Was hatte ich mich auf diese Serie gefreut: „FlashForward – Season 1“ war einer der Serienstarts des vergangenen Jahres. Am meisten lockte mich wohl die Tatsache, dass es sich um eine Romanadaption handelt und die Geschichte somit relativ festgelegt ist. Von wegen! Letztendlich wollte man mit der Serie dann doch nur auf der Mysteryerfolgswelle mitschwimmen.

So interessant die Prämisse der Serie auch ist – ein globaler Blackout samt individuellen Blicken in die persönliche Zukunft der Charaktere – so wenig innovativ wurde die Geschichte letztendlich umgesetzt. Ich hatte beständig das Gefühl eine Kopie von J.J. Abrams Erfolgsserie „Lost“ zu sehen und das sowohl was Dramaturgie, Inszenierung als auch Schauspiel angeht. Anfangs störte mich das noch nicht zu sehr, doch irgendwann trat auch die Handlung auf der Stelle und in die Figurenzeichnung schlichen sich Redundanzen ein.
Letztendlich ist die fehlende eigene Identität auch das größte Problem der Serie. Zu Beginn hatte ich wirklich noch Spaß mit „FlashForward“ und selbst die schwächeren Episoden habe ich recht gerne gesehen, doch wirklich mitgerissen hat mich die Serie leider zu kaum einem Zeitpunkt. Es gab einfach zu viele Charaktere, die zudem nicht wirklich gut ausgearbeitet waren. Man konnte keine wirkliche Beziehung zu ihnen aufbauen, wodurch manche Handlungsstränge einfach nur verpufft sind.
Meine Kritik liest sich nun schlimmer, als ich die Serie tatsächlich wahrgenommen habe. Die Produktionswerte sind absolut sehenswert, die Schauspieler im Großen und Ganzen auch nett anzusehen und selbst die Handlung weiß zu großen Teilen zu faszinieren. Es mangelt einfach an den Details, was besonders schwer ins Gewicht fällt, weil sich die Serie eben so offensichtlich an ihrem großen Vorbild orientiert. Doch bei diesem waren eben unter anderem die Charaktere besser geschrieben, die Mysterien spannender und der Score ungleich schöner.
Der fehlende Abschluss von „FlashForward“ wiegt natürlich auch noch einmal schwer, wofür man der Serie allerdings keinen wirklichen Vorwurf machen kann. So bleibt am Ende leider ein etwas unbefriedigendes Erlebnis, welches durchaus Unterhaltungspotenzial besitzt, aber letztendlich doch weit hinter meinen Erwartungen blieb: 6/10 Punkte.