The Expanse, Book 4: Cibola Burn (James S. A. Corey)

The Expanse, Book 4: Cibola Burn (James S. A. Corey)Dieses Mal war ich recht schnell mit vierten Buch der „The Expanse“-Reihe. Dank Urlaub und ein paar sonnigen Tagen auf der Terrasse habe ich nur drei Monate dafür gebraucht. Nach „Abaddon’s Gate“ ging es also mit „Cibola Burn“ weiter und ich war sehr gespannt, inwiefern das Autorenduo hinter dem Pseudonym James S. A. Corey die Geschichte rund um die Besiedelung des Planeten New Terra bzw. Illus erzählt. Gerade im Vergleich zur Serienadaption, welche mir gerade in dieser Staffel doch etwas gehetzt vorkam. Ich kann schon einmal vorwegnehmen, dass mir die Romanversion noch einmal deutlich besser gefallen hat, als die ohnehin schon extrem gelungene Serienstaffel. 🌏

„Once is never. Twice is always.“

Die seltsame Inkarnation des verstorbenen Detective Miller, hier als Investigator bezeichnet, tritt noch stärker in den Vordergrund. Die Kapitel, die quasi aus seiner Perspektive erzählt werden, sind stilistisch sehr ungewöhnlich und haben mich häufiger an „Area X“ bzw. die  „The Southern Reach“-Trilogie von Jeff Vandermeer denken lassen. Überhaupt fand ich Millers Erzählstrang wunderbar zu Ende gebracht und auch durchaus emotional. Gerade Holdens Beziehung zu ihm, die im ersten Roman ja doch eher schwierig war, findet ein versöhnliches Ende. Ich habe es nicht häufig erlebt, dass Visionen oder eingebildete Personen nachvollziehbar geschrieben waren und tatsächlich eng und sinnvoll mit der Handlung verknüpft werden. Detective Miller wird mir von nun an stets als positives Beispiel im Kopf bleiben.

„A person can fail the people they love just by being who they are.“

Die Haupthandlung von „Cibola Burn“ teilt sich auf zwei Schauplätze auf: Den neu besiedelten Planeten New Terra bzw. Illus sowie die Raumschiffe im Orbit. Warum beide Handlungsstränge auch mit Detective Miller zusammenhängen und darüber hinaus auch inhaltlich stark miteinander verwoben sind, erfahren wir über den Verlauf des Romans. Die inhaltliche Grundstruktur unterscheidet sich dabei gar nicht so sehr von der Serienadaption, jedoch  nehmen sich Daniel Abraham und Ty Franck viel mehr Zeit für ihre Figuren, deren Motivation und Beziehungen untereinander. Diese werden teils so emotional erzählt, dass mir häufiger die Tränen in den Augen standen. Etwas, das mir bei Büchern eher selten passiert. Zudem werden Handlungsstränge, die abseits des neuen Planeten spielen, nahezu komplett außen vor gelassen. Insgesamt wirklich sehr rund und gelungen. Hier habe ich vor knapp drei Monaten übrigens meine Reise nach Illus begonnen:

Fazit

Vermutlich liegt es auch an den entspannten Strandtagen, doch „Cibola Burn“ war bisher mein liebstes Buch der Reihe. Nun bin ich sehr gespannt auf „Nemesis Games“, für das ich vermutlich wieder deutlich länger brauchen werden. Dennoch ist meine Motivation, das Mammutwerk von S. A. Corey komplett zu lesen, größer denn je: 10/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (1628)

Obwohl ich gestern am späten Nachmittag erst einen Halbmarathon gelaufen bin, hat es mich heute Morgen gleich wieder rausgezogen. Nicht weil das Wetter so schön war, sondern weil ich meinen Urlaub nutzen will. 🏃‍♂️

Regnerischer Herbstlauf

Regnerischer Herbstlauf

Distanz: 9.14 km
Zeit: 00:53:31
Anstieg: 71 m
Ø Pace: 5:51 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.2 km/h
Ø Herzfrequenz: 146 bpm
Ø Schrittfrequenz: 158 spm
Temperatur: 8.9 °C
Kalorien: 743 kcal

2023: 2122 km
November: 30 km
KW 44: 50 km

Meine Gelenke haben noch ziemlich geschmerzt und es hat ein paar Meter gedauert, bis ich in Gang gekommen bin. Dann lief es aber ganz gut. Selbst der Regen hat mir nicht viel ausgemacht. Herbst eben. 🍁

Im ersten Ohr: Nerdtalk Sendung 634 – Bratzwurst, Barbie, Beets, Battlestar Galactica
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, Harvey Danger, blink-182

Die 5 besten Science-Fiction-Filme der letzten Dekade

Wir verlassen Lieblingscharaktere aus Horrorfilmen und wenden wir uns bei Die 5 BESTEN am DONNERSTAG heute einem meiner liebsten Genres zu: Es geht um die besten Science-Fiction-Filme der letzten Dekade. Hier hätte ich wieder locker eine Top 10 füllen können, denn es gab so viele fantastische Filme aus diesem Genre. Dennoch habe ich meine Liste schweren Herzens auf folgende fünf Filme eingedampft. Welches Werk fehlt eurer Einschätzung nach? 🤖

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #336 | © Passion of Arts, Gorona Guiboud, Studiogstock (Freepik.com)

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #336 | © Passion of Arts, Gorona Guiboud, Studiogstock (Freepik.com)

Das Thema für Ausgabe #336 lautet:

Die 5 besten Science-Fiction-Filme der letzten Dekade

  1. „Arrival“ (2016) – Zum ersten Mal Denis Villeneuve auf dieser Liste. Wohl einer der emotionalsten (Sci-Fi-)Filme, die mir jemals untergekommen sind. Großartig geschrieben, inszeniert und gespielt. Harter Tobak und doch wunderschön. Ganz viel Liebe dafür.
  2. „Blade Runner 2049“ (2017) – Schon wieder Denis Villeneuve und der Grund, warum es „DUNE“ nicht auf die Liste geschafft hat. Wenn schon ein Klassiker fortgesetzt wird, dann genau so.
  3. „Everything Everywhere All at Once“ (2022) – Ist das wirklich ein Sci-Fi-Film oder doch eher absurde Fantasy? So oder so gehört dieses wunderbare Abenteuer von den Daniels auf diese Liste. Damit ist es auch der aktuellste Film, der es darauf geschafft hat. Unbedingt anschauen!
  4. „Ex Machina“ (2015) – Alex Garland hätte es auch zweimal auf die Liste schaffen können, denn sein „Auslöschung“ wäre für mich auch ein heißer Kandidat gewesen. Allerdings ist dieser K.I.-Thriller noch perfekter und packender. Sehr, sehr lohnenswert.
  5. „Interstellar“ (2014) – Natürlich darf auch Christopher Nolan nicht fehlen, der mit „Interstellar“ einen der wuchtigsten und wichtigsten Sci-Fi-Filme der letzten Dekade inszeniert hat. Damit sichert er sich den Platz mit dem ältesten Film auf dieser Liste, wobei er immer noch brandaktuell ist.

Anmerkung: Die Liste ist rein alphabetisch, nicht nach Wertung, sortiert und die Besprechungen der Filme und/oder Serien sind jeweils über den Titel verlinkt.

Stowaway: Blinder Passagier – OT: Stowaway (2021)

Obwohl ich nach meinem späten Halbmarathon abends recht platt war, haben wir uns noch auf dem Sofa versammelt und „Stowaway: Blinder Passagier“ ausgewählt, der in Deutschland auf Amazon Prime läuft. Was uns bewegt hat, ausgerechnet diesen Film einzuschalten? Vor ein paar Tagen haben wir das Set des Films bei unserem Ausflug in die Bavaria Filmstadt besucht. Das fanden wir so imposant, dass der Sci-Fi-Thriller schnell einen Platz in unserem Filmprogramm fand. 🚀👩‍🚀

Stowaway: Blinder Passagier (2021) | © Amazon Prime Video

Stowaway: Blinder Passagier (2021) | © Amazon Prime Video

Ein wunderbar intimer Sci-Fi-Thriller

Die Geschichte des Films ist so simpel wie effektiv: Ein blinder Passagier befindet sind, aus nicht näher definierten Gründen, auf einem Forschungsraumschiff, das gerade auf dem Weg Richtung Mars ist. Die Mission soll zwei Jahre dauern und aufgrund eines defekten Bauteils reicht der Sauerstoff nur für die Basis-Crew von drei Personen. Was also tun? Dieses moralische Dilemma ist der Kern des Films. Der Aufbau bis dorthin ist wunderbar langsam und wir lernen die Figuren und das Schiff im Detail kennen. Das hat mir richtig gut gefallen. Ebenso stark fand ich, dass niemand die oder der Böse ist oder es zu völlig übertriebenen Eskalationen kommt. Jede Person auf dem Schiff ist daran interessiert, eine Lösung zu finden. Mehr oder weniger stark motiviert davon, dass auch alle überleben.

Bis zum letzten Drittel passiert nur recht wenig in „Stowaway“. Es wird viel geredet und versucht eine Lösung für das Problem zu finden. Hier kommen auch die wunderbaren Schauspieler*innen zum Zug: Ein starkes Ensemble mit Anna Kendrick,  Toni Collette, Daniel Dae Kim und Shamier Anderson. Insgesamt ein erfrischender Low-Key-Ansatz in der heutigen Welt der übertriebenen Action. Im letzten Drittel folgt eine extrem nervenaufreibende Sequenz, die mich wirklich an die Sofakante rutschen ließ. Hat mir gut gefallen, auch wenn hier (so wie im restlichen Film auch) nicht immer alles logisch erscheint. Das tatsächliche Finale war mir dann zu einfach und kam zu plötzlich. Klar war die Geschichte irgendwie auserzählt, doch fand ich es in dieser Form einfach nicht befriedigend.

Fazit

„Stowaway“ ist ein kleiner, netter Sci-Fi-Thriller, der keine bahnbrechende Geschichte erzählt und der gerade deshalb eine ziemliche Sogwirkung entfaltet. Über weite Strecken hat mir der Film wirklich ausgezeichnet gefallen. Einzig das antiklimaktische Finale samt plötzlichem Ende hat „Stowaway“ in meiner Gunst doch ziemlich nach unten gezogen. Auch der Rest der Familie war davon nicht angetan, doch davon abgesehen sind die Kids ziemlich mitgegangen. Das dürfte auch einer der erwachsensten Filme gewesen sein, die sie bisher gesehen haben. Definitiv einer der besseren für Streaming produzierten Filme: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte;  Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Run, Fatboy, Run (1627)

Den heutigen Feiertag haben wir bei meiner Mutter verbracht. Da das Wetter wunderbar war, wollte ich nach Kaffee und Kuchen nach Hause laufen und damit direkt den Halbmarathon im November abhaken. Gegen 16 Uhr bin ich also gestartet. Es war noch schön sonnig, doch das sollte sich recht bald ändern… ☀

Haken an den Halbmarathon im November

Haken an den Halbmarathon im November

Distanz: 21.20 km
Zeit: 02:06:27
Anstieg: 97 m
Ø Pace: 5:58 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.1 km/h
Ø Herzfrequenz: 153 bpm
Ø Schrittfrequenz: 154 spm
Temperatur: 14.4 °C
Kalorien: 1755 kcal

2023: 2113 km
November: 21 km
KW 44: 41 km

Gegen 17 Uhr wurde es dann ziemlich schnell dunkel. Aber ich war vorbereitet und hatte meine Stirnlampe dabei. Das war auch bitter nötig, denn auf den Feldern gegen Ende war es zappenduster. Auch in meiner kurzen Hose wurde es ganz schön zapfig, so dass ich froh war kurz nach 18 Uhr zu Hause angekommen zu sein. Für die geringen Höhenmeter kam mir der Lauf heute ohnehin sehr anstrengend vor. Dennoch bin ich froh, die Chance auf die schöne Strecke genutzt zu haben. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: Sneakpod #792 – Triangle of Sadness
Im zweiten Ohr: Nerdtalk Sendung 634 – Bratzwurst, Barbie, Beets, Battlestar Galactica
Im dritten Ohr: Skye Wallace, blink-182

Ghostbusters: Die Geisterjäger – OT: Ghostbusters (1984)

Es ist Halloween. Traditionell also der Tag, an dem ein Horrorfilm Pflichtprogramm ist. Das Zappelinchen war bei einer Freundin auf einer Halloween-Party, der Zwergofant ist mit seinem Cousin um die Häuser gezogen und wir Eltern haben Süßigkeiten an die Nachbarskinder verteilt. Soweit ist es nach jahrelanger Halloween-Ablehnung also schon gekommen. Als Abschluss des Abends habe ich noch „Ghostbusters“ in den Player geschoben, der mir die perfekte Wahl für die beiden Jungs schien. Ob der Film auch nach knapp 40 Jahren noch zu überzeugen wusste? 👻

Ghostbusters: Die Geisterjäger (1984) | © Sony Pictures Entertainment

Ghostbusters: Die Geisterjäger (1984) | © Sony Pictures Entertainment

Who you gonna call? Ghostbusters!

Es ist schon erstaunlich, dass ich bisher noch keine Besprechung von „Ghostbusters“ auf meinem Blog geschrieben habe. Denn das bedeutet auch, dass ich den Film zuletzt vor über 17 Jahren gesehen habe. Unglaublich! Meine letzte Begegnung mit dem Franchise war tatsächlich der verhasste 2016er „Ghostbusters: Answer the Call“. Nun also die Rückkehr zu den Wurzeln. Ivan Reitmans Klassiker hat mich schon Jahre vor meiner ersten Sichtung beschäftigt, denn er war, zusammen mit der Fortsetzung, stets großes Thema auf dem Pausenhof der Grundschule. Erste und zweite Klasse wohlgemerkt. Ja, meine Freunde waren damals popkulturell deutlich weiter und doch spürte ich, wie groß die Faszination war, die von ihren Erzählungen ausging. Damals waren Spoiler übrigens keine Spoiler, sondern je detaillierter die Nacherzählungen, desto größer wurde der Wunsch, den Film auch endlich zu sehen. Bei mir sollte es noch ein paar Jahre dauern, doch als es dann endlich soweit war, habe ich den Film geliebt. Ebenso wie die Zeichentrickserie „The Real Ghostbusters“, doch um die soll es hier und heute nicht gehen.

Ich war tatsächlich auch skeptisch, ob der Zwergofant denn schon soweit ist, sich mit der Gruselkomödie auseinanderzusetzen. Schließlich gehört er, ganz der Vater, eher zur ängstlichen Sorte, wenn es um Filme geht. Es war somit ein langer Prozess der Hinführung und Auseinandersetzung mit dem Film. Ich hatte ihm mit „Hubie Halloween“ sogar ein harmloses Alternativprogramm angeboten, doch er wollte unbedingt in die Welt der Geisterjäger eintauchen. Nachdem er also mit seinem Cousin um die Häuser gezogen ist (und auch ich alle Kinder der Nachbarschaft mit Süßigkeiten versorgt hatte), ging es endlich los mit dem 1984er „Ghostbusters“.

Ein herrlich altmodischer Geisterspaß

Ich liebe die langsame Einführung in die Geschichte, die Vorstellung der vier Figuren und ihrer Eigenheiten. Die Besetzung ist aus heutiger Sicht natürlich Kult: Bill Murray, Dan Aykroyd, Harold Ramis und Ernie Hudson harmonieren einfach fantastisch miteinander! Doch auch Sigourney Weaver und Rick Moranis sind als Nebendarsteller perfekt gewählt. Was die Handlung angeht, war ich erstaunt, wie wenig Geisterjagden es tatsächlich gibt. Vermutlich habe ich in meiner Erinnerung einiges mit dem zweiten Teil durcheinander geworfen. Sprich wir befinden uns ratzfatz in der Haupthandlung und ehe man sich versieht, ist der Film auch schon wieder vorbei. Verrückt!

Kurz gesagt: Ich hatte wieder enorm viel Spaß mit meinen liebsten Geisterjägern. Die herrlich schrägen Dialoge (die man heute natürlich nicht mehr so schreiben würde), die handgemachten Effekte und der gemütliche Spannungsaufbau. Einfach großartig! Den beiden Kids habe ich dagegen angesehen, dass es ihnen nicht schnell genug ging und die Effekte zu altmodisch waren. Verständlich, denn das wäre so gewesen, als hätte ich mit 10 Jahren einen Film aus den 1950ern gesehen. Zu gruselig war „Ghostbusters“ auf jeden Fall nicht und an so mancher Stelle haben sie beiden Cousins sogar gelacht. Gesehen haben wir übrigens erstmals die brandneue UHD Blu-ray, welche wirklich fantastisch aussieht:

Fazit

Ich habe mich mit „Ghostbusters“ direkt in meine Jugend zurückversetzt gefühlt. Einfach ein Film aus meiner persönlichen Filmhistorie. Liebe ich auch heute noch sehr und hatte enorm viel Spaß damit. Der Zwergofant hat mir danach gestanden, dass er „Gänsehaut“ doch besser fand, was mich jedoch auch nicht verwundert. Ich setze nun alles auf „Ghostbusters: Legacy“ und hoffe, dass wir so lange durchhalten. Für mich jedoch geht es nicht viel besser: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: war auf einer Halloween-Party;  Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsfilm

Run, Fatboy, Run (1626)

Der letzte Lauf im Oktober. An Halloween. Als ich gestartet bin, hat noch die Sonne geschienen, doch die Sonnenbrille war dann doch zu optimistisch. Nach ein paar Metern hat es angefangen zu regnen und so blieb es dann auch bis zum Ende. 🌧

221 km sind es im Oktober geworden, heute im Regen

221 km sind es im Oktober geworden, heute im Regen

Distanz: 8.07 km
Zeit: 00:47:01
Anstieg: 71 m
Ø Pace: 5:50 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.3 km/h
Ø Herzfrequenz: 148 bpm
Ø Schrittfrequenz: 156 spm
Temperatur: 11.1 °C
Kalorien: 675 kcal

2023: 2092 km
Oktober: 221 km
KW 44: 20 km

Somit stehen im Oktober 221 km auf der Uhr, womit ich sehr zufrieden bin. Während meines Urlaubs will ich noch einen Halbmarathon laufen. Mal sehen, wann ich das unterbringe. Nun stehen erst einmal diverse Halloween-Tätigkeiten an. 🎃

Im ersten Ohr: Sneakpod #792 – Triangle of Sadness
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, blink-182

Run, Fatboy, Run (1625)

Ich habe Urlaub. Auch wenn die meisten Tage schon verplant sind, möchte ich die Zeit jedoch auch zum Laufen nutzen. So wie heute, an diesem wirklich wunderbar sonnigen Herbsttag. Also nach dem späten Frühstück in die Schuhe gesprungen und los! 🏃‍♂️

Sprint-Intervalle am Montag

Sprint-Intervalle am Montag

Distanz: 12.04 km
Zeit: 01:08:48
Anstieg: 103 m
Ø Pace: 5:43 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.5 km/h
Ø Herzfrequenz: 160 bpm
Ø Schrittfrequenz: 156 spm
Temperatur: 13.9 °C
Kalorien: 1036 kcal

Training: Sprint
Ausführungswert: 67%

2023: 2084 km
Oktober: 213 km
KW 44: 12 km

Meine Uhr hatte mir heute Sprint-Intervalle (3 mal 3 in 3:05er Pace mit jeweils 15 Sekunden) nahegelegt und diesem Wunsch bin ich nachgekommen. Hat erstaunlich gut funktioniert, wohl auch weil 15 Sekunden wirklich überschaubar sind. Die 3:05 min/km habe ich jedoch nur in zwei Intervallen erreicht, ansonsten lag ich eher bei 3:30er Pace. Dennoch spannend. Die Laufrunde danach habe ich noch auf 12 km ausgedehnt. 😅

Im ersten Ohr: Sneakpod #792 – Triangle of Sadness
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, blink-182

Media Monday #644 – Podcast-Aufnahme, Zeitumstellung und Bavaria Filmstadt

Ich habe endlich Urlaub und das Wochenende war dank Zeitumstellung auch eine Stunde länger. Am Samstag haben wir dem Zwergofanten seine erste E-Gitarre gekauft und am Sonntag waren wir in der Bavaria Filmstadt (siehe Frage 7). Ein volles Wochenende also. Die nächsten Tage steht natürlich Halloween an, die Kids treffen sich mit Freund*innen und ich finde hoffentlich ein wenig Zeit, um einfach einmal nichts zu tun. Doch nun erst einmal zu den Fragen des Medienjournals und Happy Halloween schon einmal! 🎃

Media Monday #644

  1. Bevor auch Halloween wieder hinter uns liegt möchte ich mit dem Zwergofanten und seinem Cousin den ersten „Ghostbusters“ sehen.
  2. Von all den klassischen Noir-Filmen habe ich noch viel zu wenige gesehen.
  3. Der Schwarzenegger-Komödie „Junior“ gelingt das seltene Kunststück eine völlig absurde Prämisse durchzuziehen.
  4. Vor die Wahl gestellt, ob Film oder Serie, würde ich für eine ausgewogene Koexistenz plädieren.
  5. „Totally Killer“ hat alle Zutaten, die es braucht, um eine großartige Zeitreise-Slasher-Komödie zu sein. Allerdings zündet der Witz nicht immer und die Geschichte ist zu generisch erzählt. Wer es ausführlicher möchte, hört gerne in die aktuelle Sneakpod-Epsiode rein, bei der ich zu Gast sein durfte.
  6. Was die Verantwortlichen geritten haben mag, als Jack Black nur für knapp zwei Minuten in „Gänsehaut 2: Gruseliges Halloween“ auftaucht, war vermutlich die Budget-Excel-Tabelle mit Jack Blacks Honorar.
  7. Zuletzt habe ich mit der Familie einen Ausflug nach München unternommen und das war schön und anstrengend zugleich, weil wir eine tolle Zeit in der Bavaria Filmstadt (siehe Fotos unten) hatten, doch die Zeit im Auto einfach zu lang (gut vier Stunden) war.

Heute waren wir in der Bavaria Filmstadt und ich habe ein paar Eindrücke festgehalten (mehr Einblicke dieser Art findet ihr auf meinem Instagram-Account):

Junior (1994)

Nach einem vollen Tag sind wir abends recht zeitig aufs Sofa gekommen. Die Kinder haben sich eine weitere Arnold-Schwarzenegger-Komödie gewünscht und somit fand „Junior“ den Weg in den Blu-ray-Player. Ich hatte den Film schon ewig nicht mehr gesehen und meine Erinnerungen beschränkten sich auf ein paar wenige Szenen. Auch deshalb war ich umso gespannter auf den Film mit dieser mehr als nur ungewöhnlichen Prämisse… 👶

Junior (1994) | © PLAION PICTURES

Junior (1994) | © PLAION PICTURES

„Junior“ hätte es eigentlich nicht geben dürfen

Die Geschichte liest sich so unglaublich, dass ich kaum glauben kann, dass dieser Film tatsächlich existiert. Er gehört eher in die Welt der Fake-Trailer oder der fiktiven Filme, wie sie z.B. in „Die Simpsons“ parodiert werden. Und doch existiert „Junior“. Arnold Schwarzenegger spielt einen Wissenschaftler, der selbst schwanger wird. Danny DeVito ist sein Gynäkologe. Am Ende kommt ein gesundes Baby zur Welt. Als wäre das nicht schon absurd genug, ist Ivan Reitmans Werk keinesfalls eine überdrehte Satire, sondern eher eine romantische Komödie, die sich und ihre Figuren durchaus ernst nimmt. Das ist vielleicht auch der befremdlichste Aspekt daran.

Ist „Junior“ nun politisch unkorrekt? Oder gar progressiv? Das lässt sich gar nicht so leicht sagen. Am ehesten ist er wohl absurd. Wenn Arnold Schwarzenegger seine mütterliche Seite entdeckt, dann entbehrt das nicht einer gewissen Komik. Doch oft ist der Film auch unfreiwillig komisch bzw. ziemlich cringe, wie die Kids heutzutage sagen. Einfach weil die Geschichte so ernsthaft durchgezogen wird. Dafür muss man Reitman und Co. fast schon bewundern. Neben Schwarzenegger und DeVito gibt es mit Emma Thompson und Frank Langella zwei durchaus hochkarätige Schauspieler*innen zu sehen, die man nicht in einem Film wie „Junior“ erwarten würde. All das macht wenig Sinn und ist dennoch auf seltsame Art und Weise unterhaltsam. Vor allem aber absurd. Habe ich das schon erwähnt?

Fazit

Nicht nur ich war ob der Absurdität von „Junior“ geplättet. Auch die Kinder waren sichtlich irritiert. Schon alleine deshalb ist dieser Film eine Sichtung wert. Weil es ihn gar nicht hätte geben dürfen. Wer gibt denn solch ein Drehbuch frei? Dafür funktioniert all das doch erstaunlich gut und man kommt aus dem Staunen kaum heraus. Nicht meine Lieblingskomödie mit Arnie, doch sicherlich die ungewöhnlichste: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 5/10 Punkte;  Zwergofant: 6/10 Punkte.)