The Core (2003)

Gestern Abend habe ich nach einem Film gesucht, bei dem ich mir das Mitdenken sparen kann. Da ist mir „The Core“ eingefallen, den ich einmal bei irgendeiner Sammelaktion als Prämie erhalten hatte. Anscheinend ein Katastrophenfilm mit grenzdebiler Ausgangslage und somit perfekt für meine Ansprüche.

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Erstaunlicherweise hat der Film recht ernsthaft begonnen. Die Prämisse wurde – im Rahmen ihrer Möglichkeiten – relativ glaubhaft aufgebaut und die Charaktere wurden mit ausreichend Hintergrundgeschichte versehen, um sie für den Zuschauer interessant zu machen. Zumindest ein wenig. Die Inszenierung war zwar etwas trashig, aber was will man bei solch einer Geschichte auch erwarten? Ich war zufrieden mit meiner Filmwahl.

Ab dem tatsächlichen Start der Mission zur Wiederbelebung der Rotation des Erdkerns (oh ja!) ging es dann – im wahrsten Sinne des Wortes – rapide bergab. Die Stationen auf der Reise, Entscheidungen und Handlungen der Figuren wurden immer willkürlicher. Hinzu kamen VFX, die eher an Zwischensequenzen auf PlayStation 2-Niveau erinnerten. Spannung kam so gut wie gar nicht mehr auf und die wie Fliegen sterbenden Charaktere waren einem auch egal. Wirklich schade um den brauchbaren Anfang.

„The Core“ ist ein Film über den es nicht viel zu sagen gibt. Man könnte ihn als die misslungene Variante von Michael Bays „Armageddon“ beschreiben und das sagt ja eigentlich schon alles. Zwar durchaus unterhaltsam und mit ein paar netten Szenen, doch größtenteils belanglos. Nicht einmal wirklich ärgerlich, einfach nur nichtssagend. Muss man nicht wirklich sehen: 4/10 Punkte.

14 Gedanken zu “The Core (2003)

  1. @all: Die generelle Wahrnehmung des Films scheint wahrlich sehr flüchtig zu sein. Selbst ich muss mich nun anstrengen, wenn ich mich an das Ende erinnern will. Kein gutes Zeichen für einen Film. Möge mich dieser Eintrag vor einer unvorsichtigen Folgesichtung bewahren!

    @fincher: Normalerweise bin ich ja auch sehr pingelig, was meine Filmwahl betrifft. Da würde ich nie einen Film schauen, den ich noch nicht kenne bzw. von dessen Qualität ich nicht zu einem gewissen Maß überzeugt bin. Beides trifft auf „The Core“ einfach nicht zu… 😉

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  2. Ja, die Schauspieler fand ich allesamt ganz brauchbar, wenngleich sie chronologisch unterfordert waren. Besonders Frau Swank. Mich würde einmal interessieren, was sie am Drehbuch angesprochen hat. Vermutlich das Geld… 😉

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  3. Na ja, ich glaube, als sie den Film gemacht hat, war sie noch nicht so berühmt und bekannt. Als junge Schauspielerin nimmt man wohl erst mal jeden Job, der auch nur im geringsten nach etwas aussieht. Und The Core war sicherlich keine ganz so kleine Low-Budget-Produktion.

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  4. Hillary Swank kann mal wohl bereits seit 1999 als durchaus als Berühmtheit durchgehen lassen, hat sie doch in diesem Jahr – bzw. dann 2000 – den Oscar für die beste Hauptdarstellerin (für den intensiven „Boys Don’t Cry“) gewonnen. Aber du hast sicher recht, dass „The Core“ eine Chance war einmal in einem großen Popcornfilm mitzuspielen. Schade nur, dass es dann mit dem Erfolg nichts geworden ist. Aber schon ein Jahr später kam ja „Million Dollar Baby“ und bescherte ihr den zweiten Oscar.

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  5. Oha, dass sie da schon einen Oscar hatte, das wusste ich gar nicht. „Boys don’t cry“ muss ich dann wohl mal auf meine Liste setzen. Vielleicht hatte sie ja auch den Vertrag für The Core schon unterschrieben, bevor sie den anderen Film gemacht hat und musste nun nur ein Pflichtspiel abgeben.

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  6. Ja, „Boys Don’t Cry“ ist wirklich sehenswert. Zudem gibt es wohl kaum einen Schauspieler, der keinen Rohrkrepierer in seiner Filmographie hat. Rollenwahl ist eben auch immer ein wenig Glücksspiel.

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  7. „The Core“ hab ich auch noch hier liegen, und erwarte nicht mehr als das, was du hier auch beschrieben hast. Hab mir neulich dann „The Reaping“ angeschaut, und da sieht der Sachverhalt imho ganz ähnlich aus: Ist irgendwie unterhaltsam, Swank gefällt auch, aber über den Restlegt man besser den Deckmantel des Schweigens.

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  8. Achja, stimmt! In „The Reaping“ hatte Swank einen ähnlich unbedeutenden Charakter gespielt. Da sieht man einmal, wie nichtssagend der Film war. Schon wieder komplett aus der filmischen Erinnerung gelöscht.

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  9. Pingback: Media Monday #259 | Tonight is gonna be a large one.

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