Gänsehaut – OT: Goosebumps (2015)

Da beide Kinder an Halloween unterwegs sind, habe ich den ersten Ausflug Richtung Gruselfilm bereits heute eingeleitet. Da der Zwergofant „Ghostbusters“ noch zu unheimlich fand (aufgrund von Trailer, Büchern und Erzählungen), fand „Gänsehaut“ in der 3D-Fassung den Weg in den Blu-ray-Player. Ich kannte den Film auch noch nicht und war gespannt, wie er bei den Kindern ankommt… 🎃

Gänsehaut (2015) | © Sony Pictures Home Entertainment

Gänsehaut (2015) | © Sony Pictures Home Entertainment

Kindgerechter Grusel mit Jack Black

Zunächst einmal muss ich darauf eingehen, wie sehr ich den langsamen Einstieg in die Geschichte mochte. Die erste halbe Stunde gibt es weder Monster noch Grusel, sondern wir begleiten Zack und seine Mutter dabei, wie sie sich nach einem Umzug in der neuen Umgebung zurechtfinden. Da gibt es einiges an Charakteraufbau und auch die ersten Schritte in Richtung der Haupthandlung des Films, in der Nachbarin Hannah noch eine größere Rolle spielen wird. Das alles ist herrlich unaufgeregt erzählt, die Figuren bekommen Tiefe und die ersten Setups werden eingeführt. Vermutlich war das auch mein liebster Teil des Films.

Als dann die Monster aus R. L. Stines Büchern ausbrechen, wird ordentlich an der Effektschraube gedreht. Das war mir manchmal schon zu viel des Guten und auch ein Grund, warum bei mir kein rechter Grusel aufkommen wollte. Sobald praktische Effekte ins Spiel kommen (z.B. bei den Zombies), sah das schon anders aus. Für den Zwergofanten hätte es auch gar nicht mehr Spannung sein dürfen. Die Kombination aus seichtem Grusel und Humor gepaart mit Teenie-Romanze hat letztendlich perfekt funktioniert. Garniert wird all das mit einem recht zurückgenommen agierendem Jack Black (u.a. „School of Rock“), der wunderbar in diese Rolle passt.

Fazit

„Gänsehaut“ (ich kenne übrigens keinen Band der die Vorlage) bietet wunderbar kindgerechten Grusel und eine nette Geschichte. Im Hauptteil war mir der Film ein wenig zu überladen, was die Effekte angeht, doch das machen die schön geschriebenen Figuren wett. Der perfekte Film für den Einstieg ins Gruselkino: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte;  Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Run, Fatboy, Run (1619)

Heute stand der Samstagslauf auf dem Programm. Das Wetter war durchwachsen mit teils Sonne, teils Regen. Insgesamt super für einen längeren Lauf. Ich habe heute meine fiese Höhenmeterrunde leicht variiert und einen neuen Trail-Abschnitt eingebaut, den ihr hier auf dem Foto sehen könnt. Dort ging es fies nach oben. 🏃‍♂️

Fies, fieser, Höhenmeter und damit mein Jahresziel von 2.023 km erreicht

Fies, fieser, Höhenmeter und damit mein Jahresziel von 2.023 km erreicht

Distanz: 13.31 km
Zeit: 01:17:14
Anstieg: 162 m
Ø Pace: 5:48 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.3 km/h
Ø Herzfrequenz: 153 bpm
Ø Schrittfrequenz: 155 spm
Temperatur: 17.2 °C
Kalorien: 1102 kcal

2023: 2029 km
Oktober: 158 km
KW 42: 39 km

Damit habe ich mein Jahreslaufziel von 2.023 km geknackt. Der Rest ist nur noch die Kür (obwohl mir natürlich die 2.500 km durchaus im Kopf rumspuken). Ich will wenigstens versuchen, es ein wenig lockerer angehen zu lassen. 🥳

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 326: Berlin Trailtestival mit Stefan Kliemann
Im zweiten Ohr: Sneakpod #791 – Der Pakt
Im dritten Ohr: blink-182, Skye Wallace, Frank Turner

Last Action Hero (1993)

Was für eine wilde Woche, was für ein wilder Tag. Da war ich abends froh, für einen Filmabend auf das Sofa zu kommen. Nach dem Erfolg von „Kindergarten Cop“ habe ich mit „Last Action Hero“ die nächste Arnold-Schwarzenegger-Komödie in den Player geschoben. Ich selbst habe den Film früher geliebt und war gespannt, wie er heute noch funktioniert. Gerade für Zuschauer*innen, welche die ganzen Anspielungen noch nicht verstehen. Aber lest selbst… 📽

Last Action Hero (1993) | © Sony Pictures Entertainment

Last Action Hero (1993) | © Sony Pictures Entertainment

Meta-Humor mit Herz und reichlich Action

„Last Action Hero“ ist ein Film, wie er nur in den 1990er Jahren hat entstehen können. Unfassbare Action-Set-Pieces, eine (für heutige Verhältnisse) bodenständige Inszenierung und richtige Stars. Das alles findet man natürlich auch in normalen Arnold-Schwarzenegger-Filmen, doch hier wird alles völlig bewusst auf 11 gedreht. Dabei gelingt John McTiernan (genau, der Regisseur von „Stirb langsam“) das Kunststück, völlig überzogenen Meta-Blödsinn mit einem Kommentar auf das Genre zu versehen und dabei noch eine zu Herzen gehende Buddy-Komödie mit  einem magischen Jugendabenteuer zu verbinden. Der Film ist so vollgestopft mit Ideen, Gastauftritten, absurden Onelinern und Humor, dass er nicht annähernd funktionieren dürfte – und doch ist er eine große Liebeserklärung an das (Action-)Kino.

Leider war das alles wohl zu viel für das damalige Publikum, denn „Last Action Hero“ war der erste große Flop für Arnold Schwarzenegger. Für mich aus heutiger Sicht einerseits unverständlich, andererseits aber doch auch nachvollziehbar, denn der Film lässt sich in keine Schublade stecken und funktioniert auf mehreren Ebenen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass er heute ein Hit werden würde. Meta-Humor gepaart mit Nostalgie und den Helden der Kindheit. Das kunterbunte und teils doch düstere Kinoabenteuer war seiner Zeit einfach voraus. Doch nicht nur ich hatte Spaß damit, auch die Kinder sind mitgegangen. Die Sprüche, die absurde Prämisse, die Slapstick-Gewalt und der emotionale Kern. All das funktioniert auch ohne den Meta-Teil und spricht für diesen wirklich originellen Film.

Fazit

Auch wenn „Last Action Hero“ selbst heute nicht zu den großen Klassikern unter den Schwarzenegger-Filmen zählt, so besitzt er doch einen besonderen Platz in meinem Herzen. Der Film ist unglaublich unterhaltsam und es gibt so viel zu entdecken. Er strotzt zudem vor Liebe fürs Kino und wurde zur Hochzeit des Actionfilms inszeniert. Immer wieder ein großer Spaß: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte;  Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Run, Fatboy, Run (1618)

Ein wilder Tag mit Präsenzzeit im Büro, dann PC-Support für die Schwiegermutter über die Mittagszeit und einem Nachmittag im Home Office geht zu Ende. Zwar habe ich ein paar Themen weitergebracht, doch insgesamt fühlte sich der Tag viel zu gehetzt an. Abends wollte ich dann zumindest noch für eine kleine Runde raus. 🏃‍♂️

Regnerischer Feierabendlauf

Regnerischer Feierabendlauf

Distanz: 9.13 km
Zeit: 00:50:47
Anstieg: 67 m
Ø Pace: 5:34 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.8 km/h
Ø Herzfrequenz: 156 bpm
Ø Schrittfrequenz: 154 spm
Temperatur: 17.2 °C
Kalorien: 744 kcal

Training: Basis
Ausführungswert: 55%

2023: 2015 km
Oktober: 144 km
KW 42: 26 km

Ich bin ganz gut vorangekommen, auch wenn mein Kopf viel zu voll war. Das hat mich dazu verleitet, trotz Basis-Training, aufs Tempo zu drücken. Der Regen hat auch gepusht. Naja, passt zum durchwachsenen Tag. 🌧️

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 326: Berlin Trailtestival mit Stefan Kliemann
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, blink-182

Run, Fatboy, Run (1617)

Gestern Abend war ich zum ersten Mal seit längerer Pause beim Boxen. Entsprechend kaputt war ich heute morgen noch. Da ich eh im Home Office war, wollte ich jedoch nicht die Chance auf einen Lauf verstreichen lassen. 😅

Laufen nach Boxen war heute doppelt hart

Laufen nach Boxen war heute doppelt hart

Distanz: 8.61 km
Zeit: 00:49:36
Anstieg: 66 m
Ø Pace: 5:46 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.4 km/h
Ø Herzfrequenz: 148 bpm
Ø Schrittfrequenz: 154 spm
Temperatur: 11.1 °C
Kalorien: 705 kcal

Training: Basis
Ausführungswert: 78%

2023: 2006 km
Oktober: 135 km
KW 42: 17 km

Der Lauf hat sich tatsächlich anstrengender angefühlt als sonst. Aber ich bin letztendlich doch ziemlich zufrieden. Mit Pace, Puls usw. War auch gut einmal wieder draußen gewesen zu sein. Sind einfach volle Wochen momentan mit wenig Zeit fürs Laufen. Dennoch habe ich mit diesem Lauf die 2.000 km dieses Jahr geknackt! 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: Sneakpod #790 – Paradise
Im zweiten Ohr: blink-182, Skye Wallace

Die 5 besten Seriencharaktere, die ikonische Vorbilder wurden

Nach den besten Horrorfilmen, die auf wahren Begebenheiten basieren, wenden wir uns bei Die 5 BESTEN am DONNERSTAG heute wieder Serien zu. Genauer gesagt Seriencharakteren, die ikonische Vorbilder wurden. Was auch immer das genau bedeutet. Aber das ist nun einmal die Aufgabe und ich habe diese für mich folgendermaßen interpretiert. Was sagt ihr zu meiner Wahl? 🤔

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #334 | © Passion of Arts, Gorona Guiboud, Studiogstock (Freepik.com)

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #334 | © Passion of Arts, Gorona Guiboud, Studiogstock (Freepik.com)

Das Thema für Ausgabe #334 lautet:

Die 5 besten Seriencharaktere, die ikonische Vorbilder wurden

  1. Buffy Summers aus „Buffy: The Vampire Slayer“ (1997 bis 2003) – Buffy ist auf jeden Fall ein Seriencharakter, der sehr ikonisch ist und auch zum Vorbild vieler weiterer Figuren wurde (siehe auch Punkt 5 auf dieser Liste).
  2. Cosmo Kramer aus „Seinfeld“ (1989 bis 1998) – Ich wollte eine Comedy-Serie auf der Liste haben und da kam mir ziemlich schnell Cosmo Kramer in den Sinn. Ob er jetzt ein Vorbild ist, wage ich zu bezweifeln, doch eine ikonische Figur ist er auf jeden Fall.
  3. Dana Scully aus „The X-Files“ (1993 bis 2002) – Das Duo Mulder und Scully ist definitiv ikonisch bzw. war es damals in den 1990er Jahren. Speziell Dana Scully hat die Serienwelt definitiv geprägt.
  4. Josiah Bartlet aus „The West Wing“ (1999 bis 2006) – Präsident Jed Bartlet aus der Politserie von Aaron Sorkin wird für mich immer der ikonische, fiktive US-Präsident bleiben. Gerade in der politischen Welt, in der wir heute leben, ist er ein Vorbild.
  5. Veronica Mars aus „Veronica Mars“ (2004 bis 2007) – Hier schließt sich der Kreis, denn Veronica Mars hätte es ohne Buffy Summers vermutlich nie gegeben. Doch auch Veronica ist ikonisch genug, um eine eigene Nennung zu rechtfertigen.

Anmerkung: Die Liste ist rein alphabetisch, nicht nach Wertung, sortiert und die Besprechungen der Filme und/oder Serien sind jeweils über den Titel verlinkt.

Run, Fatboy, Run (1616)

Der Zwergofant ist krank, also bin ich heute im Home Office geblieben. Glücklicherweise ist er schon so groß, dass er sich gut selbst beschäftigen kann (sprich den ganzen Vormittag ein Hörspiel nach dem anderen hören). Mit dem Laufen habe ich  gewartet, bis Frau bullion auch wieder zu Hause war und meine Mittagsrunde somit auf den Nachmittag verlegt. 🏃‍♂️

Späte Mittagsrunde im Sonnenschein

Späte Mittagsrunde im Sonnenschein

Distanz: 8.61 km
Zeit: 00:48:41
Anstieg: 71 m
Ø Pace: 5:39 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.6 km/h
Ø Herzfrequenz: 149 bpm
Ø Schrittfrequenz: 156 spm
Temperatur: 10.0 °C
Kalorien: 700 kcal

Training: Basis
Ausführungswert: 68%

2023: 1998 km
Oktober: 127 km
KW 42: 8 km

Der Lauf hat sich recht anstrengend angefühlt, dabei war mein Puls eher niedrig und ich jetzt auch nicht mega schnell unterwegs. Ist heute einfach alles ziemlich anstrengend. Dennoch bin ich froh, dass ich es noch kurz rausgeschafft habe. ☀️

Im ersten Ohr: Sneakpod #790 – Paradise
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, blink-182

Media Monday #642 – Fremdbestimmung, neuesvomschreibtisch und ein Kommentar vom Zappelinchen

Schon wieder ist das Wochenende vorbei. Ich weiß gar nicht so recht, was ich groß gemacht habe. Die Zeit ist mir zwischen den Fingern zerronnen. Einzig an meine beiden Läufe kann ich mich als konkrete Ereignisse erinnern. Das Wetter ist inzwischen auch recht ungemütlich bzw. so, dass man es sich drinnen gemütlich machen könnte. Eigentlich nicht verkehrt und doch bin ich irgendwie noch nicht bereit dafür. Die kommende Woche wird auch wieder voll und ich habe mehr denn je das Gefühl Themen, Dingen und Menschen nur hinterherzurennen. Doch nun erst einmal zu den Fragen des Medienjournals. Viel Spaß mit meinen Antworten! 🙂

Media Monday #642

  1. Ginge es nur danach, was ich möchte, dann würde mein Leben vermutlich anders aussehen (oder eben auch nicht). Aber ich bin momentan wirklich nicht gut darin, in mich reinzuhören.
  2. Ich hätte schon gerne die Zeit, um auch einmal größere Projekte anzugehen.
  3. Vieles an „Pulp Fiction“ ist schon eine merkwürdige Entscheidung gewesen, denn Quentin Tarantino erzählt seinen Film alles andere als konventionell. Dies kommt dem Werk aber zugute, wie ich bei der ersten Sichtung nach knapp 20 Jahren freudig feststellen durfte.
  4. Ich schätze ja durchaus, wenn Blogger*innen ihren Blog wieder reaktivieren, aber wenn Maren von neuesvomschreibtisch nach eineinhalb Jahren einen neuen Artikel schreibt, dann freue ich mich besonders.
  5. True Crime ist wirklich harter Tobak und deshalb ist es mir nicht leicht gefallen, fünf Horrorfilme, die auf wahren Begebenheiten basieren, zu finden.
  6. Ich denke ja sehnsüchtig daran, wie ich demnächst mit netten Leuten über einen hoffentlich interessanten Film sprechen werde.
  7. Zuletzt habe ich meine Besprechung der „Die drei !!!“-Serie veröffentlicht und das war etwas Besonderes, weil das Zappelinchen schon sehnsüchtig darauf gewartet hat und auch selbst unter dem Artikel kommentieren wollte.

In letzter Zeit habe ich wieder viel LEGO gebaut, was wirklich schön ist (mehr Einblicke dieser Art findet ihr auf meinem Instagram-Account):

Run, Fatboy, Run (1615)

Seit gestern sind die Temperaturen um gut 10 °C gefallen. Es ist richtig frisch und herbstlich. Wurde auch Zeit. Somit habe ich mich heute zum ersten Mal in lang/lang auf den Weg gemacht. Das habe ich wahrlich nicht vermisst. 🏃‍♂️

Diese Woche 42 km und das erste Mal wieder in lang/lang

Diese Woche 42 km und das erste Mal wieder in lang/lang

Distanz: 12.52 km
Zeit: 01:10:26
Anstieg: 91 m
Ø Pace: 5:38 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.7 km/h
Ø Herzfrequenz: 151 bpm
Ø Schrittfrequenz: 157 spm
Temperatur: 10.0 °C
Kalorien: 1017 kcal

2023: 1989 km
Oktober: 118 km
KW 41: 42 km

Ich wollte 10 km laufen, doch bin ich so gut vorangekommen, dass ich die Runde noch ein wenig erweitert habe. Trotz der 25 km am Wochenende stehen diese Woche nur 42 km auf der Uhr. Mehr war einfach nicht drin. Mal sehen, was die kommenden Wochen so bringen. Ich befürchte, es wird nicht besser werden.

Im ersten Ohr: Sneakpod #790 – Paradise
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, Lagwagon, Paramore, Fall Out Boy

Die drei !!! – Staffel 1 (Serienbesprechung)

Nachdem wir von der „Karate Kid“-Fortsetzung „Cobra Kai“ alle verfügbaren Staffeln gesehen haben, war plötzlich unser Abendprogramm weggefallen. Die erste große Serie für die gesamte Familie. Wunderbar also, dass die Serienadaption von „Die drei !!! – Staffel 1“ brandneu auf Disney+ veröffentlich wurde. Ich hatte keine allzu großen Hoffnungen, fand ich die Filmadaption der Abenteuer der Jugenddetektivinnen zwar ganz nett, aber als ganze Serie schien mir das doch eher anstrengend zu werden. 🕵️‍♀️🔎

Die drei !!! | © Walt Disney

Die drei !!! | © Walt Disney

Einfach großartige Jugendunterhaltung

Ich bin begeistert. Wer hätte das gedacht? Klar bin ich über die letzten Jahre etwas abgestumpft, was deutsche Jugendkrimis angeht, doch dass ausgerechnet Disney mit „Die drei !!!“ die beste Version aller Jugendkrimis abliefert, hätte ich dann doch nicht zu hoffen gewagt. Da können weder die Filmadaptionen von „Fünf Freunde“, „TKKG“ oder von „Die drei ???“ mithalten. Was also macht „Die drei !!!“ in Serienform so gelungen? Es ist die geerdete Erzählweise und Inszenierung. Ruhig und klassisch werden die individuellen Fälle hier aufgerollt. Laut meinen Kindern sind diese auch recht nahe an den Buchvorlagen, was ich durchaus sympathisch finde. Das Setting wirkt einigermaßen realistisch und doch genau soweit überhöht, dass man den drei Detektivinnen ihre Arbeit auch abnimmt.

Wirklich toll finde ich die drei Hauptdarstellerinnen Purnima Grätz, Bella Bading und Lilith Johna, welche ihren Rollen wirklich Leben einhauchen, ohne so klischeehaft rüberzukommen, wie ihre Pendants im „Die drei !!!“-Film. Das liegt bestimmt auch an den deutlich gelungeneren Drehbüchern, die tatsächlich kleinere Krimis (teils mit leichtem Gruseleinschlag) sind. Humor und Liebe kommt natürlich nicht zu kurz, doch insgesamt ist das schon eine wirklich runde Sache. Ich habe mich immer gefreut, wenn wir zu den drei !!! zurückgekehrt sind und den Kids ging es genauso. Schon erstaunlich, wie gut diese Serie funktioniert. Sie trifft auch genau den Sweet-Spot zwischen Kinder- und Jugendunterhaltung und hat sowohl den Zwergofanten als auch das Zappelinchen komplett abgeholt, obwohl sie den Büchern inzwischen schon entwachsen ist.

Fazit

Nach der „Cobra Kai“-Lücke hatte ich so meine Zweifel, dass es ausgerechnet eine deutsche Jugendkrimiserie schaffen sollte, diese zu füllen. Aber „Die drei !!!“ hat das perfekt hinbekommen und ich habe wirklich jede Episode genossen, wobei sich die Staffel gegen Ende noch gesteigert hat. Noch begeisterter als ich waren jedoch meine Kinder, die sich kaum etwas mehr wünschen, als eine Fortsetzung der Serie. Das kann ich nur so unterschreiben: 8/10 (8.3) Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)