Ride, Fatboy, Ride (009)

Wie geplant, habe ich heute das schöne Wetter genutzt und war eine längere Runde Radfahren. Dabei muss ich mich noch daran gewöhnen, dass ich mich zum Radeln dicker anziehen muss als zum Laufen. Der Fahrtwind kann ganz schön frisch werden. Übrigens bin ich heute erstmals mit Navigation gefahren, da ich mich teils in unbekanntes Terrain vorgewagt habe. Hat ganz gut funktioniert, war aber auch ein wenig ablenkend. Da muss ich den optimalen Weg noch finden.

Darf ich vorstellen? Mein Fahrrad...

Darf ich vorstellen? Mein Fahrrad…

Distance: 33.94 km
Duration: 01:36:06
Elevation: 386 m
Avg Pace: 2:50 min/km
Avg Speed: 21.20 km/h
Heart Rate: 160 bpm
Energy: 1187 kcal

Die Strecke war wieder einmal sehr hügelig, aber das ist hier bei uns in der Gegend überall so. Ich habe an einer Stelle auch ca. 1,5 km verloren, da ich vergessen hatte das Tracking nach einer kurzen Pause wieder zu aktivieren. Insgesamt dürfte ich also sogar ein wenig schneller gewesen sein. Mein Hintern schmerzt nach der längeren Runde nun doch ein wenig. Da es zuletzt ein paar Fragen zu meinem Rad gab, habe ich meinen treuen Drahtesel oben einmal festgehalten.

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 153: Crosstraining

The Congress (2013)

Eigentlich hätte es mir ein Warnsignal sein sollen, dass ich kurz nach der Arbeit schon auf dem Sofa eingenickt bin. Die hinter mir liegende Woche war einfach anstrengend. Nach dem Abendessen hatte ich jedoch neue Energie und habe somit leichtfertig zur Blu-ray von „The Congress“ gegriffen. Mir war bekannt, dass der Film keine leichte Kost sein soll, doch mit diesem Ausmaß an Irrwitz hatte ich nicht gerechnet…

The Congress (2013) | © Alive - Vertrieb und Marketing/DVD

The Congress (2013) | © Alive – Vertrieb und Marketing/DVD

Zu viel gewollt, zu wenig erreicht

Man muss Ari Folman für „The Congress“ durchaus Respekt zollen. Das ist nicht 08/15-Kino, wie man es kennt. Nach „Waltz with Bashir“ wagt sich der Regisseur erneut an einen (zumindest teils) animierten Film. Die Handlung und Inszenierung beginnt zunächst jedoch recht nüchtern: Schauspielerin Robin Wright (bekannt aus „Die Braut des Prinzen“ und „House of Cards“) bekommt ein unmoralisches Angebot vorgelegt, das sie nach gewissem Zögern annimmt. Dieses besagt, dass ihre Schauspielerinnen-Persona eingescannt wird und alle vorab definierten Rechte an das Filmstudio übergehen. Eine interessante Prämisse, die schon alleine Stoff genug für einen Film gegeben hätte. Allerdings wird noch Fokus auf den Sohn gelegt, dessen Krankheit ein Spiegelbild der Entwicklung des Kinos abgeben soll. Soweit, so verkopft.

Nach ca. 45 Minuten dreht „The Congress“ erst so richtig auf und wir bewegen uns nach einem Zeitsprung von 20 Jahren zusammen mit Robin Wright in eine sogenannte Animationszone. Durch die Einnahme einer Droge, verändert sich die Wahrnehmung aller Besucher in der Hinsicht, als dass sie ihre Umgebung und andere Personen als Animation wahrnehmen. Ein sehr spannender Aspekt, der audiovisuell eine Freude ist. Toll animiert und mit unzähligen visuellen Gags ausgestattet. Leider verliert sich die Geschichte hier vollkommen in (pseudo-)philosophischen Ideen, welche nur sehr konstruiert mit dem ersten Teil des Films zusammengebracht werden. Am Ende schlägt die Handlung dann noch zu einer eher drögen Dystopie um und lässt, so mein Eindruck, alle vorherigen Fäden fallen, um nur die Mutter-Sohn-Geschichte abzuschließen.

Famose Animation und dröge Real-Szenen

So toll die Animationsszenen anzusehen sind, so billig wirken leider die real gefilmten Szenen. Gerade im letzten Drittel des Films wirken Kostüme, Masken und Drehorte extrem amateurhaft. Soll uns durch die Kulissenhaftigkeit gezeigt werden, dass die Realität auch nicht wirklicher ist, als die Animationszone? Das wäre eine Erklärung, mich hat diese Anmutung jedoch eher aus dem Film gerissen. Neben den formalen Schwächen gegen Ende, hat mich „The Congress“ im Mittelteil jedoch auch inhaltlich verloren. Ari Folman hat hier zu viel gewollt und mindestens drei Geschichten ineinandergewoben, die für mich nicht organisch zusammenpassen wollen. Schade, denn der Einfallsreichtum und Stil ist durchaus bemerkenswert.

Fazit

Vielleicht liegt es an meiner Tagesform, vielleicht ist der Film auch einfach wirklich so überladen, wie ich ihn wahrgenommen habe. In vielen Aspekten ist „The Congress“ ein Kunstwerk mit spannenden Aussagen, in anderen jedoch nur ein überladen wirkender Artsy-Fartsy-Schinken. Sollte man sich als Filmfreund durchaus einmal anschauen. Formal und auch inhaltlich bemerkenswert, doch auf emotionaler Ebene konnte er mich leider nicht packen: 6/10 Punkte.

Ride, Fatboy, Ride (008)

Eigentlich wollte ich mich heute in den Keller zurückziehen und zusammen mit dem Zwergofant ein wenig an der Kraft arbeiten. Das Wetter war aber so gut, dass ich mich noch zu einer Feierabendrunde hinreißen ließ. Wenn schon nicht Laufen, dann wenigstens Radfahren:

Eine sonnige Feierabendrunde...

Eine sonnige Feierabendrunde…

Distance: 22.75 km
Duration: 00:59:05
Elevation: 190 m
Avg Pace: 2:35 min/km
Avg Speed: 23.11 km/h
Heart Rate: 160 bpm
Energy: 810 kcal

Ich habe heute eine neue Strecke ausprobiert, die viel Straße, aber auch viel Wald beinhaltet. Eine schöne Strecke, die ich bestimmt nicht zum letzten Mal gefahren bin. Auch hatte ich heute zum ersten Mal Spaß dabei, was gut ist, denn so langsam werde ich mich mit dem Radfahren anfreunden müssen. Und ich muss lernen in anderen Distanzen zu denken, da ich in einer Stunde mit dem Rad doch deutlich weiter komme als zu Fuß. Da ist am Wochenende auch mal locker eine 2-Stunden-Runde drin. Wenn sich die Zeit findet. Mal sehen.

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 152: Aus der Rubrik Vermischtes

Media Monday #405

Es liegt das erste Wochenende des Jahres hinter uns, das ich nahezu komplett draußen verbracht habe. Trotz einem unschönen Start (siehe Frage 5) einfach herrlich! Das gute Wetter hat auch viel Arbeit mit sich gebracht, sprich der Rasen ist nun gemäht und vertikutiert – und sieht auch dementsprechend mitgenommen aus. Heute haben wir es uns gut gehen lassen (siehe Frage 6 und 7) und die letzten Vorbereitung für den ersten Schullandheimbesuch unseres Zappelinchens getroffen. Aufregend! Entsprechend spät sitze ich nun vor dem Computer und beantworte die Fragen des Medienjournals. War euer Wochenende auch so ereignisreich?

Media Monday #405

  1. Durch die Zeitumstellung fehlt mir plötzlich eine Stunde, die ich viel lieber mit schlafen verbracht hätte, schließlich kommt der Schlaf immer zu kurz (und dennoch bin ich froh um die gewonnene Stunde am Abend).
  2. Es scheint eine ungeschriebene Regel zu sein, dass Verfilmungen von Büchern immer schwächer sind als die Vorlage. Zumindest auf „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ trifft das zu. Da war die Vorlage einfach noch viel besser.
  3. Adam F. Goldberg würde ich ja gerne mal im wahren Leben begegnen, einfach weil er mir bestimmt noch unzählige witzige Geschichten der echten „The Goldbergs“ erzählen könnte.
  4. Was ich besonders daran schätze, Filme zu besprechen, ist das intensivere Erlebnis und die aktivere Beschäftigung mit dem Medium.
  5. Die Nachricht, dass mein Fuß operiert werden muss, kam für mich schon überraschend, denn ich habe die Hoffnung auf eine konservative Behandlung noch nicht aufgegeben.
  6. Jetzt, wo sich die Sonne auch mal wieder häufiger blicken lässt werden wir wieder öfter mit der Familie eine Radtour machen.
  7. Zuletzt habe ich auf der Terrasse gelesen (siehe Foto unten) und das war wundervoll, weil es zum ersten Mal in diesem Jahr warm genug dafür war.

Endlich wieder auf der Terrasse lesen (mehr davon auf meinem Instagram-Account):