Episodes – Season 1

Eine Serie, auf die ich mich in der aktuellen TV-Saison sehr gefreut habe, ist „Episodes – Season 1“ mit Matt LeBlanc. Bereits nach der Pilotfolge hagelte es jedoch böse Kritiken, die ich bis heute nicht so recht nachvollziehen kann. Man muss die Serie eben als Satire auf das Seriengeschäft in Hollywood sehen und darf dabei kein zweites „Entourage“ erwarten. Ich hatte auf jeden Fall meinen Spaß mit dem Culture Clash in Hollywood.

Da die gesamte Staffel nur aus 7 Episoden besteht, darf man sich als Zuschauer nicht allzu viel Zeit lassen, sich auf die Serie einzulassen. Ich für meinen Teil habe mich glücklicherweise relativ schnell in dieser überzeichneten Version der Traumfabrik heimisch gefühlt. Im Gegensatz zu thematisch ähnlich gelagerten Filmen, wird hier erstmals das Seriengeschäft unter die Lupe genommen. Genauer gesagt geht es um die Adaption einer britischen Serie für das amerikanische Publikum – inklusive aller klischeehafter Konsequenzen, die sich dadurch für den Stoff ergeben.

Neben rein beruflichen Problemen, hat unser britisches Autorenduo auch mit der kalifornischen Mentalität zu kämpfen. Hier wandelt die Serie zwar auf ausgetretenen Pfaden, doch weiß sie auch in solchen Momenten stets zu unterhalten. Dies liegt nicht zuletzt an den tollen Schauspielern. Matt LeBlanc spielt sich selbst und unterscheidet sich dabei gar nicht so sehr von seiner bekanntesten Serienfigur Joey Tribbiani („Friends“ und „Joey“), was die Serie um eine interessante Metaebene erweitert. Auch die restlichen Rollen sind allesamt gut besetzt und es gelingt den Schauspielern die Waage zwischen Satire, Drama und Komödie zu halten.

Auch wenn noch nicht alle Episoden vollends zu überzeugen wussten, so hatte ich doch stets Spaß mit der Serie. Besonders die letzte Episode war wirklich grandios und ich musste mehrmals laut auflachen. Wenn sich die Show in diese Richtung weiterentwickelt, dann kann sie noch ganz groß werden – gerne auch mit ein paar mehr Episoden pro Staffel. Sollte man sich als Serienfreund so oder so ansehen: 8/10 (7.7) Punkte.

12 Gedanken zu “Episodes – Season 1

  1. Die Pilotfolge hab ich ge-fast-forwarded weil ich sie extrem langweilig fand. Um die restlichen Episoden hab ich mich dann gar nicht mehr gekümmert. Aber diese ganzen Serienhypes von COMMUNITY, CHUCK und Co. hab ich ja noch nie verstehen, geschweige denn teilen können.

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  2. Die Pilotfolge ist auch die schwächste gewesen, keine Frage. Danach ging es aber deutlich bergauf. Die Serien, die du anführst sind seltsamerweise die eher wenig gehypten: Meist gerade so an der Absetzung entlang geschrammt, doch mit einer kleinen, aber engagierten Fanbase. Wo sich „Episodes“ letztendlich platziert, wird sich erst noch zeigen müssen.

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  3. Mmmh, sehe ich so ziemlich komplett anders. Ich fand den Auftakt sehr gelungen, danach ging es immer weiter bergab. Mir wären auch mehr Einblicke in die Dreharbeiten lieber gewesen statt am Ende mehr oder weniger die Dreiecksbeziehung LeBlanc/Autor/Autorin. Auch das Finale konnte mich da kaum überzeugen, sodass meine Wertung eher bei gerade so 4 von 6 liegt (umgerechnet auf deine Skala 6/10).

    Momentan hadere ich aber auch sehr stark mit Mad Love und Mr. Sunshine. Ersteres habe ich schon aufgegeben, weil es ein sehr peinlicher und unlustiger HIMYM-Klon ist. Aber Matthew Perrys Show würde ich so gerne mögen, doch sie zündet einfach nicht. Oder wie mein Bruder sagt: „Der Gesichtsausdruck des Achterbahnfahrers beim Abspann entspricht immer zu 100% meiner Gefühlsstimmung nach einer Episode“.

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  4. Die Dreiecksbeziehung fand ich tatsächlich äußerst komisch. Besonders in der letzten Episode, aber ich bin vermutlich auch empfänglich für Slapstick (der Kampf zwischen Matt und Sean war grandios) und diese Art von Humor. Alleine die Hinweise, die Matt unabsichtlich hat fallen lassen und Seans Reaktion darauf, dann am Ende der Anruf der Produzenten. Herrlich!

    Hmm, ich muss ja sagen, dass „Mad Love“ mit jeder Episode gewinnt. Der ersten habe ich noch 4 Punkte gegeben (HIMYM in nicht-lustig), doch inzwischen hat sie sich auf ganz unterhaltsam (so 6 Punkte) hochgekämpft. Ich werde mal bis zur Staffelhälfte dranbleiben und schauen, ob sich da noch etwas Eigenständigkeit entwickelt.

    „Mr. Sunshine“ gefällt mir dagegen richtig gut (so 7 bis 8 Punkte bisher). Allerdings habe ich auch erst 3 Episoden gesehen. Ich sehe Matthew Perry einfach gerne und hier spielt er ja im Rrinzip nur wieder Chandler. Schön finde ich zudem Allison Janney nach „The West Wing“ einmal in einer ganz anderen Rolle zu sehen. Zwar noch nicht ganz groß, aber ich werde auf jeden Fall dran bleiben.

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  5. So, ich hau auch noch rein 🙂

    Ich fand wie Ini die erste Episode am besten und die letzte fast genauso gut. Da war bzw wurde es richtig böse. Die restlichen Folgen waren zu sehr flache US-Kost. Ich hab es ja bloß geguckt wegen Tamsin Greig und da es um den Unterschied UK-US ging. Aber es hat sich wieder bestätigt, dass ich bei UK-Serien bleibe.

    Mr Sunshine habe ich auch angefangen, aber nur weil ich alles mit Chandler äh Matthew Perry sehe.

    PS: Damit meine Vorurteile nicht allzu krass wirken, merke ich an, dass als nächstes The Wire auf meiner Liste steht.

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  6. Natürlich ist es letztendlich eine US-Serie, doch ich fand die Eigenheiten des US-Seriengeschäfts schon ziemlich gut, wenn auch natürlich oft nur oberflächlich, herausgearbeitet. Alleine die Figur von Merc vereint ja alle schmierigen Vorurteile, die man gegen Produzenten haben kann.

    Zum Thema UK-Serien schaue ich aufgrund rein inhaltlichen Interesses gerade „The Deep“ – sagt dir das was? Ist eine fünfteilige Mini-Serie mit u.a. James Nesbitt und Minnie Driver in den Hauptrollen. Würde mich nicht die Thematik bei der Stange halten, hätte ich wohl bereits abgeschaltet. Alles, was an meinen bisherigen UK-Serienerlebnissen toll war (Schauspieler und Dialoge) ist hier zum Abgewöhnen. Naja, mal sehen wie sich die Serie noch entwickelt.

    „The Wire“ habe ich auch noch nicht gesehen. Interesse ist zwar da, aber bisher konnte ich mich noch nicht durchringen. Am besten ich warte mal deine bestimmt irgendwann kommende Kritik ab… 🙂

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  7. Na klar! Denkst du etwa ich schau die Serien, die ich hier bespreche? Wäre mir viel zu zeitaufwendig… 😉

    Ernsthaft: Zumindest „Community“ (ja, wurde hier auch erwähnt) solltest du unbedingt schauen!

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  8. Pingback: Mr. Sunshine – Season 1 « Tonight is gonna be a large one.

  9. Pingback: Going Postal (Ab die Post) « Tonight is gonna be a large one.

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