One Tree Hill – Season 3

Kaum zu glauben, schon wieder eine Serienstaffel abgeschlossen – inzwischen gehört „One Tree Hill – Season 3“ auch zum allabendlichen Ritual. Selbst wenn wir die Sichtungen aufgrund von Planungsgesprächen (und anderen lustigen Tätigkeiten) oft erst spät abends begonnen hatten, so ließen wir die langen Tage doch meist mit einer Episode ausklingen. Ob das immer ein Vergnügen war, lest ihr in der folgenden Besprechung… Spoiler sind zu erwarten.

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Über den Großteil der Laufzeit setzt „One Tree Hill“ im dritten Jahr konsequent dort an, wo man die Serie am Ende der zweiten Staffel verlassen hat: Die Ehe von Nathan und Haley ist eines der zentralen Themen, weiterhin spielt Lucas‘ Herzkrankheit eine große Rolle, und es gibt – keine Überraschung an dieser Stelle – etliche Paar-Konstellationen, welche kleinere bis größere Dramen zu überwinden haben. Keinesfalls vergessen darf man natürlich Dan Scott, der in einer irrwitzigen Aktion zum Bürgermeister aufsteigt und diese neue Machtposition natürlich schamlos ausnutzt.

Alles beim alten – könnte man zumindest meinen, doch im letzten Drittel schlägt „One Tree Hill“ mit den beiden Episoden „With Tired Eyes, Tired Minds, Tired Souls, We Slept“ und „Who Will Survive, and What Will Be Left of Them“ einen komplett neuen Weg ein. Dies kam für mich sehr überraschend und hätte ich so von der Serie auch nicht erwartet. Das Thematisieren eines Amoklaufs an einer amerikanischen Highschool mag nicht sonderlich innovativ erscheinen, im Rahmen dieses doch meist eher seichten Teenie-Dramas fielen diese Episoden jedoch stark aus dem Rahmen.

Speziell der Ausgang des Amoklaufs war denkwürdig, da es nicht nur den Charakter Dan Scott in einem komplett neuen Licht zeigt, sondern auch den weiteren Verlauf der Serie verändert. Ich weiß bisher noch nicht, was ich vom eiskalten Mord an Keith Scott halten soll. Bisher war Dan eine Figur, die völlig übertrieben geschrieben war, welche jedoch auch Grauzonen aufwies, d.h. es gab durchaus Momente, in denen hätte man dem Bösewicht von Tree Hill tatsächlich ein Gewissen zusprechen können – dies gilt nun nicht mehr: keine Grauzone, nur noch Schwarz und Weiß. Ein interessanter Schritt, der jedoch auch gewisse Möglichkeiten nimmt, die Geschichte weiterzuerzählen.

Weiterhin erwähnenswert ist abermals die musikalische Untermalung: Mit Fall Out Boy und Nada Surf gibt es erneut ein paar bekannte Bands zu sehen. Daneben wird der bisher äußerst generische Score (d.h. wenn gerade keine Pop-Songs zu hören sind) erstmals von Explosions in the Sky eingespielt, was eine wahre Freude ist! Die Post-Rock-Band hatte bereits der Serie „Friday Night Lights“ ihren unverwechselbaren Stempel aufgedrückt, und auch „One Tree Hill“ gewinnt atmosphärisch unglaublich durch die neuen Klangwelten. Wäre mein Leben vertont, würden im Hintergrund wohl auch Explosions in the Sky laufen. Einfach großartig!

Das Finale birgt erneut etliche Cliffhanger und zwingt mich vermutlich möglichst bald mit der vierten Staffel zu beginnen. Das dritte Jahr fand ich bisher am gelungensten, weil die Abstimmung der Charaktere aufeinander inzwischen perfektioniert wurde, und sich die Autoren dieses Mal auch etwas mehr getraut haben. Ob die Richtung, in die sich die Serie nun entwickelt, tatsächlich über mehrere Staffeln trägt, wird sich allerdings noch zeigen müssen: 8/10 (8.1) Punkte.

Monsters (2010)

Nach einer der bisher anstrengendsten Wochen des Jahres, wollte ich dennoch nicht auf den Film am Freitagabend verzichten. Vermutlich ein Fehler, denn ich konnte schon zu Beginn von „Monsters“ kaum noch die Augen offen halten. Ob dieser Umstand dem Film geschadet hat, oder die Müdigkeit noch von ihm verstärkt wurde, lest ihr in der folgenden Besprechung…

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Obwohl ich Monsterfilme liebe, so war es nicht dieser Aspekt, der mich an Gareth Edwards Kinodebüt gereizt hat. Es ist vor allem die Entstehungsgeschichte, die bemerkenswert ist: In Personalunion hat Edwards den Film geschrieben, gedreht und die Postproduktion inklusive VFX durchgeführt. Die gesamte Filmcrew lässt sich an einer Hand abzählen und es gibt nur zwei Schauspieler, der Rest wurde spontan mit Laiendarstellern besetzt. Das Ergebnis ist für diese Rahmenbedingungen unglaublich beeindruckend – „Monsters“ wirkt zu keiner Sekunde billig, schlecht gespielt oder amateurhaft. Kein Wunder, dass Edwards kurze Zeit später die Neuverfilmung von „Godzilla“ angeboten wurde.

Abgesehen von seiner Entstehungsgeschichte präsentiert der Film ein interessantes Sci-Fi-Setting, das den Rahmen für ein erstaunlich intimes Roadmovie bildet. Die titelgebenden Monster sind zwar stets präsent, sorgen aber eher für Atmosphäre als für großartige Actionszenen. Ich mochte die langsame und charakterzentrierte Erzählweise, wenngleich der Aufbau der Geschichte – besonders zu Beginn – durchaus ein wenig holprig war. Die wirklich harmonisch spielenden Hauptdarsteller (übrigens im echten Leben verheiratet) machen allerdings glücklicherweise wieder einiges wett.

Die Bewertung des Films fällt mir nun tatsächlich ein wenig schwer. Einerseits müsste ich vor dem Hintergrund der unglaublichen Produktionsbedingungen mindestens die volle Punktzahl vergeben, allerdings hatte der Film doch einige strukturelle Schwächen. Zudem war ich unglaublich müde, so dass ich „Monsters“ nicht so genießen konnte, wie es der Film wohl verdient gehabt hätte. Den inhaltlich (Sci-Fi-Allegorie auf aktuelle soziopolitische Gegebenheiten) und interessanterweise auch aufgrund seiner Entstehungsgeschichte verwandten „District 9“ des Südafrikaners Neill Blomkamp fand ich insgesamt zwar überzeugender, aber nicht unbedingt sympathischer. Grund genug für eine weitere Sichtung: 7/10 Punkte.

Filme der 2000er (Jürgen Müller)

filme_der_2000erNachdem die letzte Buchvorstellung mit Filmbezug bei euch so gut angekommen ist, möchte ich euch auch meinen zuletzt ausgelesenen Schmöker aus diesem Bereich nicht vorenthalten: „Filme der 2000er“ aus dem Taschen Verlag ist der neueste Band der Buchreihe rund um die wichtigsten Filme der vergangenen Jahrzehnte. In meiner Sammlung befinden sich inzwischen alle Bände ab „Filme der 60er“, wobei „Filme der 90er“ mein Einstieg in die Reihe war. Seitdem sind inzwischen bereits 12 Jahre vergangen, was unglaublich ist – eine lange Zeit, während der mich diese Buchreihe stets begleitet hat.

Wenn man die Bücher noch nicht kennt, wird man zunächst von ihrem Gewicht erschlagen. Auf knapp 900 großformatigen Seiten bekommt der Leser zu jedem Jahr eine Auswahl an Filmen der entsprechenden Dekade präsentiert. Es gibt eine Zusammenfassung des Inhalts, eine Besprechung und noch weitere Details zu Regisseur, Schauspielern und Produktion an sich. Ergänzt werden die Informationen durch mehrere Standbilder aus dem  Film, die teilweise die komplette Seite einnehmen. Dadurch bekommt man als Leser a) ausreichend Informationen zum jeweiligen Film und b) auch enorm Lust darauf ihn zu sehen – speziell die weniger bekannten Filme.

Was die Auswahl der Werke angeht, so kann man sich darüber bestimmt exzellent streiten, doch letztendlich haben die Herausgeber eine gute Mischung aus relevanten Blockbustern, Indie-Produktionen und ausländischen Beiträgen zusammengestellt. Für mich ist es jedes Mal eine Freude in den Bänden zu schmökern – selbst wenn das Regal für diese Buchreihe wirklich sehr stabil gebaut sein sollte: 9/10 Punkte.

Media Monday #167

Wieder einmal liegt ein Wochenende hinter mir, das erneut hauptsächlich von Planungen zum bevorstehenden Hausbau dominiert war. Auch diese Woche stehen wieder mindestens drei Termine auf dem Programm. Heute jedoch ist der Abend frei, was es mir erlaubt die Fragen des Medienjournals zeitnah zu beantworten – viel Spaß damit!

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  1. Ich hoffe ja ein bisschen auf ein Revival von Jugendabenteuer-Filmen, denn „Die Goonies“ oder „Stand by Me“ zählen bis heute zu meinen Lieblingen – J. J. Abrams‘ „Super 8“ war da schon einmal ein sehenswerter Genrebeitrag.
  2. Urlaubs- oder Strandlektüre gibt es bei mir dieses Jahr mangels Urlaub und Strand nicht.
  3. Die unglaubwürdigste Entwicklung einer Figur gibt es meist immer dann, wenn Serien zu lange laufen und den Autoren nichts mehr Sinnvolles einfällt.
  4. Eltern wissen: Ein gesundes und zufriedenes Kind ist unverzichtbar für einen guten Schlaf.
  5. Roboter können einem wirklich den schönsten Kneipenabend ruinieren.
  6. „Carlito’s Way“ ist gerade deshalb ein so toller Gangsterfilm, weil er die tragische Geschichte eines Gangsters erzählt, der wirklich aussteigen will.
  7. Zuletzt gesehen habe ich „Guardians of the Galaxy“ und das war wirklich ein tolles Kinoerlebnis, weil Regisseur James Gunn darin bombastisches Popcorn-Kino mit abgefahrenen Charakteren kombiniert und dabei eine bemerkenswerte Leichtigkeit bewahrt.

Run, Fatboy, Run (310)

Heute war ich zum ersten Mal seit zwei Wochen wieder laufen. Diese längere Pause war eher unfreiwillig und dem körperlichen Verfall geschuldet, doch wollte ich es nun endlich einmal wieder anpacken. Es zieht und zwickt zwar noch, doch habe ich es auch bewusst langsam angehen lassen, so dass es recht gut voran ging. Natürlich bin ich wieder an unserem Grundstück vorbeigelaufen, wo ein Regenbogen durch die Wolkendecke spitzte – ich werte das einmal als gutes Omen.

regenbogen

Distance: 8.23 km
Duration: 00:49:49
Avg Speed: 9.91 km/h
Avg Pace: 6:03 min/km
Energy: 660 kcal

Ansonsten gibt es nur wenig zu berichten, außer dass ich mich wieder einmal mit einem arroganten Hundehalter angelegt habe – die Idiotendichte ist hier in der Region wirklich ziemlich hoch. Die Zeit ist natürlich ein wenig enttäuschend, doch Regenbogen und störrische Hundehalter haben mich doch zu sehr ausgebremst. Immerhin war ich einmal wieder laufen. Die letzte Woche ist mit drei Hausbau-Terminen leider auch schon wieder ziemlich dicht, so dass vermutlich nur das Wochenende bleibt…

Im ersten Ohr: Sneakpod #353 – A Most Wanted Man
Im zweiten Ohr: Second Unit #123: Chinatown

Guardians of the Galaxy (2014)

Aktualisierung: Ich habe „Guardians of the Galaxy“ am 20. Februar 2016 und am 18. Mai 2024 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und jeweils eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Nur ein gutes Vierteljahr ist seit meinem letzten Kinobesuch vergangen, kaum zu glauben! Mit „Guardians of the Galaxy“ stand erneut ein Blockbuster auf dem Programm, der entsprechend zelebriert werden wollte, sprich mit 3D und IMAX. Leider jedoch gab es keine Vorstellung im englischen Originalton, was ich bei diesem Film besonders schade fand. Ob er mich trotz Synchro überzeugen konnte, lest ihr in der folgenden Besprechung…

Guardians of the Galaxy (2014) | © Walt Disney

Guardians of the Galaxy (2014) | © Walt Disney

Zunächst einmal hatte mich der Prolog fast ein wenig aus der Bahn geworfen – wer hätte gedacht, dass mich der Film bereits in den ersten Minuten emotional so packen kann? Ist vielleicht auch ein Elternding, doch damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Dieser Schock war jedoch schnell wieder vergessen, denn bereits die Eröffnungstitel sind so wunderbar unterhaltsam inszeniert, dass es eine wahre Freude ist! Man lernt Hauptcharakter Peter ‚Starlord‘ Quill kennen, indem wir ihn (mit 60er/70er Jahre Sound im Ohr) über einen lebensfeindlichen Alien-Planeten tanzen sehen. Großartig! Auch die restlichen Guardians werden zeitnah eingeführt, was glücklicherweise völlig organisch geschieht während die Geschichte fortschreitet – Charaktere, Action, Dialoge und Humor bilden dabei eine Einheit, die untrennbar miteinander verbunden ist.

Der Film lebt vom Zusammenspiel der Charaktere. Wie bereits Marvels „The Avengers“ überzeugt auch „Guardians of the Galaxy“ hauptsächlich als Ensemblefilm, wofür Regisseur James Gunn mindestens ein ebenso geschicktes Händchen beweist wie Joss Whedon. Auch wenn ich ab und zu über die Synchro gestolpert bin, so sind die Dialoge doch frisch und pfeilschnell – ich freue mich jetzt schon unbandig auf die Sichtung im englischen Originalton! Die Schauspieler tragen ihren Teil zur gelungenen Chemie bei, allen voran der sympathische Chris Pratt (Andy Dwyer, „Parks and Recreation“), der es schafft dem draufgängerisch auftretenden Starlord auch die nötige emotionale Tiefe zu verleihen. Dies gilt übrigens für alle Figuren: selbst Rocket, Groot und Drax können als echte Charaktere überzeugen. Freunde von James Gunn werden übrigens einige Schauspieler aus seinen vorherigen Werken (u.a. „Slither“) entdecken.

Fazit

Der Film besitzt eine nahezu perfekte Balance in all seinen Versatzstücken. Man muss sich schon fast wundern, wie es sein kann mit einem Film, in dem ein sprechender Waschbär und ein laufender Baum tragende Figuren sind, solch einen großen Erfolg zu haben – zumal die meisten Zuschauer die Comicvorlage wohl nicht kennen dürften. Auch die stets präsenten 80er Jahre Anspielungen sind perfekt platziert – und ich bin mir sicher, dass wir als Kinder der 80er auch die eigentliche Zielgruppe von „Guardians of the Galaxy“ sind. Zumindest dürften wir am meisten Spaß mit dem Film haben. Und was für einen Spaß ich hatte! Schon lange war ich nicht mehr so überrascht, als der Film (übrigens mit einem grandiosen Finale) zu Ende ging. Das sollen 120 Minuten gewesen sein? Die wohl unterhaltsamsten 120 Minuten, die man zurzeit mit einem Film verbringen kann. Für mich der bisher gelungenste Marvel-Film. Unbedingt anschauen: 9/10 Punkte.

One Tree Hill – Season 2

Wie zu erwarten habe ich auch „One Tree Hill – Season 2“ in kürzester Zeit verschlungen. Trotz etlicher Filmsichtungen während meines Urlaubs, wollten wir auf einen kurzen Abstecher nach Tree Hill nicht verzichten. Ob sich die Serie im Vergleich zu ihrem ersten Jahr steigern konnte, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung…

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Nachdem die erste Staffel mit mehr Cliffhangern endete als das durchschnittliche „Lost“-Staffelfinale, gaben sich die Autoren größte Mühe den Status quo möglichst schnell wieder herzustellen. Typisch für Drama-Serien dieser Art. Trotz dieses auf Dauer etwas nervigen Schachzugs, wurde ich schnell wieder in die Handlung hineingezogen. Nachdem ich zu Beginn befürchtete Dan Scott hätte aufgrund seiner Krankheit an Biss verloren, wurde ich schnell eines besseren belehrt: Der Meister der Manipulation ist zurück – und das stärker denn je! Es ist einfach großartig, wie konsequent die Autoren diese Figur mit allen Charaktereigenschaften eines typisch klischeehaften Filmbösewichts ausgestattet haben. Herrlich!

In der sonstigen Handlung wird es auch dramatischer, da Beziehungen auf dem Spiel stehen, Figuren von ihrer Vergangenheit eingeholt und auch neue Charaktere eingeführt werden. Auch wenn „One Tree Hill“ oft sehr durchschaubar bleibt, so ist der Rhythmus, in dem gewisse Ereignisse passieren bzw. Figuren wieder auftauchen, einfach perfekt gewählt. Auch wenn dies stets negative Assoziationen weckt, so haben die Showrunner den süchtig machenden Soap-Opera-Stil in dieser Serie perfektioniert.

Herausragend fand ich erneut die Musikwahl. So viele tolle Bands, so viele perfekte Montagen, von denen mir besonders der Einsatz von Jimmy Eat Worlds „23“ in der Episode „Don’t Take Me for Granted“ in Erinnerung geblieben ist. Kein Wunder also, dass die Episode „The Tide That Left and Never Came Back“ mein persönliches Highlight war: Die gesamte Episode wird parallel zu einem Jimmy Eat World-Konzert erzählt, was absolut großartig ist und auch schön mit der Handlung verknüpft wurde. Fantastisch!

Das Finale zieht dann wieder alle Register in Sachen Cliffhanger; fast schon zuviel des Guten, aber doch irgendwie passend – und dabei einfach unglaublich unterhaltsam. In all dem Beziehungschaos, den leichteren Momenten und dem teils aufgesetzt wirkenden Drama, hat die Serie inzwischen ihre Balance gefunden. Sie funktioniert und die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen. Zwar kein zweites „Friday Night Lights“, doch wunderbare Unterhaltung für verregnete Abende: 8/10 (7.9) Punkte.

Top 10 Serienzitate

Nach dem „Top 10 Filmzitate“-Stöckchen von Sebastian vom Review Corner möchte Wortman nun die Top 10 Serienzitate wissen. Da fällt die Wahl ja fast noch schwerer als bei den Filmzitaten!

Der Einfachheit halber habe ich mich größtenteils auf Catchphrases aus Shows beschränkt, aus denen ich jeweils eine eigene Top 10 hätte zaubern können – im Gegensatz zu den Filmzitaten dieses Mal in alphabetischer und nicht wertender Reihenfolge:

1. „Arrested Development“ (2003-2006)

‚I’ve made a huge mistake.‘ (Gob)

Einer von unzähligen Klassikern aus dieser wunderbaren Show! Gob könnte einem schon fast leid tun, wenn er nicht immer selbst für seine großen Fehler zuständig wäre.

2. „Coupling“ (2000-2004)

‘Do you know what would be the best way to wipe out all of human kind?… Make all women telepathic because if they suddenly found out about the kind of stuff that goes on in our heads they’d kill us all on the spot. Men are not people. We are disgustoids in human form!’ (Jeff)

Für mich fasst dieser Jeffismus perfekt den Humor zusammen, den er zur Serie gebracht hat. Und ein Fünkchen Wahrheit (eventuell sogar mehr) steckt auch noch drin.

3. „Curb Your Enthusiasm“ (seit 2000)

‚Pretty good. Pret-ty pret-ty pret-ty good.‘ (Larry David)

Das kann man nicht erklären, man muss es gesehen haben…

4. „Firefly“ (2002)

‚Someone ever tries to kill you, you try to kill ‚em right back!‘ (Cpt. Malcolm Reynolds)

Ein exzellentes Beispiel für Joss Whedons Art Charaktere alleine durch ein Zitat zu definieren. Genauso ist er, unser Captain Tightpants!

5. „Friday Night Lights“ (2006-2011)

‚Clear eyes. Full hearts. Can’t lose.’ (Coach Eric Taylor)

Wer hätte gedacht, dass dieser Spruch einmal solch eine Bedeutung für mich haben würde?

6. „Friends“ (1994-2004)

‚We were on a break!‘ (Ross)

Auch wieder so eine Show mit unzähligen Catchphrases. Dieser hier definiert die Serie für mich perfekt und ist im Grunde so herrlich tragikomisch, dass wohl nur Ross und Rachel nicht darüber lachen können.

7. „It’s Always Sunny in Philadelphia“ (seit 2005)

‘Oooh shit… Look at the door, dude. You see that door right there? The one marked pirate? You think a pirate lives in there?’ (Charlie)

Auf der Tür steht natürlich nicht Pirate sondern Private – schon alleine beim daran denken kann ich mich kaum noch auf dem Stuhl halte. Herrlich!

8. „Seinfeld“ (1989-1998)

‚Hello, Newman.‘ (Jerry Seinfeld)

Dieses Zitat zu wählen ist mir unglaublich schwer gefallen, da „Seinfeld“ wohl bis heute die Show mit der höchsten Zitatdichte ist. Dennoch ist die Wahl letztendlich auf ‚Newman!‘ gefallen. Was auch sonst?

9. „Six Feet Under“ (2001-2005)

‘You can’t take a picture of this. It’s already gone.’ (Nate Fisher)

Alleine beim daran denken kommen mir die Tränen…

10. „The West Wing“ (1999-2006)

‚What’s next?‘ (President Jed Bartlet)

Immer vorwärts denkend, immer nahe an den Menschen dran. Mein Lieblingspräsident. Leider nur im TV…

Was das weitere Verbreiten des Stöckchens angeht, so halte ich es wie Wortman und überlasse euch das Aufsammeln… 🙂

Hausbau #1: Der Teufel steckt in den Details

Ich wollte schon lange etwas zu unserem geplanten Hausbau schreiben, doch bisher hat sich noch nicht die Zeit gefunden. Nun aber muss es sein, sonst besteht die Gefahr dass ich die besonders fiesen Details bereits verdrängt habe. Was ist also bisher geschehen?

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  • Nach ca. einem Jahr der Suche nach einem geeigneten Haus oder Grundstück bekamen wir genau zum Jahreswechsel die frohe Nachricht, dass wir den Zuschlag zu einem von uns anvisierten Grundstück erhalten würden.
  • Anfang 2014 kauften wir also ein Grundstück, das den Vorteil hat direkt neben dem Grundstück meiner Schwägerin zu liegen, aber den Nachteil eher klein und sehr unpraktisch geschnitten zu sein.
  • Während der Suche nach einem Bauträger hatten wir einige Bankgespräche, an deren Ende eine Finanzierung stand, die uns machbar erschien – ziemlich unheimlich ist all das dennoch…
  • Nach der langwierigen Entscheidung für einen Bauträger (ca. April) haben wir eine Sonderbaugenehmigung angefordert, um die Einfahrt zum Grundstück zu versetzen; diese zu erhalten zieht sich inzwischen bereits seit Monaten hin – wir hoffen dennoch sie bis zum geplanten Baubeginn im Oktober zu erhalten.
  • Da das Wohngebiet komplett neu ist, wurden auch alle Grundstücke höchst offiziell vermessen – mit dem Ergebnis, dass unsere zukünftigen Nachbarn des bereits seit den 60er Jahren bebauten Grundstücks mit ihrem Zaun (der natürlich ein äußerst solides Betonfundament hat) ca. einen halben Meter auf unserem Grundstück stehen.
  • Inzwischen haben wir mit dem Werkplan begonnen und etliche Handwerkergespräche geführt; der Teufel steckt oft in den Details und es gibt eine nahezu unendliche Menge an (meist kostenintensiven) Entscheidungen zu treffen.
  • Die ursprünglich geplanten Kosten drohen bereits jetzt zu explodieren – dabei hat der Bau noch nicht einmal begonnen…

Im Moment jonglieren wir also zwischen Job (neben 40+ Stunden bleibt nur wenig Zeit für Termine), Kindern (eher ungeeignet für langwierige Planungsgespräche), Ämtern, Handwerkern, zukünftigen Nachbarn und und und…

Wer von meinen Lesern bereits gebaut hat, darf mir gerne lebensnotwendige Tipps geben. Oder auch die nötigen Drogen verraten, durch die man die dringend nötige Entspanntheit erreicht. Geldspenden werden auch gerne genommen. Auf dem Laufenden halten werde ich euch aber so oder so! 🙂

Media Monday #166

Nachdem mich letzte Woche noch die Müdigkeit übermannt hat, nutze ich den morgigen freien Tag direkt, um schon jetzt die Fragen des Medienjournals zu beantworten. Ich hoffe ihr wisst diesen Einsatz zu schätzen, denn in weniger als 6 Stunden ist die Nacht auch schon wieder vorbei – und wir wissen ja alle, welch katastrophale Folgen Schlafentzug hat… 😉

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  1. Die berühmteste Person, von und mit der ich wohl noch nie einen Film gesehen habe ist u.a. Terrence Malick.
  2. Könnte ich nur aus mir bereits bekannten Filmen zu wählen, um einen davon noch mal zu schauen, fiele meine Wahl wohl auf „Jurassic Park“ – dieser besitzt für mich einfach den größten Wiederanschauungswert.
  3. Simon Pegg bewundere/mag ich ja weniger wegen der Schauspielerei, sondern mehr aufgrund seiner sympathischen Ausstrahlung, die allerdings auch in jeder seiner Rollen (ja, selbst in „The World’s End“) aufblitzt.
  4. Könnte ich in der Zeit zurückreisen, um bei einer Filmpremiere dabei sein zu können, fiele meine Wahl auf „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ in Neuseeland, weil ich damals schon bei der Dokumentation über die Premiere eine Gänsehaut hatte.
  5. Die gut ein dutzend Bücher auf meinem Lesestapel wollte ich zu gerne lesen, jedoch bin ich abends meist zu müde und schaffe nur noch wenige Seiten.
  6. Die Serie „Felicity“ ist leider maßlos unterschätzt, denn schließlich erzählt sie eines der schönsten College-Dramen, und war damals das Sprungbrett für J. J. Abrams, dem Showrunner hinter „Lost“ sowie Regisseur des „Star Trek“-Reboots und ganz aktuell „Star Wars: Episode VII“.
  7. Zuletzt gelesen gesehen habe ich „Olympus Has Fallen“ und das war teils nette Action-Unterhaltung und teils grober Unfug, weil Antoine Fuqua den wunderbar altmodischen Film mit miesen CGIs und hanebüchenen Handlungselementen angereichert hat – zuletzt gelesen habe ich dagegen eure Glückwünsche.