Frohe Weihnachten! (2014)

Der Weihnachtsbaum ist aufgestellt, alle Geschenke eingepackt und „Schöne Bescherung“ gesichtet. Was fehlt also noch, um die Feierlichkeiten beginnen lassen zu können? Natürlich der offizielle Weihnachtsgruß auf meinem Blog! Nicht dass dies nach dem Media Monday Christmas-Special noch nötig gewesen wäre, doch Tradition wären nicht Tradition, wenn man sie bei der erstbesten Gelegenheit – im neunten(!) Jahr – einfach so fallen lassen würde…

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Wir ihr auf dem Foto erkennt, zeichnet sich im Hintergrund des Weihnachtsbaums undeutlich mein Filmregal ab, was zwischen den Jahren wohl auch eine große Rolle spielen wird. Vor ca. 10 Jahren habe ich während der Weihnachtszeit stets das Bonusmaterial der Extended Editions der „Der Herr der Ringe“-Trilogie verschlungen – und dieses Jahr lasse ich diese Tradition, da haben wir es wieder, mit den ersten beiden erweiterten Fassungen von „Der Hobbit“ wieder aufleben. Zumindest wenn Zeit zwischen den festlichen Gelagen, den großen Geschenkeorgien und dem Kinderbespaßen ist.

An dieser Stelle möchte ich euch, liebe Leser, gar wundervolle Weihnachtstage mit vielen Kalorien sowie einen großartigen Start ins neue Jahr wünschen! Genießt die paar ruhigen Momente, die sich euch bieten, und seid gewiss: Wir lesen uns auch im Jahr 2015 wieder…

Euer bullion

Schöne Bescherung – OT: Christmas Vacation (1989) (WS5)

Ich sehe „Schöne Bescherung“ jedes Jahr und bespreche den Film danach auf meinem Blog. Du möchtest die komplette Dosis Griswolds? Du findest alle Besprechungen hier!

Es war knapp dieses Jahr, doch können die Feierlichkeiten unmöglich beginnen, bevor nicht „Schöne Bescherung“ gesichtet wurde. Wie bereits im letzten Jahr habe ich erneut die englische Originalfassung der Blu-ray bevorzugt, was abermals ein großes Vergnügen war. Nachdem unser Baum inzwischen steht, macht sich somit auch langsam die nötige Weihnachtsstimmung breit…

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Wie jedes Jahr stellt sich mir nun die Frage, was ich noch über diesen Film sagen kann, das ich noch nicht in den letzten fünf Besprechungen untergebracht habe. Vielleicht einmal ganz analytisch meine Einschätzung, warum „Christmas Vacation“ so ausgezeichnet funktioniert: John Hughes‘ Drehbuch strotzt nur so vor ganz genauen Beobachtungen der Vorweihnachtszeit. Jeder kennt den dargestellten Konsumwahn, die Familienstreitigkeiten und berufliche Katastrophen. Es wäre leicht gewesen den Film in eine reine Satire abrutschen zu lassen, doch er besitzt erstaunlicherweise auch unglaublich viel Herz und transportiert echte Weihnachtsstimmung.

Man kommt einfach nicht umhin mit Clark Griswold mitzufühlen. Er will ein old-fashioned family Christmas, wie er es selbst aus Kindertagen kennt. Die Szene auf dem Dachboden spricht Bände – und solche Erinnerungen an scheinbar magische Weihnachtsfeste haben wir alle. Ganz am Ende offenbart sich im Gespräch mit seinem Vater, dass es auch damals schon so chaotisch und nervenzehrend war. Jedoch verdrängen wir diese Erinnerungen, den Konsumwahn und die nervige Verwandtschaft. Was bleibt, ist die Hoffnung auf ein magisches Weihnachtsfest – und spätestens wenn man selbst Kinder hat, möchte man diese Erinnerungen für sie aufleben lassen. Alle Jahre wieder.

Auch wenn unsere Feierlichkeiten nicht annähernd den Grad an Chaos erreichen werden, so gibt es doch immer wieder eben diese Momente, die einen kurzfristig die Sinnhaftigkeit des ganzen Weihnachtstrubels in Frage stellen lassen. Dann denkt man an die Griswolds und weiß: egal was kommt, es gibt immer ein Happy End. Und ja, ich freue mich jetzt schon wieder auf die Sichtung im kommenden Jahr: 10/10 Punkte.

Prädikat: Lieblingsfilm

Media Monday #182 – Christmas-Special

Mit der Sichtung von „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ in der erweiterten Fassung liegt bereits ein langer Filmabend hinter mir. Doch auch Müdigkeit und das Klingeln des Weckers in knapp sechs Stunden können meinen ersten Media Monday im Weihnachtsurlaub nicht verzögern. Somit viel Spaß mit meinen Antworten auf die weihnachtlichen Fragen des Medienjournals – und sollten wir uns davor nicht mehr lesen: schöne Feiertage und einen guten Rutsch!

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  1. Was glaubst du, liegt bei dir etwas in Richtung Film/Buch/etc. unter dem Weihnachtsbaum?
    Im Gegensatz zu vielen bereits vergangenen Weihnachtsfesten habe ich dieses Jahr nicht die geringste Vorahnung. Am ehesten wohl noch ein Buch. Ich werde es euch wissen lassen!
  2. Wirst du selbst auch etwas in der Richtung verschenken und wenn ja, was (sofern du es an dieser Stelle verraten kannst)?
    Natürlich sind ein paar Geschenke dieser Art dabei, z.B. die „Asterix Collection“ auf Blu-ray, das „What If?“-Buch von Randall Munroe, ein Buch zum Thema Fotografie usw.
  3. Gibt es etwas, dass du dir nach den Weihnachtstagen noch unbedingt wirst kaufen müssen, sofern niemand es dir schenkt?
    Nein, da gibt es zurzeit keine Lücke. Und mit Möbeln für das neue Haus fange ich jetzt lieber nicht an… 😉
  4. Der beste Weihnachtsfilm, den ich in diesem Jahr gesehen habe noch sehen werde, ob zum ersten oder wiederholten Male, war ist „Schöne Bescherung“ – was auch sonst?
  5. Besonders freue ich mich zur Weihnachtszeit immer über viel Zeit für und mit der erweiterten Familie.
  6. Wohingegen mich der Geschenkewahnsinn zu Weihnachten einfach nur noch nervt, weil das – speziell für die Kinder – immer der absolute Overkill ist.
  7. Die freien Tage werde ich nutzen, um mich endlich der Familie, gutem Essen, etlichen Filmen, liegengebliebenen Blogartikeln und ein paar sonstigen Hobbies zu widmen.

Der Hobbit: Smaugs Einöde – OT: The Hobbit: The Desolation of Smaug – Extended Edition (WS1)

Aktualisierung: Ich habe „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ am 23. Dezember 2015 und am 26. Dezember 2023 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und jeweils eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.

Nachdem ich letztes Jahr mit „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ eines meiner schlimmsten Kinoerlebnisse hatte, war ich umso gespannter wie der Film nun mit den gewohnten 24 Bildern pro Sekunde wirken würde. Ebenfalls eine Neuerung war die um 25 Minuten erweiterte Fassung, was bei dieser ausgewalzten Filmtrilogie auch leicht ein Rückschritt hätte sein können. Warum das nicht der Fall ist, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung…

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Nach der letztwöchigen Sichtung von „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ war ich noch komplett in Mittelerde und die Vorfreude – trotz des letztjährigen Desasters – groß. Schon nach ein paar Sekunden begannen die Erinnerungen an die grauenhafte Videoästhetik zu verblassen. Trotz viel CGI und unnatürlich wirkenden Kamerafahrten wirkte „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ endlich wie ein Film – und nicht mehr wie das Urlaubsvideo Peter Jacksons. Was die restlichen technischen Aspekte angeht, so überzeugt der Film nahezu auf ganzer Linie. Speziell Erebor und Smaug sind über jeden Zweifel erhaben. Man sieht deutlich, dass diesen Sequenzen ein Großteil des Budgets zugute kam. Fantastisch!

Auch inhaltlich hat mir der Film viel Freude bereitet. Das in meinen Augen größte Manko (die im Vergleich zum Buch veränderte Ankunft bei Beorn) wurde in der erweiterten Fassung wieder im Film ergänzt. Hier blitzt dann auch tatsächlich die kinderfreundliche Vorlage auf, wovon ich gerne noch mehr gesehen hätte. Aber auch die düstereren Szenen, mit denen Peter Jackson die Brücke zu seiner „Der Herr der Ringe“-Trilogie schlägt, funktionieren in der erweiterten Fassung einfach besser. Einzig auf die verlängerten Szenen in Seestadt hätte ich verzichten können, denn so gerne ich auch Stephen Fry sehe, so wenig haben diese Ergänzungen zur Handlung beigetragen.

Die Schwächen des Vorgängers (digitale Orks, Azog usw.) ziehen sich übrigens auch durch diesen Film, allerdings gibt es auch ein paar klassische Masken zu bewundern, die ungleich besser funktionieren. Seltsam, dass das niemandem in der Produktion aufgefallen ist. Letztendlich war meine damalige Schätzung gar nicht so schlecht und mit 24 fps und den sinnvollen Handlungserweiterungen schafft es „The Hobbit: The Desolation of Smaug“ tatsächlich an seinen Vorgänger aufzuschließen. Zwar immer noch meilenweit von den chronologischen Nachfolgern entfernt, doch immerhin ein unterhaltsamer und bombastisch inszenierter Trip nach Mittelerde. Das letzte Kapitel kann kommen: 8/10 Punkte.

Gravity (2013) (WS1)

Aktualisierung: Ich habe „Gravity“ am 27. September 2024 zum dritten Mal gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Als ich vor etwas über einem Jahr Alfonso Cuaróns „Gravity“ im Kino sah, war ich davon begeistert. Ziemlich begeistert sogar. Gleichzeitig hatte ich aber auch die starke Vermutung, dass die Begeisterung ihren Ursprung hauptsächlich in der großartigen Technik hatte, die ich während der Erstsichtung genießen durfte. In IMAX 3D mit Dolby Atmos war der Film atemberaubend – wie jedoch sah es in 2D auf 42 Zoll und mit 2.1-Ton aus?

Gravity (2013) | © Warner Bros (Universal Pictures Germany GmbH)

Gravity (2013) | © Warner Bros (Universal Pictures Germany GmbH)

Erstaunlicherweise gar nicht einmal so anders. Der Film hatte mich bereits wieder aber der ersten Minute in seinen Bann gezogen. Die Handlung lässt uns Zuschauern keine Verschnaufpause und die von Sandra Bullock verkörperte Hauptfigur Dr. Sarah Stone stolpert von einer Katastrophe in die nächste. Mitreißend und – ja, auch auf kleinem Bildschirm und in 2D – atemberaubend. Nachdem ich nun einen Blick in das absolut sehenswerte Making of werfen konnte, habe ich noch mehr Respekt vor den Filmemachern. Mit „Gravity“ kann man jetzt schon einen Blick in die Zukunft des Kinos werfen.

Und wie funktioniert „Gravity“ mit bereits bestehender Kenntnis der einzelnen Handlungselemente? Erstaunlich gut. Die Geschichte wirkte auf mich dieses Mal noch kondensierter und fokussierter. Sehr angenehm in Zeiten überlanger Blockbuster. Auch emotional konnte mich Cuaróns futuristisches Überlebensdrama erneut packen; vielleicht sogar noch mehr als beim ersten Mal. Die Symbolik der Wiedergeburt ist omnipräsent, doch macht dies im Rahmen eines solch persönlichen Katastrophenfilms auch absolut Sinn.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass ich immer noch von „Gravity“ begeistert bin. Ich hätte nicht gedacht, dass ich nach nur einem Jahr wieder so viel Lust auf den Film haben würde. Er funktioniert auch in den eigenen vier Wänden immer noch fantastisch. Sollte irgendwann einmal ein Upgrade des Heimkinos anstehen, dann wird „Gravity“ wohl einer der ersten Filme sein, die es einweihen dürfen – und dann auch wieder gerne in 3D. Er war mir erneut ein Vergnügen, Herr Cuarón: 9/10 Punkte.

Was Sonys Reaktion auf den Hacker-Angriff für uns Filmfreunde bedeutet

Bisher habe ich auf deutschen Filmblogs nur wenig über den Angriff auf Sony Pictures und die daraus resultierende Nichtveröffentlichung des Films „The Interview“ gelesen. Sehr erstaunlich. Neben den aus IT-Sicht katastrophalen Sicherheitszuständen bei Sony ist für uns Filmfreunde natürlich speziell das Eingehen des Unternehmens auf die Forderungen der Hacker interessant – dabei bitte auch bedenken, dass die direkte Beteiligung Nordkoreas noch sehr umstritten ist.

Einmal davon abgesehen, dass Sony mit seinem Verhalten einen neuen Präzedenzfall geschaffen hat und zukünftigen Hackern bzw. Terroristen Tür und Tor öffnet, so ist das Einknicken auch ein herber Angriff auf die Zukunft der Meinungsfreiheit. Man stelle sich vor gewissen Gruppen missfallen plötzlich Filmszenen etablierter Klassiker? Dank digitaler Distribution ist es den Filmfirmen ein Leichtes eben diese aus Filmen zu schneiden, diese nachträglich abzuändern oder komplett aus dem erreichbaren Katalog zu streichen. Davon sind nicht nur Filme oder Serien, sondern auch digital vertriebene Musik, Bücher usw. betroffen. Schöne neue Medienwelt.

Für mich nur ein Grund mehr auch in Zukunft auf tatsächlich greifbare Medien, d.h. Blu-ray, DVD, CD und Bücher zu setzen. Die Fassung bzw. Ausgabe, die im eigenen Regal steht, kann eben nicht einfach geändert, gelöscht oder sonst irgendwie beeinflusst werden.

Von einer Zielgruppe, die heute noch jammert, dass George Lucas die originalen Kinofassungen der „Star Wars“-Trilogie nur sehr eingeschränkt zugänglich gemacht hat, wundert mich dieser leichtfertige Umgang mit dem geliebten Kulturgut. Oder zumindest das weitgehende Ignorieren dieses erschreckenden Zwischenfalls in der filmischen Blogosphäre.

Verzeiht mir die Polemik, doch vielleicht lässt sich dadurch zumindest eine Diskussion anstoßen… 🙂

Media Monday #181

Nachdem unsere Wohnung vergangene Nacht als Schauplatz von Peter Jacksons „Braindead“ hätte durchgehen können (Nasenbluten bei Kindern ist kein Spaß), bin ich heute entsprechend müde. Dennoch natürlich kein Grund die aktuellen Fragen des Medienjournals unbeantwortet zu lassen. Und eure Nächte so?

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  1. Dank stressiger Vorweihnachtszeit bin ich noch gar nicht dazu gekommen, mir „Schöne Bescherung“ anzusehen – doch keine Sorge: Das wird natürlich noch nachgeholt!
  2. Die filmische Umsetzung von Mittelerde begeistert mich ja schon grundsätzlich, allerdings reißt mich die „Der Hobbit“-Trilogie nicht so mit, wie ich mir das gewünscht hätte – auch die inzwischen dritte Sichtung von „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ konnte das leider nicht ändern.
  3. Das Finale von „Die Unfassbaren: Now You See Me“ hat dramaturgisch völlig versagt, denn es lässt alles zuvor gesehene auf billigste Art verpuffen.
  4. In neueren Filmen fehlt mir nur allzu oft, dass ich mich komplett in der dargestellten Welt verlieren kann – allerdings mag dieser Eindruck auch am fortgeschrittenen Alter liegen…
  5. Aaron Taylor-Johnson konnte mich mit seiner Darstellung als Ford Brody in „Godzilla“ überhaupt nicht überzeugen, da er vor lauter Muskeln das Schauspielen verlernt zu haben scheint.
  6. Zuletzt habe ich das die Blogs und Podcasts für mich entdeckt, das die ich im letzten „Blogroll Reloaded“-Eintrag vorgestellt habe – wird mal wieder Zeit…
  7. Zuletzt gesehen habe ich das Finale von „One Tree Hill – Season 7“ und das war typisch für die gesamte siebte Staffel, weil es zwar teils hanebüchene Entwicklungen bot, dabei jedoch ziemlich unterhaltsam war.

One Tree Hill – Season 7

Langsam aber sicher neigt sich auch dieser Serienmarathon seinem Ende zu. Leider ist der qualitative Abfall inzwischen deutlich zu erkennen, was meine Sichtung von „One Tree Hill – Season 7“ auch ein wenig verzögert hat. Ob die Serie trotz Abstrichen weiterhin Spaß macht, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung…

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Am Anfang der Staffel steht, ebenso wie zu Beginn des fünften Jahres, ein Zeitsprung. Hat dies beim letzten Mal noch ausgezeichnet funktioniert, wirkt dieser Kniff inzwischen ein wenig aufgesetzt. Die Serie fühlt sich plötzlich anders an, was natürlich auch am Fehlen von zwei Hauptfiguren (nämlich Lucas und Peyton) liegt, die Tree Hill nach der sechsten Staffel ohne große Erklärungen verlassen haben. Die zurückgebliebenen Charaktere verlieren sich in Welten ohne jeglichen Realitätsbezug, d.h. Profi-Basketball, Musikgeschäft und Mode. Jegliche Erdung scheint der Serie abhanden gekommen zu sein.

Natürlich werden die freien Plätze durch neue Charaktere aufgefüllt – und erstaunlicherweise werden gerade diesen interessantere Handlungsstränge zugeschrieben, als den bereits bekannten Figuren. Sportagent Clay sowie Haleys Schwester Quinn bilden somit nette Ergänzungen, die im letzten Drittel der Staffel aber auch nicht vor abstrusen Entwicklungen gefeit sind. Spielte Musik früher eine große Rolle, so verkommt auch diese zu größtenteils austauschbarem 08/15-Pop. Einzig die Montage zu Fleetwood Macs „Landslide“ hat mich emotional wirklich mitgerissen. Ist aber auch immer noch ein toller Song. Leider einer der wenigen.

Trotz aller negativen Aspekte, konnte ich mich der Serie nicht entziehen und hatte Spaß bei der Sichtung. Zwar eine andere Art von Spaß, als noch während der ersten vier Staffeln, doch möchte ich gerade jetzt wissen, wie die Autoren dieses schon sehr wackelig gewordene Gefährt ins Ziel juckeln – da kenne ich nichts: 7/10 (6.9) Punkte.

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise – OT: The Hobbit: An Unexpected Journey – Extended Edition (2012) (WS2)

Aktualisierung: Ich habe „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ am 19. Dezember 2015 und am 25. Dezember 2023 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und jeweils eine aktualisierte Besprechungen veröffentlicht.

Vorweihnachtszeit ist Reisezeit, zumindest auf dem Bildschirm. Wie es bereits seit Jahren Tradition ist, habe ich mich abermals nach Mittelerde begeben. Ob die inzwischen dritte Sichtung von „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ (zum zweiten Mal in der Extended Edition gesehen) meinen bisherigen Eindruck von Peter Jacksons Prequel-Trilogie verändert hat?

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Wie bereits bei der Zweitsichtung vor einem Jahr, hatte ich die Hoffnung, dass dieses Mal der Funke endgültig überspringt. In gewisser Weise ist er das auch. Die erste Stunde fand ich großartig. Die Ankunft der Zwerge in Beutelsend trifft genau den Ton der Vorlage, wie ich sie mir stets vorgestellt hatte – und fügt sich auch perfekt in Peter Jacksons Version von Mittelerde ein. Ich liebe dieses Gefühl von Abenteuer und Aufbruch, das beständig in der Luft liegt. Kein Wunder, war doch der ähnlich gelagerte „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ lange mein Lieblingsteil der Ursprungstrilogie. Leider jedoch gelingt es dem Film nicht seine Stärken bis zum Schluss auszubauen.

„The Hobbit: An Unexpected Journey“ besitzt ein paar Elemente, mit denen ich mich einfach nicht anfreunden kann. Den übermäßigen CGI-Einsatz empfinde ich nach wie vor als zu viel des Guten, jedoch ist der Film technisch zweifellos gut gemacht und oft auch toll anzusehen. Auch Radagast der Braune sehe ich immer noch zwiespältig, wenngleich ich mich so langsam an ihn gewöhne. Dagegen funktioniert der Antagonist Azog der Schänder überhaupt nicht für mich. Ich kann verstehen, dass Jackson eine beständige Bedrohung aufbauen wollte und auch die Hintergrundgeschichte finde ich durchaus brauchbar – nur was soll dieses künstliche und absolut austauschbare Design? Wirklich eine Schande, besonders wenn man sich die fabelhaften Orks aus der Originaltrilogie ansieht. Da wäre jeder Ork aus dritter Reihe eine bessere Wahl gewesen. Kein Charisma, nichts.

Es ist wirklich nicht einfach mit diesem Film: Auch wenn ich bei der heutigen Sichtung gewisse Punkte (noch) stärker und andere wiederum (noch) schwächer fand, als während der letzten beiden Male, so ändert sich an der Gesamtwertung jedoch nichts. Für mich ist „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ immer noch ein wunderbar unterhaltsames Fantasy-Abenteuer, das jedoch einfach nicht an seinen 10 Jahre alten Vorgänger (bzw. Nachfolger) anschließen kann – und auch was die Fortsetzung angeht, so kann ich noch überhaupt nicht absehen, wie sie mir bei der kommenden Sichtung gefallen wird: 8/10 Punkte.

Media Monday #180

Schon wieder eine Woche näher an Weihnachten dran. Verrückt! Und schon wieder ein Wochenende, an dem die Hälfte der Familie von diversen Krankheiten außer Gefecht gesetzt wurde. Doch auch als nicht fitter Filmblogger stehen am heutigen Montag natürlich die Fragen des Medienjournals auf dem Programm. Und wie gestaltet ihr so eure Adventszeit?

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  1. Wenn ich mir meine Filmvorlieben so anschaue, muss ein Film vor allem eines haben, um mich zu begeistern: Er muss es schaffen Emotionen bei mir zu wecken – nur dann kann er wirklich zu einem Lieblingsfilm werden.
  2. Erfahrungsgemäß gefallen mir Filme mit Sci-Fi- und/oder Fantasy-Elementen auch überdurchschnittlich oft, denn für mich dienen Filme zu großen Teilen dem Eskapismus – und dafür begebe ich mich gerne in fremde Welten.
  3. Die Tötung nahezu jedes einzelnen Charakters in George R. R. Martins  „A Song of Ice and Fire“-Reihe sowie der zugehörigen TV-Serie „Game of Thrones“ war für mich besonders schockierend, weil das Ableben einfach immer so unerwartet kommt – genauso schlimm wie einst bei Joss Whedon.
  4. Das coolste Vater-Sohn-, alternativ Mutter-Tochter-Gespann sind für mich immer noch die Lorelai und Rory Gilmore – eben die „Gilmore Girls“.
  5. Selten wurde Krieg glaubwürdiger und grausamer dargestellt als in den ersten 20 Minuten „Der Soldat James Ryan“ – wirklich beurteilen kann ich es glücklicherweise nicht.
  6. Nicht unbedingt ein Weihnachtsfilm, ist es inzwischen quasi Tradition, dass ich mir alljährlich einen Kurzurlaub in Mittelerde gönne – vor ein paar Jahren noch mit der kompletten „Der Herr der Ringe“-Trilogie, die inzwischen von „Der Hobbit“ ergänzt wird.
  7. Zuletzt gesehen habe ich „Die Unfassbaren: Now You See Me“ und das war genau die richtige Art von seichter Unterhaltung, weil ich an dem Abend der Sichtung sowieso nicht mehr hätte aufnehmen können.