Mirrors (2008)

Der zweite Film unseres gestrigen DVD-Abends war das 2008er Asia-Remake „Mirrors“ von Alexandre Aja. Der Film hatte mich damals bereits bei der Kinoverwertung gereizt, doch konnte er auch in den heimischen vier Wenden seine Wirkung voll entfalten.

mirrors

Im Gegensatz zu Ajas vorherigen Werken „High Tension“ und dem Remake von „The Hills Have Eyes“ ist „Mirrors“ eher ein klassicher Gruselfilm. Auch wenn es noch blutige Spitzen gibt, so konzentriert sich der Film doch wesentlich mehr darauf eine Geschichte zu erzählen und hetzt weniger von einer Goreszene zur nächsten. Dennoch – oder vielleicht gerade deshalb – haben mich die visuellen Abartigkeiten dieses Films stärker beeindruckt.

Zur Geschichte muss ich vorausschicken, dass ich das Original „Into the Mirror“ nicht kenne. Insofern kann ich nicht Einschätzen, wieviel Aja und sein Team aus der Geschichte herausgeholt haben und wieviel eine reine Kopie ist. So oder so hat mir die Grundidee und ihre visuelle Umsetzung ausgezeichnet gefallen. Wirklich gruselig und nicht schon ein gutes dutzend Mal gesehen. Es ist zudem wirklich beeindruckend, wie es dem Produktionsteam gelungen ist in nahezu jeder Szene eine spiegelnde Oberfläche zu positionieren.

Auf die weitere Handlung möchte ich nun gar nicht weiter eingehen. Die Auflösung kann – wie so oft – ihr Versprechen nicht einlösen und wurde von mir eher mit einem Schulterzucken registriert. Die darauf folgende völlig unpassende Actionszene hat bei mir dagegen einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Das hätte es nun wahrlich nicht gebraucht. Will ich Kiefer Sutherland als Actionheld sehen, kann ich schließlich „24“ schauen. Der finale Twist war wiederum äußerst stimmungsvoll und wurde von mir auch nicht so erwartet.

Insgesamt ist „Mirrors“ ein wirklich gelungener Genrebeitrag, der durch atmosphärisch fotografierte Einstellungen und gezielt eingesetzte Schockmomente zu überzeugen weiß. Schwächen in der Auflösung verwehren dem Film allerdings vorderste Platzierungen in den Genrehitlisten: 7/10 Punkte.

6 Gedanken zu “Mirrors (2008)

  1. Der Film gefiel mir auch recht gut.
    Das Horrorgenre zählt eigentlich nicht zu meinen Favoriten, da ich gegen die ganzen Splatterfilme (ich weiss sind nicht alle Horrorfilme so) eine Abneigung habe. Aber mit Horrorfilme wie eben „Mirrors“ oder „Zimmer 1408“ kann ich schon eher was anfangen.

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  2. @Kaiser_Soze: Ja, so ein daheimgebliebener Urlaub will ja schließlich ausgenutzt werden… 😉

    @DarKesT: Ich dagegen mag das Horrorgenre schon seit jeher. Allerdings nervt mich in letzter Zeit das übertriebene Gesplattere auch und mit der Terrorfilmwelle kann ich sowieso nichts anfangen. Filme, wie „Mirrors“, „Das Waisenhaus“ oder „The Others“ sind mir da immer noch am liebsten.

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  3. Zufälligerweise habe ich den Film auch erst letzte Woche gesehen. Allerdings hat er mir gar nicht unbedingt so gefallen. Den Grusel- und Spannungsfaktor will ich „Mirrors“ zwar zugestehen, leider funktioniert der Rest des Films aber gar nicht so recht und wird dann doch auch langweilig. Der Vergleich zu 24 passt irgendwie auch – die ganze Zeit hatte ich das Gefühl, Jack Bauer zu sehen, so sehr ähnelten sich Charakter und Schauspiel von Kiefer Sutherland. Schade drum, für mich kein Film, der mir im Gedächtnis bleibt.

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  4. Nein, ist auch bestimmt kein Film der im Gedächtnis bleibt oder der sich für viele Folgesichtungen eignet. Für diese eine Sichtung hat er für mich aber tadellos funktioniert. Auch der Jack Bauer-Faktor kam für mich – bis auf die Actionszenen mit der Kampfhexe – nicht wirklich zum tragen. Für einen Gruselfilmabend genau die richtige Art von Unterhaltung.

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  5. Pingback: Mirrors (2008) | Film-Blogosphäre

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