Ich hänge hinterher mit meinem Serienkonsum. Nachdem ich vor ein paar Monaten noch die erste Staffel des Spin-offs „Gen V“ eingeschoben hatte, wollte ich sogleich mit „The Boys – Season 4“ weitermachen. Das habe ich dann auch zeitnah, doch hat sich die Sichtung erstaunlich lange gezogen. Ein wenig ist die Luft vermutlich raus, doch warum die Serie immer noch Spaß macht, lest ihr hier. 🦸♀️🦸♂️

The Boys – Season 4 | © Amazon Prime Video
Eine zerfaserte Staffel mit Höhepunkt am Ende
Es fällt mir schwer wiederzugeben, was sich alles in dieser Staffel zugetragen hat. Es gibt unzählige Handlungsstränge abseits der Hauptgeschichte. Das ist einerseits erfrischend und auch herzergreifend (z.B. Hughies Abschied von seinem Vater), andererseits aber nimmt es auch zu viel Fokus vom eigentlichen Geschehen. Gerade langgezogene Abschweifungen, wie Hughie im Sado-Maso-Keller, hätte man sich meiner Meinung nach auch sparen können. Aber ja, auch das ist natürlich „The Boys“. Ebenso wie fliegende Killerschafe. Die Grenze zwischen albern, ultrabrutal und schockierend verschiebt sich fließend. All das funktioniert für mich nicht mehr so gut wie noch in der dritten Staffel oder auch in „Gen V“. Zum Spin-off bleibt mir noch zu sagen, dass die Verbindung eher oberflächlich bleibt und man der Handlung auch gut ohne dessen Kenntnis folgen könnte. Nur die Auftritte von ein paar Figuren des Spinn-offs würden ohne Kontext bleiben.
Richtig gut wird die Serie dann gegen Ende. Die Eskalation mit Homelander nimmt endlich Fahrt auf, der Einsatz des Shapeshifters ist extrem spannend und auch die Dynamik innerhalb der Boys wird interessanter. Da frage ich mich tatsächlich, warum man mit all dem so lange gewartet hat. Vermutlich fühlt sich die Staffel rückblickend auch deshalb ein wenig unrund an. Das Tempo war am Anfang zu gering bzw. wurden die Handlungsstränge zu fragmentiert erzählt. Gegen Ende hat die Staffel ihren Groove gefunden und ich hätte liebend gerne noch weitergeschaut. Das Staffelfinale war wirklich rund und eines der besten, das die Serie bisher zu bieten hatte. Somit wird mir die Staffel insgesamt doch in guter Erinnerung bleiben und ich freue mich jetzt schon auf das große Finale im kommenden Jahr.
Fazit
Auch wenn die Handlung der Staffel insgesamt durchwachsener war als in den Vorjahren, so beeindruckt „The Boys“ weiterhin mit bitterböser Satire, übertriebener Gewalt und auch überraschenden Emotionen. Gerade das Staffelfinale fand ich wirklich stark und macht Lust auf das Finale der Serie: 8/10 (7.9) Punkte.
Das mit den Schafen war wirklich…nun ja…. Aber auch die Beziehung zwischen Frenchy und Kimiko, wo sich diese Dame wirklich mehr und mehr zu meinem Liebling entwickelt. Es ist alles etwas… nun ja… schwierig. Ich war zwiegespalten, zumal ich die ganze Zeit dachte, dass das die letzte Staffel sein soll und mich die ganze Zeit fragte, wie sie da jetzt ein Ende finden wollen. Nun ja, die Erkenntnis kam am Ende: Ist ja noch gar nicht zu Ende.
Und auch das mit Hughies Vater hätte man nicht unnötiger Weise so überspitzen müssen.
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Ja, war alles nicht so rund, wie in den Vorjahren. Kimiko ist auch eine meiner Favoritinnen. Nun müssen sie alles nur noch in der letzten Staffel gut zu Ende führen. Bin auch gespannt, wie sie „Gen V“ weitererzählen und ob die beiden Serien nun näher zusammenwachsen.
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Die Killerschafe waren doch so geil… oder die Hühner. 🙂
Ich bin auch gespannt auf die finale Staffel.
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Ja, war schon wirklich absurd, die Episode. Nächstes Jahr wissen wir, wie es ausgeht.
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Sehr absurd aber geil.
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Ich hänge tatsächlich noch mitten im Spin Off.
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Das fand ich auch toll! Hat mir sogar besser gefallen als die vierte Staffel der Hauptserie.
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