Run, Fatboy, Run (079)

Feierabendlauf. Ohne jegliche Motivation und ziemlich großem Hunger. Keine gute Kombination. Dennoch ging es anfangs recht flott von der Sohle, das letzte Drittel hätte ich am liebsten ausgelassen, nur um am Ende wieder recht locker Richtung Ziel zu laufen. Manchmal ist es schon seltsam.

Länge: 6,08
Laufzeit: 00:38:00
kCal: 504
min/km: 6:15

Trotz insgesamt recht positiver Lauferfahrung ist das Ergenis letztendlich ernüchternd. Wieder einmal unter 10km/h. Vielleicht muss ich mich erst einmal an die warmen Temperaturen gewöhnen. Vielleicht lenken mich zurzeit auch zu viele Sachen ab. Vielleicht sind das aber auch alles nur Ausreden und ich muss einfach einmal wieder mehr Gas geben.

Fringe – Season 2

Nach dem Serienfinale von „Lost“ beendet J.J. Abrams (zumindest aktuell noch) jüngstes Serienbaby „Fringe – Season 2“ gerade einmal das zweite Jahr. Obwohl mich die Serie von allen Werken des Showrunners bisher am wenigsten zu begeistern weiß, so muss ich ihr jedoch auch einen enormen Unterhaltungswert zusprechen. Besonders gegen Ende der Staffel konnte die Serie noch einiges an Boden gut machen.

Zu Beginn des zweiten Jahres hatte ich mich sehr auf ein Wiedersehen mit Olivia Dunham und dem dynamischen Vater/Sohn-Duo Walter und Peter Bishop gefreut. Doch dann stellte sich ziemlich schnell Ernüchterung ein: Im ersten Drittel der Staffel wimmelt es nur so vor durchschnittlichen Einzelepisoden. Die Enttäuschung war – besonders nach dem famosen Finale der ersten Staffel – natürlich groß, doch glücklicherweise sollte es bald wieder aufwärts gehen, was der Rückkehr zum übergreifenden Handlungsbogen zu verdanken ist.

Die Geschichte um das parallele Universum ist wirklich faszinierend. Hier gibt es ein paar fantastische Episoden zu bestaunen, welche sich vor allem in der zweiten Staffelhälfte finden. Hatte mich in der ersten Staffel noch gestört, dass anscheinend auch wirklich jedes unerklärliche Phänomen mit Walter Bishop zusammenhängt, so gefällt mir seine persönliche Involvierung in diesem Haupthandlungsstrang ausgesprochen gut. Sein Charakter (und auch Peters) gewinnt dadurch deutlich an Tiefe und man kann so manche seiner Eigenheiten besser verstehen.

Während des Staffelfinales läuft die Serie dann noch einmal zur Höchstform auf und bietet einen rundum gelungenen Abschluss mit äußerst fiesem Cliffhanger, der die Vorfreude auf die dritte Staffel noch einmal gehörig steigert. Wenn sich diese dann noch mehr auf den episodenübergreifenden Handlungsbogen konzentriert, ist „Fringe“ auch ganz klar in der Oberliga angekommen. Tolle Mysteryunterhaltung mit sympathischen Charakteren und einer äußerst spannenden Rahmenhandlung: 8/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (078)

Nachdem ich die letzten Tage aus anderen Gründen geschwitzt habe, war es nun nach eineinhalb Wochen höchste Zeit sich einmal wieder in die Laufschuhe zu schmeißen. Also habe ich abgewartet bis die Sonne hinter ein paar Wolken verschwunden ist und bin losgejoggt. Nach ein paar Metern war die Sonne wieder da. Puh! So anstrengend war es wirklich selten.

Länge: 6,08
Laufzeit: 00:38:00
kCal: 504
min/km: 6:15

Wer hätte vor ein paar Wochen gedacht, dass ich dieses Jahr noch einmal über zu viel Sonne jammern würde? Das nächste Mal muss ich auf jeden Fall noch etwas länger warten, damit beim Lauf auch ein angemessenes Ergebnis herauskommen kann. So oder so bin ich froh einmal wieder unterwegs gewesen zu sein. Immerhin der erste Lauf im neuen Blogjahr.

Happy Birthday Blog: 4 Jahre

Mit diesem Eintrag geht mein Blog bereits in das fünfte Jahr. Unglaublich. Im Zuge des Rückblicks habe ich einige alte Artikel gelesen und es ist wirklich erstaunlich, was in den vergangenen vier Jahren alles geschehen ist. So unglaublich viel. Auch wenn ich mich größtenteils auf gesehene Serien und Filme konzentriere, schimmert doch auch in meinen Kritiken stets eine Reflektion der äußeren Begleitumstände durch. Eine kurze Momentaufnahme, die mir gewisse Gegebenheiten wieder vor Augen führt. Eine virtuelle Gedächtnisstütze und mein Portal in die Weiten der Blogosphäre, welches mir – dank eurer zahlreichen Kommentare – viele meiner heutigen Lieblingsblogs zugänglich gemacht hat.

Wie bereits im vergangenen Jahr gibt es auch dieses Mal einen kurzen Einblick in die Zahlen hinter dem Blog. Das mit dem großen Aufschwung hat dann leider nicht so geklappt, wie es sich noch zu Beginn des Blogjahres angelassen hatte:

1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr
Aufrufe 15.218 57.411 55.891 58.343
Aufrufe/Tag 42 157 153 160
Aufrufe Beiträge Komm.
Gesamtsumme 187.624 898 6.504

Das vergangene Jahr wird für mich wohl stets untrennbar mit einem schweren persönlichen Verlust verbunden sein, den ich immer noch nicht so wirklich überwunden habe. Doch es gab auch freudige Nachrichten. So bereichert seit ca. vier Monaten ein kleines Menschlein unser Leben und lässt Tag für Tag die Vorfreude auf unser eigenes Kind wachsen. Somit wären wir auch schon bei dem Ereignis des vergangenen Jahres angekommen. Nachdem wir den Nestbau offiziell beendet haben, ist es in drei Wochen endlich soweit und damit beginnt wohl auch eine neue Ära – sprich eine deutlich niedrigere Beitragsfrequenz – auf diesem Blog.

Doch nun erst einmal weiter mit dem Rückblick: Ich habe im letzten Jahr 71 Filme und 39 Serien gesehen, ein Konzert besucht und beim Krimidinner mitgerätselt. Weiterhin habe ich Griechenland mit einem Besuch auf der Insel Thassos gesponsert, im Hochseilgarten tausend Ängste überwunden und mich vom Hype um die Schweinegrippe anstecken lassen. Auch meinem Körper habe ich ein Update gegönnt und sehe nun schärfer als je zuvor. Steigendem Berufsstress bin ich zudem mit körperlicher Ertüchtigung begegnet und war tatsächlich 47 mal Laufen. Unglaublich.

Ein übervolles Jahr also, dem es ein wenig an entspannten Phasen mangelte. Vielleicht war das aber auch keine schlechte Sache, denn das kommende Jahr wird so oder so noch turbulenter werden. Ich freue mich darauf und hoffe auf euer Verständnis, wenn es hier in den kommenden Monaten etwas ruhiger werden wird. Doch keine Sorge, die Wandlung zu einem reinen Babyblog wird sich hier nicht vollziehen… 😉

Vielen Dank für eure treuen Besuche und die zahlreichen Kommentare. Ich hoffe wir lesen uns auch im fünften Jahr!

Verdammnis – OT: Flickan som lekte med elden

Kaum für das Heimkino erhältlich, habe ich Daniel Alfredsons Verfilmung des Stieg Larsson Bestsellers „Verdammnis“ auch schon gesehen. Wie bei den meisten Adaptionen mir bekannter Bücher waren die Erwartungen relativ hoch, wenngleich mir auch durchaus bewusst war, wie leicht es doch ist enttäuscht zu werden.

Im Gegensatz zur Verfilmung von „Verblendung“ – dem ersten Teil der „Millenium“-Trilogie – waren die allgemeinen Kritiken zum Nachfolger eher verhalten. Auch ich sah dem Film mit gemischten Gefühlen entgegen, da die beiden Fortsetzungen ursprünglich für das Fernsehen geplant waren und nur aufgrund des großen Erfolgs ihres Vorgängers eine Kinoauswertung erfahren haben. Ob sich dies – samt Wechsel auf dem Regiestuhl – tatsächlich auf die Qualität der Umsetzung ausgewirkt hat?

Leider ja. Daniel Alfredson filmte seine Version von Stieg Larssons düsterer Welt deutlich uninspirierter als noch Niels Arden Oplev den Vorgänger. Die Kamera scheint immer ein unbeteiligter Beobachter zu sein. Kühl und distanziert. Auch die Figuren bleiben deshalb auf Distanz zum Zuschauer, was der Geschichte nicht zugute kommt. Durch die fehlende Vision des Regisseurs sieht „Verdammnis“ leider tatsächlich ziemlich oft nach TV-Krimi aus, wenngleich er – aufgrund seiner Romanvorlage – ungleich drastischere Szenen zu bieten hat.

Inhaltlich kann man dem Film keine allzu großen Vorwürfe machen. Die Geschichte wird bis auf das nötigste heruntergekocht, die spannenden Recherchen fehlen natürlich, doch was gezeigt wird macht durchaus Sinn und wird mit viel Liebe zum Detail erzählt. Kenner der Vorlage dürfen sich über größtenteils stimmungsvolle Locations sowie einen spannenden Schlussakt freuen. Neueinsteiger werden dagegen wohl so einige Probleme haben der Geschichte zu folgen.

Ich für meinen Teil bin insgesamt doch recht zufrieden mit dieser Adaption. Etwas mehr Budget und vor allem ein mutigerer Regisseur wären natürlich wünschenswert gewesen. So allerdings kann „Verdammnis“ seinen TV-Look nie ganz abstreifen, was vielen Szenen leider ihre Intensität nimmt. Nicht schlecht, doch da wäre mehr drin gewesen: 6/10 Punkte.

Nestbau

Der Countdown läuft unweigerlich und somit haben wir uns entschlossen einen Teil der immer knapper werdenden Zeit sinnvoll zu nutzen, um zumindest einen Teil der Aufgabenliste abzuarbeiten. Knapp 30 Stunden später ist der Nestbau beendet und unser kleines Projekt ist für uns wieder etwas mehr in der Realität angekommen:

Nun fehlt es nur noch an – zumindest was den Innenausbau angeht – Details, doch dieses lange Wochenende hat ja immerhin noch zwei Tage. Die Sonne lässt sich auch wieder blicken und durchflutet die neue Spielwiese mit ihrem schönsten Gelb. Ich habe das Gefühl alles wird gut.

The Office (US) – Season 6

Nun ist es tatsächlich geschehen. Mein einstiger Favorit am Serienhimmel beginnt mit „The Office – Season 6“ langsam aber sicher zu verblassen. Ist dies das sichere Ende von Dunder Mifflin bzw. Sabre? Kann man sich die Serie überhaupt noch anschauen? Und wie konnte es überhaupt soweit kommen?

Zunächst einmal muss ich mir selbst den Wind aus den Segeln nehmen: Auch die sechste Staffel von „The Office“ bietet ausgezeichnete Unterhaltung und ich habe (beinahe) jede einzelne Episode mit größtem Vergnügen gesehen. Dennoch lassen sich Abnutzungserscheinungen – ganz besonders im Vergleich zur Schwestershow „Parks and Recreation“ – langsam nicht mehr verleugnen. Der besondere Witz der Show ist alltäglich geworden.

Der absolute Tiefpunkt dieser Staffel kam für mich in Form einer Clipshow. Wenn ihr euch fragt was eine Clipshow ist, dann habt ihr in den 90er Jahren zu wenige Sitcoms gesehen und somit Episoden verpasst, die bereits gesehene Highlights nur wieder aufwärmen. Selbst „Friends“ oder auch „Seinfeld“ haben unter diesem Fluch gelitten. So etwas nun 2010 in einer modernen Single-Camera Comedy zu sehen hat mich schon etwas erschüttert.

Glücklicherweise gefällt die restliche Handlung. Es gibt ein paar wunderbare Aktionen von Dwight Schrute zu bestaunen und auch der restliche Büroalltag wird bekannt vergnüglich dargestellt. Dennoch fehlen die ganz großen Highlights und somit wird „The Office“ von ihren jüngeren Genrekollegen langsam aber sicher überholt: 8/10 Punkte.

Modern Family – Season 1

Wenn man mich nach dem besten Serienstart im vergangenen Jahr fragen würde, dann wäre „Modern Family – Season 1“ ohne Zweifel unter den von mir genannten Serien. Ein wahrlich lohnenswertes Jahr für alle Comedyfreunde. Dabei kann man die Serie wohl nicht als besonders innovativ bezeichnen, doch sie macht auf jeden Fall das beste aus ihrem Konzept.

Die Showrunner Steven Levitan und Christoper Lloyd haben den in den letzten Jahren äußerst beliebten Pseudodokustil genommen und einfach auf ein neues bzw. altes Genre übertragen. Weg vom Arbeitsplatz und rein in den Familienalltag. Dadurch entsteht ein anfangs etwas befremdliches Bild, doch schon bald kann man sich dem Bann der Serie nicht mehr entziehen, was durch die Wahl der Erzählform tatsächlich noch unterstützt wird.

Inhaltlich geht es in „Modern Family“ um – wer hätte es gedacht? – eine Großfamilie, in der alle Familienklischees abgedeckt werden. Hier dürfte wohl jeder Zuschauer mindestens eine Identifikationsfigur finden. Bei aller Übertreibung und den oft absurden Geschichten, wird am Ende jedoch stets ein positives Familienbild gezeichnet. Dies wirkt glücklicherweise nie aufgesetzt und man wird sowohl als Familienfreund, als auch als Familienskeptiker herzlich über diese bunte Sippe lachen können.

Nachdem ich viel über Inszenierung und Familie geschrieben habe, nun das Wichtigste zum Schluss:  „Modern Family“ ist unglaublich lustig. Der Humor der Serie orientiert sich an Genrekollegen wie „The Office“ und ist damit eher nicht mit klassischen Familiensitcoms zu vergleichen, was der Serie auf jeden Fall zugute kommt. Das Ensemble wurde perfekt ausgewählt und strotzt mit Ed O’Neill („Married with Children“), Ty Burrell („Back to You“), Jesse Tyler Ferguson („The Class“) uvm. nur so vor talentierten Comedy-Schauspielern.

Wie bereits geschrieben zählt „Modern Family“ eindeutig zu meinen Favoriten unter den Serienstarts des vergangenen Jahres. Ich glaube jeder Comedyfreund wird diese Serie lieben. Einfach nur fantastische Unterhaltung mit großartigen Darstellern und einem pointierten Drehbuch: 9/10 Punkte.

FlashForward – Season 1

Was hatte ich mich auf diese Serie gefreut: „FlashForward – Season 1“ war einer der Serienstarts des vergangenen Jahres. Am meisten lockte mich wohl die Tatsache, dass es sich um eine Romanadaption handelt und die Geschichte somit relativ festgelegt ist. Von wegen! Letztendlich wollte man mit der Serie dann doch nur auf der Mysteryerfolgswelle mitschwimmen.

So interessant die Prämisse der Serie auch ist – ein globaler Blackout samt individuellen Blicken in die persönliche Zukunft der Charaktere – so wenig innovativ wurde die Geschichte letztendlich umgesetzt. Ich hatte beständig das Gefühl eine Kopie von J.J. Abrams Erfolgsserie „Lost“ zu sehen und das sowohl was Dramaturgie, Inszenierung als auch Schauspiel angeht. Anfangs störte mich das noch nicht zu sehr, doch irgendwann trat auch die Handlung auf der Stelle und in die Figurenzeichnung schlichen sich Redundanzen ein.

Letztendlich ist die fehlende eigene Identität auch das größte Problem der Serie. Zu Beginn hatte ich wirklich noch Spaß mit „FlashForward“ und selbst die schwächeren Episoden habe ich recht gerne gesehen, doch wirklich mitgerissen hat mich die Serie leider zu kaum einem Zeitpunkt. Es gab einfach zu viele Charaktere, die zudem nicht wirklich gut ausgearbeitet waren. Man konnte keine wirkliche Beziehung zu ihnen aufbauen, wodurch manche Handlungsstränge einfach nur verpufft sind.

Meine Kritik liest sich nun schlimmer, als ich die Serie tatsächlich wahrgenommen habe. Die Produktionswerte sind absolut sehenswert, die Schauspieler im Großen und Ganzen auch nett anzusehen und selbst die Handlung weiß zu  großen Teilen zu faszinieren. Es mangelt einfach an den Details, was besonders schwer ins Gewicht fällt, weil sich die Serie eben so offensichtlich an ihrem großen Vorbild orientiert. Doch bei diesem waren eben unter anderem die Charaktere besser geschrieben, die Mysterien spannender und der Score ungleich schöner.

Der fehlende Abschluss von „FlashForward“ wiegt natürlich auch noch einmal schwer, wofür man der Serie allerdings keinen wirklichen Vorwurf machen kann. So bleibt am Ende leider ein etwas unbefriedigendes Erlebnis, welches durchaus Unterhaltungspotenzial besitzt, aber letztendlich doch weit hinter meinen Erwartungen blieb: 6/10 Punkte.