Eine lange Woche geht zu Ende. Nach dem Feierabend bin ich noch schnell zum Wertstoffhof gefahren, um die restlichen Gartenabfälle loszuwerden. Danach noch Hausputz und abends mit dem Zwergofanten zum Karate-Training. Heute bei -4 °C haben wir allerdings die Räder stehen lassen. Dann gab es noch Pizza für alle. Das Zappelinchen war danach beim Bereitschaftsdienst und für den Rest der Familie stand zunächst der Kurzfilm „LOU“ und mit „Cars 3: Evolution“ nach zwei Wochen endlich wieder einen Filmabend auf dem Programm. 🏁

Cars 3: Evolution (2017) | © Walt Disney
Ein runder Abschluss(?) der Animationsfilmreihe
Es ist schon verblüffend, wie Pixar den ungeliebten „Cars 2“ komplett ausklammert. Tatsächlich könnte man sich diesen dritten Teil auch direkt nach „Cars“ anschauen und hätte vermutlich keine offenen Fragen. Inhaltlich steht der Rennzirkus dieses Mal komplett im Fokus. Noch mehr als im ersten Teil und im Vergleich zum direkten Vorgänger sowieso. Für Lightning McQueen geht seine Karriere so langsam zu Ende. Ein Aspekt, den ich wirklich schön erzählt fand. Der rote Flitzer muss dem Nachwuchs Platz machen bzw. seinen neuen Platz in dieser sich verändernden Welt finden. Die Geschichte und Charakterentwicklung passt wirklich gut in den dritten Teil dieser Trilogie. Allerdings bezweifle ich, dass wir dem roten bzw. nun blauen Rennwagen zum letzten Mal begegnet sind.
„Cars 3: Evolution“ sieht fantastisch aus und bietet wohl auch die erwachsenste Geschichte der Reihe. Ich muss jedoch sagen, dass mir der Fokus zu sehr auf den Rennsport gesetzt wurde. Da hatte ich sowohl mit der Doc-Hollywood-Variante des ersten Teils als auch dem völlig überdrehten Agenten-Thriller des Vorgängers mehr Spaß. Gerade weil die Filme so wunderbar unterschiedlich waren. Dieser Film geht auf Nummer sicher, was ich durchaus verstehen kann. Für mich ist er deshalb leider der schwächste Teil der Reihe, dabei aber immer noch wirklich unterhaltsam. Der Zwergofant sieht das übrigens ähnlich. Dafür träumt er nun davon, Rennfahrer zu werden. Selbst als Teenager noch empfänglich für das „Cars“-Franchise.
Fazit
Mir hat „Cars 3: Evolution“ viel Spaß gemacht. Es war schön, die bekannten Figuren wiederzusehen. Allerdings hätte ich mir ein wenig mehr Zeit abseits der Rennstrecke gewünscht. Insgesamt ein schöner Abschluss dieser unfassbar erfolgreichen Pixar-Filmreihe. Schön, dass wir trotz unseres (und da schließe ich den Zwergofanten mit ein) fortgeschrittenen Alters noch einmal reingeschaut haben: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: hatte Bereitschaftsdienst; Zwergofant: 7/10 Punkte.)
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Ich muss sagen, ich fand es schon gut, wie damit umgegangen wurde. Vielleicht, weil uns Erwachsenen auch gespiegelt wird, wie schwer es ist mit den ständigen Veränderungen klar zu kommen. Es entwickelt sich alles so rasend schnell und uns wird spürbar gemacht, dass wir nicht mehr hinterherkommen… die Jugend löst uns also ab. Und das muss ja auch ein McQueen erst einmal lernen und stößt ja alles erst einmal ab. Daher finde ich den Bogen dahin, dass er ausgerechnet in Doc Hollywood dann seine neue Funktion sucht, eigentlich ganz gut, nachdem er doch damals der unbändige Neuling war. So schließt sich der Kreis.
Aber ja, rein von der Entwicklung her wird Cars einfach immer Erwachsener als Film. Da ist die Frage, wie gut eben jüngere Kinder damit zurecht kommen oder ob er tatsächlich eher für das ältere Publikum ausgelegt ist.
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Ja, es hat Sinn gemacht, sich auf Lightning McQueens Weiterentwicklung zu konzentrieren. Da bin ich schon bei dir. Bin nur nicht so der Fan von ausgewalzten Rennszenen, aber ja, verstehe schon, dass diese natürlich ein großer Teil der Geschichte sind und auch gut in diese integriert. Insgesamt ein wirklich runder Abschluss der Trilogie. Funktioniert vielleicht auch deshalb so gut für ein älteres Publikum, weil dieses ja auch mit dem ersten Film aufgewachsen ist, der zu dem Zeitpunkt schon 11 Jahre zurücklag.
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