Wir befinden uns im Jahr 2025! Da habe ich erst mein Filmjahr 2024 verarbeitet und schon steht der erste Film im neuen Jahr an. Obwohl wir heute alle recht müde waren, haben wir uns zu „Die Tribute von Panem: The Ballad of Songbirds and Snakes“ vor dem Fernseher versammelt. Den Film wollten wir schon ewig sehen und ich hatte erst Sorge, dass wir aufgrund der Laufzeit von zweieinhalb Stunden einschlafen würden. Nichts könnte jedoch ferner von der Wahrheit sein… 🐦🐍

Die Tribute von Panem: The Ballad of Songbirds and Snakes (2023) | © LEONINE
Ein gelungenes Prequel mit Origin-Story
Als ich damals von „Die Tribute von Panem: The Ballad of Songbirds and Snakes“ hörte war ich nicht sonderlich neugierig. Die Origin-Geschichte eines Bösewichts hörte sich doch zu sehr nach der „Star Wars“-Prequel-Trilogie an und kommt damit 20 Jahre zu spät. Dann jedoch haben wir im vergangenen Jahr alle „Die Tribute von Panem“-Filme zusammen als Familie geschaut, die Kinder haben beide die Buchreihe gelesen und wir waren doch etwas gehypt. Ins Kino haben wir es zwar nicht mehr geschafft, doch ich habe die Blu-ray ins Filmregal geholt, sobald der Film in angemessenen Preisregionen angekommen war. Ob es tatsächlich am Film lag oder doch am energiespendenden Plätzchenteller, dass tatsächlich niemand (nicht einmal Frau bullion) eingeschlafen ist?
Zunächst einmal war ich vom Look des Films überrascht, denn der Trailer ließ eine CGI-Schlacht vermuten. Bis auf ein paar Establishing-Shots sieht „Die Tribute von Panem: The Ballad of Songbirds and Snakes“ jedoch wunderbar handgemacht und an Schauplätzen gedreht aus. Apropos Schauplätze: Ich wäre beinahe vom Sofa gefallen als ich bemerkt habe, dass ein paar Szenen im Völkerschlachtdenkmal in Leipzig gedreht wurden. Diesem haben wir 2017 einen Besuch abgestattet und in meinem Artikel habe ich noch bemerkt, dass mich das Bauwerk an Film- bzw. Serienkulissen erinnern würde. Nun haben wir es tatsächlich in einem Film gesehen. Sowas liebe ich ja. Auch inhaltlich hat mich der Film positiv überrascht. Klar wird die Origin-Story des Bösewichts Coriolanus Snow wenig überraschend erzählt und doch hat es mich gefreut, dass nicht wieder nur Hunger-Spiele in größer und weiter erzählt werden, sondern die persönliche Entwicklung im Mittelpunkt steht. Auch wenn es am Ende doch etwas schnell geht, bleiben die Motive einigermaßen nachvollziehbar. Zumindest fand ich es glaubhafter als die Wandlung Anakins zu Darth Vader (so sehr ich die „Star Wars“-Prequels auch mag).
Fazit
Es mag an einem weiteren Fresskoma (dieses Mal Plätzchen statt Raclette) gelegen haben, doch ich fand „Die Tribute von Panem: The Ballad of Songbirds and Snakes“ überraschend gelungen. Einerseits trifft Regisseur Francis Lawrence die Welt seiner alten Filme perfekt und andererseits reist er mit uns glaubhaft in die Vergangenheit. Auch den Kindern hat der Film gefallen, wenngleich der Zwergofant begeisterter war als das Zappelinchen. Vielleicht doch die Müdigkeit? So oder so ein gelungener Einstand ins Filmjahr 2025: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)
Den will ich schon so lange sehen, aber er ist noch immer nicht im Streaming. Manche Sachen kommen so schnell und andere gefühlt gar nicht. Manno. Ich will auch endlich mal das Buch lesen. Meine Schwester meinte, es ist alles so komplex. Das hat mich neugierig gemacht. Nun will ich den erst recht sehen…
Gerade wo ich schon wieder Sachen über einen weiteren neuen Film höre.
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Ja, stimmt schon. Manche Filme brauchen ewig, bis sie in einer Flatrate ankommen. Hier war es für mich eh klar, dass ich mir den Film kaufe, da ich die Reihe liebe. Hat sich auch gelohnt, denn schon alleine das Bonusmaterial ist sehr erhellend (es wurde fast nur Deutschland und Polen gedreht, auch mit vielen deutschen Filmschaffenden am Set). Das Buch will ich irgendwann auch noch lesen und es soll ja dieses Jahr noch ein neues Buch kommen, das die Vorlage für den neuen Film wird (Haymitch soll wohl im Fokus sein).
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Ja, genau das mit Haymitch, das habe ich auch gehört. Ja, ich glaube das Olympiastadion bei uns gehörte unter anderem zur Kulisse und manch anderes noch. Verrückt, wenn man bedenkt, wie oft wir daran vorbei kommen. Bei Avengers wurde ja auch in Berlin gedreht an der Messe 🙂
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Genau, die Fechthalle war es wohl in Berlin, wenn ich das richtig verstanden habe. Und noch ein paar mehr Schauplätze. Ich fand es schon toll das Völkerschlachtdenkmal zu sehen, in dem wir vor ein paar Jahren noch selbst standen. Da würde dir das Making-of bestimmt auch gefallen.
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So gehen die Meinungen auseinander. Ich fand die Story so abgekupfert (aus den ersten Teilen) und vorhersagbar, dass ich den Film gar nicht bis zum Ende geguckt habe. Ich war sehr enttäuscht, denn es wäre die Gelegenheit gewesen, mal einen anderen, überraschenden Drall reinzubekommen.
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Ich kann durchaus verstehen, warum man den Film nicht mag. Inhaltlich gibt es auch keine großen Erkenntnisgewinne, allerdings fand ich die Welt wunderbar konsequent weitergedacht und mochte auch, dass sich nur der halbe Film auf sehr reduzierte Hunger-Spiele konzentriert und der letzte in Distrikt 12 die Entwicklung von Snow zeigt.
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