Das Kanu des Manitu (2025)

Wir befinden uns immer noch im Urlaub. Heute sollte der erste von mehreren Regentagen in Folge sein. Da es vormittags nur bewölkt war, haben wir uns noch zu einer Wanderung durch die Kitzlochklamm aufgemacht. Daraus wurden am Ende zehn Kilometer mit etlichen Höhenmetern. Nachmittags kam dann tatsächlich der Regen, weshalb wir um 16 Uhr noch ins nahe gelegene Kino gegangen sind, um uns „Das Kanu des Manitu“ anzuschauen. Eigentlich war kein Kinobesuch geplant und doch war es ein rundum gelungener Nachmittag. 🤠

Das Kanu des Manitu (2025) | © Constantin Film

Das Kanu des Manitu (2025) | © Constantin Film

Eine späte Fortsetzung und kein Legacy-Sequel

Ich gebe es zu: Als ich hörte, dass Michael ‚Bully‘ Herbig seinen 2001er Kinohit „Der Schuh des Manitu“ fortsetzen wollte, war ich nicht sonderlich interessiert. Zwar habe ich früher immer gerne die „Bullyparade“ gesehen und mochte ich auch den ersten Film, der mir selbst bei der kürzlichen Sichtung immer noch recht gut gefallen hat, doch eine Fortsetzung nach 24 Jahren? Ein Film, der auf die damaligen Fans zugeschnitten sein muss, weil die Kids heute Karl May und die entsprechenden Verfilmungen gar nicht mehr kennen? Ein Film, der mit einer Figur wie Winnetouch eher droht gecancelt zu werden? Nein, meine Erwartungen waren wahrlich nicht sonderlich hoch. Doch bin ich guter Dinge ins Kino gegangen, denn Kino und das noch im Urlaub? Klingt gut!

Um es vorwegzunehmen: Ich bin positiv überrascht worden. Ich hätte nicht gedacht, dass Bully solch einen nur wenig peinlichen Film im Jahr 2025 zu inszenieren bzw. eher zusammen mit Christian Tramitz und Rick Kavanian zu schreiben weiß. Inszeniert ist „Das Kanu des Manitu“ perfekt. Das hat Bully bzw. Michael Herbig einfach drauf, doch auch inhaltlich ist der Film erstaunlich sympathisch und witzig. Wir bekommen eine echte Fortsetzung zu sehen, die bis auf das Alter der Protagonisten auch schon vor 20 Jahren ins Kino hätte kommen können. Der Humor ist immer noch seicht und slapstickhaft, doch funktioniert er über weite Strecken wunderbar bzw. auch nicht schlechter als im ersten Teil. Wirklich laut lachen musste ich (die Outtakes einmal ausgenommen) zwar nicht, doch hatte ich stets ein Grinsen im Gesicht. So manche Songs haben eher genervt und der Überraschungseffekt war auch nicht mehr vorhanden, dafür fand ich die Geschichte stringenter und die Bösewichte fast noch witziger als im ersten Teil. Alles in allem ist „Das Kanu des Manitu“ viel gelungener als ich es mir hätte träumen lassen.

Fazit

Nun habe ich „Das Kanu des Manitu“ also doch im Kino gesehen. Wer hätte es gedacht? Blende ich einmal aus, dass der Film nach 24 Jahren wirklich nicht mehr nötig gewesen wäre, dann muss ich zugeben doch wirklich gut unterhalten worden zu sein. Die Kids und Frau bullion waren auch recht begeistert. Nachdem ich zu Beginn fast schon eine Katastrophe erwartet hatte, bin ich doch positiv überrascht: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

23 Gedanken zu “Das Kanu des Manitu (2025)

    • War auch wirklich erstaunt, dass es ihm so gut gelungen ist. Bei mir im Publikum saßen meist Eltern mit Kindern. Haben sich alle gut amüsiert, so wie ich es mitbekommen habe. Wünsche auch dir viel Spaß mit dem Film!

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    • Ich würde behaupten er macht beides. Nur dass es bei ihm nicht peinlich wirkt. Schon der erste Teil ist aus heutiger Sicht weniger kritisch als man das vielleicht im Kopf hat.

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  1. Ja, schön, dass es mit der ganzen Familie geklappt hat und auch spannend zu sehen, dass ja wirklich alle unterhalten waren. Sehe ich auch so. Der Film macht schon Spaß

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  2. Ins KIno werde ich hierfür wohl wirklich nicht gehen, da es mir von der Befürchtung her wie dir geht. Ich müsste mir jetzt echt auch nochmal den ersten Teil anschauen, um zu sehen, ob ich darüber noch so lachen kann wie früher 🙂 Ich war ja schon fast eher ein Fan von Spucky und Kapitän Kork 🙂
    Aber wenn man ihn dann so schauen kann, sind wir dennoch gespannt darauf.

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    • Was denn ersten Teil angeht: Ganz so enthusiastisch wie früher habe ich ihn nicht mehr wahrgenommen. Damals war die „Bullyparade“ aber auch noch das Maß aller Dinge, was Humor angeht. Heute hat sich alles natürlich verändert. Unter diesem Gesichtspunkt funktioniert die Fortsetzung schon erstaunlich gut. Bin gespannt, wie er euch gefällt, wenn ihr ihn dann mal irgendwann schaut.

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