Baymax: Riesiges Robowabohu – OT: Big Hero 6 (2014)

Auch wenn es bis 21 Uhr nicht so ausgesehen hat, habe ich doch noch einen Film angepackt. Zählt man den zugehörigen Kurzfilm dazu, dann sogar zwei. Wow. Eigentlich wollte ich mit meinem diesjährigen Besuch in Mittelerde beginnen, doch dann würde ich jetzt noch sitzen – und nach einem weiteren Tag im Möbelhaus und werkelnd im Haus, habe ich mich dann doch lieber für den deutlich kürzeren „Baymax: Riesiges Robowabohu“ entschieden. Eine sehr gute Wahl…

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Tatsächlich stellt der Animationsfilm aus dem Hause Disney eine weitere Marvel-Verfilmung dar. Das zugehörige Comic „Big Hero 6“ zählt wohl nicht zu den bekanntesten, doch war es vielleicht deshalb eine so gute Wahl, um die Kombination aus Animation und Superhelden-Action zu testen. Die kreativen Köpfe hinter dem Film standen übrigens bereits bei dem famosen „Bolt: Ein Hund für alle Fälle“ hinter der virtuellen Kamera. Ähnlichkeiten sind durchaus vorhanden, speziell was die teils völlig überdrehte Action angeht.

Die Handlung des Films gliedert sich in zwei Teile: einen Coming-of-Age-Block rund um den jungen Erfinder Hiro und seinen Bruder sowie die Origin-Geschichte des im Original titelgebenden Superhelden-Sextetts. Den ersten Teil der Geschichte mochte ich um einiges lieber, was jedoch nicht bedeutet, dass der zweite Teil schlecht wäre. Speziell die charakterbildenden Momente zwischen Hiro und dem fantastisch gestalteten Gesundheitsroboter Baymax haben mich auch im weiteren Verlauf immer wieder begeistert.

In den Kampfszenen erinnerte mich „Baymax“ ein wenig an Pixars „Die Unglaublichen“ oder eben andere Marvel-Verfilmungen. Ab und zu habe ich mir vorgestellt, wie „Big Hero 6“ wohl als Realfilm gewirkt hätte – ein interessanter Gedanke, speziell da die Umgebung von San Fransokyo tatsächlich unglaublich realistisch wird. Doch auch das Charakterdesign ist ausgesprochen ansprechend und die menschlichen Charaktere wirken zu keinem Zeitpunkt wie Fremdkörper in der Kulisse. Aus technischer Sicht ein wahrer Genuss!

Insgesamt gesehen mochte ich „Baymax: Riesiges Robowabohu“ wirklich sehr gerne. Ich habe mit Hiro und seinem Gesundheitsbegleiter mitgefiebert und wurde manchmal nur aufgrund der nicht enden wollenden Action aus dem Film gerissen. Ein Problem, an dem leider viele Marvel-Filme kranken. Dieser hier ist auf jeden Fall einer der besten und sei somit sowohl Animationsfilm- als auch Comicfilmfreunden ans Herz gelegt: 8/10 Punkte.

31 Gedanken zu “Baymax: Riesiges Robowabohu – OT: Big Hero 6 (2014)

  1. Pingback: Liebe geht durch den Magen – OT: Feast (2014) | Tonight is gonna be a large one.

    • Der Film stand ja schon länger auf meiner imaginären Liste und seit die Blu-ray im Hause ist, habe ich nur noch auf den richtigen Moment gewartet – und diesen hatte mir die Zeitnot heute beschert. War wirklich ein tolles Erlebnis. Und da folgt doch bestimmt ein zweiter Teil nehme ich an… 🙂

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    • Ging mir ja ähnlich. Auch ich mochte die Szenen zwischen Hiro, seinem Bruder und dann eben später Baymax am liebsten. Das Superhelden-Action-Gedöns war mir auch zu generisch, hat aber dennoch Spaß gemacht.

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  2. Ich fand den Film für Kinder etwas zu hektisch und überladen. Man merkt dem Film durchaus an, dass er aus der Marvel-Schmiede kommt, aber leider enthält er auch zahlreiche Logiklöcher, die der starken Fokussierung auf Gags und Action geschuldet sind. Wird zu Beginn noch erklärt, dass Baymax immer mal wieder an die Steckdose angeschlossen werden muss, damit sich sein Akku auflädt, kämpft er am Ende stundenlang ohne Probleme. Wie für Marvel-Filme üblich, gibt es natürlich wieder einen kurzen Film nach den Credits.

    Hier meine ganze Review: https://filmkompass.wordpress.com/2015/01/28/big-hero-6-3d-2014/

    Und zum Abschied noch nen ordentlichen Fist Bump: https://www.youtube.com/watch?v=fnSx7SZfzTc

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    • Ich glaube auch, dass der Film für kleinere Kinder nur bedingt funktioniert. Aber für Jugendliche oder junggebliebene Erwachsene ist er ein großer Spaß! Was die Logiklöcher angeht, so bin ich da ziemlich resistent bzw. versuche Filme nicht so zu zerlegen – man kann immer Logiklöcher finden und gerade in diesem Genre gibt es sie zuhauf. Das würde mir nur zu viele Filme kaputt machen. Manchmal springen sie einen aber direkt an, da kann man dann nichts machen.

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  3. Ich fand Age of Ultron nervig…irgendwie – ich habe 3 (!!!) Anläufe gebraucht, um ihn zu Ende an zu schauen (bin sogar tatsächlich eingepennt, weil das irgendwie alles sowas von too much war)…

    Baymax habe ich auch gesehen und fand ihn sehr unterhaltsam. Ich bin nicht wirklich ein Comic-Kenner und das „Original“ sagt mir auch nichts, aber ich fand ihn süß gemacht und musste ein paar Mal echt lachen…war eine gute Sofa-Unterhaltung ^^

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    • Gute Sofa-Unterhaltung trifft es schon ganz gut. Vielleicht sogar mehr, denn ich finde, dass Disney den Spagat zwischen Animationsfilm und Superheldengeschichte ganz gut getroffen hat. Ich mag es ja auch ganz gerne, wenn Mainstream-Animation einmal nicht zu kindgerecht ist.

      Was „Age of Ultron“ angeht, so macht ihr mich gerade echt skeptisch…

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