt ihr in der kommenden Besprechung zwar nicht, doch solltet ihr dennoch unbedingt weiterlesen…

the_lego_movie

Vermutlich sollte ich zunächst etwas zu meiner persönlichen Beziehung zu den bunten Bausteinen schreiben: Als Kind war LEGO für mich das Größte. Ich konnte mich tagelang hinsetzen und immer wieder die verschiedensten Sachen bauen. Zwar hatte ich auch etliche Fertigbausätze (z.B. eine Ritterburg oder ein riesiges Piratenschiff), doch am meisten Spaß hatte ich damit eigene Welten zu entwerfen und die kleinen gelben Figuren darin Geschichten erleben zu lassen. Mein vor weit über 20 Jahren gebautes Prachtexemplar (ein individuell gebautes Raumschiff) liegt übrigens immer noch beinahe vollständig aufgebaut in einer Kiste im Keller.

Für mich sind die schönsten Kindheitserinnerungen, zumindest was das alleine Spielen angeht, untrennbar mit LEGO verbunden. Was allerdings animierte LEGOs – speziell auch die schon seit Jahren existierenden Videospiele – angeht, so hat sich der Reiz für mich nie erschlossen. Insofern war ich umso gespannter, wie denn „The LEGO Movie“ bei mir ankommen würde.

Anfangs war ich fast schon ein wenig überfordert von den knallbunten Farben und dem beinahe etwas hakeligen Animationsstil (der das LEGO-Spielen aber natürlich perfekt trifft). Es passiert unglaublich viel und man muss schon wirklich am Ball bleiben, um keinen Gag zu verpassen. Und Gags gibt es reichlich! Was die Art des Humors angeht, so hat mich der Film oft an eine etwas harmlosere Variante von „Die Simpsons“ erinnert, und der popkulturelle Overkill steht den Anspielungen eines „Ralph reichts“  in der Videospielwelt in nichts nach. Wirklich großartig!

Die Geschichte ist dabei einerseits wunderbar simpel gestrickt, sie besitzt andererseits allerdings auch etliche Ebenen, über die man in vielerlei Hinsicht schmunzeln kann. Auch wenn „The LEGO Movie“ im Prinzip als ein einziger, großer Werbespot für das dänische Spielzeugunternehmen gesehen werden könnte (und er es zu gewissen Teilen bestimmt auch ist), so wäre das doch eine zutiefst zynische Sicht auf das Werk. Man könnte Elemente des Films sogar als gewisse Kritik an den Franchise-Baukästen der letzten Jahre sehen, wodurch die wilde Kombinierwut mit den einfachen Bausteinen gehemmt wurde. Letztendlich funktioniert der Film auf jeder Ebene erstaunlich gut – und wenn durch den Erfolg mehr LEGO-Sets verkauft werden, was dann evtl. einen zweiten Film anstößt, soll es mir nur recht sein.

Neben den wunderbaren Sprechern (u.a. Chris Pratt, Will Arnett, Alison Brie, Charlie Day) sticht vor allem die großartige Inszenierung heraus, welche die bespielte LEGO-Welt fantastisch in CG-Bilder überträgt. Die Figuren sind nie 100%-ig glatt und wirken nur wie aus dem Computer, nein, sie haben Schrammen, kleine Fehler und bewegen sich wie von Hand, was im Rahmen der Handlung natürlich auch nur Sinn macht. Ihr merkt, ich bin rundum begeistert und kann euch die Sichtung von „The LEGO Movie“ nur ans Herz legen: 9/10 Punkte.

Abenteuer Kind #16: Kind krank? Eltern blank!

Wie ich kürzlich nebenbei erwähnt hatte, musste ich meinen ersten Krankentag für die Pflege eines Kindes nehmen. Alles kein Problem, stehen einem in unserem schönen Land doch bis zu 10 Pflegetage pro Jahr und Kind zu. Also gehorsam, wie man als Deutscher eben so ist, die Krankmeldung gleich am besagten Tag an die Krankenkasse geschickt und darauf gebaut, dass schon alles seinen Weg gehen würde. Denkste.

Da meine Frau stets eine vorbildliche Studentin und Referendarin war, ist sie schon seit einigen Jahren Lehrerin im Beamtenstatus. Da sollte sich unser schönes Bayern aufgrund des akuten Lehrermangels doch freuen! Mit dem Beamtenstatus kommt natürlich auch unausweichlich die private Krankenversicherung. Das hat Vor- und Nachteile, man kennt die Diskussion ja. Unsere Kinder sind – man will für sie ja schließlich das Beste – ebenfalls privat versichert. Ich jedoch nicht. Somit kam auch prompt ein Brief meiner wunderbaren Krankenkasse, in dem erklärt wurde:

‚(…) haben Sie Ihr erkranktes Kind (…) betreut und uns nun die ärztliche Bescheinigung zugesandt.

Gern hätten wir Sie in dieser Situation unterstützt. Leider können wir Ihnen jedoch kein Krankengeld zahlen, da [Ihr Kind] privat versichert ist. Ich konnte Sie telefonisch nicht erreichen*, sonst hätte ich Sie selbstverständlich persönlich darüber informiert.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir nicht anders entscheiden können. (…)‘

(Quelle: Brief der Krankenkasse)

* Übrigens eine glatte Lüge, da auf keinem Anschluss ein Anruf im besagten Zeitraum zu verzeichnen war.

Wunderbar, dachte ich mir, und verbrachte die gestrige Nacht mit Recherche. Und siehe da, es ist tatsächlich so:

‚(…) Ist ein Ehepartner privat und der andere Ehepartner gesetzlich versichert, so ist entscheidend bei welchem Ehepartner die Kinder mitversichert sind. Für den Fall, dass die Kinder dem Ehepartner zugeordnet sind, der privat versichert ist, so fallen die Kinder nicht unter den Geltungsbereich, da dessen Bestimmungen nur für gesetzlich Versicherte bindend gelten. (…)‘

(Quelle: Wikipedia)

Nach weiterer Suche auf diversen Familienportalen und -foren hat sich herauskristallisiert, dass es wohl tatsächlich so ist: Das Kind ist privat versichert? Kein Geld von der Krankenkasse! Nachdem sich der erste Schock gelegt hatte – ich finde schon allein diese Tatsache immer noch unglaublich! –, habe ich mich weiter auf die Suche begeben:

‚(…) Grundsätzliches: Sofern der Arbeitgeber im Arbeitsvertrag (oder auch per Tarifvertrag) die Entgeltfortzahlung bei Erkrankung des Kindes nicht ausgeschlossen hat, gilt der § 616 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Der Arbeitgeber ist verpflichtet, dem Arbeitnehmer bis zu 5 Tage bezahlten Sonderurlaub zu gewähren. (…)‘

(Quelle: Wikipedia)

Geht man nach dem, was man so liest, schließen etliche Arbeitgeber die Lohnfortzahlung in besagtem Fall aus, was die Eltern folglich vor erhebliche finanzielle Schwierigkeiten stellen kann. Glücklicherweise habe ich einen fairen und seinen Mitarbeitern stets zugewandten, sprich einen wirklich tollen Arbeitgeber, der mir mindestens die vollen 5 Tage Lohnfortzahlung gewährt. Meine Frau muss als Beamte dagegen mit maximal 4 Tagen auskommen, was – und Eltern wissen das – verdammt wenig auf ein gesamtes Jahr gerechnet ist.

Auch wenn es für uns ein relativ – nur 11 Tage weniger als die gesetzlich Versichtern – glimpfliches Ende genommen hat, so bin ich doch immer noch erschüttert, als wie familienunfreundlich sich unser Land einmal wieder offenbart hat. Wer nicht wirklich Glück und Unterstützung hat, der schaut oft ganz schnell in die Röhre. Auch wenn hier wohl die falsche Zielgruppe mitliest, so spart sich ein Elternteil, das diesen Eintrag zufällig über Google findet – hallo! – vielleicht ein wenig quälende Recherche…

Also liebe Leser, wie lautet die Moral der Geschichte?

Auch finanzielle Überraschungen bleiben für Eltern (und angehende Bauherren) nicht aus. Viel Glück, liebe mitlesende Eltern!

Mehr aus der „Abenteuer Kind“-Reihe…

Media Monday #169

Wieder ist eine Woche ins Land gegangen. Diese stand besonders im Zeichen von schlaflosen Nächten, kranken Kindern und geplatzten Plänen. Doch zumindest den Fragen des Medienjournals soll nichts im Wege stehen. Viel Spaß mit meinen Antworten!

media_monday_169

  1. „Silent Hill: Revelation“ ist ein erschreckend schwacher Film, wenn man berücksichtigt, dass der Vorgänger die bis dato gelungenste Videospielverfilmung überhaupt darstellt und auch als eigenständiger, sehr atmosphärischer Horrorfilm funktioniert.
  2. Jüngst habe ich nach vielen Jahren einmal wieder „Die Sendung mit der Maus“ gesehen und muss sagen, dass die Show auch heute noch exzellent (nicht nur) für Kinder funktioniert.
  3. „The Wire“ ist eine dieser Serien, die ich mir schon längst hätte angesehen, wenn ich dafür Ruhe und Muße gefunden hätte.
  4. Für meine private (Medien-)Sammlung möchte ich unbedingt einen schönen Platz im neuen Haus finden – mal sehen, ob der Plan aufgeht…
  5. Ein völlig zu Unrecht viel zu unbekannter Romanheld ist Special Agent Pendergast – dieser wurde leider sogar in seiner eigenen Romanverfilmung „Das Relikt: Museum der Angst“ ignoriert.
  6. So manche Bottle-Episode diverser TV-Serien hätte genauso gut ein Theaterstück sein können, da diese speziellen Episoden meist an nur einem sehr begrenzten Schauplatz spielen.
  7. Zuletzt gelesen habe ich „Filme der 2000er“ und das war sehr interessant, weil ich dadurch wieder etliche Filme entdeckt habe, die ich nun sehen möchte.

Run, Fatboy, Run (313)

Auch wenn ich heute früh viel zu müde war, bin ich doch gleich laufen gegangen. Es hilft ja doch nichts. Nach ca. 5 Minuten hat es dann angefangen leicht zu nieseln, nach weiteren 5 Minuten kam es zu einem Wolkenbruch – somit war ich am Ende meines Laufs komplett durchnässt. Wirklich nervig dabei war, dass ich schon nach ein paar Minuten durch meine Brille absolut nichts mehr gesehen habe – und ohne war die Sicht auch nur bedingt besser.

Distance: 7.64 km
Duration: 00:44:47
Avg Speed: 10.23 km/h
Avg Pace: 5:51 min/km
Energy: 607 kcal

Eigentlich wollte ich es heute noch einmal eher langsam angehen lassen, da auch mein Immunsystem im Moment merklich gegen Krankheiten meiner Kinder kämpft. Ab der Hälfte der Strecke habe ich jedoch noch eine Schippe draufgelegt, wodurch meine Zeit doch noch relativ deutlich unter die 6:00 min/km gefallen ist. Das nächste Mal hoffentlich wieder ohne Regen.

Im Ohr: Nerdtalk Episode 359

Gone Baby Gone (2007)

Nach einer unfassbar anstrengenden Woche, ist nun am Wochenende zumindest ein wenig Ruhe eingekehrt. Trotz anhaltenden Schlafmangels wollte ich heute unbedingt einen Film sehen: Die Wahl fiel auf Ben Afflecks Regiedebüt „Gone Baby Gone“, der bereits seit einer gefühlten Ewigkeit auf meiner Liste der unbedingt noch nachzuholenden Filme stand. Die Erwartungen waren hoch – sollte er seinem guten Ruf gerecht werden?

gone_baby_gone_1

Ich mochte bisher alle Regiearbeiten, die ich von Ben Affleck gesehen habe: Der oscarprämierte Polit-Heist-Movie „Argo“ hatte mich sehr gut unterhalten, doch noch stärker ist mir „The Town“ in Erinnerung geblieben. „Gone Baby Gone“ spielt, wie bereits das mitreißende Gangsterdrama, ebenfalls in Boston und fühlt sich auch in der gleichen filmischen Welt verortet an. Das Setting ist roh, dreckig und nah am Leben der Einwohner dran. Beinahe wirkt der Film dokumentarisch, gäbe es nicht Casey Afflecks Voice-over, das uns Zuschauer ab der ersten Minute begleitet. Dadurch ist man nah an der Hauptfigur dran und erlebt die Geschichte aus ihren Augen.

Wie der nachfolgende „The Town“ ist auch „Gone Baby Gone“ klassisch erzählt und größtenteils unaufgeregt inszeniert. Die Atmosphäre ist dicht und die Geschichte um eine Kindesentführung geht schnell an die Substanz. Dabei wartet der Film mit einigen Wendungen auf, die ich so nicht erwartet hatte – und die den Film gegen Ende in eine Richtung steuern lassen, die mich wohl noch länger über das Finale nachdenken lassen werden. Es liegt nahe den Film mit dem erst kürzlich von mir gesehenen „Prisoners“ zu vergleichen, der eine ähnliche Atmosphäre heraufbeschwört. Afflecks Debüt erzählt dabei eher eine Kriminalgeschichte, wohingegen „Prisoners“ sich deutlicher in Richtung Thriller bewegt hat – sehenswert sind auf jeden Fall beide.

Es hat mich unglaublich gefreut Ed Harris endlich einmal wieder in einer größeren Rolle zu sehen: immer noch ein wahnsinnig charismatischer Schauspieler, der mich seltsamerweise an einen älteren Viggo Mortensen erinnert hat. Auch Morgan Freeman durfte zeigen was er kann – und ist endlich einmal nicht nur als stichwortgebender Mentor o.ä. aufgetreten, wie so oft in letzter Zeit. Casey Affleck und Michelle Monaghan haben die Geschichte auch erstaunlich gut getragen, was ich nach den ersten paar Minuten so nicht erwartet hätte.

Insgesamt fand ich den „Gone Baby Gone“ wirklich gelungen und speziell das Ende wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Bis dahin hat der Film dramaturgisch ein wenig zu sprunghaft gewirkt, was allerdings nur wenig vom rundum positiven Gesamteindruck nimmt. Ich würde sogar beinahe soweit gehen und behaupten, dass dies Afflecks bisher gelungenste Regiearbeit ist – zumindest ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit „The Town“ ist dem Film sicher: 8/10 Punkte.

Blogroll Reloaded #12

Nachdem mein Blog zurzeit einen akuten Besucherschwund verzeichnet, und das letzte Blogroll-Update auch schon wieder wieder über 10 Wochen zurückliegt, nutze ich diese Ausgabe von Blogroll Reloaded, um mich einmal wieder in der filmischen Blogosphäre bemerkbar zu machen. Also haut in die Tasten, hinterlasst Kommentare und besucht die Neuzugänge und Veteranen, damit der Besucherschwund nicht um sich greift!

Die Blogroll-Veteranen:

Über ein Vierteljahr Funkstille bzw. stillgelegt:

Neu und lesenswert:

Die erfolgreichen Rückkehrer:

Die Podcast-Veteranen:

Neu im Ohr:

Kommentare in Form von Anmerkungen, Richtigstellungen und Empfehlungen sind natürlich auch dieses Mal wieder willkommen – und bitte auch dieses Mal nicht vergessen: Jeder hier aufgeführte Blogger und Podcaster freut sich bestimmt über neue Leser bzw. Hörer und eure Kommentare!