Filme der 2000er (Jürgen Müller)

filme_der_2000erNachdem die letzte Buchvorstellung mit Filmbezug bei euch so gut angekommen ist, möchte ich euch auch meinen zuletzt ausgelesenen Schmöker aus diesem Bereich nicht vorenthalten: „Filme der 2000er“ aus dem Taschen Verlag ist der neueste Band der Buchreihe rund um die wichtigsten Filme der vergangenen Jahrzehnte. In meiner Sammlung befinden sich inzwischen alle Bände ab „Filme der 60er“, wobei „Filme der 90er“ mein Einstieg in die Reihe war. Seitdem sind inzwischen bereits 12 Jahre vergangen, was unglaublich ist – eine lange Zeit, während der mich diese Buchreihe stets begleitet hat.

Wenn man die Bücher noch nicht kennt, wird man zunächst von ihrem Gewicht erschlagen. Auf knapp 900 großformatigen Seiten bekommt der Leser zu jedem Jahr eine Auswahl an Filmen der entsprechenden Dekade präsentiert. Es gibt eine Zusammenfassung des Inhalts, eine Besprechung und noch weitere Details zu Regisseur, Schauspielern und Produktion an sich. Ergänzt werden die Informationen durch mehrere Standbilder aus dem  Film, die teilweise die komplette Seite einnehmen. Dadurch bekommt man als Leser a) ausreichend Informationen zum jeweiligen Film und b) auch enorm Lust darauf ihn zu sehen – speziell die weniger bekannten Filme.

Was die Auswahl der Werke angeht, so kann man sich darüber bestimmt exzellent streiten, doch letztendlich haben die Herausgeber eine gute Mischung aus relevanten Blockbustern, Indie-Produktionen und ausländischen Beiträgen zusammengestellt. Für mich ist es jedes Mal eine Freude in den Bänden zu schmökern – selbst wenn das Regal für diese Buchreihe wirklich sehr stabil gebaut sein sollte: 9/10 Punkte.

34 Gedanken zu “Filme der 2000er (Jürgen Müller)

    • „Avatar“ war für die Entwicklung des Kinos aber bestimmt einer der wichtigsten Filme der 2000er, ganz egal wie man ihn nun findet. Im Buch bekommt er auch nicht mehr Platz, als die anderen Filme — auf dem Cover macht er auf jeden Fall durchaus Sinn.

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      • Naja, da die Entwicklung eigentlich mehr oder weniger bedeutet, dass auf jeden Scheiß ein 3D-Label geklatscht wird – egal ob das bei dem Film Sinn macht, oder nicht – gefällt mir diese aber rein gar nicht. Dass der Film selbst scheiße ist, spielt da für meine Meinung eher eine untergeordnete Rolle.

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      • Mit dem 3D-Boom ist ein ganz neuer Wirtschaftszweig entstanden — und er hat das Kino gepusht, ganz egal ob man das nun künstlerisch wertvoll findet oder nicht. Ich könnte auch meist auf 3D verzichten, doch es ist heute — eben durch „Avatar“ — ein großer Teil des Kinos. Aber ich mag den Film ja auch… 😉

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  1. Hab auch schon überlegt, ob ich mal mit der Reihe anfangen soll, aber der Größenumfang der Bücher schreckt mich schon ab. Ich kann schon jetzt meine diversen Bücher nicht richtig sortiert unterbringen.
    Und der maßlos überschätzte „Avatar“ auf dem Cover hätte auch nicht sein müssen. Der kam ja auch erst zum Ende der 00er Jahre raus. Da bieten sich andere Filme an, z.B. „Memento“, „Donnie Darko“ usw.

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    • Ja, die Bücher brauchen richtig Platz. Sehen allerdings auch imposant aus und sind hochwertig produziert. Was die Wahl von „Avatar“ als Cover angeht, so kann ich auch hier nur wieder sagen: Der Film hat das Kino in den letzten 10 Jahren wohl mehr bewegt, als jeder andere. Macht schon Sinn — ganz egal was man inhaltlich davon halten mag.

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    • Ich kannte zwar schon einen guten Teil der Filme, teils kannte ich nur den Namen und vom Rest (bestimmt 20%) hatte ich noch nie etwas gehört. Richtung 60er Jahre mag die Verteilung übrigens noch einmal anders gelegen haben. Kannst ja mal durchblättern und dann entscheiden… 🙂

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  2. Wie sie alle über „Avatar“ meckern! Gut, war vielleicht nicht der beste Film der letzten Jahre, aber doch ganz gute Unterhaltung und dazu – wie du schon weiter oben geschrieben hast – ein bedeutender Meilenstein in der Kino-Geschichte. Nicht nur, dass 3D dadurch nun fast zum Alltag wird, sondern auch die ganzen Effekte finde ich gar nicht so unbeeindruckend (sehr umständlich formuliert, ich weiß :D). Ich bin zwar kein großer Fan von 3D, aber manchmal macht’s ja durchaus Sinn.

    Und danke für den Tipp, muss ich auf meine Wunschliste schreiben! Klingt zumindest nach etwas, was man als Filmblogger im Regal stehen haben sollte 😉

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    • Ja, das mit „Avatar“ sehe ich auch so. Bisher noch kein Lieblingsfilm, obwohl ich ihn bei meinen bisher zwei Sichtungen sehr imposant und unglaublich unterhaltsam fand. Effekte und 3D waren wirklich toll — und ohne den Film würde die Kinolandschaft heute ganz anders aussehen. Wäre der Film kein Erfolg gewesen, würden ihn wohl die gleichen als unterschätzten Geheimtipp feiern, die heute über ihn lästern. Ist halt so… 😉

      Die Bücher kann man sich ruhig einmal anschauen. Eben schön zum Schmökern und Filme entdecken. Ich habe die Käufe nicht bereut!

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  3. Danke fürs drauf aufmerksam machen – hab große Lust auf eine solche Reihe in meinem Regal. V.A. wenn das offensichtlich kohärent durchgezogen wird. Schön!
    An Avatar auf dem Titel störe ich mich weniger, an der Bildbearbeitung schon etwas mehr.
    In Avatar kam nun mal einzigartige Technik zum Einsatz – von der wurde sogar in meinen Vorlesung an der Uni berichtet (!). Und über die Einspielergebnisse brauchen wir gar nicht zu sprechen …

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  4. Kleine Anekdote zu „Avatar“: mein Vater – damals 74 J. alt und wirklich kein Kinogänger – wurde damals von meinem Bruder dazugebracht, sich den Film im IMAX im Cinecittà anzusehen, und war so beeindruckt, dass er ihn später noch ein 2. Mal geguckt hat! 😉
    Ich persönlich fand ihn von der Technik her wegweisend, aber Story und Charaktere eher mittelmäßig. Hab ihn trotzdem auch zweimal gesehen – das 3D war einfach der Hammer!

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  5. Also ich stimme da Filmschrott auch zu. Irgendwie missfällt es mir, dass Avatar auf dem Cover ist – aber auch hier spielt meine subjektive Meinung eine Rolle: ich mag den Film nicht sonderlich.

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